Verschärfte Corona-Maßnahmen in MV: Das gilt ab Montag!

Schwerin - Aufgrund stark gestiegener Corona-Infektionszahlen hat Mecklenburg-Vorpommern deutlich verschärfte Corona-Maßnahmen auf den Weg gebracht.

Die Kontaktbeschränkungen in Mecklenburg-Vorpommern werden wieder verschärft. (Symbolbild)
Die Kontaktbeschränkungen in Mecklenburg-Vorpommern werden wieder verschärft. (Symbolbild)  © Uwe Anspach/dpa

Diese treten am Montag in Kraft und betreffen viele Bereiche. Eine Übersicht:

GRUNDSÄTZLICH

Ziel ist es, die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz in einem ersten Schritt wieder unter 100 zu senken. Sie liegt derzeit nur knapp unter 150. Bis auf die Ausgangsbeschränkungen sollen die Maßnahmen landesweit einheitlich gelten.

KONTAKTBESCHRÄNKUNGEN

Die Kontaktbeschränkungen werden wieder verschärft. Künftig soll sich ein Haushalt nur noch mit einem weiteren Menschen treffen dürfen; Kinder bis 14 Jahre werden nicht mitgezählt. Paare, die nicht zusammen wohnen, zählen dennoch als ein Haushalt.

NÄCHTLICHE AUSGANGSBESCHRÄNKUNGEN

Mittlerweile gelten in weiten Teilen des Bundeslandes bereits nächtliche Ausgangsbeschränkungen von 21 Uhr abends bis 6 Uhr morgens. Dies gilt etwa für die Landeshauptstadt Schwerin sowie die Landkreise Ludwigslust-Parchim, Vorpommern-Greifswald und die Mecklenburgische Seenplatte.

Eine solche Regelung kann laut Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (46, SPD) aus juristischen Gründen nicht landesweit geregelt werden, dies müsse jeder der sechs Landkreise und der beiden kreisfreien Städte selbst verhängen.

Was hat geöffnet?

Schwerin: Am Eingang zum Staatlichen Museum hängt ein Hinweisschild mit der Aufschrift "Bis auf weiteres geschlossen".
Schwerin: Am Eingang zum Staatlichen Museum hängt ein Hinweisschild mit der Aufschrift "Bis auf weiteres geschlossen".  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Sämtliche Geschäfte des täglichen Bedarfs haben geöffnet, also etwa Lebensmittelgeschäfte, Drogerien, die Post, Sanitätshäuser, Optiker oder Banken. Zudem bleiben beispielsweise Blumenläden, Buchhandlungen, Garten- und Baumärkte landesweit geöffnet. Außenbereiche von Zoos und Tierparks sollen Gäste empfangen dürfen. Bibliotheken bleiben für den Leihbetrieb geöffnet.

Friseure dürfen weiterhin öffnen, dies ist jedoch mit einer Corona-Testpflicht verbunden. Kunden müssen laut Gesundheitsministerium maximal 24 Stunden vor dem Termin einen Corona-Test gemacht haben - entweder in der Apotheke, in einem Schnelltestzentrum oder mit einem gekauften Selbsttest vor Ort.

Entscheidend sei dann, dass der Selbsttest vor den Augen desjenigen erfolge, der die Dienstleistung ausführe. Kinder, die jünger als sechs Jahre sind, brauchen keinen Test.

WAS NICHT GEÖFFNET HAT

Viele Läden haben wieder geschlossen, dies betrifft bis auf die Friseure auch alle körpernahen Dienstleistungen. Fahrschulen haben verschärfte Auflagen. Sie dürfen nur noch Fahrschüler unterrichten, die die Fahrerlaubnis für die Ausübung ihres Berufs benötigen. Wer noch maximal vier Fahrstunden benötigt, kann seinen Führerschein beenden.

Viele Freizeitbereiche, etwa Kinos oder Fitnessstudios, bleiben geschlossen, dies gilt auch für Museen und Ausstellungen. Zudem dürfen Restaurants und Cafés nicht öffnen und ihre Ware nur außer Haus verkaufen oder ausliefern.

Kitas und Schulen

Von Montag an ist landesweit nur noch eine Notbetreuung möglich. Anspruch auf die Notfallbetreuung können laut Sozialministerium etwa Alleinerziehende oder Eltern haben, bei denen mindestens einer im Bereich der kritischen Infrastruktur arbeitet. Dazu zählt demnach beispielsweise der Gesundheits- und Pflegebereich, Polizei und Feuerwehr oder Schulen.

Eltern müssen den Angaben zufolge erklären, dass eine private Kinderbetreuung nicht anders gewährleistet werden kann sowie eine Erklärung des Arbeitgebers vorlegen, dass sie in der kritischen Infrastruktur tätig sind. Die erforderlichen Formulare würden vom jeweiligen Jugendamt zur Verfügung gestellt.

Schulen sollen grundsätzlich von kommenden Montag an geschlossen bleiben, eine Notbetreuung für die Klassen eins bis sechs soll gewährleistet sein.

Abschlussjahrgänge können weiterhin zur Schule kommen. Am Freitag beginnen die Abiturprüfungen.

Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern

Sämtlicher Tourismus, auch Tagestourismus, ist nach wie vor nicht erlaubt. (Archivbild)
Sämtlicher Tourismus, auch Tagestourismus, ist nach wie vor nicht erlaubt. (Archivbild)  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Sämtlicher Tourismus, auch Tagestourismus, ist nach wie vor nicht erlaubt. Besuche der Kernfamilie, also etwa von Eltern und Kindern, sollen hingegen weiterhin möglich sein. Wer aus einem anderen Bundesland kommt und einen Zweitwohnsitz im Nordosten hat, muss diesen bis kommenden Freitag verlassen. Dies gilt laut Landesregierung auch für Dauercamper, Kleingartenpächter sowie Bootseigentümer aus anderen Bundesländern.

SPORT

Freizeit- und Breitensport ist nur noch alleine, zu zweit oder mit den Menschen des eigenen Haushalts möglich. Der Trainingsbetrieb für Kinder und Jugendliche ist nicht mehr möglich.

WIE GEHT ES WEITER?

Wenn die landesweite Inzidenz wieder unter 100 liegt, soll zunächst in Kitas und Schulen wieder mehr möglich sein. Nächstes Ziel ist dann eine 7-Tage-Inzidenz unter 50, womit weitere Öffnungsschritte möglich sein sollen.

Wie lange diese Schwellenwerte dafür unterschritten sein müssen, war zunächst noch nicht bekannt.

Titelfoto: Uwe Anspach/dpa

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