Wann kommt der Corona-Impfstoff zu meinem Hausarzt?

Berlin - Nach dem geplanten Start in regionalen Impfzentren rechnen die Kassenärzte mit einer Übernahme der Corona-Impfungen in der Fläche einige Monate später.

Eine medizinische Fachangestellte setzt bei einem Probedurchlauf im Impfzentrum Bamberg bei einem Mann die Kanüle zur Impfung an. In der Spritze befindet sich kein Impfstoff (gestellte Szene).
Eine medizinische Fachangestellte setzt bei einem Probedurchlauf im Impfzentrum Bamberg bei einem Mann die Kanüle zur Impfung an. In der Spritze befindet sich kein Impfstoff (gestellte Szene).  © Nicolas Armer/dpa

"Wir gehen derzeit davon aus, dass die Praxen vermutlich im Sommer impfen werden", sagte der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, der Deutschen Presse-Agentur.

Der Impfstoff, der jetzt als erstes zur Verfügung stehe, müsse bei minus 70 Grad gelagert werden, was in den Praxen so nicht handhabbar sei. Wenn dann aber ein Impfstoff da sei, der nicht so extrem gekühlt sein müsse, könne es direkt losgehen.

"Die Praxen sind darauf eingestellt, schnell eine große Gruppe an Patienten zu impfen", sagte Gassen. "Das hat auch jüngst bei der Influenza-Impfung geklappt: Innerhalb weniger Wochen haben die Kolleginnen und Kollegen über 20 Millionen Menschen in Deutschland gegen Grippe geimpft."

Die Impfkapazität werde nicht das Problem sein. "Die Frage ist eher, wann genügend Impfstoff zur Verfügung stehen wird."

Erste Impfungen in Deutschland wohl ab dem 27. Dezember

Eine Krankenschwester bereitet eine Spritze mit dem Impfstoff Covid-19 von Pfizer-Biontech in London vor. In Deutschland sollen die ersten Impfungen am 27. Dezember starten.
Eine Krankenschwester bereitet eine Spritze mit dem Impfstoff Covid-19 von Pfizer-Biontech in London vor. In Deutschland sollen die ersten Impfungen am 27. Dezember starten.  © Frank Augstein/AP POOL/dpa

Bund und Länder stellen sich auf den Beginn von Corona-Impfungen am 27. Dezember ein. In den ersten Monaten sollen sie gebündelt über mehr als 400 Impfzentren laufen, die von den Ländern eingerichtet wurden.

Hintergrund sind auch Anforderungen an Transport und Lagerung und vorerst begrenzte Impfstoffmengen. An Zentren angedockt werden sollen auch mobile Impfteams, die in Pflegeheime und Kliniken gehen.

Titelfoto: Frank Augstein/AP POOL/dpa

Mehr zum Thema Coronavirus:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0