Auto-Zulieferer Mahle liefert Corona-Ausblick

Stuttgart - Nicht nur Corona, auch der Umbruch in der Automobilindustrie machen Zulieferern wie dem Stuttgarter Konzern Mahle zu schaffen.

Am Donnerstag blickt Mahle ins laufende Jahr. (Archiv)
Am Donnerstag blickt Mahle ins laufende Jahr. (Archiv)  © Daniel Naupold/dpa

Im Oktober berichtete das Unternehmen über Beschäftigungssicherung und Stellenabbau, nun wirft es am Donnerstag einen Blick auf das laufende Jahr (10 Uhr).

In Sachen Coronavirus ist auch Mahle nicht stehengeblieben: Schon längst hat das Unternehmen Maßnahmen ergriffen und weltweit vorübergehend Werke geschlossen. Nebenher fertigt Mahle in Kooperation mit dem Wäschehersteller Triumph Atemschutzmasken. 

Nun aber geht es vor allem darum, wie die Standorte wieder hochgefahren werden können.

Die Herausforderung sei es, die Lieferketten wiederherzustellen und alle Arbeitsprozesse mit den strikten Sicherheitsvorkehrungen in Einklang zu bringen, heißt es beim Konzern.

Update 11.15 Uhr: 

Der Umbruch in der Autoindustrie und die Wirtschaftsflaute haben den Zulieferer Mahle mit voller Wucht getroffen. Im vergangenen Jahr machte das Stiftungsunternehmen einen Verlust von 212 Millionen Euro nach einem Gewinn von 446 Millionen Euro 2018, wie der Vorsitzende der Konzern-Geschäftsführung, Jörg Stratmann am Donnerstag in Stuttgart mitteilte.

Stratmann sagte, die Effizienzsteigerungsprogramme würden konsequent fortgeführt und an der strikten Kostendisziplin festgehalten. 2019 seien weltweit etwa 2500 Stellen abgebaut worden. Der Umsatz sei im vergangenen Jahr um 4,2 Prozent auf 12 Milliarden Euro zurückgegangen.

Die aktuelle Situation werde durch die Corona-Pandemie zusätzlich erschwert, hieß es weiter. Im März und April 2020 seien drastische Umsatzrückgänge verzeichnet worden, es sei mit einem überaus schwierigen Jahr zu rechnen. Derzeit arbeite das Unternehmen nach der nahezu weltweiten Schließung seiner Werke mit Hochdruck am Wiederanlauf der Produktion in Europa.

Mahle stellt herkömmliche Motorkomponenten wie Kolben, aber auch Filter und Pumpen für den Verbrennungsmotor her. Zunehmend setzt das Unternehmen auch auf Teile für Elektroautos. Die Abhängigkeit vom klassischen Verbrennungsmotor hatte Mahle wie andere Zulieferer auch in den letzten Jahren verringert.

Titelfoto: Daniel Naupold/dpa

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