Tübingen beschränkt Corona-Schnelltests für auswärtige Gäste

Tübingen - Die Stadt Tübingen wird die Zahl der Corona-Schnelltests für Gäste von außerhalb des Landkreises künftig beschränken.

In Tübingen läuft derzeit ein Modellprojekt. Dies soll nun für Auswärtige beschränkt werden.
In Tübingen läuft derzeit ein Modellprojekt. Dies soll nun für Auswärtige beschränkt werden.  © DPA / Tom Weller

Wer nicht im Kreis Tübingen wohnt oder arbeitet, soll ab Samstag nur noch an drei Stationen einen Schnelltest machen dürfen, teilte eine Sprecherin der Stadt am Donnerstag in Tübingen mit. Zudem werde die Zahl der Tests am Samstag für Auswärtige auf 3000 beschränkt. Grund sei ein erwarteter Ansturm von Besuchern.

Die übrigen sechs Teststationen sollen allein den Menschen aus dem Landkreis Tübingen und Menschen, die in Tübingen arbeiten, zur Verfügung stehen. Dazu müsse man einen Nachweis vorlegen.

Wie die Sprecherin weiter mitteilte, entwickele sich das Modellprojekt "erfreulich". Auch 16 Tage nach der Wiederöffnung der Geschäfte in Tübingen liege die Sieben-Tage-Inzidenz in der Stadt bei 30.

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In Tübingen wird in einem Modellprojekt die Wirkung von Öffnungsschritten in Corona-Zeiten getestet. An mehreren Teststationen können die Menschen kostenlose Tests machen, das Ergebnis wird bescheinigt.

Damit kann man in Läden oder zum Friseur. Aber auch Außengastronomie und Kultureinrichtungen dürfen Gäste mit Zertifikat empfangen und bedienen.

Dutzende Kommunen zeigen Interesse an Tübinger Testmodell

Ein Mann trägt in Tübingen ein Tagesticket-Armband. Die Stadt stellt das Tagesticket auf ein digitales System um. Wer sich an einer der neun Stationen im Stadtgebiet auf Corona testen lässt, bekommt künftig ein Armband mit einem QR-Code, welches nicht weitergegeben werden kann.
Ein Mann trägt in Tübingen ein Tagesticket-Armband. Die Stadt stellt das Tagesticket auf ein digitales System um. Wer sich an einer der neun Stationen im Stadtgebiet auf Corona testen lässt, bekommt künftig ein Armband mit einem QR-Code, welches nicht weitergegeben werden kann.  © Christoph Schmidt/dpa

Immer mehr baden-württembergische Städte zeigen Interesse daran, das sogenannte Tübinger Modell im Corona-Lockdown zu übernehmen. Calw hat sich ebenso offiziell als Corona-Modellkommune beim Land beworben wie Neckarsulm, Singen, Böblingen und andere.

Die Kommunen berufen sich auf einen Beschluss der Bund-Länder-Konferenz, nach dem die Länder im Rahmen von Modellprojekten einzelne Bereiche des öffentlichen Lebens unter strengen Voraussetzungen öffnen können.

In Bayern hat Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU) die Modellkommunen bereits zur Chefsache erklärt und den Start dieser Projekte in acht Kommunen vom 12. April an erklärt.

Titelfoto: DPA / Tom Weller

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