Reiseverkehr zu Ostern: Tote Hose statt Stau und Stress

Deutschland - Ostern im Jahr 2020 ist anders, als das, was kannte. Die Autobahnen sind frei, das Stresslevel sinkt gen Null.

An Ostern 2020 sind die Autobahnen wie leer gefegt.
An Ostern 2020 sind die Autobahnen wie leer gefegt.  © NEWS5/Pieknik

Noch vor einem Jahr titelte die "Welt" in einem Beitrag: "Der Verkehr in Deutschland ist am Limit".

Dort hieß es unter anderem: "Am Gründonnerstag, Karfreitag oder Ostermontag pünktlich ans Ziel zu kommen ist reine Glückssache."

Die "MAZ" berief sich auf ADAC-Aussagen, als sie schrieb: "Vor allem an den Grenzübergängen nach Österreich kann es deshalb zu erheblichen Staus mit mehreren Stunden Wartezeit kommen. Laut ADAC sind die Brenner-, Tauern-  und Gotthard-Route besonders staugefährdet." Die Begriffe "Stau" und "Ostern" gehörten quasi zusammen.

Das war vor einem Jahr, als sich nur Fans von postapokalyptischen Medien mit Pandemien und Virus-Ausbrüchen beschäftigten. Doch nun beherrscht SARS-Cov-2 den kleinen blauen Planeten und das Leben hat sich radikal geändert.

Seit drei Wochen beispielsweise gelten in Deutschland strenge Ausgangsbeschränkungen, die Grenzübergänge sind dicht gemacht. Familienbesuche und Urlaube wurden gestrichen und die Autobahnen gleichen - abgesehen von ein paar vereinzelten Fahrzeugen - einer Kulisse aus einem Horrorfilm: gespenstisch leer. Ein Novum in unserer modernen Gesellschaft.

Das wirkt sich auch auf die Stau-Prognosen des ADAC für die Ostertage 2020 aus. Nirgendwo ist mit Einschränkungen oder hohem Verkehrsaufkommen zu rechnen: "Etwas mehr Verkehr erwartet der ADAC am Ostermontag, 13. April, wenn das verlängerte Wochenende endet und die Pendler wieder zurück zum Arbeitsplatz fahren." Eine Situation, historischer Größe.

Titelfoto: NEWS5/Pieknik

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