Umfrage: Jeder zweite Deutsche für die Abschaffung der 2G-Regel

Düsseldorf - Fast die Hälfte der Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland ist für eine Abschaffung der 2G-Regelung im Einzelhandel.

Zahlreiche Deutsche wünschen sich eine Lockerung der Zutrittsbeschränkungen im Einzelhandel.
Zahlreiche Deutsche wünschen sich eine Lockerung der Zutrittsbeschränkungen im Einzelhandel.  © Felix Kästle/dpa

In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov gaben 49 Prozent der Befragten an, sie würden für ihr Bundesland stattdessen eine 3G-Regelung befürworten, so dass außer Geimpften und Genesenen auch Getestete Zugang zu den Geschäften abseits des Lebensmittelhandels hätten.

Rund 38 Prozent lehnten eine solche Entschärfung der Corona-Auflagen ab.

Bund und Länder hatten die 2G-Regel für weite Teile des Einzelhandels angesichts der steigenden Corona-Inzidenzzahlen Anfang Dezember vergangenen Jahres beschlossen. Ausgenommen waren Läden des täglichen Bedarfs wie Supermärkte, Drogerien, Apotheken.

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Doch wurde die Regelung inzwischen bereits in mehreren Ländern von Gerichten gekippt, sodass mittlerweile ein Flickenteppich mit unterschiedlichen Zugangsregeln entstanden ist.

Zwar gilt die 2G-Regel noch in den meisten Bundesländern. In Niedersachsen, Baden-Württemberg, Bayern und im Saarland wurde sie jedoch aufgehoben.

Die Umfrage wurde am 26. Januar 2022 mit bundesweit 1637 Befragten durchgeführt. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die Bevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren.

2G gefährde die Existenz Tausender Geschäfte im Einzelhandel

In einigen Bundesländern wurde die 2G-Regelung mittlerweile vor Gericht gekippt.
In einigen Bundesländern wurde die 2G-Regelung mittlerweile vor Gericht gekippt.  © Peter Kneffel/dpa

Der Handelsverband Deutschland (HDE) fordert seit geraumer Zeit eine Aufhebung der 2G-Regel.

HDE-Präsident Josef Sanktjohanser (71) schrieb erst vor wenigen Tagen in einem Brief an Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (58, SPD), ein Vergleich zwischen Ländern mit und ohne 2G-Regelung zeige, dass es "keine erkennbaren Auswirkungen" der Zugangsbeschränkungen im Handel auf das Infektionsgeschehen gebe.

Die Auswirkungen von 2G auf den betroffenen Handel seien dagegen groß, klagte der 71-Jährige. Der Nicht-Lebensmittel-Handel leide unter Umsatzrückgängen von bis zu 30 Prozent. Die Existenz Tausender Geschäfte sei gefährdet.

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Bund und Länder hielten jedoch bei ihren jüngsten Beratungen am vergangenen Montag angesichts des rasanten Anstiegs der Infektionszahlen an den aktuellen Maßnahmen fest.

Titelfoto: Felix Kästle/dpa

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