Spahn widerspricht Masken-Gegnern: "Freiheit kommt nie unendlich"

Berlin - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (40) hat die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in bestimmten Bereichen in der Öffentlichkeit verteidigt.

Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU) ist manchmal genervt vom Tragen einer Maske, verteidigt sie aber vehement.
Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU) ist manchmal genervt vom Tragen einer Maske, verteidigt sie aber vehement.  © Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

"Mich nervt das Maske-Tragen auch manchmal, aber es ist doch im Vergleich zu allen anderen Dingen, die wir erlebt haben im März, April ein echt milderes Mittel", sagte der CDU-Politiker im "Morning Briefing"-Podcast (Montag) von Gabor Steingart. 

Es sei besser, mit Maske in bestimmten Situationen Dinge möglich zu machen, als sie irgendwann gar nicht mehr möglich machen zu können, sagte er mit Blick auf Restaurantbesuche oder Einkäufe.

Zum Freiheitsargument von Masken-Gegnern sagte Spahn: "Freiheit kommt nie unendlich und ohne die Freiheit der anderen. Und hier geht es ja darum, die anderen im Geschäft, in der U-Bahn, in der Gastronomie, deren Freiheit zu schützen, nämlich deren körperliche Unversehrtheit."

Die Frage, ob jemand krank werde, habe auch etwas mit Freiheit und Nicht-Freiheit zu tun. Es gehe um eine Abwägung. 

Spahn zieht Vergleich zu anderen Ländern

"Und hier war die Entscheidung: Um die Freiheit der anderen zu schützen, gibt es an bestimmten Stellen Masken."

Das Virus sei noch da, und da, wo man es ihm leicht mache, gehe es auf einmal wieder ganz schnell, sagte Spahn unter Verweis auf andere Länder mit hohen Infektionszahlen.

Titelfoto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

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