Streit um Bürgertests: Köpping schießt gegen Lauterbach

Dresden - Gesundheitsministerin Petra Köpping (64, SPD) fordert weiter kostenlose Corona-Tests für alle, finanziert vom Bund. Damit schießt sie gegen die Pläne von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (59, SPD).

Gesundheitsministerin Petra Köpping (64, SPD) stellt sich gegen die Pläne des Bundes.
Gesundheitsministerin Petra Köpping (64, SPD) stellt sich gegen die Pläne des Bundes.  © Thomas Türpe

Die Gesundheitsminister tagen seit Mittwoch in Magdeburg, ein Streitpunkt sind die kostenlosen Corona-Tests.

Der Bund will sie in dieser Form nur bis Ende des Monats behalten. Lauterbach erklärte im Vorfeld, dass die Bürgertests etwas eingeschränkt werden müssten, zudem sollten sie künftig die Länder zur Hälfte bezahlen.

Widerstand kommt von der Sachsen-Ministerin.

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"Die Länder sind durch Corona sehr stark belastet, wir haben die Impfzentren organisiert, viele präventive Maßnahmen durchgeführt, Masken eingekauft", so Köpping gegenüber TAG24.

"Die Finanzierung sollte weiterhin der Bund übernehmen."

Eine Verlängerung der kostenlosen Tests sei angesichts der steigenden Infektionszahlen wichtig.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (59, SPD) bittet die Länder zur Kasse.
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (59, SPD) bittet die Länder zur Kasse.  © DPA / Michael Kappeler
Die kostenlosen Corona-Tests könnten auch in Sachsen schon bald Geschichte sein.
Die kostenlosen Corona-Tests könnten auch in Sachsen schon bald Geschichte sein.  © DPA / Henrik Schmidt

Die 7-Tage-Inzidenz lag in Sachsen am Mittwoch bei 268, zu Monatsbeginn lag sie noch bei 127,7. Das Gesundheitsministerium geht davon aus, dass es bereits viele Fälle der Omikron-Variante BA.5 gibt - genau feststellbar sei die Verbreitung nicht.

Titelfoto: Montage: Thomas Türpe, DPA / Michael Kappeler

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