Aufgepasst: Käufliche Liebe wird jetzt komplett verboten!

Stuttgart - Schlechte Zeiten für Prostituierte und Freier: Die Stadt Stuttgart verbietet jegliche Form von Prostitution.

Bislang konnten selbstständige Huren ihrem Gewerbe nachgehen. Ab Samstag nicht mehr. (Symbolbild)
Bislang konnten selbstständige Huren ihrem Gewerbe nachgehen. Ab Samstag nicht mehr. (Symbolbild)  © Boris Roessler/dpa

Wie das Rathaus am Freitag mitteilt, gilt das Verbot ab dem morgigen Samstag (18. Juli). 

"Die Stadt untersagt aber auch Freiern, sexuelle Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen", heißt es in dem Presseschreiben. 

Bei Missachtung droht demnach ein Zwangsgeld von 350 Euro. 

Das Verbot gelte zunächst bis zum 31. August. "Das geht aus einer Allgemeinverfügung hervor, die die Stadt jetzt veröffentlicht hat. Grundlage für das Verbot ist das Infektionsschutzgesetz des Bundes." 

Ordnungsbürgermeister Martin Schaire, (67, CDU) dazu: "Das Coronavirus macht es weiterhin erforderlich, vor allem enge Kontakte weitestgehend einzuschränken. Sexuelle Dienstleistungen basieren auf Körperkontakt, bei denen das Virus übertragen werden kann."

Prostituierte nutzten Lücke aus

Weil die aktuelle Corona-Verordnung des Landes Spielräume lasse, haben man diese nun geschlossen. Die Verordnung des Landes verbietet Prostitution in Etablissements und Betrieben, aber nicht durch selbstständig und allein tätige Prostituierte.

"Polizei und Stadt haben in letzter Zeit festgestellt, dass diese Lücke verstärkt genutzt wurde. Da die Infektionsgefahren hier jedoch die gleichen sind, untersagt die neue Allgemeinverfügung nun jegliche Form der Prostitution", so Schairer.

Schon zu Beginn der Corona-Krise hatten Bordelle gegenüber TAG24 über massiven Kundenschwund beklagt (TAG24 berichtete). Seitdem hat sich die Situation für das Rotlichtgewerbe weiter verschärft.

Titelfoto: Boris Roessler/dpa

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