Virologen: Corona-Schnelltests auf Antigen-Basis haben deutliche Schwächen

Cottbus - In der Corona-Pandemie sind Schnelltests zum Testen auf eine Corona-Infektion derzeit sehr gefragt - der Virologe Frank Hufert (62) sieht bei ihrer Tauglichkeit allerdings erhebliche Unterschiede.

Professor Frank Hufert (62), Virologe an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg, sieht die Antigentests sehr kritisch.
Professor Frank Hufert (62), Virologe an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg, sieht die Antigentests sehr kritisch.  © Marko Petruschk/Medizinische Hochschule Brandenburg Theodor Fontane/dpa

Antigenschnelltests hätten den Nachteil, dass sie wenig sensitiv seien, sagte der Forscher an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) der Deutschen Presse-Agentur.

Antigenschnelltests könnten das Risiko minimieren - wie effektiv, sei unklar.

PCR-Tests hingegen hätten eine Verlässlichkeit im Nachweis von nahezu 100 Prozent, weil sie hochgradig sensitiv und sehr spezifisch seien.

Die Schnelltests auf Antigen-Basis hätten deutliche Schwächen, die Aussagekraft eines Negativtests sei nicht so gut, berichtete auch Forscher PD Dr. med. Andreas Wieser. Der Mediziner leitet das Labor der Covid-19 Forschung am Tropeninstitut der Ludwig-Maximilians-Universität in München.

Ein sensitiverer Test, wie eine "real-time PCR", wäre besser. Je mehr man Antigen-Tests einsetze, um sehr mehr könnten auch falsch positive Tests als Ergebnisse vorliegen, schätzte er ein.

Titelfoto: Marko Petruschk/Medizinische Hochschule Brandenburg Theodor Fontane/dpa

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