Curevac darf Wirkstoff an gesunden Freiwilligen testen

Langen/Tübingen - Das Tübinger Unternehmen CureVac darf mit der klinischen Prüfung seines Impfstoffkandidaten gegen Corona beginnen.

Ein Mann pipettiert in einem Labor des biopharmazeutischen Unternehmens Curevac. (Archivbild)
Ein Mann pipettiert in einem Labor des biopharmazeutischen Unternehmens Curevac. (Archivbild)  © Sebastian Gollnow/dpa

Das zuständige Paul-Ehrlich-Institut (PEI) in Langen erteilte dem Unternehmen die Zulassung, den Wirkstoff an gesunden Freiwilligen zu testen, wie das Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel am Mittwoch mitteilte. 

Ende April hatte bereits das Mainzer Unternehmen Biontech die Genehmigung erhalten, seinen Wirkstoff an gesunden Freiwilligen zu testen.

CureVac arbeitet an sogenannten mRNA-Impfstoffen. mRNA ist eine Art Botenmolekül, in dem die Bauanleitung zur Herstellung von Proteinen steckt. 

Für ihren Impfstoff haben die CureVac-Forscher mRNA mit der Bauanleitung für ein Protein des Coronavirus Sars-CoV-2 versehen. 

Die menschlichen Zellen bilden nach der Impfung dieses Protein, was der Körper als fremd erkennt. Er bildet Antikörper und andere Abwehrzellen dagegen. 

Die vor einer klinischen Studie nötigen Voruntersuchungen seien erfolgreich verlaufen, teilte das Unternehmen auf seiner Webseite mit.

Am Montag hatte das Wirtschaftsministerium bekanntgegeben, sich mit 300 Millionen Euro an dem Unternehmen zu beteiligen und rund 23 Prozent der Anteile zu übernehmen (TAG24 berichtete). Man wolle es so auch gegen eine mögliche Übernahme aus dem Ausland absichern.

Auf Geschäftsentscheidungen wolle der Staat keinen Einfluss nehmen.

Titelfoto: Sebastian Gollnow/dpa

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