Corona-Ausbruch bei Catering-Firma: Auch Schüler und Lieferanten infiziert

Starnberg - Nach dem Corona-Ausbruch bei dem Catering-Unternehmen "Apetito Catering" im oberbayerischen Gilching sind auch zwei Mitarbeiter eines Essenslieferanten und zwei Schulkinder positiv auf das Virus getestet worden. 

Das Logo von Apetito Catering ist vor einem Gebäude des Catering-Unternehmens im Gewerbepark Gilching zu sehen.
Das Logo von Apetito Catering ist vor einem Gebäude des Catering-Unternehmens im Gewerbepark Gilching zu sehen.  © Matthias Balk/dpa

Die Lieferanten hatten Essen des Caterers in das Klinikum Großhadern gebracht. Die Schulkinder gehören zu den positiv getesteten Bewohnern einer Flüchtlingsunterkunft in Herrsching. Sie seien Anfang der Woche noch in der Schule gewesen, deshalb würden am Montag auch die Klassenkameraden der beiden getestet, sagte eine Sprecherin des Landratsamtes Starnberg am Sonntag.

Die beiden infizierten Schüler besuchten eine zweite und eine fünfte Klasse mit je elf Kindern. Ihre Mitschüler und zwei Lehrkräfte seien unter Quarantäne gestellt worden. Auch bei einem Kindergartenkind aus Herrsching wurde Corona nachgewiesen. Es war allerdings seit der Öffnung der Einrichtung nach dem Lockdown nicht mehr in der Kita.

Für äußerst unwahrscheinlich hält es das Landratsamt dagegen, dass das Coronavirus über die Essenslieferanten in das Klinikum Großhadern gelangt sein könnte. 

Das Essen sei kontaktlos geliefert worden. Trotzdem werde man das überprüfen.

Neuer Corona-Hotspot im Landkreis Starnberg: Flüchtlingsunterkünfte betroffen

Mitarbeiter vom Landkreis Starnberg stehen in Schutzanzügen am Eingang einer betroffenen Wohncontaineranlage für Flüchtlinge in Pöcking.
Mitarbeiter vom Landkreis Starnberg stehen in Schutzanzügen am Eingang einer betroffenen Wohncontaineranlage für Flüchtlinge in Pöcking.  © Matthias Balk/dpa

Eine ganze Reihe der rund 120 Mitarbeiter des Caterers Apetito war in Flüchtlingseinrichtungen untergebracht. Fünf Gemeinschaftsunterkünfte wurden wegen positiver Testergebnisse der Bewohner unter Quarantäne gestellt. 

Bei zwei Bewohnern der Flüchtlingsunterkunft in Weßling wurden nach Auskunft des Landratsamtes am späten Freitagabend Infektionen bestätigt. Damit gibt es dort vier Infizierte. Sie lebten gemeinsam in einem Wohncontainer und wurden nun isoliert.

Auch in anderen Gemeinschaftsunterkünften wurde umfassend getestet - die Ergebnisse lägen nun zum großen Teil vor, hieß es aus dem Landratsamt. In den Unterkünften Herrsching-Breitbrunn und Seefeld seien alle Tests negativ ausgefallen. In der Gemeinschaftsunterkunft Herrsching wurden sechs Personen positiv getestet, darunter die drei Kinder.

Die Infektionen waren vor knapp zehn Tagen entdeckt worden, nachdem einer der Bewohner aus der Gemeinschaftsunterkunft Hechendorf wegen leichter Symptome zum Arzt gegangen war. Mittlerweile wurden im Zusammenhang mit dem Cateringunternehmen rund 50 Menschen positiv auf das Virus getestet.

Unabhängig von den Infektionen bei Apetito gab es auch andernorts im Freistaat neue Infektionen. So meldete der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen/Geretsried in einer Gemeinschaftsunterkunft in Geretsried weitere 13 Fälle. Unter den Infizierten seien auch vier Schulkinder, die aber keine Symptome zeigten. Zwei Grundschulklassen wurden deshalb laut Behörde unter Quarantäne gestellt, sie sollen ebenfalls auf eine mögliche Infektion getestet werden.

Nach Zahlen des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) wurden in Bayern bis Samstagvormittag 48.633 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet. Gestorben sind bisher 2597 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten.

Titelfoto: Matthias Balk/dpa

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