Südafrikanische Corona-Variante erstmals in Stuttgart nachgewiesen

Stuttgart - In Stuttgart ist erstmals die zunächst in Südafrika entdeckte Coronavirus-Variante B.1.351 nachgewiesen worden.

Zwei Mitarbeiter eines Klinikum legen sich Schutzkleidung an. Bei einem Ehepaar aus Stuttgart wurde nun erstmals die südafrikanische Coronavirus-Variante nachgewiesen. (Symbolbild)
Zwei Mitarbeiter eines Klinikum legen sich Schutzkleidung an. Bei einem Ehepaar aus Stuttgart wurde nun erstmals die südafrikanische Coronavirus-Variante nachgewiesen. (Symbolbild)  © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa

Entdeckt worden sei die Mutation bei einem Ehepaar, das Anfang Januar aus Südafrika nach Stuttgart zurückgekehrt sei, teilte die Landeshauptstadt am Sonntag unter Berufung auf das eigene Gesundheitsamt weiter mit.

Corona-Tests vor der Abreise aus Südafrika und unmittelbar nach der Einreise nach Deutschland seien zunächst zwar negativ ausgefallen.

Doch im Laufe der folgenden Quarantäne hätten beide Eheleute milde Krankheitssymptome entwickelt.

Abermalige Corona-Tests seien dann positiv ausgefallen. Laboruntersuchungen hätten in der Folge gezeigt, dass sich beide mit der zuerst in Südafrika entdeckten Corona-Variante angesteckt hätten.

Corona-Variante in vielen Ländern nachgewiesen

Bei einem PCR-Test wurde das Coronavirus nachgewiesen. (Symbolbild)
Bei einem PCR-Test wurde das Coronavirus nachgewiesen. (Symbolbild)  © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa

Die Corona-Variante B.1.351 ist mittlerweile in zahlreichen Ländern nachgewiesen. Sie zeichnet sich unter anderem durch mehrere Mutationen aus, die das sogenannte Spike-Protein des Virus verändern.

Dieses Eiweiß nutzt das Virus, um sich an die Körperzellen anzuheften und schließlich in sie einzudringen.

Abseits dessen steht momentan auch die zuerst in Großbritannien entdeckte Corona-Variante B.1.1.7 im Blickpunkt. Beide Varianten sollen nach derzeitigen Erkenntnissen ansteckender sein als die bisher vorherrschende.

Das baden-württembergische Landesgesundheitsamt teilte am Wochenende mit, beide Virusvarianten seien seit Ende Dezember im Südwesten in mehreren Kreisen vereinzelt nachgewiesen worden. Bislang bestehe in allen Fällen ein direkter oder indirekter Zusammenhang mit Reisen aus dem Vereinigten Königreich oder Südafrika.

Titelfoto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa

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