Verschärfter Lockdown: Das gilt jetzt in Berlin

Berlin - Die Berlinerinnen und Berliner müssen wegen der Corona-Pandemie weiter erhebliche Einschränkungen des öffentlichen Lebens hinnehmen. Der Lockdown zur Eindämmung wird bis zum 31. Januar verlängert.

Michael Müller stellt die Berlinerinnen und Berliner auf neue Einschränkungen ein.
Michael Müller stellt die Berlinerinnen und Berliner auf neue Einschränkungen ein.  © David Hutzler/dpa, Bernd von Jutrczenka/dpa-Pool/dpa

Darauf verständigte sich der Senat nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur bei einer Sondersitzung am Mittwoch. Die Infektionsschutzverordnung des Landes wird entsprechend aktualisiert und angepasst und soll voraussichtlich ab Sonntag gelten.

Dann greift auch eine Verschärfung der Kontaktbeschränkungen mit einer neuen Obergrenze für private Zusammenkünfte, wie die dpa weiter erfuhr.

Diese sind künftig nur noch im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstandes und mit maximal einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person gestattet. Ist diese Person alleinerziehend, werden deren Kinder nicht mitgezählt, dürfen also noch dazukommen.

Bisher gilt für private Treffen in Berlin eine Obergrenze von fünf Personen aus zwei Haushalten, Kinder zählen dabei nicht mit.

Mit der neuen Regelung folgt der Berliner Senat dem Beschluss von Bund und Ländern vom Dienstag. Die Regel zu den Kindern alleinerziehender Menschen stellt eine berlinspezifische Ergänzung dar.

Berliner Senat folgt Beschluss von Bund und Ländern

Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU), Markus Söder (53, CSU, l.), Ministerpräsident von Bayern und Michael Müller (SPD, r.), Regierender Bürgermeister von Berlin, nach den Beratungen von Bund und Ländern über weitere Corona-Maßnahmen.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU), Markus Söder (53, CSU, l.), Ministerpräsident von Bayern und Michael Müller (SPD, r.), Regierender Bürgermeister von Berlin, nach den Beratungen von Bund und Ländern über weitere Corona-Maßnahmen.  © Michael Kappeler/dpa-pool/dpa

Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) und die Länderchefs hatten sich am Dienstag auf eine Verlängerung der ursprünglich bis 10. Januar vereinbarten Lockdown-Regeln verständigt.

Viele Geschäfte, die Schulen und Kitas bleiben weiter geschlossen. Details zu den Regelungen in Berlin wollte der Senat bei einer Pressekonferenz nach der Sondersitzung am Nachmittag mitteilen.

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (56, SPD) bezeichnete den Bund-Länder-Beschluss als "unausweichlich". Die Zahl der Corona- Infektionen sei weiterhin zu hoch. Das Personal in Krankenhäusern und Intensivstationen arbeite an der Grenze der Belastbarkeit. Insofern sei klar, dass noch einiges zu tun sei, um die Pandemie einzudämmen.

Der harte Lockdown mit geschlossenen Geschäften, Schulen und Kitas gilt bundesweit bereits seit dem 16. Dezember. Unter anderem Restaurants, Theater, Konzerthäuser und andere Kultur- und Freizeiteinrichtungen mussten bereits mehrere Wochen vorher schließen.

Ziel ist es, auf diese Weise Kontakte zwischen Menschen und damit Ansteckungen mit dem Coronavirus zu vermeiden.

Update, 16.55 Uhr: Auch in den nächsten Wochen kein Regelunterricht

Die Schulen in Berlin bleiben vorerst weitgehend geschlossen. «Es ist so, dass ab dem 11. Januar weiterhin kein Regelunterricht an den Berliner Schulen stattfindet», sagte Kultursenator und Bürgermeister Klaus Lederer (Linke) nach einer Sondersitzung des Senats am Mittwoch.

Allerdings soll es ab dem 11. Januar nach Angaben der Bildungsverwaltung für die abschlussrelevanten Jahrgänge Wechselunterricht geben. Dabei sollen die Lerngruppen maximal halb so groß sein wie üblich.

Ab dem 18. Januar soll es dann auch in den Klassen 1 bis 3 mindestens drei Stunden täglich Unterricht in der Schule geben, ebenfalls in Gruppen, die höchstens halb so groß wie üblich sein dürfen. Im nächsten Schritt wird diese Regel ab dem 25. Januar auf die Klassen 4 bis 6 ausgeweitet und ab dem 8. auf alle Schularten und Jahrgänge.

Titelfoto: David Hutzler/dpa, Bernd von Jutrczenka/dpa-Pool/dpa

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