Corona unter Stuttgart-21-Arbeitern: Kritiker forderten Baustopp

Stuttgart - Nachdem bekannt wurde, dass sich Bauarbeiter auf der Baustelle für das Bahnprojekt Stuttgart 21 mit dem Coronavirus infiziert haben, gibt es Neuigkeiten.

Die riesige Baustelle aus der Luft.
Die riesige Baustelle aus der Luft.  © Uli Deck/dpa

Wie ein Sprecher der Stadt Stuttgart gegenüber der Stuttgarter Zeitung versicherte, tue man alles, um eine Ausbreitung des Erregers auf oder von der Baustelle zu verhindern.

Demnach sind sechs Mitarbeiter einer türkischen Baufirma infiziert, zwei liegen im Krankenhaus. 

Vier der Infizierten und insgesamt 92 Kontaktpersonen seien noch einige Tage in Quarantäne. Die Kontaktpersonen seien laut Zeitungsbericht symptomfrei und in Arbeiterwohnheimen untergebracht.

Die Bahn wolle die Baustellen des Megaprojekts weiterhin am Laufen halten.

Der Pressesprecher des Rathauses kündigte laut Stuttgarter Zeitung an, dass am Montag geprüft werde, "ob noch mehr für die Gesundheit der Bauarbeiter getan werden kann". 

Unter anderem die Gewerbeaufsicht kon­trolliere regelmäßig, ob auf der Baustelle die Vorgaben des Infektionsschutzes eingehalten würden.

Jedoch habe das Wirtschaftsministerium zugegeben, dass seit Beginn der Corona-Kontaktsperren in Baden-Württemberg "die aktive Überwachung von Betrieben in verminderter Form durchgeführt wird".

Nach Zeitungsangaben habe das Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 bereits Ende März vor Ansteckungsgefahren auf den Baustellen gewarnt. Die Arbeiten gehörten nach Ansicht der Kritiker gestoppt.

Titelfoto: Uli Deck/dpa

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