Trotzt Pandemie: Arbeitsagentur sieht keinen Grund für späteren Ausbildungsbeginn

Kiel/Schwerin - Die Bundesagentur für Arbeit hat Jugendliche in Mecklenburg-Vorpommern aufgerufen, sich um einen Ausbildungsplatz zu bemühen.

Ein Auszubildender eines Elektroinstallationsbetriebes wirft mit aufgerolltem Kabel und einem Akkuschrauber einen Schatten. Die Bundesagentur für Arbeit hat Jugendliche in Mecklenburg-Vorpommern aufgerufen, sich um einen Ausbildungsplatz zu bemühen. (Symbolbild)
Ein Auszubildender eines Elektroinstallationsbetriebes wirft mit aufgerolltem Kabel und einem Akkuschrauber einen Schatten. Die Bundesagentur für Arbeit hat Jugendliche in Mecklenburg-Vorpommern aufgerufen, sich um einen Ausbildungsplatz zu bemühen. (Symbolbild)  © Julian Stratenschulte/dpa

"Ich kann nur an alle Schülerinnen und Schüler appellieren, die nun die Schule verlassen: Nutzt jetzt Eure Chancen", sagte Margit Haupt-Koopmann, Chefin der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit.

"Es gibt keinen Grund, den Beginn einer Ausbildung aufs nächste Jahr zu verschieben."

Trotz der Pandemie sei der Ausbildungsstellenmarkt in Mecklenburg-Vorpommern robust.

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Mit Stand Mai waren demnach noch rund 5400 Ausbildungsplätze im Nordosten unbesetzt, etwa 3000 Bewerberinnen und Bewerber noch unversorgt.

Zu den am häufigsten noch offenen Ausbildungsplätzen zählen demnach Einzelhandelskaufleute, Verkäufer, Köche oder Hotel- und Restaurantfachleute. Der Zahl der noch offen Ausbildungsplätze sowie unversorgten Bewerberinnen und Bewerber lag den Angaben zufolge im vergangenen Mai um jeweils rund 11 Prozent höher.

Haupt-Koopmann machte besonders auf die noch weitgehend unbekannte Möglichkeit der Teilzeitausbildung aufmerksam.

"Häufig könnten Alleinerziehende keine Ausbildung in Vollzeit absolvieren, da sie ihre Kinder betreuen müssen. Hier ist noch deutlich Luft nach oben. Der Anteil dieser speziellen Ausbildungsverträge liegt in Mecklenburg-Vorpommern bei unter einem Prozent."

Titelfoto: Julian Stratenschulte/dpa

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