Thüringen zählt 62 neue Corona-Fälle innerhalb eines Tages!

Schleiz/Erfurt - In Thüringen ist die Zahl der positiven Corona-Fälle am Freitag deutlich gestiegen. 

Ein Patient lässt sich einen Abstrich für einen PCR Corona-Test machen. (Symbolfoto)
Ein Patient lässt sich einen Abstrich für einen PCR Corona-Test machen. (Symbolfoto)  © Kay Nietfeld/dpa

Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Freitag 62 neue Fälle. Seit Pandemiebeginn wurden somit 4322 Personen im Freistaat positiv auf das Virus getestet. Damit hat der Freistaat aktuell die fünfwenigsten im Vergleich aller Bundesländer.

Virus-Hotspot ist momentan der Saale-Orla-Kreis im Südosten Thüringens. Mit 42 neuen Fällen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen nähert sich der Landkreis dem bundesweiten Warnwert von 50 Neuinfektionen. 

Großes Problem ist ein Corona-Ausbruch in einer Wohnstätte für Menschen mit Behinderung in Schleiz. Als Gegenmaßnahme hatten die Behörde mit einer Begrenzung der jeweiligen Besucherzahlen bei privaten Feiern auf die steigenden Infektionszahlen entsprechend reagiert.

Vorwürfe, eine Notärztin könne sich im Zusammenhang mit dem Ausbruch in der Behinderteneinrichtung falsch verhalten haben, hätten sich nicht bestätigt, so das Landratsamt. 

Coronavirus: Keine Panik trotz kritischen Zahlen

"Die Ärztin hat eine korrekte Diagnose gestellt und eine adäquate Behandlung eingeleitet", erklärte Amtsarzt Torsten Bossert. Der betroffene Patient sei nicht an Covid-19 erkrankt oder mit dem Sars-CoV-2-Virus infiziert. 

Auch der Vorwurf, dass Erkrankungen im Heim zu spät gemeldet worden seien, sei unzutreffend.

Das örtliche Landratsamt rechnet allerdings nicht damit, dass der Kreis zum Corona-Risikogebiet erklärt wird. Der Großteil der Positivbefunde bei Heimbewohnern und Mitarbeitern liege inzwischen sieben Tage zurück, heiß es.

Damit dürften diese Fälle am Samstag aus der Statistik fallen und der aktuelle Wert von 42 absinken.

Im Landkreis Sömmerda wurde am Freitag nach Angaben des dortigen Landratsamtes ein Kindergarten nach der Corona-Infektion einer Erzieherin vorläufig geschlossen. Beschäftigte und Kinder, die mit der Frau Kontakt hatten, wurden in häusliche Quarantäne geschickt. 

Titelfoto: Kay Nietfeld/dpa

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