Virus-Mutation wütet in Seniorenheim: Bereits zwölf Tote!

Leverkusen – In einem Seniorenheim im Leverkusener Stadtteil Rheindorf spielen sich laut einem Medienbericht seit Mitte Januar dramatische Szenen ab. Wegen eines Corona-Ausbruchs sind bislang offenbar zwölf Bewohner ums Leben gekommen.

Bei einer Untersuchung wurde in einem Leverkusener Seniorenheim die britische Mutation des Coronavirus festgestellt. (Symbolbild)
Bei einer Untersuchung wurde in einem Leverkusener Seniorenheim die britische Mutation des Coronavirus festgestellt. (Symbolbild)  © Bernd Thissen/dpa

Wie die Rheinische Post am Mittwoch berichtete, haben sich 34 Risikopatienten in dem Awo-Seniorenheim mit dem Virus infiziert. Über ein Drittel von ihnen sollen nun an Covid-19 gestorben sein.

Am heutigen Mittwoch beklagte die Einrichtung demnach den zwölften verstorbenen Bewohner, einen 87-jährigen Leverkusener, der mehrfach vorerkrankt war.

Laut Angaben der Zeitung hatte es in dem Pflegeheim Mitte Januar einen Corona-Ausbruch gegeben. Auch 15 Mitarbeiter sollen nach Stand von Ende vergangener Woche infiziert sein.

Besonderen Grund zur Sorge liefern demnach stichprobenartigen Untersuchungen des Gesundheitsamtes. Ihnen zufolge sollen vier von vier Proben die britische Virus-Mutation B.1.1.7 aufgewiesen haben.

"Das Gesundheitsamt geht nach der hundertprozentigen Trefferquote davon aus, dass alle Betroffenen (...) mit der britischen Mutation infiziert sind", berichtete die Rheinische Post.

Zum Zeitpunkt des Ausbruchs soll in dem Heim erst die erste von zwei notwendigen Impfrunden durchgeführt worden sein. Die Einrichtung ist auf Anordnung der Stadt für Besucher derzeit geschlossen.

In Leverkusen liegt die Zahl der Neuinfektionen binnen einer Woche pro 100.000 Einwohner aktuell bei 114,2 (Stand Mittwochmorgen). Derzeit sind in der rheinischen Großstadt 1179 Bürgerinnen und Bürger erkrankt.

Titelfoto: Bernd Thissen/dpa

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