100-jähriger Rollator-Spendenläufer wird zum Ritter geschlagen

London (Großbritannien) - Die 94-jährige Queen persönlich wird den 100-jährigen britischen Kriegsveteranen und Spendensammler Tom Moore am kommenden Freitag zum Ritter schlagen. 

Spendenläufer Tom Moore (100). (Archivbild)
Spendenläufer Tom Moore (100). (Archivbild)  © dpa/PA Wire/Joe Giddens

Das hat eine Sprecherin des Buckingham-Palastes am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur in London bestätigt. 

Moore hatte mit seinem Spendenlauf am Rollator im heimischen Garten knapp 33 Millionen Pfund (etwa 36 Millionen Euro) gesammelt und es damit sogar ins Guinness-Buch der Rekorde geschafft. Das Geld erhält der staatliche Gesundheitsdienst NHS (TAG24 berichtete).

Die Zeremonie soll im Freien auf Schloss Windsor stattfinden. Dorthin hat sich Königin Elizabeth II. gemeinsam mit ihrem Mann Prinz Philip (99) wegen der Pandemie zurückgezogen. So gut wie alle offiziellen Termine waren seitdem abgesagt worden.

Für den Ritterschlag soll die Queen ein Schwert benutzen, das ihrem Vater König George VI. gehörte. 

Schon vor Monaten hatte Moore aus dem Dorf Marston Moretaine in einem BBC-Interview gewitzelt, er hoffe, dass sich die Queen nicht ungeschickt mit dem Schwert anstelle. 

Per Twitter teilte der Weltkriegsveteran nun mit, dass es wohl der schönste Tag seines Lebens sein werde.

Die britische Königin Elizabeth II. und ihr Berater John Warren. (Archivbild)
Die britische Königin Elizabeth II. und ihr Berater John Warren. (Archivbild)  © dpa/PA Wire/Tim Ireland

Tom Moore wurde mit "You'll Never Walk Alone"-Interpretation zum Chartstürmer

Moore, der inzwischen vom Captain ehrenhalber zum Colonel befördert wurde, stürmte sogar die Charts mit einer eigenen Version der Fußball-Hymne "You'll Never Walk Alone". 

Den Song nahm er gemeinsam mit dem britischen Sänger Michael Ball und einem NHS-Chor auf. Das beeindruckte damals sogar seine jüngsten Verwandten: "Meine Enkelkinder können nicht glauben, dass ich die Charts anführe!"

Titelfoto: dpa/PA Wire/Joe Giddens, dpa/PA Wire/Tim Ireland

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