Thüringens Lehrer und Erzieher zeigen kein Interesse an kostenlosen Corona-Tests

Erfurt - Schulen und Kitas bleiben während des Teil-Lockdowns geöffnet. Wegen der erhöhten Ansteckungsgefahr können sich Beschäftigte der Bildungseinrichtungen kostenlos auf das Coronavirus testen lassen. Der große Run auf die Tests blieb bislang aus. 

Ein Mitarbeiter des Gesundheitswesens hält zwei Kanülen mit Abstrichen von Corona-Tests in der Hand. (Symbolbild)
Ein Mitarbeiter des Gesundheitswesens hält zwei Kanülen mit Abstrichen von Corona-Tests in der Hand. (Symbolbild)  © David Taneèek/CTK/dpa

Bis zum Ende der Herbstferien wurden in genannten Berufsgruppen 4511 Tests durchgeführt und vom Land bezahlt, wie aus Daten des Thüringer Bildungsministeriums hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur (dpa) vorliegen. 

Die Möglichkeit solcher kostenlosen Tests gibt es für rund 44.000 Beschäftigte an Schulen und Kitas. 

Bislang wurden damit nur etwas mehr als zehn Prozent der Testmöglichkeiten für diesen Bildungsbereich genutzt.

Das Bildungsministerium hatte erst vor kurzem die Testmöglichkeiten für Erzieher und Lehrer ausgeweitet: 

Sie können seit Schulstart nach den Herbstferien einmal wöchentlich kostenlos überprüfen lassen, ob sie sich mit dem Coronavirus infiziert haben oder nicht. Dieses Angebot gilt zwischen dem 2. und dem 22. November, hieß es.

Thüringen stellt Millionen für die kostenlosen Tests zur Verfügung

Pro Test zahlt das Land 69 Euro. Allein im laufenden Jahr sind dafür rund drei Millionen Euro bereitgestellt. Nach Angaben des Bildungsministeriums seien so etwa 44 000 Corona-Tests möglich. 

Dafür hatte das Ministerium einen Vertrag mit der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen (KVT) geschlossen. Nach Angaben einer Sprecherin des Bildungsministeriums sei dieser Vertrag zeitlich nicht befristet. Zudem sei es möglich, den Vertrag anzupassen. Ein Sprecher sagte, dass man derzeit zusammen mit der KVT auslote, ob künftig verstärkt Schnelltests eingesetzt werden können, um Lehrer und Erzieher auf eine Corona-Infektion zu testen. 

Auch eine Ausweitung der Testkapazitäten sei im Gespräch.

Sogenannte Antigentests sind deutlich günstiger und liefern schnellere Ergebnisse als die bisher mehrheitlich angewandten PCR-Tests. Allerdings gelten die Ergebnisse auch als weniger zuverlässig. 

Titelfoto: David Taneèek/CTK/dpa

Mehr zum Thema Coronavirus:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0