Vielleicht ihre letzte Chance: Paar mit Corona heiratet im Krankenhaus

Milton Keynes (England) - Eigentlich hatten Elizabeth Kerr (31) und Simon O'Brien (36) vorgehabt, sich im Juni 2021 endlich das Ja-Wort zu geben – doch dann machte ihnen Corona einen mächtigen Strich durch die Rechnung.

Aus Angst, dass es ihre letzte Chance sein könnte, gaben sich Elizabeth Kerr (31) und Simon O'Brien (36) im Krankenhaus das Ja-Wort. (Symbolbild)
Aus Angst, dass es ihre letzte Chance sein könnte, gaben sich Elizabeth Kerr (31) und Simon O'Brien (36) im Krankenhaus das Ja-Wort. (Symbolbild)  © 123RF/rawpixel

Am 10. Januar musste das Paar in das Milton Keynes Krankenhaus eingeliefert werden. Wie CTV News berichtete, waren beide kurz zuvor positiv auf das Virus getestet worden.

Sowohl Kerr, als auch O'Brien hatten große Probleme zu atmen. Doch vor allem der Zustand des 36-Jährigen wurde schnell so kritisch, dass er auf die Intensivstation gebracht werden musste.

Daraufhin musste sich Kerr einer Frage stellen, die sie wohl nie wieder vergessen würde.

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Eine der Krankenschwestern fragte die junge Frau, ob sie sich vorstellen kann, ihren Verlobten im Krankenhaus zum Mann nehmen – es könnte schließlich ihre letzte und einzige Chance sein.

Kerr weiß genau, das waren Sätze, die sie "niemals wieder hören möchte."

Doch so schmerzhaft diese Vorstellung auch war; sie wusste genau, dass sie sich nichts sehnlichster wünschte, als diesen Mann zu heiraten. Und so traf sie eine Entscheidung.

Im Krankenhaus gaben sich die beiden das Ja-Wort

Während es O'Brien also immer schlechter ging, machte sich das gesamte Krankenhauspersonal dafür stark, eine Lizenz für eine solche Veranstaltung einzuholen.

Und tatsächlich: nur fünf Tage nach ihrer Einlieferung stand der große Tag zuvor. Am 15. Januar gab sich das verliebte Paar während einer kleinen aber rührenden Zeremonie endlich das Ja-Wort.

Dann wurde es wieder ernst. O'Brien musste nämlich schnellstmöglich an ein Beatmungsgerät angeschlossen werden.

Seine Hochzeitsnacht verbrachte er daraufhin auf der Intensivstation.

O'Brien ging es endlich besser!

Dann folgte ein Wunder: Mit einem Mal ging es nämlich immer besser und es dauerte nicht lang, bis er endlich wieder mit seiner Frau vereint werden konnte.

"Ich konnte es kaum erwarten Lizzie zu sehen ... also habe ich mein Bestes gegeben", erinnerte sich O'Brien. "Ich habe wirklich gekämpft ... und ich habe es geschafft."

Nun möchte das Paar darauf aufmerksam machen, wie wichtig es ist, sich an die Corona-Regeln zu halten.

"So kurzatmig, so verzweifelt zu sein, das würde ich niemandem wünschen", so Kerr und ihr Ehemann fügte hinzu: "Tragt eure Masken."

Titelfoto: 123RF/rawpixel

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