Studie: Corona-Dunkelziffer in Deutschlands Hotspot lag 2020 bei 80 Prozent!

Tirschenreuth (Bayern) - Die Dunkelziffer der Sars-CoV-2-Infizierten im Landkreis Tirschenreuth lag in der ersten Jahreshälfte 2020 bei 80 Prozent!

Der Landkreis Tirschenreuth war lange Zeit der am stärksten betroffene Corona-Hotpsot Deutschlands.
Der Landkreis Tirschenreuth war lange Zeit der am stärksten betroffene Corona-Hotpsot Deutschlands.  © Nicolas Armer/dpa

Zu diesem Ergebnis kommt eine wissenschaftliche Studie, die im vergangenen Frühjahr im damaligen Corona-Hotspot Tirschenreuth in Bayern gestartet worden war.

Demnach kamen auf eine Person, bei der eine Corona-Infektion mittels Test registriert worden war, vier Personen, die Antikörper aufwiesen und somit infiziert waren, ohne es gewusst zu haben.

Mit 92 Prozent war die Dunkelziffer in der Altersgruppe der 14- bis 20-Jährigen am höchsten.

Per Zufallsprinzip waren für die Studie 6600 Menschen ab 14 Jahren ausgewählt und um Teilnahme gebeten worden, 4200 von ihnen hätten mitgemacht, teilten die Studienleiter am Mittwoch mit.

In Auftrag gegeben hatte die Studie im April 2020 das Wissenschaftsministerium, durchgeführt wird sie von Fachleuten der Unikliniken Regensburg und Erlangen. Die Studie läuft noch, weitere Ergebnisse stehen aus.

Den Angaben nach war Tirschenreuth bis Herbst 2020 bei mehr als 1500 registrierten Infektionen pro 100.000 Einwohnern der am stärksten von Corona betroffene deutsche Landkreis.

Am Mittwoch war Tirschenreuth nach Zahlen des Robert Koch-Institutes (RKI) mit 94,4 der Landkreis mit der zweitniedrigsten Inzidenz in Bayern. Lediglich der Landkreis Miltenberg hatte mit 76,1 einen niedrigeren Inzidenzwert.

Titelfoto: Nicolas Armer/dpa

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