Spahn: Zuschauer kehren bald in deutsche Fußball-Stadien zurück

Deutschland/Welt - Das Coronavirus hat die Welt weiterhin fest im Griff. In Deutschland und weiteren Ländern steigen die Infektionszahlen wieder. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (40) zeigt sich jedoch zumindest in puncto Fußball-Stadien optimistisch.

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Update, 6. September, 23.20 Uhr: Spahn: Zuschauer-Rückkehr wird "flächendeckend" gelingen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn rechnet mit einer baldigen Wiederzulassung von Zuschauern in allen deutschen Fußball-Stadien. "Da bin ich sehr optimistisch, dass das flächendeckend gelingt", sagte der CDU-Politiker am Sonntagabend bei "Bild Live". Er sei sehr sicher, dass die Bundesliga "Zug um Zug" wieder vor Fans in den Arenen spielen werde, bekräftigte Spahn.

Allerdings verwies Spahn erneut auf den zwischen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten vereinbarten Zeitplan, nach dem eine Arbeitsgruppe bis Ende Oktober bundesweit einheitliche Bedingungen für eine Rückkehr der Zuschauer in die Stadien erarbeiten soll. Dies sei "eigentlich vereinbart" gewesen.

Dennoch will RB Leipzig mit Genehmigung der sächsischen Behörden schon zum Bundesliga-Start Mitte September vor bis zu 8500 Zuschauern spielen. Hertha BSC plant mit rund 4000 Fans für das erste Heimspiel. Stadtrivale Union Berlin hatte am Samstag 4500 Zuschauer beim Test gegen den 1. FC Nürnberg eingelassen.

Für die Rückkehr der Fans in alle Arenen könne er noch "kein genaues Datum nennen", sagte Spahn. Die Bundesländer müssten hier nach dem lokalen Corona-Infektionsgeschehen entscheiden. "Ganz volle Stadien werden wir erst frühestens nächstes Jahr wieder sehen", sagte Spahn.

Jens Spahn (CDU), Bundesgesundheitsminister, äußert sich bei einer Pressekonferenz nach der Videokonferenz der EU-Gesundheitsminister.
Jens Spahn (CDU), Bundesgesundheitsminister, äußert sich bei einer Pressekonferenz nach der Videokonferenz der EU-Gesundheitsminister.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Update, 6. September, 22.23 Uhr: Viel Applaus für John Neumeiers Corona-Ballett "Ghost Light"

Es ist wohl das erste abendfüllende Ensemble-Ballett nach der Corona-Zwangspause: Unter großem Beifall hat am Sonntagabend in der Hamburger Staatsoper das Ballett "Ghost Light" von John Neumeier seine Uraufführung gefeiert. 

Das Ballett für 55 Tänzer zu Solo-Klaviermusik von Franz Schubert entstand seit Anfang Mai unter Beachtung der geltenden Abstandsgebote und Hygienemaßnahmen. Das heißt, die Tänzer dürfen einander nicht anfassen, lediglich verheiratete und liierte Paare können Pas de deux tanzen. 

Der Titel "Ghost Light" greift eine amerikanische Theatertradition auf: Wenn es eingeschaltet ist, darf kein Künstler die Bühne nutzen. Es brennt die ganze Nacht hindurch - bis sich die Bühne wieder mit Leben füllt.

"Das Ballett war nie geplant und steht in keiner Broschüre. Aber dieses Ballett musste gemacht werden, die Tänzer waren so hungrig nach der Bühne", sagte Neumeier tief bewegt zu Beginn der Vorstellung. "Ghost Light" habe keine Handlung, Hauptthema sei das Ensemble selbst. "Es geht um ihre Ängste, ihre Beziehungen. Was sie erlebt haben in dieser sonderbaren Zeit."

Es beginnt mit Anna Laudere als Kameliendame, die verzweifelt über die leere Bühne umherirrt, bis ihr Geliebter (Edvin Revazov) sie tröstet. Sie gehören ebenso wie Solisten aus "Der Nussknacker" und "Nijinsky" zu den Bühnengeistern, die der Legende nach nachts ihre Spiele auf der Bühne treiben. Vier Tänzer bringen Stühle auf die Bühne, ihr Tanz ist wie eine Unterhaltung auf Distanz: Der eine antwortet mit seinen Bewegungen auf den anderen. Als eine Tänzerin von einem Tänzer kurz berührt wird, blickt diese ihn irritiert an und sinkt zu Boden. Höhepunkte der anderthalbstündigen Choreographie sind jedoch die innigen Pas de deux, die eine tiefe Zuneigung zwischen den verschiedenen Paaren vermuten lassen.

Die Tänzer Anna Laudere und Edvin Revazov tanzen auf der Fotoprobe von "Ghost Light"
Die Tänzer Anna Laudere und Edvin Revazov tanzen auf der Fotoprobe von "Ghost Light"  © Markus Scholz/dpa

Update, 6. September, 21.27 Uhr: Gute Laune trotz Corona: Helge Schneider mit Mini-Band

"Heute hab ich gute Laune" - mit diesem Song aus seinem neuen Album hat Helge Schneider am Sonntagabend in der Berliner Waldbühne einen Auftritt vor 3000 Fans begonnen. "Ich muss sagen, auch uns hat die Corona-Geschichte sehr betroffen. Und deswegen sind wir hier", sagte der 65-Jährige. Er hatte nur zwei weitere Musiker dabei: seinen zehnjährigen Sohn am Schlagzeug, den er als "Charlie the Flash" vorstellte, und den Blues-Gitarristen Henrik Freischlader.

Der eineinhalbstündige Auftritt gehörte zur Reihe "Back to live", bei der es in der Waldbühne seit Donnerstag die ersten Konzerte seit dem Lockdown gibt. Wegen strenger Corona-Regeln dürfen maximal 6000 der 22,000 Plätze besetzt sein. "Ein paar Stühle sind frei geblieben. Das bringt die Natur mit sich - das ist wegen diesem Corona", sagte Schneider. 

Er hatte vorher gesagt, dass er sich auf die anstehenden Konzerte mit wenig Publikum freue, weil er wie in seiner Anfangszeit nun besser mit den Fans interagieren könne. Tatsächlich hatte das Konzert eine Art Wohnzimmer-Atmosphäre.

"Ich freu mich vor allem darüber, dass die Leute, die hier sind, da sind; dass sie sich hierher getraut haben trotz Corona", sagte der Musiker auf der Bühne. Gut gelaunt präsentierte das Multitalent - mit Perücke, Sonnenbrille und Karo-Sakko - vor allem Songs aus seinem Album "Mama", das er nach dem Corona-Lockdown alleine zu Hause eingespielt hat.

"Ich wollte nicht mit alten Liedern kommen, aber wenn Ihr wollt, kann ich auch Katzeklo spielen", sagte Schneider nach eineinhalb Stunden. Doch das Publikum wünschte sich den "Meisenmann".

Helge Schneider gibt auf der Berliner Waldbühne ein Konzert.
Helge Schneider gibt auf der Berliner Waldbühne ein Konzert.  © Fabian Sommer/dpa

Update, 6. September, 20.38 Uhr: Hertha-Stürmer Piatek droht Quarantäne-Pause im Pokal

Hertha BSC muss wegen einer drohenden Quarantäne womöglich beim DFB-Pokalauftakt auf Torjäger Krzysztof Piatek verzichten. Der polnische Fußball-Nationalspieler sei "entgegen der Absprache" mit zum Nations-League-Spiel der Polen im Corona-Risikogebiet Bosnien-Herzegowina am Montag gereist, sagte Hertha-Manager Michael Preetz am Sonntag dem "Kicker". 

Bei seiner Rückkehr müsste sich Piatek (25) wohl für mindestens fünf Tage in Quarantäne begeben und würde dem Berliner Bundesligisten damit im Pokalspiel bei Eintracht Braunschweig am Freitag fehlen.

Preetz kritisierte wegen des Ärgers die Umstände des Neustarts der Länderspiele nach der monatelangen Corona-Zwangspause: "Diese Länderspielperiode ist angesichts ihrer wahnwitzigen Umstände kompletter Nonsens." Die Hertha will sich dem Bericht zufolge nun beim zuständigen Gesundheitsamt bemühen, Piatek bei Vorlage eines negativen Corona-Tests doch früher wieder einsetzen zu können.

Bei den niederländischen U21-Nationalspielern Deyovaisio Zeefuik, Javairo Dilrosun und Daishawn Redan hatte die Hertha ausgehandelt, dass sie nicht zum Länderspiel in Belarus abgestellt werden mussten. Auch Peter Pekarik und Ondrej Duda müssen nicht mit der Slowakei in Israel spielen. Dennoch klagte Trainer Bruno Labbadia wegen der vielen Unwägbarkeiten: "Ich finde diese Länderspielpause definitiv sehr, sehr unglücklich für den Vereinsfußball." Zwei Wochen Vorbereitung würden dadurch komplett fehlen.

Krzysztof Piatek fehlt der Hertha aller Voraussicht nach im DFB-Pokalspiel gegen Eintracht Braunschweig.
Krzysztof Piatek fehlt der Hertha aller Voraussicht nach im DFB-Pokalspiel gegen Eintracht Braunschweig.  © John Macdougall/AFP-Pool/dpa

Update, 6. September, 19.44 Uhr: Eine neue Corona-Infektion im Saarland

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen im Saarland ist innerhalb eines Tages um einen Fall gestiegen. Landesweit lag die Zahl der nachgewiesenen Corona-Fälle damit am Sonntag (18.00 Uhr) bei 3165, wie das Gesundheitsministerium in Saarbrücken mitteilte. 

Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit der Erkrankung Covid-19 blieb unverändert bei 175. Die Zahl der Genesenen stieg um sieben auf 2906.

Update, 6. September, 18.31 Uhr: Wahlwoche statt Wahlabend: Michigan zu Verzögerungen bei Auszählung

Die Bekanntgabe der Ergebnisse der US-Wahlen im November könnte sich im Bundesstaat Michigan wegen der erwarteten starken Zunahme der Briefwahl um einige Tage verzögern. "Wir sollten darauf vorbereitet sein, dass es dieses Mal eher eine Wahlwoche als einem Wahltag ähneln wird", sagte die für die Durchführung der Abstimmung verantwortliche Politikerin Jocelyn Benson am Sonntag dem Sender NBC. Es gehe darum, vollständige und akkurate Ergebnisse zu haben, auch wenn es "ein paar Tage länger" dauern werde, so Benson.

In dem Bundesstaat dürfen Briefwahlunterlagen erst am Wahltag selbst ausgezählt werden. In anderen Bundesstaaten, wie zum Beispiel Ohio, müssen Briefwahlunterlagen noch mehr als eine Woche nach der Wahl angenommen werden, sofern sie vor der Abstimmung abgeschickt wurden. 

Die Auszählung von Briefwahlunterlagen dauert meist länger, zum Beispiel wegen eines nötigen Unterschriftenvergleichs. Wegen der Corona-Pandemie wird eine starke Zunahme der Briefwahl erwartet. 2016 stimmte landesweit fast jeder vierte Wähler per Post ab.

In manchen Bundesstaaten wie etwa North Carolina wiederum können die Stimmen bereits vor dem Wahltag gezählt werden. Die Verantwortliche Karen Brinson Bell sagte dem Sender NBC, der Staat könne daher vermutlich schon am Wahlabend rund 80 Prozent der Stimmen ausgezählt haben.

In den USA sind die Bundesstaaten für die Durchführung der Wahlen verantwortlich. Das gilt auch für die Kongress- und Präsidentenwahl am 3. November. Wegen des komplexen indirekten Wahlsystems bei der Präsidentschaftswahl könnten Verzögerungen in einem Bundesstaat - sei es in Michigan oder zum Beispiel in Florida - dazu führen, dass mehrere Tage unklar bleiben wird, wer die Wahl gewonnen hat.

In einigen US-Bundesstaaten werden langsam die ersten Briefwahlzettel für die Präsidentschaftswahlen im November an die Wähler verschickt.
In einigen US-Bundesstaaten werden langsam die ersten Briefwahlzettel für die Präsidentschaftswahlen im November an die Wähler verschickt.  © Gerry Broome/AP/dpa

Update, 6. September, 17.54 Uhr: Sportfachverbände in Bayern hoffen auf weitere Öffnungen für Sport

Team Sport-Bayern hat in einem Brief an Innenminister Joachim Herrmann (CSU) weitere Öffnungen für den Sport erbeten. Der Zusammenschluss von 31 Sportfachverbänden mit nach eigenen Angaben 3,6 Millionen Sportlerinnen und Sportler dankte dem für den Sport zuständigen Minister für dessen Einsatz in der Coronavirus-Pandemie. Doch in dem Schreiben vom 6. September, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, wurde auch eine Resolution zur Wiederaufnahme des Trainings- und Wettkampf- sowie Spielbetriebs mit Zuschauern in Bayern vorgebracht.

Team Sport-Bayern wies auf einen sich abzeichnenden Schwund an Mitgliedern hin und sorgt sich um die "einzigartige Vereins- und Verbandslandschaft des organisierten Sports in Bayern". Weniger Neueintritte – gerade bei Kindern und Jugendlichen - seien schon jetzt signifikant feststellbar. Es würden wichtige Einnahmemöglichkeiten fehlen.

Konkret wünschen sich die Sportfachverbände um Sprecher und Turn-Verbandspräsident Alfons Hölzl vom 19. September an die Wiederzulassung des Trainingsbetriebs für sämtliche Sportarten und des Wettkampf- und Spielbetriebs auch für alle Kontaktsportarten im Freien sowie in geschlossenen Räumen. Auch Zuschauer sollten "bei sportlichen Wettbewerben, mindestens in entsprechender Anwendung der Regelungen für den Kulturbereich im engeren Sinne" zugelassen werden.

Team Sport-Bayern unterstützt damit den Weg des Bayerischen Fußball-Verbandes. Das Bayerische Kabinett wird sich in seiner Sitzung am 14. September auch mit der Frage nach einer Wiederaufnahme des Ligabetriebs im Amateurfußball befassen. Es will auch darüber reden, wann der Ligabetrieb in anderen Kontaktsportarten in Bayern wieder starten könne sowie wann und unter welchen Voraussetzungen Zuschauer wieder zugelassen werden können.

Update, 6. September, 17.29 Uhr: Kamala Harris: Trump ist bei Corona-Impfung nicht zu trauen

Die Kandidatin der US-Demokraten für die Vizepräsidentschaft, Kamala Harris, hat vor einer Einmischung der Regierung bei der Suche nach einem Corona-Impfstoff gewarnt. Unter Präsident Donald Trump würden unabhängige wissenschaftliche Experten "mundtot gemacht" oder beiseite geschoben, sagte die Senatorin am Sonntag im Gespräch mit dem Sender CNN. Den Versprechen des Republikaners bezüglich der Verfügbarkeit eines Impfstoffs noch vor Jahresende könne nicht vertraut werden, warnte sie.

Präsident Trump sehne sich zwei Monate vor der Wahl verzweifelt nach einem Erfolg und setze dafür auf einen Impfstoff, sagte Harris. "Ich würde seinen Aussagen nicht vertrauen. Ich würde den Aussagen von Gesundheitsexperten und Wissenschaftlern vertrauen, aber nicht Donald Trump", sagte Harris. Als eine vertrauenswürdige Quelle zur Einschätzung eines Impfstoffs nannte sie den renommierten Immunologen Anthony Fauci. Dieser berät das Weiße Haus, ist aber gleichzeitig als streng faktenorientierter und unabhängiger Experte bekannt.

Weltweit befinden sich inzwischen mehrere experimentelle Impfstoffe in großen klinischen Studien. Dabei soll die Sicherheit und Wirksamkeit der Impfstoffe geprüft werden. Fauci hatte zuletzt erklärt, es könne bis Jahresende klar sein, ob einer der erprobten Impfstoffe hinreichend wirksam sei. Er rechnet damit, dass es Anfang nächsten Jahres einen Impfstoff geben wird.

Trump wiederum hat davon gesprochen, dass es bereits rund um die Wahl am 3. November einen Impfstoff geben könnte. Eine reguläre Zulassung bis dahin ist de facto unmöglich. Die zuständige Lebens- und Arzneimittelbehörde (FDA) könnte aber bei hinreichend guten Testergebnissen eine Notfallgenehmigung erteilen.

Kamala Harris ist die Kandidatin der US-Demokraten für die Vizepräsidentschaft.
Kamala Harris ist die Kandidatin der US-Demokraten für die Vizepräsidentschaft.  © Carolyn Kaster/AP/dpa

Update, 6. September, 16.45 Uhr: Gewerkschaft: Continental-Beschäftigte wollen protestieren

Die IG Metall fürchtet angesichts des verschärften Sparkurses beim Autozulieferer Continental um zahlreiche Jobs - und kündigt nun Proteste an. Vom 7. bis 11. September sollen an Standorten unter anderem in Hessen und Rheinland-Pfalz "vielfältige Aktionen" stattfinden, teilte die Gewerkschaft am Sonntag mit. 

Das Unternehmen wolle "im Schatten der Krise" seine Wettbewerbsfähigkeit auf "Kosten der Beschäftigten" ausbauen, sagte Jörg Köhlinger, der Leiter des IG Metall Bezirks Mitte, laut Mitteilung. Hessische Standorte, vor allem im Rhein-Main-Gebiet, seien von den angekündigten Plänen Continentals besonders betroffen.

Angesichts der schweren Corona-Einbrüche verschärft der Dax-Konzern seinen Sparkurs deutlich und treibt den Umbau an einzelnen Standorten weiter voran. Conti wird - wie weite Teile der Autoindustrie - derzeit hart vom Nachfragerückgang in der Corona-Krise getroffen. 

Hinzu kommt der teure und schwierige Umbau, der die Hannoveraner weg von klassischer Verbrennertechnologie führen soll. Verbunden damit ist der Abbau zahlreicher Jobs, parallel dazu will Continental jedoch möglichst viele Beschäftigte weiterqualifizieren.

Gegenwärtig gehe man davon aus, dass das 2019 gestartete Programm weltweit etwa 30.000 Arbeitsplätze betreffen werde, hatte der Konzern vor kurzem mitgeteilt. "Das heißt, sie werden dabei verändert, verlagert oder aufgegeben." 13.000 der fraglichen Jobs seien in Deutschland.

Der Autozulieferer Continental muss wegen Corona sparen.
Der Autozulieferer Continental muss wegen Corona sparen.  © Hauke-Christian Dittrich/dpa

Update, 6. September, 16.23 Uhr: Polizeihubschrauber vertreibt Strandurlauber auf Mallorca

Zur Durchsetzung der Corona-Maßnahmen setzt die Polizei auf Mallorca nun einen Hubschrauber gegen renitente Badegäste ein. 

Die Maschine flog am Wochenende abends im Tiefflug über Strände, um die angeordnete nächtliche Schließung ab 21.00 Uhr durchzusetzen, wie die Zeitung "Diario de Mallorca" berichtete. "Räumen sie die Strände", forderte die Polizei über Lautsprecher die Menschen auf. 

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Update, 6. September, 16.02 Uhr: Messen Stuttgart und Karlsruhe brauchen Finanzhilfen wegen Corona

Die Messe Stuttgart braucht 2021 als Folge der Corona-Pandemie eine Finanzspritze ihrer Eigner. "Wir werden im nächsten Jahr Zuschüsse benötigen", sagte der Messe-Geschäftsführer Roland Bleinroth den "Stuttgarter Nachrichten" und der "Stuttgarter Zeitung" (Montag). Die Messe gehört je zur Hälfte dem Land und der Stadt Stuttgart. "In diesem Jahr kommen wir mit unserer eigenen Liquidität über die Runden. Dann sind unsere Reserven aufgebraucht", sagte Bleinroth.

Die Eigner der Stuttgarter Messe suchen bereits nach Lösungen für die Finanzprobleme: "Das Land ist mit dem Mitgesellschafter im Gespräch, in welcher Form der Eigenkapitalunterdeckung in 2021 entgegengewirkt werden kann", heißt es in einer Stellungnahme des Finanzministeriums zu einer Anfrage des Landtagsabgeordneten Peter Hofelich (SPD), die den Zeitungen vorliegt. 

Das Umsatzminus 2020 wird sich laut Bleinroth auf einen dreistelligen Millionenbetrag belaufen: Der Geschäftsführer rechnet mit einem Erlös von gut 55 Millionen Euro, im vergangenen Jahr hatte die Messe Stuttgart mit 200 Millionen Euro knapp vier Mal so viel umgesetzt.

Die Messe in Karlsruhe benötigt dem Bericht zufolge bereits in diesem Jahr finanzielle Hilfen ihrer Eignerin, der Stadt Karlsruhe, wie Messe-Geschäftsführerin Britta Wirtz dem Bericht zufolge sagte. Auch für 2021 werde das Ergebnis schlechter ausfallen, als man es in den Planungen vor Corona kalkuliert habe, erläuterte sie. Die Messeplätze dürfen nach einem Beschluss der Landesregierung von Mitte Juli seit 1. September wieder große Messen veranstalten, unter strengen Auflagen zur Eindämmung des Coronavirus.

Besucher gehen bei der Reisemesse CMT durch eine Halle der Messe Stuttgart.
Besucher gehen bei der Reisemesse CMT durch eine Halle der Messe Stuttgart.  © Tom Weller/dpa

Update, 6. September, 15.33 Uhr: 988 registrierte Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom frühen Sonntagmorgen 988 neue Corona-Infektionen gemeldet. Diese Zahlen sind mit Blick auf das wirkliche Infektionsgeschehen allerdings wenig aussagekräftig - an Sonntagen sind die gemeldeten Fallzahlen nämlich erfahrungsgemäß oft niedriger, weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI übermitteln.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich demnach mindestens 249.985 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 6.9., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9325. Seit dem Vortag wurde ein Todesfall mehr gemeldet. Bis Sonntagmorgen hatten etwa 223.700 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Laut der Johns Hopkins Universität in Baltimore fallen die Zahlen sogar noch etwas höher aus. Demnach gab es hierzulande bereits 251.261 Infizierte und 9330 Todesfälle in Folge einer Corona-Erkrankung.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Mitteilung vom Sonntag bei 1,10 (Vortag: 1,0). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 0,97 (Vortag: 0,97). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen. Die R-Werte lagen seit Mitte Juli 2020 über 1, seit Mitte August um beziehungsweise unter 1.

Der Eingang zum Robert Koch-Institut in Berlin.
Der Eingang zum Robert Koch-Institut in Berlin.  © Paul Zinken/dpa

Update, 6. September, 15.19 Uhr: 120 neue Corona-Fälle in Hessen

Weitere 120 Hessen haben sich nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Die Zahl der Todesfälle, die mit dem Erreger in Verbindung gebracht wird, lag weiterhin bei 535. Das teilte das hessische Sozialministerium am Sonntag in Wiesbaden mit (Stand: 14.00 Uhr). 

Bei der sogenannten Inzidenz, einer wichtigen Kennzahl für den Verlauf der Corona-Pandemie, gab es uneinheitliche Veränderungen: In einigen Kommunen wurden leicht sinkende, in anderen leicht steigende Werte registriert.

Unter den Landkreisen und kreisfreien Städten kam Frankfurt auf die meisten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen - die Inzidenz lag damit bei 20,4. Am Vortag hatte der Wert noch bei 12,4 gelegen, zudem hatten alle Kommunen und Kreise unterhalb der Schwelle von 20 gelegen. Ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 20 gilt in Hessen unter anderem eine erhöhte Aufmerksamkeit und ein erweitertes Meldewesen.

Im Main-Taunus-Kreis lag der Wert nach der Mitteilung vom Sonntag bei 19,7, im Kreis Groß-Gerau bei 18,5 und in der Stadt Offenbach bei 17,6. In der Landeshauptstadt Wiesbaden sank die Zahl auf 10,4. Seit Beginn der Pandemie haben sich insgesamt 16 098 Menschen in Hessen mit dem Coronavirus infiziert.

Titelfoto: Bernd von Jutrczenka/dpa

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