Trotz Corona: Mehr Fracht am Airport Hahn

Hahn - Trotz der Corona-Krise hat der Hunsrück-Flughafen Hahn im Juli mehr Fracht als im Vorjahresmonat verbucht. 

Eine Frachtmaschine vom Typ Boeing 747-8 wird am Flughafen Frankfurt-Hahn mit Fracht beladen.
Eine Frachtmaschine vom Typ Boeing 747-8 wird am Flughafen Frankfurt-Hahn mit Fracht beladen.  © Thomas Frey/dpa

Sie stieg um 34,1 Prozent auf 17.363 Tonnen, wie aus der jüngsten Statistik der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV) hervorgeht. Bei zahlreichen anderen deutschen Airports gab es dagegen eine rückläufige Entwicklung. 

Von Januar bis Juli 2020 legte das Hahn-Frachtgeschäft im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 29,3 Prozent auf 123.220 Tonnen zu.

Transportiert wurde in der Corona-Pandemie nach Angaben des Airports Hahn im Frühling zum Beispiel viel Schutzkleidung. 

Zu den neuen Zahlen äußerte sich die Hahn-Geschäftsführung nicht. Der ehemalige Militärflughafen gehört zu 82,5 Prozent dem chinesischen Großkonzern HNA und zu 17,5 Prozent dem Land Hessen.

Die Passagierzahlen brachen laut der ADV auch im Juli weiter ein - um 68,4 Prozent auf 46.228 im Vergleich zum Vorjahresmonat. Etliche andere deutsche Flughäfen mussten ein noch größeres Minus hinnehmen. 

Langwierige Ermittlungen erwartet

Schuld waren die Corona-Reisebeschränkungen. Von Januar bis Juli 2020 verbuchte der Airport Hahn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einen Passagierrückgang um 71,5 Prozent auf 261.997 Reisende.

Unterdessen dauern die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Koblenz und der Steuerfahndung des Finanzamts Trier an dem abgelegenen Flughafen nach einer Razzia im Juli an. Sie richten sich gegen drei Verantwortliche von sechs Firmen am Airport. 

"Die Ermittlungen in diesem Verfahren werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen", teilte Oberstaatsanwältin Martina Müller-Ehlen nun mit. Wegen des Steuergeheimnisses und "auch, um den Ermittlungszweck nicht zu beeinträchtigen", nannte sie weiterhin keine Details. Auch die Hahn-Geschäftsführung äußerte sich nach wie vor nicht dazu.

Titelfoto: Thomas Frey/dpa

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