Tim Mälzer meldet sich aus Social-Media-Pause: "Wir sind Kakerlaken"

Hamburg - Spekulationen und falsche Interpretationen gab es über den Hamburger Koch Tim Mälzer und seine wirtschaftliche Lage zu Corona-Zeiten kürzlich viele. Jetzt meldete sich der 49-Jährige auf Instagram selbst zu Wort.

Tim Mälzer (49) spricht über Pleite-Gerüchte.
Tim Mälzer (49) spricht über Pleite-Gerüchte.  © Screenshot/Instagram/timmaelzer_official

"Die Konten sind inzwischen geräumt. Die Rücklagen sind verbraucht", sagte Tim Mälzer vor kurzem dem Hamburger Abendblatt. (TAG24 berichtete)

Diese Aussage über die wirtschaftliche Misere habe er allerdings nicht auf seine eigene Situation bezogen, so der Bullerei-Chef. Er habe viel mehr die allgemeine Lage der Deutschen Gastronomie umschrieben. "Die ist, wen überrascht es, wenig positiv."

Die versprochenen und "vollmundig angekündigten November- und Dezemberhilfen" kämen gar nicht oder nur sehr "kläglich" an, so Mälzer weiter.

Das wären aber Hilfen, auf die seine Kollegen angewiesen seien. Kämen diese nicht, sei die "ein oder andere Existenz bedroht". Ob diese Problematik auch ihn selbst betrifft? Darauf geht der 49-Jährige nicht weiter ein.

Nichtsdestotrotz ist der TV-Koch zuversichtlich, dass die Gastronomie überleben wird: "Wir sind Kakerlaken, wir Gastronomen, uns kriegt man einfach nicht klein."

Mit einem kämpferischen Zitat aus dem Weihnachts-Action-Klassiker "Die Hard" beendet er sein Statement: "Yippijayeah Schweinebacke!"

Tim Mälzer kämpft für sich und seine Branche

TV-Koch Tim Mälzer sitzt an einem Tisch in den neu gestalteten Räumen seines Restaurants "Bullerei".
TV-Koch Tim Mälzer sitzt an einem Tisch in den neu gestalteten Räumen seines Restaurants "Bullerei".  © dpa/Christian Charisius

Immer wieder tritt der Promi-Koch vor TV-Kameras, um auf die Problematik seiner Kollegen hinzuweisen. Mehrfach bei "Markus Lanz", wo er in Intervies über die prekäre Lage der Gastronomie sprach. (TAG24 berichtete)

Auch er selbst musste während der Corona-Lockdowns kreativ werden. So stellte der 49-Jährige den Betrieb seiner Hamburger "Bullerei" um und begann mit Außer-Haus-Lieferungen, als er keine Gäste mehr empfangen durfte. Zwar stellte er diese nach kurzer Zeit wieder ein, ließ sich aber schnell etwas Neues einfallen.

Inzwischen vertreibt er sogenannte "Bäm Boxen". Kochboxen, die von seiner Crew vorgekochtes Essen enthalten, das anschließend vom Kunden nur noch zu Ende gegart werden muss.

Titelfoto: Screenshot/Instagram/timmaelzer_official

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