Über Tausend "Querdenker" protestieren vorm SWR

Stuttgart - Kritiker der staatlichen Corona-Politik haben in Stuttgart demonstriert und dabei auch vor dem Gebäude des Südwestrundfunks (SWR) im Osten der Stadt Halt gemacht.

Über 1000 Menschen demonstrierten vor dem SWR.
Über 1000 Menschen demonstrierten vor dem SWR.  © Simon Adomat/ vmd-images

Die Polizei gab am Samstag auf Anfrage die Teilnehmerzahl mit "über 1000" an.

Eine andere Quelle sprach von bis zu 3000 Menschen. Bei der angemeldeten Veranstaltung habe es zunächst keine größeren Zwischenfälle gegeben, erklärte die Polizei.

Vor dem Südwestrundfunk kritisierten die Teilnehmer die Berichterstattung in den Medien über die Corona-Pandemie. Immer wurde "Lügenpresse" gerufen oder "Wir sind das Volk", wie ein Augenzeuge berichtete.

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Gegner der Corona-Maßnahmen hatten in der Vergangenheit heftige Kritik an Medien und auch am öffentlich-rechtlichen Rundfunk geübt. Verdi-Landeschef Martin Gross betonte: "Kritik an der aktuellen Politik und auch an der Berichterstattung darüber sind nicht nur erlaubt, sie sind in einer Demokratie auch geboten."
Aber alle Grenzen würden eingerissen, wenn Journalistinnen und Journalisten diffamiert und bedroht würden.

Die Polizei forderte Teilnehmer immer wieder auf, eine Maske zu tragen. Wegen fehlender Mund-Nasenbedeckung gab es mehrere Anzeigen. Ein Maskenverweigerer sei vorläufig festgenommen worden, weil er seine Personalien nicht angeben wollte, sagte ein Polizeisprecher.

Entlang der Protestroute waren an Häusern mitunter Plakate angebracht, die die Gegner der Coronamaßnahmen kritisierten. "Nachdenken statt Querdenken" war zu lesen oder "Impfen statt schimpfen".

Aktualisiert: 22. Januar, 17.42 Uhr

Titelfoto: Simon Adomat/ vmd-images

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