Unverständnis über neuen Corona-Lockdown: Mann protestiert in Unterhose

Newport (Wales/ Vereinigtes Königreich) - Ist Kleidung für den Alltag unerlässlich? Eine Frage, die man nur kontextbedingt beantworten kann. In Wales ist es aufgrund eines coronabedingten Lockdowns nun untersagt Dinge zu kaufen, die nicht lebensnotwendig sind - ein Mann wollte das so nicht akzeptieren und wählte eine ungewöhnliche Form des Protestes.

Die Unterhose als Ausdruck des Protests (Symbolbild).
Die Unterhose als Ausdruck des Protests (Symbolbild).  © 123RF/Olga Yastremska

Aufgrund des neuesten Lockdowns in Wales dürfen Supermärkte in Wales seit dem Wochenende nur noch "essenzielle Waren" verkaufen. Alkohol und Tabak gehören dazu, doch Kleidung etwa nicht.

Wie The Independent berichtet, waren Chris und Dawn Noden auf dem Weg zu einem Supermarkt im walisischen Newport. Doch das Paar wollte nicht einfach einkaufen - sie wollten gegen die Art und Weise des Lockdowns protestieren.

Und der Protest war durchaus speziell: Chris zog sich vor dem Supermarkt aus und war schließlich nur noch in Unterhose und Schutzmaske bekleidet.

In diesem "Outfit" wollte Chris den Laden betreten - seine Frau filmte ihn dabei. Doch ein Sicherheitsmitarbeiter ließ den 38-Jährigen nicht rein - seine Begründung: Er sei nicht angemessen gekleidet. Dawn argumentierte, dass es sich bei Kleidung um "non-essential goods", also nicht wichtigere Ware, handele.

Kleidung sei notwendig, also solle er doch bitte reingelassen werden, sagte sie zu dem Sicherheitsdienst. Dawn fragt den Mitarbeiter auch, ob Kleidung für den Alltag unerlässlich sei. Der Security antwortet darauf "Natürlich". 

In Wales gibt es seit dem Wochenende einen temporären Lockdown, bei dem die Gastronomie und fast alle Einrichtungen außer Supermärkten und Schulen schließen müssen. Massiven Spott gab es für die Regel, in Supermärkten nur noch "essenzielle Waren" anzubieten. 

Bürger äußerten in den sozialen Medien ihr Unverständnis darüber, warum etwa ein Wasserkocher oder Kinderkleidung nicht essenziell sein sollten. Der walisische Regierungschef Mark Drakeford kündigte an, die Maßnahme zu überprüfen.

Denn wie der Protest von Chris und Dawn Noden gezeigt hat, reagieren auch viele Sittenwächter auf die neuen Regeln mit Unverständnis.

Titelfoto: 123RF/Olga Yastremska

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