Irrsinn! Spring Break findet trotz Corona statt

Nassau (Bahamas) - Überall auf der Welt gibt es momentan wegen des Coronavirus Reisebeschränkungen und Menschen sollte große Ansammlungen meiden. Doch in der Karibik wird der legendäre Spring Break dennoch gefeiert.

Hunderte feiern vor einer großen Bühne. (Symbolbild)
Hunderte feiern vor einer großen Bühne. (Symbolbild)  © 123RF/Mirko Vitali

Der Spring Break bezeichnet zumeist die Semesterferien in den USA, die im März stattfinden. Doch für manche Studenten bedeutet Spring Break weit mehr.

So fahren sie nach Mexiko oder in die Karibik und feiern dort während der Ferien meist durchgängig mehrere Wochen am Stück. So auch in diesem Jahr. Und zwar genau jetzt.

Schon seit Anfang März finden verschiedene Partys in Zentralamerika statt. 

Am Montag in dieser Wochen sollen rund 1500 Leute allein mit einem Reiseanbieter, der Kombi-Pakete bestehend aus Party-Tickets und Reisemöglichkeiten anbietet, unterwegs gewesen sein, berichtete das US-amerikanische Promiportal TMZ.

Nur etwa 10 Prozent der jungen Erwachsenen hätten ihre Reise vorab wegen des Coronavirus storniert. 

Viele, die aber erst in dieser oder der kommenden Woche nach Cabo, Cancun, Nassau und Co. reisen wollten, stornieren erst jetzt ihre Pläne - beziehungsweise versuchen sie das...

Reise-Storno oft ausgeschlossen

Während des Spring Breaks finden auch viele Pool-Partys statt. (Symbolbild)
Während des Spring Breaks finden auch viele Pool-Partys statt. (Symbolbild)  © 123RF/kasto

Denn Reiseveranstalter "STS Travel" lässt Stornos so kurzfristig nicht zu. Das Unternehmen bietet den Jugendlichen nun an, kleine Kredite aufzunehmen und so kurzfristig an Geld zu kommen. Damit sollen dann jedoch die Ausgaben für die Festivaltickets gedeckt werden können.

Grund dafür, dass der Reiseveranstalter seine Party-Pakete überhaupt weiterhin anbieten kann, ist, dass Mexiko keine Veranstaltungen generell verbietet. Es werde immer nach Einzelfällen entschieden. 

Eine klare Regelung für große Events, wie den Spring Break, gebe es nicht, weshalb "STS Travel" weiter solche Reisen verkaufen darf und keine Kosten für freiwillige Stornierungen ihrer Kunden übernehmen muss.

Die Studenten sehen es scheinbar gelassen und fahren dennoch in die Party-Orte, wie Fotos und Videos in den sozialen Netzwerken zeigen. 

Wie sich das Ganze aber auf die Corona-Ausbreitung in den USA und den zentralamerikanischen Staaten auswirkt, wird sich zeigen.

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Eindrücke des diesjährigen Spring Breaks

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