Coronavirus: Immer mehr Ärzte bieten Videosprechstunden an

Berlin - Das Coronavirus hält die Welt weiter in Atem. Die Zahl der Infektionen steigt, ebenso wie die der Todesfälle. Immerhin: Es gibt positive Nachrichten bei der Erforschung von Impfstoffen, die Millionen Menschen Hoffnung auf eine erfolgreiche Bekämpfung der Pandemie machen. Zu den aktuellen Meldungen gelangt Ihr >> hier.

Update, 24. November, 16.25 Uhr: Wegen Corona bieten immer mehr Ärzte Videosprechstunden an

In der Corona-Pandemie bieten im Saarland immer mehr Ärzte und Psychotherapeuten Videosprechstunden an. Hatten Ende 2019 drei Ärzte eine entsprechende Genehmigung, liegt deren Zahl derzeit bei 524 Ärzten und Psychotherapeuten, wie die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Saarland am Dienstag in Saarbrücken mitteilte. Im Juli, August und September seien insgesamt gut 3900 Sprechstunden per Videoschalte gemacht worden, rund 75 Prozent bei Psychotherapeuten.

Die Mediziner nutzten die virtuellen Behandlungszimmer vor allem zur Besprechung von Untersuchungsergebnissen, aber auch für Gespräche mit Patienten ohne Untersuchungen oder Anamnesen, teilte die KV weiter mit. Allgemeinmedizinerin Martina Hoffmann-Kümmel sagte: "Hauptvorteil ist, dass Patienten, wenn sie nur etwas besprechen wollen, nicht in die Praxis kommen müssen." Oft werde das Angebot "von Stammpatienten, die Angst vor Corona haben", genutzt.

Ein Hausarzt sitzt während einer Videosprechstunde in seiner Praxis vor einem Laptop.
Ein Hausarzt sitzt während einer Videosprechstunde in seiner Praxis vor einem Laptop.  © dpa/ZB/Monika Skolimowska

Update, 24. November, 16.20 Uhr: Gastgewerbe fordert rasch Klarheit über Weihnachtsgeschäft

Das rheinland-pfälzische Gastgewerbe fordert von der Politik rasch Klarheit über eine Wiedereröffnung von Hotels und Gaststätten fürs Weihnachtsgeschäft. "Unsere Betriebe benötigen jetzt - und keinesfalls später - eine klare Entscheidung, dass sie vor Weihnachten wieder öffnen dürfen", heißt es in einem Schreiben des Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) vom Dienstag an Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD), das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. "Eine Entscheidung kurz vor dem 18.12. oder 20.12. wäre definitiv zu spät und ist zudem fernab jeder Lebenswirklichkeit in unseren Betrieben."

Für die Branche seien die Entscheidung an diesem Mittwoch über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie von "existenzieller Bedeutung", heißt es in dem Brief weiter. Falle bei den Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der Länderregierungschefs keine Entscheidung über eine Öffnung von Hotels und Gaststätten vor Weihnachten, könnten die Betriebe aus wirtschaftlichen Gründen nicht öffnen, egal welche Inzidenzwerte in 14 festgestellt würden. "Dann stehen zwei Drittel der gastgewerblichen Betriebe in Rheinland-Pfalz vor dem wirtschaftlichen Aus", warnt der Landesverband.

Dehoga-Präsident Gereon Haumann verwies im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur auf eine aktuelle bundesweite Mitgliederumfrage seines Verbandes, wonach 60 Prozent der Betriebe sagen, sie brauchten eine Entscheidung an diesem Mittwoch und weitere 23 Prozent erklärten, dies müsse bis spätestens 7. Dezember geschehen. 93 Prozent halten den Angaben zufolge ein Öffnung für lediglich eine Woche für unwirtschaftlich.

Stühle stehen gestapelt und zusammengestellt im Außenbereich eines geschlossenen Cafes.
Stühle stehen gestapelt und zusammengestellt im Außenbereich eines geschlossenen Cafes.  © dpa/LaPresse via ZUMA Press/Filippo Ciappi

Update, 24. November, 16.15 Uhr: Verwaltungsgerichtshof setzt Testpflicht für Grenzgänger außer Kraft

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat die wöchentliche Testpflicht für Grenzgänger vorläufig außer Kraft gesetzt. "Die Außervollzugsetzung der Regelung hat allgemeine Wirkung", erläuterte ein Gerichtssprecher am Dienstag die weitreichenden Folgen des Eilantrages zweier österreichischer Schüler.

Die beiden Gymnasiasten mit Wohnsitz in Österreich besuchen eine Schule im Landkreis Berchtesgadener Land und mussten sich nach der Einreise-Quarantäneverordnung des Freistaats bislang mindestens einmal in der Woche einem Corona-Test unterziehen.

Der Senat entschied jedoch nun, dass sich diese Regelung im Hauptsacheverfahren voraussichtlich als unwirksam erweisen werde. Er setzte sie daher außer Vollzug.

"Freistaat Bayern" steht auf einem Schild an der Grenze zwischen Deutschland und Österreich.
"Freistaat Bayern" steht auf einem Schild an der Grenze zwischen Deutschland und Österreich.  © dpa/Armin Weigel

Update, 24. November, 16.10 Uhr: Umfrage: Fast jeder zweite Gastro-Betrieb sieht drohende Insolvenz

Fast jeder zweite Gastrobetrieb in Berlin sieht sich einer aktuellen Umfrage zufolge von Insolvenz bedroht. Ebenso viele Betriebe haben diese Befürchtung im Bereich Verkehr und Lagerei, wie aus der Befragung der Industrie- und Handelskammer Berlin (IHK) hervorgeht, deren Ergebnisse am Dienstag veröffentlicht wurden.

Daran nahmen demnach in der vergangenen Woche mehr als 1000 Unternehmen aus sämtlichen Wirtschaftssektoren teil. "Je länger die Corona-Krise anhält, umso schwerer fällt es den Unternehmerinnen und Unternehmern, den Optimismus zu bewahren, dass sie diese Herausforderung bewältigen können", teilte IHK-Präsidentin Beatrice Kramm mit.

Besser ist die Lage unter anderem in der Bauwirtschaft und der Finanzbranche. Nur wenige befragte Unternehmen aus diesen Branchen gaben an, bislang staatliche Hilfen in Anspruch genommen zu haben. Während die Betriebe zwar auch hier eine zurückgehende Nachfrage konstatieren, laufen die Geschäfte demnach großteils ohne Unterbrechung weiter. Im Gastgewerbe, der Kreativwirtschaft aber auch in der Reiseindustrie sind sie unterdessen aufgrund des derzeitigen Teil-Lockdowns nahezu zum Erliegen gekommen.

Eine Tafel mit der Aufschrift "Drive-in" und der Botschaft "Fu** you Corona" steht vor einem geschlossenen Restaurant.
Eine Tafel mit der Aufschrift "Drive-in" und der Botschaft "Fu** you Corona" steht vor einem geschlossenen Restaurant.  © dpa/Hauke-Christian Dittrich

Update, 24. November, 16.05 Uhr: Merkel kündigt eigene Vorschläge für Runde mit Ministerpräsidenten an

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Vorschläge der Ministerpräsidenten zum Kampf gegen die hohen Corona-Infektionszahlen begrüßt, aber zugleich eigene Vorschläge zur Kontaktreduzierung für die Verhandlungen an diesem Mittwoch angekündigt.

Das Papier der Länder sei gut, die Überlegungen fänden zum großen Teil die Unterstützung des Bundes, sagte Merkel am Dienstag nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur von Teilnehmern in der virtuellen Sitzung der Unionsfraktion im Bundestag. Der Bund werde aber noch weitere Vorschläge machen. In einigen Bereichen seien gegebenenfalls nochmals spezifische Maßnahmen notwendig.

Die Kanzlerin kündigte nach diesen Informationen an, sie werde sich am 14. oder 15. Dezember nochmals mit den Ministerpräsidenten zusammenschalten, um zu beurteilen, wo man dann bei der Infektionslage stehe.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).  © dpa/Reuters-Pool/Hannibal Hanschke

Update, 24. November, 14 Uhr: Corona-App: NRW schlägt lokale Infos und freiwillige Zusatzdaten vor

Nordrhein-Westfalen schlägt eine umfangreiche Erweiterung der Corona-App um Informationen zum Infektionsgeschehen vor Ort, zu Beschränkungen sowie um freiwillige Zusatzdaten vor. Außerdem sollte eine mehrsprachige und rund um die Uhr erreichbare Hotline eingerichtet werden, die direkt aus der App angerufen werden kann zu Fragen wie einem roten Warnhinweis und nächste Schritte.

Nach Ansicht von Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) muss es darum gehen, den Nutzen der App für den Bürger mit neuen Funktionen wie lokale Informationen zu erhöhen. "Es geht aber noch mehr: Unser Ziel muss ein, Datenschutz und andere hochrangige Grundrechte wieder in die richtige Balance zu bringen", sagte Laschet am Dienstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. So sollte jeder Nutzer die Möglichkeit haben, freiwillig mehr Daten zur Verfügung zu stellen.

Auf diese Weise könnte die automatisierte Weitergabe von Daten zwischen Nutzer, Laboren und Gesundheitsbehörden verbessert werden, um eine bessere Kontaktnachverfolgung zu ermöglichen. Voraussetzung sei dabei, dass alle Betroffenen vorab einwilligen. "So könnten wir Eingriffe in andere Grundrechte zurücknehmen", sagte Laschet.

Vize-Ministerpräsident Joachim Stamp (FDP) betonte, die App müsse alltagstauglich sein und Nutzern umfassende hilfreiche Informationen bieten. Sie sollte auch auf älteren Geräten funktionieren. Wichtig sei auch, dass sie eine sogenannte Clusterkennung ermögliche. "Diese ist anonym und datensparsam und funktioniert ähnlich einfach wie der Austausch zwischen zwei Personen", erläuterte er den Vorschlag.

Ein Mann hält ein Smartphone in der Hand, auf dem die Corona-Warn-App der Bundesregierung ein erhöhtes Risiko anzeigt.
Ein Mann hält ein Smartphone in der Hand, auf dem die Corona-Warn-App der Bundesregierung ein erhöhtes Risiko anzeigt.  © dpa/Marius Becker

Update, 24. November, 15.55 Uhr: Mecklenburg-Vorpommern trägt strengere Corona-Kontaktregeln mit

Mecklenburg-Vorpommern trägt die strengeren Corona-Kontaktbeschränkungen im Dezember mit. "Die Abweichungsmöglichkeit ist aus meiner Sicht, wenn man deutlich unter 50 kommt, mit 48,5 liegen wir zurzeit nicht deutlich unter 50. Und wir müssen unsere Lage deutlich stabilisieren und deshalb tragen wir die Beschlüsse mit", sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Dienstag in Schwerin.

Im Gegensatz zu den anderen Ländern will Schleswig-Holstein keine strengeren Kontaktbeschränkungen ab Dezember. Angesichts im Ländervergleich niedriger Corona-Infektionszahlen hält die Landesregierung dort daran fest, dass private Zusammenkünfte weiter mit bis zu zehn Personen möglich sind. In den übrigen Ländern soll die Zahl auf fünf Personen beschränkt werden, Kinder bis 14 Jahren ausgenommen.

In einem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Beschlussentwurf der Länder für die Beratungen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch gibt es eine entsprechende Fußnote Schleswig-Holsteins. Aus dem Beschlussentwurf geht ebenfalls hervor, dass für Weihnachten und Silvester Treffen eines Haushaltes mit haushaltsfremden Familienmitgliedern oder haushaltsfremden Menschen bis maximal zehn Personen ermöglicht werden. Kinder bis 14 Jahren sind hiervor ausgenommen.

Manuela Schwesig (SPD), Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern.
Manuela Schwesig (SPD), Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern.  © dpa/ZB/Jens Büttner

Update, 24. November, 15.50 Uhr: Brinkhaus fordert von Ländern einheitliche Corona-Maßnahmen

Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) hat die Ministerpräsidenten der Länder vor den Beratungen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zu einem einheitlichen Vorgehen aufgerufen. "Erstmal ist es wichtig, dass wir eine bundesweite Regelung haben", sagte er am Dienstag in Berlin vor einer virtuellen Sitzung der Unionsabgeordneten. "Morgen muss erstmal das Signal der Einigkeit und der Klarheit kommen. Und nicht das Signal der regionalen Differenzierung", betonte Brinkhaus.

"Wenn es dann einzelne Regionen gibt, wo nachhaltig die Werte nach unten gegangen sind, dann kann man da immer noch von abweichen."

Brinkhaus kritisierte, dass Problem bei früheren Verhandlungen sei gewesen, dass es einen Gegensatz zwischen Bund und Ländern sowie zwischen verschiedenen Regionen gegeben habe. "Das hat dazu geführt, dass diese Sitzungen zu oft wenig fruchtvoll waren. Deswegen habe ich eine hohe Erwartung, dass sich das morgen ändert."

Er forderte: "Da muss das föderale Systeme auch seine Leistungsfähigkeit beweisen, indem dort auch eine Einigkeit und eine Klarheit hergestellt wird." Es reiche nicht, dass die Dynamik bei den Corona-Neuinfektionen gestoppt worden sei - "wir müssen runter mit den Zahlen."

Ralph Brinkhaus (CDU), Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.
Ralph Brinkhaus (CDU), Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.  © dpa/Michael Kappeler

Update, 24. November, 15.45 Uhr: Schleswig-Holstein richtet 28 Corona-Impfzentren ein

Bis Mitte Dezember sollen in allen 15 Kreisen und kreisfreien Städten Schleswig-Holsteins Corona-Impfzentren startklar sein. "Wir werden bereit sein, sobald ein Covid-19-Impfstoff verfügbar ist", sagte Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung.

Insgesamt sollen im Land 28 Impfzentren aufgebaut werden. In den ersten sechs Monaten nach Verfügbarkeit eines Impfstoffs sollen dort insgesamt 650.000 Schleswig-Holsteiner geimpft werden. Die Kosten für die Impfzentren beziffert die Landesregierung mit 50 Millionen Euro. Die Hälfte davon trägt der Bund. Später sollen die Impfungen in den Hausarztpraxen erfolgen.

Das DRK probt bereits den Impf-Ablauf im baden-württembergischen Ulm.
Das DRK probt bereits den Impf-Ablauf im baden-württembergischen Ulm.  © dpa/Stefan Puchner

Update, 24. November, 15.40 Uhr: Wirteverband fordert "Winterhilfe" wegen Corona

Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga fordert wegen der erwarteten Verlängerung des Teil-Lockdowns für die Gastronomie eine "Winterhilfe" der Politik. "Von unserer Branche wird ein Sonderopfer verlangt, damit die übrige Wirtschaft möglichst wenig belastet wird und die Schulen offenbleiben", kritisierte am Dienstag Angela Inselkammer, die Chefin des bayerischen Dehoga-Landesverbands.

Die Wirte forderten vorbeugend Entschädigung. Diese solle sich an den üblichen Umsätzen der Adventszeit orientieren, die wegen zahlreicher Firmen-Weihnachtsfeiern für viele Gaststätten und Restaurants sehr einträglich sei. "Wir brauchen eine echte Winterhilfe", sagte Inselkammer.

Bisher hat der Bund Entschädigung für den November zugesagt. Laut Inselkammer lässt die Unterstützung auf sich warten: Bis jetzt könnten noch nicht einmal Anträge zur Novemberhilfe gestellt werden, geschweige denn, dass bereits Gelder geflossen wären. Finanziert wird das Programm von der Bundesregierung, umgesetzt werden muss es jedoch von den bayerischen Behörden.

In einer Schnellumfrage unter 2000 Wirten erklärte ein knappes Drittel eine Verlängerung des Lockdowns wegen Coronafür "katastrophal", weitere 22 Prozent für "schlecht". 46 Prozent jedoch könnten damit offenbar leben, sie bewerteten eine Verlängerung entweder mit "geht so" oder "gut". Eine große Mehrheit von über 90 Prozent erklärte, eine ebenfalls diskutierte Öffnung der Gastronomie nur über die Feiertage sei für sie wirtschaftlich nicht lohnend.

Tische und Stühle stehen vor einer Pizzeria.
Tische und Stühle stehen vor einer Pizzeria.  © dpa/Hauke-Christian Dittrich

Update, 24. November, 15.35 Uhr: Ältere Schüler müssen sich auf Maskenpflicht im Unterricht einstellen

Ältere Schülerinnen und Schüler in Sachsen-Anhalt müssen sich darauf einstellen, ab kommender Woche auch im Unterricht einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Falls sich die Regierungschefs von Bund und Ländern auf eine Maskenpflicht verständigten, werde sich Sachsen-Anhalt anschließen, sagte Bildungsminister Marco Tullner (CDU) am Dienstag nach einer Kabinetts-Sitzung in Magdeburg.

Die Pflicht würde für Schülerinnen und Schüler ab der 7. Klasse gelten. Gleichzeitig solle darauf hingewiesen werden, dass die Pausen genutzt werden sollen, um die Masken abzusetzen, sagte Tullner.

Bisher gilt in Sachsen-Anhalt zwar eine Maskenpflicht auf dem Schulgelände, aber explizit nicht im Unterricht. Bildungsminister Tullner lehnte das stundenlange Tragen bisher als unzumutbar ab. Allerdings vereinbarten die Länder-Chefs zuletzt, für ältere Schüler eine Maskenpflicht im Unterricht einzuführen. Sie berieten in mehreren Runden über den weiteren Umgang mit der Corona-Pandemie.

Dabei spielte auch die steigende Zahl von Infektionsfällen an den Schulen sowie Quarantäne für Lehrkräfte und Schüler eine Rolle. Welche Vorschläge umgesetzt werden, soll am Mittwoch in einer Videoschalte der Regierungschefs von Bund und Ländern entschieden werden. Es gilt als abgemacht, dass der derzeitige Teil-Lockdown verlängert und die Kontaktbeschränkungen nochmals verschärft werden.

Eine Maske liegt im Unterricht in einem Gymnasium auf Unterrichtsunterlagen, während im Hintergrund Schülerinnen und Schüler mit Mund- und Nasenschutz zu sehen sind.
Eine Maske liegt im Unterricht in einem Gymnasium auf Unterrichtsunterlagen, während im Hintergrund Schülerinnen und Schüler mit Mund- und Nasenschutz zu sehen sind.  © dpa/Matthias Balk

Update, 24. November, 15.30 Uhr: Corona-Strategie: Linke im Bundestag kritisiert Verfahren

Die Chefin der Linksfraktion im Bundestag, Amira Mohamed Ali, hat die Art kritisiert, wie die Corona-Pläne der Länder für die Beratungen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) an die Öffentlichkeit gekommen sind. "Es ist richtig, dass Maßnahmen verlängert werden müssen, weil das Infektionsgeschehen weiterhin alarmierend ist", sagte sie am Dienstag.

Die Maßnahmen müssten aber nachvollziehbar und transparent sein und unter Beteiligung der Parlamente zustande kommen. "Stattdessen wurde die Beschlussvorlage wieder über die Medien öffentlich, während die Parlamentarier vorab keine Information erhalten haben", sagte Mohamed Ali.

Vor den Beratungen Merkels mit den Ländern an diesem Mittwoch über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie war die Beschlussvorlage der Bundesländer öffentlich geworden. Darin wird unter anderem eine Verlängerung des Teil-Lockdowns zunächst bis zum 20. Dezember vorgeschlagen und eine weitere Beschränkung von Kontakten auf maximal nur noch fünf Personen. Über Weihnachten und Silvester sollen dann wieder Treffen mit bis zu zehn Menschen möglich sein.

Amira Mohamed Ali, Vorsitzende der Bundestagsfraktion der Partei Die Linke.
Amira Mohamed Ali, Vorsitzende der Bundestagsfraktion der Partei Die Linke.  © dpa/Bernd von Jutrczenka

Update, 24. November, 15.13 Uhr: DGB und Mieterbund fordern neuen Kündigungsschutz wegen Corona

Der DGB und der Deutsche Mieterbund in Nordrhein-Westfalen fordern einen erneuten Kündigungsschutz für Mieter, die coronabedingt in Zahlungsschwierigkeiten geraten. Vom 1. April bis zum 30. Juni galt in Deutschland die Regelung, dass wegen coronabedingter Zahlungsrückstände keinem Mieter gekündigt werden durfte. Es sei "ein Riesenfehler der Bundesregierung", diese Regelung nicht verlängert zu haben, kritisierte die DGB-Landesvorsitzende Anja Weber am Dienstag. Die NRW-Landesregierung müsse sich in Berlin für eine Neuauflage stark machen.

Die Situation für Mieter habe sich zwischen dem ersten und dem zweiten Lockdown verschärft. Im Frühjahr sei es für viele noch möglich gewesen, ihre Miete zu bezahlen, indem sie andere Ausgaben eingeschränkt und Rücklagen eingesetzt hätten. Nun allerdings fürchte ein Viertel aller Deutschen laut einer Umfrage Zahlungsschwierigkeiten durch die Corona-Krise.

Rund drei Viertel der betroffenen Haushalte fehlten bis zu 30 Prozent ihres regulären Einkommens. "Es braucht ein klares Signal, dass für Mieterinnen und Mieter ihr Zuhause weiter sicher ist", forderte Hans-Jochem Witzke, der Landesvorsitzende des Mieterbunds (DMB).

Ein Kündigungsmoratorium müsse zunächst bis zum 30. Juni nächsten Jahres gelten. Danach solle sich die Regelung so lange verlängern, bis sich die Situation langfristig deutlich entspannt. Auflaufende Mietschulden dürften nicht verzinst werden, Zwangsräumungen aufgrund von Mietschulden sollten für die Dauer der Pandemie ausgesetzt werden. Zudem müssten diese Mieter in der Pandemie weiterhin mit Strom, Gas, Wasser und Telekommunikation versorgt werden, fordern DGB und DMB.

Wohnungen in dem Stadtbezirk Berlin-Mitte.
Wohnungen in dem Stadtbezirk Berlin-Mitte.  © dpa/ZB/Britta Pedersen

Update, 24. November, 15.10 Uhr: Böllerverbotszone in Hannover - aus Sicherheitsgründen

In Niedersachsens Landeshauptstadt Hannover ist noch keine Entscheidung über ein Böllerverbot in der Corona-Pandemie gefallen. Abzuwarten sei zunächst, ob es eine bundes- oder landesweite Regelung geben werde, sagte ein Sprecher der Stadt am Dienstag. Sofern ein solches Verbot komme, erübrigten sich lokale Verbote. Andernfalls seien auch lokale Verbote denkbar.

Entscheiden würde dann die Region Hannover in Absprache mit der Landeshauptstadt und der Polizei. Allerdings werde wie in den Vorjahren aus Sicherheitsgründen in Teilen der Innenstadt eine Böllerverbotszone eingerichtet, sagte der Sprecher.

Dabei gibt es nach den Worten des Sprechers keinen Zusammenhang mit der Pandemie. Ausschließlich Sicherheitsaspekte seien ausschlaggebend für die Verbotszonen. In den Jahren zuvor war es in Hannover in der Silvesternacht zu gefährlichen Situationen gekommen, weil Böller inmitten von Menschenansammlungen gezündet und teils sogar Menschen gezielt beschossen wurden. Es gab Verletzte, darunter auch Kinder. Daher beabsichtige die Stadt, auch zum Jahreswechsel 2020/2021 ein solches Verbot zu erlassen. Eine entsprechende Verfügung soll im Dezember folgen.

Abgebrannte Böller liegen nach der Silvesternacht auf einer Straße.
Abgebrannte Böller liegen nach der Silvesternacht auf einer Straße.  © dpa/David Young

Update, 24. November, 15.05 Uhr: Niedersachsen startet früher in die Weihnachtsferien

Die Weihnachtsferien in Niedersachsen beginnen einige Tage früher als bisher geplant. Das sagte eine Sprecherin von Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Dienstag. Letzter Schultag vor den Ferien soll Freitag, der 18. Dezember, sein. Bislang war der 22. Dezember als letzter Schultag geplant gewesen.

Zuvor hatten sich die Ministerpräsidenten bei ihren Gesprächen über die Corona-Regeln darauf geeinigt, die Ferien zu verlängern - mit Ausnahme von Bremen habe Einigkeit geherrscht, hieß es aus der Stuttgarter Staatskanzlei. Nach bisherigem Stand soll die Schule in Niedersachsen im neuen Jahr am 11. Januar wieder beginnen.

Schüler verlassen ein Schulgebäude.
Schüler verlassen ein Schulgebäude.  © dpa/Felix Kästle

Update, 24. November, 15 Uhr: Forderung nach besserem Tarifabschluss - Sanitäter übergeben Petition

Der Notfallsanitäter Timo Niebuhr hat zusammen mit Kollegen im Lüneburger Rathaus eine Petition für Nachverhandlungen des Tarifabschlusses im kommunalen Rettungsdienst eingereicht. "Wir haben 41.000 Unterschriften ausgedruckt und in einem Bündel in der Poststelle des Rathauses abgegeben", sagte der Initiator der Petition, der Auricher Notfallsanitäter Timo Niebuhr am Dienstag.

Die Petition richtet sich demnach an den Präsidenten der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) und Lüneburger Oberbürgermeister, Ulrich Mädge (SPD). Eine Stadtsprecherin bestätigte den Eingang der Petition.

In der Petition, die nicht bindend ist, wird eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit im kommunalen Rettungsdienst von 48 auf 45 Stunden oder mindestens eine Erhöhung von Wechselschichtzulagen gefordert. Nach Ansicht der Initiatoren sind die Beschäftigten im kommunalen Rettungsdienst bei dem Tarifabschluss zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen nicht ausreichend berücksichtigt worden.

Die VKA widerspricht dieser Darstellung. Ende Oktober sei eine Tarifeinigung erzielt worden, die von den Verhandlungspartnern jeweils mit großer Mehrheit getragen werde und nun für die rund 2,3 Millionen Beschäftigten gelte - und damit auch für die Beschäftigten im Rettungsdienst, teilte eine VKA-Sprecherin früheren Angaben zufolge mit. Die Angestellten im Rettungsdienst profitierten von dem Tarifabschluss. Verbesserungen seien etwa die allgemeine Entgelterhöhung und die Corona-Sonderzahlung von bis zu 600 Euro. Eine Nachverhandlung schließt die Vereinigung aus.

Der Notfallsanitäter Timo Niebuhr steht an einen Rettungswagen gelehnt.
Der Notfallsanitäter Timo Niebuhr steht an einen Rettungswagen gelehnt.  © dpa/privat/Lena Saathoff

Update, 24. November, 14.55 Uhr: Corona auch bei Nerzen einer Farm in Polen

In Polen haben Wissenschaftler erstmals einen Corona-Ausbruch bei Nerzen auf einer Pelztierfarm nachgewiesen. Eine Infektion mit dem Erreger Sars-CoV-2 sei bei acht Tieren eines Zuchtbetriebs in der Wojwodschaft Pommern im Westen des Landes festgestellt worden, teilte die Medizinische Universität in Danzig (Gdansk) am Dienstag mit. Insgesamt seien 91 Nerze untersucht worden.

Derzeit laufen den Angaben zufolge noch genetische Untersuchungen, um festzustellen, woher das Virus stamme. Die bisherigen Ergebnisse verweisen demnach auf die Möglichkeit, dass das Virus vom Menschen auf die Nerze übertragen wurde. In den vergangenen Wochen hat es in mehreren europäischen Ländern Fälle von Corona-Infektionen bei Nerzen gegeben, unter anderem in Dänemark, Schweden, Frankreich und den Niederlanden.

Zwei Amerikanische Nerze werden auf einer Messe ausgestellt (Symbolbild).
Zwei Amerikanische Nerze werden auf einer Messe ausgestellt (Symbolbild).  © dpa/Lehtikuva/Milla Takala

Update, 24. November, 14.50 Uhr: Söder plädiert für europaweite Schließung von Skigebieten

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) plädiert wegen Corona für ein vorübergehende europaweite Schließung von Skigebieten und Skiliften. "Wenn wir Grenzen offen halten wollen, brauchen wir auch eine klare Übereinkunft, was das Skifahren betrifft. Ansonsten wird es eine schwierige Entwicklung", sagte Söder am Dienstag am Rande einer Landtagssitzung in München.

Er verwies darauf, dass jemand, der in Risikogebieten Skifahren gehe, zehn Tage in Quarantäne müsse. Söder betonte dann aber: "Mir wäre lieber, wir würden ein einheitliches Übereinkommen auf europäischer Ebene haben: keine Skilifte offen überall beziehungsweise kein Urlaub überall."

Skifahrer mit Gesichtsmasken stehen am Eröffnungstag des Skigebiets Verbier in den Schweizer Alpen in einer Schlange für den Sessellift an.
Skifahrer mit Gesichtsmasken stehen am Eröffnungstag des Skigebiets Verbier in den Schweizer Alpen in einer Schlange für den Sessellift an.  © dpa/KEYSTONE/Jean-Christophe Bott

Update, 24. November, 14.45 Uhr: Müller nennt Corona-Sonderregeln für Weihnachten sachgerecht

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller hält die von den Ländern geplanten Lockerungen für private Kontakte über Weihnachten und Silvester trotz Corona-Infektionsgefahr für "sachgerecht". "So viele Menschen haben so viel mitgemacht in den letzten Monaten", sagte der SPD-Politiker am Dienstag. Da müsse man nun auch sagen: "In einer besonderen Jahreszeit, wo vielen die Begegnung einfach sehr, sehr wichtig ist, lassen wir das auch zu", sagte Müller.

Und weiter: "Wohlwissend und auch darauf vertrauend, dass die Menschen trotzdem erkennen, wie wichtig die Eigenverantwortung ist. Und dass sie auch in der Phase, wo mehr möglich ist, vielleicht nur das Nötigste an Kontakten tatsächlich zulassen."

Die Regierungschefs der Länder hatten sich am Montag auf eine gemeinsame Linie geeinigt, mit der sie in die nächsten Beratungen zur Corona-Krise mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am morgigen Mittwoch gehen werden. Sie wollen unter anderem private Treffen auf maximal fünf Personen aus zwei Haushalten begrenzen, wobei Kinder bis 14 Jahre ausgenommen sein sollen. Vom 23. Dezember bis 1. Januar soll eine Sonderregel greifen, die Treffen bis maximal zehn Personen ermöglicht. Kinder bis 14 Jahren dürften zusätzlich dabei sein.

Michael Müller (SPD), Berlins Regierender Bürgermeister.
Michael Müller (SPD), Berlins Regierender Bürgermeister.  © dpa/Christophe Gateau

Update, 24. November, 14.40 Uhr: Rechnungshof kritisiert Corona-Milliardenhilfen für Deutsche Bahn

Der Bundesrechnungshof hat die geplanten Staatshilfen für die Deutsche Bahn in der Corona-Krise kritisiert. Der Schaden, der der Bahn durch die Pandemie entstehe, sei bisher nur grob zu schätzen, monieren die Experten in einem Bericht an den Haushaltsausschuss des Bundestags, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Es deute sich an, dass das Geschäft 2020 nicht so schlecht gelaufen sei, wie noch im Frühjahr erwartet. "Vor diesem Hintergrund ist die sofortige und vollständige Auszahlung der Eigenkapitalhilfe von fünf Milliarden Euro nicht zu rechtfertigen", heißt es.

Der Rechnungshof empfiehlt stattdessen, die Hilfen nur schrittweise mit Nachweis bereits eingetretener Schäden auszuzahlen. Außerdem müsse der Bund als Eigentümer prüfen, ob die Bahn selbst genügend gegengesteuert und etwa Kosten gesenkt habe. Im Haushalt für das kommende Jahr sollten Hilfen für die Bahn erst einmal gesperrt und dann nach Bedarf freigegeben werden.

ICE-Züge stehen am Münchner Hauptbahnhof.
ICE-Züge stehen am Münchner Hauptbahnhof.  © dpa/Matthias Balk

Update, 24. November, 14.20 Uhr: Krankenschwester demonstriert, was die Arbeit als Pflegerin mit einem anstellt

Eine US-amerikansiche Krankenschwester hat auf Twitter einen krassen Vorher-Nachher-Vergleich geteilt, um zu zeigen, wie sie nach ihrer Arbeit als Pflegerin aussieht.

Auf dem ersten Foto, das kurz vor ihrem Abschluss im April aufgenommen wurde, strahlt Kathryn in Kamera und sieht frisch und erholt aus. Das Selfie, das die 27-Jährige vor wenigen Tagen kurz vor ihrem Wochenenddienst geschossen hat, lässt sie wie ausgewechselt aussehen.

Mehr dazu lest Ihr >>>hier.

Update, 24. November, 14.17 Uhr: Studie: Zwei Drittel der Deutschen unterstützen Lockdown-Politik

Die Deutschen blicken laut einer Studie der Universität Hamburg vorsichtig optimistisch auf die nächsten Monate. Auch wenn vielen Menschen die wirtschaftliche Situation des Landes Sorgen bereite, unterstützten sie mehrheitlich die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie.

Dies zeigen die Ergebnisse einer repräsentativen Studie unter Leitung des Hamburg Center for Health Economics (HCHE), bei der vom 5. bis 16. November mehr als 7000 Menschen in Deutschland, Dänemark, Frankreich, Italien, den Niederlanden, Portugal und Großbritannien befragt wurden.

"Die neuen Auswertungen zeigen, dass 64 Prozent aller Befragten (in Deutschland 65 Prozent) hinter den aktuellen Lockdown-Maßnahmen stehen", teilte Jonas Schreyögg, wissenschaftlicher Leiter des ECHE, mit. Rund die Hälfte der Befragten (46 Prozent) könne sich sogar vorstellen, dass das Leben in den nächsten Monaten wieder wie vor der Corona-Pandemie werden wird.

Zurzeit ist nicht viel los in Deutschland, doch ein Großteil der Bürger befürwortet offenbar den aktuellen Teil-Lockdown.
Zurzeit ist nicht viel los in Deutschland, doch ein Großteil der Bürger befürwortet offenbar den aktuellen Teil-Lockdown.  © Oliver Berg/dpa

Update, 24. November, 14.12 Uhr: Corona auch bei Nerzen einer Farm in Polen

In Polen haben Wissenschaftler erstmals einen Corona-Ausbruch bei Nerzen auf einer Pelztierfarm nachgewiesen.

Eine Infektion mit dem Erreger Sars-CoV-2 sei bei acht Tieren eines Zuchtbetriebs in der Wojwodschaft Pommern im Westen des Landes festgestellt worden, teilte die Medizinische Universität in Danzig (Gdansk) am Dienstag mit. Insgesamt seien 91 Nerze untersucht worden.

Derzeit laufen den Angaben zufolge noch genetische Untersuchungen, um festzustellen, woher das Virus stamme. Die bisherigen Ergebnisse verweisen demnach auf die Möglichkeit, dass das Virus vom Menschen auf die Nerze übertragen wurde.

Update, 24. November, 14.09 Uhr: Corona-Regeln: Vereinfachte Hartz-IV-Bewilligung nicht grenzenlos

Wegen der Pandemie ist die Beantragung von Hartz-IV-Leistungen vereinfacht worden. Eine erneute Prüfung eines Folgeantrages wurde bis zum Jahresende ausgesetzt.

Diese Sonderregelung gilt jedoch nicht grenzenlos, wie eine Entscheidung des Landessozialgerichts Niedersachsen-Bremen zeigt. Ist eine Leistung zu Unrecht erbracht worden, hat der Betroffene keinen Anspruch auf Weiterbewilligung wegen der Corona-Regeln, befand das Gericht, wie das Rechtsportal des Deutschen Anwaltvereins (DAV) berichtet.

Update, 24. November, 14.06 Uhr: Göring-Eckardt: Weihnachten nicht kreuz und quer durchs Land fahren

Die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Katrin Göring-Eckardt, hat davor gewarnt, coronabedingte Kontaktbeschränkungen an Weihnachten zu locker auszulegen. "Das wird ein Weihnachten sein mit weniger Kontakten", sagte sie am Dienstag in Berlin.

"Und wenn es zehn sind, dann gut." Nötig sei eine klare Regel. "Aber es gehört eben auch dazu, dass dann nicht alle sagen, ja jeden Tag zehn", warnte sie. Ebenso sollten die Menschen nicht mutwillig kreuz und quer durch Deutschland fahren. Es gehe darum, dass an Weihnachten niemand einsam sein soll. Vielleicht werde es dieses Jahr «auch ein bisschen weniger stressig, wenn nicht alle alle Verwandten besuchen müssen», sagte Göring-Eckardt.

Mit den von den Ländern vorgeschlagenen Anti-Corona-Maßnahmen für Dezember sei man zwar einen Schritt weiter, sagte Göring-Eckardt, es gebe allerdings ein "Aber". Sie forderte etwa eine "klare einheitliche bundesweite Hotspot-Strategie" und Risikostufen, die sich nach Infektionszahlen, R-Wert und der Situation in Krankenhäusern richte. "Wenn im Norden von Schleswig-Holstein sehr geringe Zahlen sind von Infizierten, dann muss man nicht das Gleiche machen wie in Hildburghausen, dem härtesten Hotspot, den wir gerade bei mir zu Hause in Thüringen haben", sagte sie.

Katrin Göring-Eckardt, die Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, fordert klare Corona-Regeln und zwar bundesweit.
Katrin Göring-Eckardt, die Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, fordert klare Corona-Regeln und zwar bundesweit.  © Johannes Neudecker/dpa

Update, 24. November, 14.01 Uhr: Woidke zu Corona-Maßnahmen: "Es ist eine Gratwanderung"

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat vor den Beratungen der Länderchefs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über die weiteren Corona-Beschränkungen von schwierigen Entscheidungen gesprochen.

"Uns eint der klare Wille, die Pandemie zurückzudrängen, ohne die Menschen dabei über Gebühr zu belasten", sagte Woidke am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur nach den Gesprächen mit seinen Länderkollegen am Montagabend. "Es ist eine Gratwanderung. Aber wir werden es gemeinsam schaffen."

Woidke zeigte sich zuversichtlich, dass es bei der Konferenz am Mittwoch zu klaren Beschlüssen kommt. "Die konstruktiven Gespräche aller Ministerpräsidenten gestern Abend machen mich zuversichtlich, dass wir morgen mit der Bundesregierung zu einem guten Ergebnis kommen", sagte er. Wichtig sei es, den Menschen für die nächsten Wochen eine gewisse Planungssicherheit zu geben. "Klar ist, dass nicht die Zeit für Lockerungen ist", betonte Woidke erneut. "Entscheidend ist für uns auch, dass Kitas und Schulen offen bleiben."

Update, 24. November, 13.55 Uhr: Brinkhaus: Länder sollten Corona-Hilfen mitfinanzieren

Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) hat eine finanzielle Beteiligung der Länder an Corona-Hilfsgeldern gefordert, falls die Kontaktbeschränkungen bis ins kommende Jahr verlängert werden.

"Wir federn den Lockdown derzeit mit Bundesgeldern ab. Und das, obwohl im Wesentlichen die Länder über die Maßnahmen im Kampf gegen Corona entscheiden", sagte Brinkhaus dem Nachrichtenmagazin "Spiegel".

Sollte im Januar und Februar das öffentliche Leben wegen der Infektionslage noch weiter eingeschränkt bleiben, müssten die Länder bei den Milliardenhilfen mitmachen, sagte der CDU-Politiker. "Der Bund kann nicht mittelfristig für alles zahlen." Auch deshalb sei es wichtig, sich jetzt auf konsequente und dauerhaft wirkende Maßnahmen zu verständigen.

Update, 24. November, 13.51 Uhr: Söder will schärfere Corona-Regeln

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) fordert vor den Corona-Beratungen von Bund und Ländern eine weitere Verschärfung der bisherigen Länder-Vorschläge.

Man müsse an einigen Stellen noch nachschärfen und ergänzen, sagte Söder am Dienstag am Rande einer Landtagssitzung in München.

Markus Söder (CSU) ist mit den bisherigen Corona-Regeln noch lange nicht zufrieden.
Markus Söder (CSU) ist mit den bisherigen Corona-Regeln noch lange nicht zufrieden.  © Sven Hoppe/dpa

Update, 24. November, 13.47 Uhr: Angriff nach Leipziger Demo: Ermittlungen wegen versuchten Totschlags

Nach einer brutalen Attacke im Anschluss an eine Demonstration von Gegnern der Corona-Politik in Leipzig ermittelt das sächsische Landeskriminalamt (LKA) gegen eine Gruppe Unbekannter wegen versuchten Totschlags.

Die 15 bis 20-köpfige, überwiegend schwarz gekleidete und vermummte Gruppe, soll am Samstagabend zwei Männer an einem Imbissstand in Leipzig attackiert, geschlagen und mit Tritten gegen den Kopf verletzt haben, wie das LKA am Dienstag mitteilte. Die 25 und 30 Jahre alten Opfer hätten angegeben, zuvor die "Querdenken"-Versammlung besucht zu haben.

Ein hinzueilender Polizist hatte nach LKA-Angaben sogar einen Warnschuss abgegeben. Erst danach flüchteten die Angreifer. Die beiden Verletzten wurden in ein Krankenhaus verbracht, wo sie nach ambulanter Behandlung wieder entlassen werden konnten. Da ein politisch motivierter Hintergrund für die Tat nicht auszuschließen ist, hat die Soko LinX des Landeskriminalamts die Ermittlungen übernommen.

Update, 24. November, 13.42 Uhr: Antisemitismusbeauftragter warnt vor Judenhass bei Corona-Protesten

Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, und die Amadeu-Antonio-Stiftung haben Antisemitismus in den Reihen der Protestbewegung gegen die Corona-Maßnahmen verurteilt und mehr Prävention gefordert. "Das Selbstbild als verfolgtes Opfer ist und war ein zentrales Element antisemitischer Einstellungen", sagte Klein am Dienstag in Berlin.

Judenhass sei in vielen Kreisen wieder gesellschaftsfähig geworden und verbinde bei den Protesten politische Milieus, die vorher wenig Anknüpfungspunkte gehabt hätten: von Esoterikbegeisterten über Heilpraktiker und Friedensbewegte bis hin zu Reichsbürgern und offen Rechtsextremen. Antisemitismus äußere sich zurzeit vor allem in Verschwörungsmythen über angeblich geheime Mächte im Hintergrund.

Es sei deshalb wichtig, dass der Verfassungsschutz tätig werde, sagte Klein. Außerdem müssten Polizei und Staatsanwaltschaften in die Lage versetzt werden, Antisemitismus zu erkennen und dagegen vorzugehen. Nötig sei mehr politische Bildung in diesem Zusammenhang. Der Kampf gegen Antisemitismus müsse verbindlicher Teil der Lehrerausbildung werden. "Da sind wir alle gefordert", sagte Klein.

Felix Klein ist der Antisemitismus-Beauftragte der Bundesregierung.
Felix Klein ist der Antisemitismus-Beauftragte der Bundesregierung.  © Michael Kappeler/dpa

Update, 24. November, 13.33 Uhr: Gastro- und Hotelbranche: Verlängerung des Teil-Lockdowns ist bitter

Die Hotel- und Gastronmiebranche sieht eine Verlängerung des Teil-Lockdowns mit Sorgen. "Es ist eine Katastrophe, dass dieses Jahr kein Weihnachtsgeschäft stattfinden kann. Das ist schon bitter für die Branche", sagte die Hauptgeschäftsführerin des Dehoga-Bundesverbands, Ingrid Hartges, am Dienstag in Berlin.

Die Branche brauche weitere finanzielle Unterstützung. "Eine Verlängerung der Novemberhilfen ist wichtig, damit die Betriebe eine Überlebensperspektive bekommen. Die Rücklagen sind aufgebraucht", sagte Hartges.

"Uns ist auch wichtig, dass am Mittwoch klare Aussagen kommen. Wir brauchen konkrete Informationen, auch zu den Details der Novemberhilfe, wann die Gelder ausgezahlt werden, denn noch ist kein Cent geflossen. Dass die Schließungen jetzt bis 20. Dezember fortgeführt werden, verschärft die Situation natürlich", so die Dehoga-Geschäftsführerin.

Update, 24. November, 13.29 Uhr: Österreich rechnet mit Corona-Impfung für Hunderttausende bis März

Österreich rechnet in den ersten drei Monaten des kommenden Jahres mit Corona-Impfdosen für bis zu 1,5 Millionen seiner fast 9 Millionen Einwohner.

Die ersten Impfungen gegen den Erreger Sars-CoV-2 sollten abhängig von den Marktzulassungen im Januar erfolgen, sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) bei der Vorstellung einer Impfstrategie am Dienstag in Wien. Eine Impfquote von "50 Prozent plus X" sei das Ziel, die Immunisierung soll freiwillig bleiben.

Im Januar und Februar erwartet das Gesundheitsministerium rund eine Million Impfdosen, von denen zwei pro Person benötigt würden. Im Februar und März werden zwei Millionen weiterer Dosen erwartet. Als erster Impfstoff soll demnach der Wirkstoff von Pfizer/Biontech zur Verfügung stehen.

Rudolf Anschober (Grüne) ist der Gesundheitsminister von Österreich.
Rudolf Anschober (Grüne) ist der Gesundheitsminister von Österreich.  © Georg Hochmuth/APA/dpa

Update, 24. November, 13.18 Uhr: Verband sagt Airlines für 2020 und 2021 noch höhere Verluste voraus

Den Fluggesellschaften in aller Welt drohen nach Einschätzung ihres Verbandes in diesem und im kommenden Jahr noch höhere Verluste als zuletzt gedacht.

Wegen des Geschäftseinbruchs durch die Corona-Pandemie rechnet der Weltluftfahrtverband IATA für das laufende Jahr jetzt mit einem branchenweiten Verlust von 118,5 Milliarden US-Dollar (99,9 Mrd Euro) und damit rund 34 Milliarden mehr als bisher gedacht, wie er vor seiner Jahresversammlung in Amsterdam am Dienstag mitteilte.

Für 2021 geht die IATA von einem Gesamtverlust von 38,7 Milliarden Dollar aus. Das wäre fast zweieinhalb Mal so viel wie noch im Juni vorhergesagt. Dem Verband zufolge würde 2021 damit zum zweitschwersten Verlustjahr in der Geschichte der Luftfahrt.

Update, 24. November, 13.11 Uhr: Dobrindt: Länder-Papier zu Corona um stärkere Maßnahmen ergänzen

CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt hat sich zurückhaltend zum Länderpapier für die Verhandlungen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) über eine Fortsetzung des Teil-Lockdowns geäußert.

Er habe die Erwartung, dass in den Beratungen an diesem Mittwoch noch stärkere Maßnahmen ergriffen würden, sagte Dobrindt am Dienstag in Berlin. "Ich wünsche mir, dass wir konkretere Vereinbarungen finden auch im Bereich der Schule, die dann auch überall Anwendung in Deutschland finden."

Nach der Seitwärtsbewegung der Infektionskurve in den vergangenen Tagen müsse die Kurve nun geknickt werden, sagte Dobrindt. Zum Vorschlag der Länderseite, bei geringeren Infektionsraten in bestimmten Regionen von Beschränkungen abgehen zu können, äußerte er sich kritisch: "Das, was da noch reingehört, ist eine konsequente Hotspot-Strategie."

Dobrindt machte klar, dass er vom Kanzleramt weitere Vorschläge für die Runde mit den Ministerpräsidenten erwartet. "Es wäre überraschend, wenn der Bund nicht weitere Vorstellungen in diese Debatte hineingeben würde."

Dem CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt gehen die Pläne der Länderchefs nicht weit genug.
Dem CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt gehen die Pläne der Länderchefs nicht weit genug.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 24. November, 13.04 Uhr: Von der Leyen: Vertrag über Moderna-Impfstoff gegen Corona steht

Die EU-Kommission hat einen Rahmenvertrag über bis zu 160 Millionen Dosen des aussichtsreichen Corona-Impfstoffs von Moderna ausgehandelt.

Dies teilte Kommissionschefin Ursula von der Leyen am Dienstag in Brüssel mit. Der Vertrag solle am Mittwoch besiegelt werden.

Update, 24. November, 12.57 Uhr: Neuer Höchstwert bei Corona-Neuinfektionen im Iran

Die Corona-Neuinfektionen im Iran haben trotz eines landesweiten Lockdowns einen neuen Höchstwert erreicht. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Dienstag wurden binnen eines Tages 13.721 Neuinfektionen registriert. Im gleichen Zeitraum starben 483 Patienten im Zusammenhang mit dem Virus.

Damit liege die Gesamtzahl der Infizierten bei über 880.000, die der Corona-Toten bei fast 46.000, sagte Ministeriumssprecherin Sima Lari im Staatsfernsehen. Um den drastischen Anstieg der Corona-Fallzahlen der vergangenen Wochen zu stoppen, herrscht seit Samstag in der Hauptstadt Teheran und mehr als 160 anderen Groß- und Kleinstädten ein strenger Lockdown.

Update, 24. November, 12.52 Uhr: Investor: Russischer Impfstoff 2021 für halbe Milliarde Menschen

Russland will im kommenden Jahr für eine halbe Milliarde Menschen seinen Corona-Impfstoff "Sputnik V" international auf den Markt bringen. Die Kosten sollen bei unter 20 Dollar für je zwei Impfdosen liegen, die pro Kopf nötig sind, wie der Russian Direct Investment Fund am Dienstag mitteilte.

"Sputnik V" habe eine Wirksamkeit von 91,4 Prozent. Der Impfstoff soll unter anderem in Ungarn produziert werden, auch Indien, Brasilien und China haben sich schon angemeldet.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erwartet demnächst Studienergebnisse zu dem russischen Wirkstoff. Erst danach könne eine Bewertung abgegeben werden, sagte der WHO-Regionaldirektor für Europa, Hans Kluge, bei einer Pressekonferenz am Dienstag. Man sei "sehr, sehr erpicht" auf diese Daten. Ein breites Portfolio an Impfstoff-Kandidaten sei wichtig, da gerade am Anfang die Nachfrage nach Impfungen größer sein werde als das Angebot, sagte Kluge.

Der russische Impfstoff "Sputnik V" ist angeblich zu 91,4 Prozent wirksam.
Der russische Impfstoff "Sputnik V" ist angeblich zu 91,4 Prozent wirksam.  © Alexander Zemlianichenko Jr/XinHua/dpa

Update, 24. November, 12.48 Uhr: Bund will für 2021 rund 130 Millionen Schnelltests sichern

Der Bund will für das neue Jahr weiteren Nachschub an Corona-Schnelltests organisieren, die künftig deutlich öfter eingesetzt werden sollen. Ziel sei, für das erste Quartal 2021 rund 60 Millionen Tests für Deutschland zu sichern, wie die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag vom Gesundheitsministerium erfuhr.

Für das zweite Quartal sollen 40 Millionen Antigen-Tests folgen, dann bis Jahresende weitere 30 Millionen. Die Tests sollen prioritär im Gesundheitswesen und der Pflege eingesetzt werden. Für die letzten Monate dieses Jahres sind bereits größere Kontingente über Abnahmegarantien bei Herstellern gesichert worden, damit die Länder oder Einrichtungen sie kaufen können.

Nach sechs Millionen Tests für Oktober und 12,5 Millionen für November sollen es laut Ministerium im Dezember 17,5 Millionen Schnelltests sein. In den ersten Bundesländern ist der Einsatz inzwischen angelaufen.

Update, 24. November, 12.43 Uhr: Unionsfraktionschef Brinkhaus: An Silvester nicht alles aufmachen

Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus plädiert im Gegensatz zu den Ministerpräsidenten für strengere Corona-Regeln zumindest über Silvester.

Weihnachten sei nicht nur für ältere Menschen sehr wichtig, sagte der CDU-Politiker dem Nachrichtenmagazin "Spiegel". "Aber Silvester müssen wir nun wirklich nicht wieder alles aufmachen. Weihnachten und Silvester zusammen würde uns wahrscheinlich wieder stark zurückwerfen."

Brinkhaus appellierte im Interview zudem an die Bundesländer, diese müssten die bevorstehenden Corona-Impfungen gut planen, damit es genügend Impfzentren gebe und davor keine langen Menschenschlangen entstehen würden. "Das muss jetzt schnell und überzeugend vorbereitet werden, da sind die Länder sehr gefordert." Er hoffe, dass alle Länder mit dem entsprechenden Druck in die Umsetzung kämen, sagte Brinkhaus. Das Thema dürfe keinesfalls an nachgeordnete Behörden wie die Gesundheitsämter delegiert werden.

Ralph Brinkhaus (CDU) ist der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.
Ralph Brinkhaus (CDU) ist der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 24. November, 12.40 Uhr: Steuerzahlerbund: Corona-Soli wäre ein falsches Signal

Der Steuerzahlerbund lehnt Überlegungen aus den Ländern zu einem neuen Solidaritätszuschlag zur Abfederung der Corona-Kosten klar ab.

"Die Diskussion um einen Corona-Soli ist reiner Populismus", sagte Präsident Reiner Holznagel der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag. Bürger und Betriebe in einer Krise stärker zu belasten, bringe nicht weiter und sei ein falsches Signal. "Das hemmt die Konjunktur nur zusätzlich", sagte Holznagel.

Update, 24. November, 12.28 Uhr: Experten warnen vor vermeintlichen Wundermitteln gegen Corona

Experten warnen vor dubiosen Corona-Schutz-Versprechen bei Anbietern von Mitteln wie Ingwerextrakt und Hanföl. "Unter den Nahrungsergänzungsmitteln gibt es keine Wundermittel gegen Covid-19", betonte Friedel Cramer, Präsident des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL), am Dienstag.

"Es ist meiner Meinung nach unerhört, wie manche Händler in der derzeitigen Situation versuchen, aus den Ängsten der Menschen Profit zu schlagen." Nahrungsergänzungsmittel könnten Covid-19-Erkrankungen weder verhindern noch heilen. Sie dürften auch nicht mit krankheitsbezogenen Aussagen beworben werden.

In Deutschland haben die Kontrollstellen der Länder bereits 60 derartige Angebote im Internet gefunden. Im Zuge einer europaweiten Kontrollaktion wurden bisher 592 auffällige Internetseiten identifiziert. Die deutschsprachigen Angebote wurden laut BVL zur Überprüfung an die zuständigen Überwachungsbehörden weitergeleitet. Nach Kontrollen seien die Angebote geändert oder gelöscht worden.

Nein, Öl, das aus Hanfsamen gepresst wird hilft nich gegen Corona.
Nein, Öl, das aus Hanfsamen gepresst wird hilft nich gegen Corona.  © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 24. November, 12.17 Uhr: Nur noch acht Personen bei Veranstaltungen in Schweden erlaubt

Im Kampf gegen stark steigende Corona-Infektionszahlen zieht das ansonsten recht freizügige Schweden die Daumenschrauben an: Seit Dienstag dürfen sich nur noch maximal acht Menschen für öffentliche Zusammenkünfte und Veranstaltungen versammeln.

Diese Maßnahme ist eine der strengsten, die die schwedische Regierung bislang in der Corona-Pandemie angeordnet hat. Bislang lag die Obergrenze bei 50 Personen. Gelten soll die neue Anordnung vorläufig für vier Wochen - und damit bis unmittelbar vor Weihnachten. Für Beerdigungen gilt eine Obergrenze von 20 Personen. Bereits seit einigen Tagen dürfen Kneipen und andere Lokale nach 22.00 Uhr keinen Alkohol mehr verkaufen.

Update, 24. November, 12.05 Uhr: Umfrage: Hälfte der Menschen glaubt an Impfstoff in diesem Jahr

Knapp die Hälfte der Menschen in Deutschland (49 Prozent) glaubt laut einer Umfrage, dass noch in diesem Jahr ein Impfstoff gegen das Coronavirus in Europa zugelassen wird.

41 Prozent der Befragten gehen nicht von dieser Entwicklung aus, wie eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov ergeben hat. Zehn Prozent der Befragten machten demnach keine Angaben.

42 Prozent der Teilnehmer gaben bei der Umfrage an, dass sie sich noch in diesem Jahr impfen lassen würden, falls ein Impfstoff zugelassen werden sollte. Unter Befragten ab 55 Jahren war die Bereitschaft mit 49 Prozent am höchsten. Bei den 18- bis 24-Jährigen sowie den 35- bis 44-Jährigen lag sie jeweils bei 33 Prozent. Über alle Altersgruppen hinweg würden sich 47 Prozent der Befragten in diesem Jahr nicht mehr impfen lassen.

Deutschland ist gespalten: Knapp die Hälfte der Deutschen würde sich gegen Corona impfen lassen wollen, die andere Hälfte möchte das nicht.
Deutschland ist gespalten: Knapp die Hälfte der Deutschen würde sich gegen Corona impfen lassen wollen, die andere Hälfte möchte das nicht.  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/POOL/dpa

Update, 24. November, 11.57 Uhr: Einreiseverbot aufgehoben: Au-pairs dürfen nach Deutschland

Nach monatelangen Grenzschließungen wegen der Corona-Pandemie dürfen Au-pairs aus Drittstaaten wieder nach Deutschland einreisen.

Der geplante Aufenthalt müsse mindestens sechs Monate betragen, heißt es auf der Internetseite des Bundesinnenministeriums. Bislang durften nur Au-pairs aus Drittstaaten nur einreisen, wenn diese auf einer sogenannten Positivliste standen.

Au-pair-Agenturen begrüßten die Entscheidung. Zahlreiche Eltern, die in den vergangenen Monaten erhebliche Probleme mit der Vereinbarkeit von Beruf und Kinderbetreuung hatten, könnten nun aufatmen, hieß es am Dienstag in einer Mitteilung der Gütegemeinschaft Au pair. "Im letzten Jahr waren insgesamt knapp 15.000 ausländische Au-pairs nach Deutschland gekommen. Entsprechend viele deutsche Gasteltern mussten wegen Corona auf die Unterstützung durch ein Au-pair verzichten."

Update, 24. November, 11.52 Uhr: Steinmeier ruft zum Zusammenhalt in der zweiten Corona-Welle auf

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Bürger zum Zusammenhalt sowie zu Vorsicht und Geduld in der zweiten Corona-Welle aufgerufen. "Corona ist und bleibt im Herbst und Winter eine große, eine tödliche Gefahr", sagte er am Dienstag beim zehnten Forum Bellevue zur Zukunft der Demokratie in Berlin.

Alle müssten diese Gefahr weiterhin sehr ernst nehmen. "Vorerst sind weiterhin Vernunft und Geduld, Rücksicht und Vorsicht unsere wichtigsten Ressourcen, um Gesundheit und Menschenleben zu schützen." Er wünsche sich, dass Junge und Alte, Gefährdete und weniger Gefährdete in der Krise und auch in der Zeit danach zusammenstehen, sagte Steinmeier weiter.

"Lassen wir nicht zu, dass das Virus unsere Gesellschaft spaltet." Der aktuelle Teil-Lockdown mit Kontaktbeschränkungen sowie geschlossenen Restaurants, Theatern oder Sportstudios koste viel Kraft. "Die Beschränkungen dieser Tage zur Eindämmung der Infektionsdynamik sind zwar nicht leicht zu ertragen. Aber wir werden die Corona-Krise gemeinsam bewältigen. Das Virus wird uns die Zukunft nicht stehlen."

Als "Hoffnungsschimmer" und "Lichtblick in dieser eher dunklen Jahreszeit" bezeichnete der Bundespräsident die Fortschritte bei der Entwicklung von Impfstoffen gegen das Coronavirus. "Wir wissen, das ist noch nicht das Ende der Pandemie, aber es lässt uns auf erste Schritte hin zur Normalisierung hoffen. Es ist vielleicht das lang ersehnte Licht am Ende des Tunnels".

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier will nicht zulassen, "dass das Virus unsere Gesellschaft spaltet."
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier will nicht zulassen, "dass das Virus unsere Gesellschaft spaltet."  © Maurizio Gambarini/dpa

Update, 24. November, 11.46 Uhr: Quarantäne für Kontaktpersonen soll auf zehn Tage verkürzt werden

Für Kontaktpersonen von Corona-Infizierten soll ab 1. Dezember eine kürzere Quarantänezeit von 10 statt bisher 14 Tagen gelten - aber unter der Bedingung eines negativen Tests. Darauf verständigten sich die Gesundheitsminister von Bund und Ländern.

Bundesminister Jens Spahn (CDU) sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe: "Zehn Tage Quarantäne mit Schnelltest am Ende ist genauso sicher wie 14 Tage Quarantäne ohne Test. Aber es bedeutet für die Betroffenen vier Tage weniger Einschränkungen".

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Update, 24. November, 11.40 Uhr: Conte trübt Ausblick auf Winterurlaub und gewöhnliches Weihnachten

Italiens Ministerpräsident Guiseppe Conte hat angesichts der Corona-Pandemie die Aussicht auf Winterurlaub und ein normales Weihnachten in diesem Jahr getrübt.

"Es ist nicht möglich einen Winterurlaub zuzulassen, wir können uns das nicht leisten", sagte Conte im Interview mit dem Fernsehsender "La7". Mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron werde an einem gemeinsamen europäischen Protokoll gearbeitet.

Conte schloss im "La7"-Interview vom Montagabend Beschränkungen an Weihnachten nicht aus. Am Reisen zwischen den verschiedenen Regionen werde gearbeitet, sagte der parteilose Anführer der Mitte-Links-Regierung. Die Weihnachtszeit erfordere allerdings "Ad-Hoc-Maßnahmen", erklärte er weiter. "Alle für die Weihnachtszeit typischen gesellschaftlichen Anlässe zu erlauben, ist nicht möglich."

Giuseppe Conte ist der Ministerpräsident von Italien.
Giuseppe Conte ist der Ministerpräsident von Italien.  © Mauro Scrobogna/LaPresse/AP/dpa

Update, 24. November, 11.33 Uhr: Handelsverband: Appell der Länder zur Selbstquarantäne verheerend

Der Aufruf der Ministerpräsidenten zur Selbstquarantäne vor dem Weihnachtsfest hat nach Einschätzung des baden-württembergischen Handelsverbands verheerende Folgen für die Geschäfte in den Städten.

"Die Kunden sind in diesen Tagen sowieso schon verunsichert, sie kommen kaum noch in die Innenstädte, die Frequenzen sind drastisch gesunken", sagte Hauptgeschäftsführerin Sabine Hagmann in Stuttgart am Dienstag der dpa.

Menschen in häuslicher Selbstquarantäne würden aber erst recht nicht in die Citys kommen und dort einkaufen. "Stattdessen werden sie ihre Weihnachtseinkäufe zuhause auf dem Sofa tätigen – im Internet", warnte Hagmann.

Update, 24. November, 11.30 Uhr: Entwicklungsminister fordert: Bundesliga soll in Corona-Krise klimaneutral werden

Entwicklungsminister Gerd Müller nimmt die Fußball-Bundesliga beim Klimaschutz in die Pflicht. "Die Bundesliga sollte sich komplett ein neues Image in der Corona-Krise geben und sich in den nächsten Jahren klimaneutral stellen", sagte der CSU-Politiker am Dienstag.

"Es ist kein Mirakel, einen Bundesligaclub klimaneutral zu stellen. Grün sollten alle sein, nicht nur Werder Bremen." Die TSG 1899 Hoffenheim hatte bereits angekündigt, dieses Ziel zu verfolgen. "Die Bundesliga hat das Potenzial, sich diesem Thema zu stellen und Verantwortung zu übernehmen", sagte 1899-Mäzen Dietmar Hopp. Nach der Pandemie sollte man es mit Ernsthaftigkeit angehen. In der Corona-Krise könne man nicht zwei bis drei Prozent von den TV-Erlösen für Klimaschutz abgeben. Wenn die Vereine wirtschaftlich aber wieder stabil wären, könne man mit einem Beitrag rechnen.

"Wenn Hoffenheim vorangeht und sich der FC Bayern einen Ruck gibt, Nachhaltigkeits-Weltmeister zu werden, machen es auch andere", sagte Müller. "Ich bin sehr optimistisch, dass sich da in den nächsten Monaten etwas bewegt." Zugleich regte Müller an, die Fußball-Europameisterschaft 2024 in Deutschland klimaneutral aufzustellen. "Das wäre doch der ideale Kontrapunkt zur Fußball-WM 2022 in Katar, die ein Klimakiller ist."

Entwicklungsminister Gerd Müller fordert eine klimaneutrale Fußbaöö-Bundesliga.
Entwicklungsminister Gerd Müller fordert eine klimaneutrale Fußbaöö-Bundesliga.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Update, 24. November, 11.27 Uhr: Schleswig-Holstein verschärft Kontaktbeschränkungen nicht

Schleswig-Holstein will die von den anderen Ländern geplanten strengeren Kontaktbeschränkungen wegen der im Ländervergleich niedrigen Corona-Infektionszahlen nicht mittragen.

Private Zusammenkünfte sind im Norden weiter mit bis zu zehn Personen möglich. In einem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Beschlussentwurf der Länder für die Beratungen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) an diesem Mittwoch gibt es eine entsprechende Fußnote im Beschluss-Entwurf.

Update, 24. November, 11.24 Uhr: Corona-Welle lässt Ifo-Geschäftsklima sinken

Die Maßnahmen gegen die neue Corona-Infektionswelle haben die Stimmung deutscher Unternehmen spürbar belastet. Das Ifo-Geschäftsklima, Deutschlands wichtigster Konjunkturindikator, fiel im November gegenüber dem Vormonat um 1,8 Punkte auf 90,7 Zähler, wie das Ifo-Institut am Dienstag in München mitteilte. Es ist der zweite Rückgang in Folge.

"Die zweite Corona-Welle hat die Erholung der deutschen Wirtschaft unterbrochen", kommentierte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Die Unsicherheit sei gestiegen. Deutlich trübte sich die Stimmung vor allem im Dienstleistungssektor ein, der besonders von den neuen Corona-Beschränkungen betroffen ist.

Auch im Handel und am Bau fiel das Ifo-Geschäftsklima. In der Industrie hellte sich die Stimmung hingegen auf. Belastet wurde die Gesamtstimmung vor allem durch die trüberen Erwartungen der Unternehmen. Die aktuelle Lage wurde hingegen nur etwas schlechter bewertet. Die Dienstleister schätzten jedoch auch ihre Lage wesentlich schlechter ein.

Update, 24. November, 11.08 Uhr: Einzelhandel in Tschechien könnte bald wieder öffnen

Rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft könnte in Tschechien der gesamte Einzelhandel wieder öffnen. Die Regierung werde am Sonntag zu einer Sondersitzung zusammenkommen, um darüber zu entscheiden, sagte Gesundheitsminister Jan Blatny im tschechischen Fernsehen CT.

Die Änderung würde dann am 30. November in Kraft treten. Derzeit sind alle Geschäfte per Anordnung geschlossen, die nicht der Deckung des täglichen Bedarfs dienen. Für die baldige Wiedereröffnung sprach sich die Einzelhandelsgewerkschaft UZO aus. Eine weitere Verschiebung des Termins gefährde Arbeitsplätze, argumentierten die Arbeitnehmervertreter. Die Wirtschaftsverbände führten an, dass viel Geld in Hygienemaßnahmen und Schutzkonzepte investiert worden sei.

In Tschechien wurden am gestrigen Montag 4377 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Trotzdem sollen dort womöglich bald wieder die Geschäft öffnen.
In Tschechien wurden am gestrigen Montag 4377 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Trotzdem sollen dort womöglich bald wieder die Geschäft öffnen.  © Igor Zehl/CTK/dpa

Update, 24. November, 10.49 Uhr: Polizei muss Trauerfeier mit 400 Gästen auflösen

Bei einer Trauerfeier auf dem Aumunder Friedhof in Bremen-Vegesack musste am Montagnachmittag die Polizei einschreiten. Knapp 400 Gäste nahmen an der Beisetzung teil und verstießen damit gegen die geltenden Corona-Regeln.

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Update, 24. November, 10.40 Uhr: Lufthansa will keinen Impfnachweis von Passagieren

Anders als die australische Airline Qantas will die Lufthansa von ihren Passagieren keinen Corona-Impfnachweis verlangen.

Die Einführung einer derartigen Pflicht sei zum jetzigen Zeitpunkt nicht geplant, erklärte am Dienstag ein Konzernsprecher in Frankfurt.

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Update, 24. November, 10.33 Uhr: Vorerst keine Corona-Lockerungen für den Sport geplant

Der Sport darf vorerst nicht auf Lockerungen der Corona-Regelungen hoffen. Die Bundesländer plädieren dafür, den Ende Oktober verfügten Teil-Lockdown zunächst bis zum 20. Dezember bundesweit aufrechtzuerhalten.

Für den Profi-Sport würde dies konkret bedeuten, dass der Ligen-Betrieb nur mit Geisterspielen fortgesetzt werden kann. Nach dem Fußball, Handball, Basketball und Volleyball will auch die Deutsche Eishockey-Liga am 17. Dezember in die Saison starten. Weiterhin ruhen soll der Amateursport.

Die Profivereine dürfen aber neben der Saisonfortsetzung auch auf eine Verlängerung der Hilfsmaßnahmen durch den Bund bis zur Mitte des kommenden Jahres hoffen. Die Regelung solle für diejenigen Wirtschaftsbereiche gelten, "die absehbar auch in den kommenden Monaten erhebliche Einschränkungen ihres Geschäftsbetriebes hinnehmen müssen, ohne von Schließungen betroffen zu sein", heißt es in einem Papier der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten.

Geplant ist zudem, die Quarantänezeit einheitlich von zwei Wochen auf zehn Tage zu verkürzen. Dies hätte einen entlastenden Effekt auch für den Profisport, wo zuletzt mehrere Mannschaften nach positiven Corona-Fällen für 14 Tage in die Komplett-Isolation gehen mussten.

Die deutschen Stadien werden vorerst leer bleiben.
Die deutschen Stadien werden vorerst leer bleiben.  © Thilo Schmuelgen/Reuters Images Europe/Pool/dpa

Update, 24. November, 10.26 Uhr: Tokios Gouverneurin: Tun alles für sichere Olympische Spiele

Die Gouverneurin von Tokio, Yuriko Koike, ist trotz der wieder stark zunehmenden Corona-Infektionen zuversichtlich, im kommenden Jahr sichere Olympische Spiele ausrichten zu können.

Als Gastgeber werde man "alle möglichen Maßnahmen" ergreifen, die Sicherheit für die Athleten und anderen Beteiligte zu gewährleisten, sagte Koike am Dienstag vor Journalisten. Sie erwarte, dass die Spiele und die anschließenden Paralympics als Modell für künftige Olympische Spiele in der Nach-Corona-Ära dienen werden.

Japans Olympia-Macher haben sich bisher genauso wie das Internationale Olympische Komitee (IOC) trotz der weiter global grassierenden Pandemie nicht von ihren Plänen abbringen lassen, im nächsten Sommer die wegen Corona verlegten Olympischen Spiele in Tokio auszurichten.

Update, 24. November, 10.17 Uhr: Länder setzen auf Weiterentwicklung der Corona-App

Die Länder setzen im Kampf gegen das Coronavirus auch auf eine Weiterentwicklung der staatlichen Warn-App. In den kommenden sechs Wochen werde die Anwendung drei weitere Updates erhalten, heißt es in einem Beschlussentwurf der Länder.

Vorgesehen seien ein einfacherer Warnprozess, automatische Erinnerungen zur Information von Kontaktpersonen nach einem positiven Test und eine Mini-Übersicht (Dashboard) mit aktuellen Informationen zum Infektionsverlauf. Zudem solle die Messgenauigkeit durch eine geplante technische Umstellung verbessert werden. Die Intervalle für eine Benachrichtigung über eine Warnung sollen verkürzt werden.

"Weitere Umsetzungen, wie die Einbindung eines Kontakttagebuchs und einer digitalen Anmeldefunktion für Gaststätten und bei Veranstaltungen werden aktuell geprüft und wenn möglich zeitnah in 2021 umgesetzt", heißt es in dem Länder-Papier weiter. Dazu solle es Gespräche von Bund und Ländern unter anderem mit den App-Entwicklern, Wissenschaftlern und Datenschützern geben.

Die im Juni gestartete Corona-Warn-App wurde inzwischen mehr als 22 Millionen mal heruntergeladen.
Die im Juni gestartete Corona-Warn-App wurde inzwischen mehr als 22 Millionen mal heruntergeladen.  © Michael Kappeler/dpa

Update, 24. November, 9.55 Uhr: Länder wollen Maskenpflicht erweitern

Die Länder sprechen sich dafür aus, für eine Eindämmung des Coronavirus ab Anfang Dezember die Maskenpflicht zu erweitern.

Die Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung solle an allen Orten mit Publikumsverkehr in Innenstädten gelten - so auch an Örtlichkeiten in der Öffentlichkeit unter freiem Himmel, an denen sich Menschen entweder auf engem Raum oder nicht nur vorübergehend aufhalten.

Auch in Arbeits- und Betriebsstätten sei ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen - dies soll aber nicht am Platz gelten, sofern ein Abstand von 1,5 Meter zu weiteren Personen sicher eingehalten werden könne. Hochschulen und Universitäten sollten zudem grundsätzlich auf digitale Lehre umstellen - mit Ausnahme von Labortätigkeiten, Praktika, praktischen und künstlerischen Ausbildungsabschnitten sowie Prüfungen.

Update, 24. November, 9.38 Uhr: Corona-Neuinfektionen in Israel auf Vier-Wochen-Hoch

Die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist in Israel auf den höchsten Stand seit rund vier Wochen gestiegen. Wie das Gesundheitsministerium am Dienstag mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 943 neue Fälle registriert.

Mehr Neuinfektionen waren zuletzt am 22. Oktober mit 1032 vermeldet worden. Von den mehr als 52.000 gemachten Tests fielen 1,8 Prozent positiv aus, dies liegt auf dem Niveau der vorangegangenen Tage.

In dem Neun-Millionen-Einwohner-Land verlief die Pandemie im Frühjahr vergleichsweise milde, auch wegen strikter Maßnahmen der Regierung. Nach umstrittenen Lockerungen nahmen die Fallzahlen im Sommer jedoch massiv zu. Die Regierung verhängte Mitte September einen zweiten landesweiten Lockdown. Ab Mitte Oktober begann die Regierung damit, schrittweise Lockerungen umzusetzen, etwa bei der Wiederöffnung der Schulen.

In Israel gab es bislang 330.330 gemeldete Corona-Infektionen.
In Israel gab es bislang 330.330 gemeldete Corona-Infektionen.  © Oded Balilty/AP/dpa

Update, 24. November, 9.26 Uhr: Länder wollen mit Kirchen über Weihnachtsgottesdienste sprechen

Die Ministerpräsidenten der Länder wollen mit den Kirchen über mögliche Vereinbarungen für Weihnachtsgottesdienste sprechen.

"Bund und Länder werden das Gespräch mit den Religionsgemeinschaften suchen, um möglichst Vereinbarungen für Gottesdienste und andere religiöse Zusammenkünfte mit dem Ziel einer Kontaktreduzierung zu treffen", heißt es in einem Beschlussentwurf der Länder. "Religiöse Zusammenkünfte mit Großveranstaltungscharakter gilt es dabei zu vermeiden."

Update, 24. November, 9.20 Uhr: Europaparlament kritisiert Grenzschließungen innerhalb der EU

Die Abgeordneten des Europaparlaments haben sich gegen Grenzschließungen innerhalb der Europäischen Union während der Corona-Pandemie ausgesprochen.

Anstatt die Grenzen dicht zu machen, sollten Mitgliedstaaten anderen Regelungen treffen, die Sicherheit und Gesundheitsschutz auch beim Grenzübertritt gewährleisteten, hieß es am Dienstag in einer Erklärung. Die übereilten und unkoordinierten Schließungen hätten Menschen in Grenznähe stark getroffen und einen negativen Einfluss auf internationale Geschäfte, die Wissenschaft und die Tourismusbranche gehabt.

Eine schnelle Rückkehr zu einem voll funktionalen Schengenraum ist den Abgeordneten zufolge von entscheidender Bedeutung. Bewegungsfreiheit sei einer der Grundpfeiler einer funktionierenden EU und zeitgleich eine ihrer größten Errungenschaften. Mitgliedstaaten sollten verhindern, dass zeitweise eingeführte Grenzkontrollen quasi permanent würden.

Update, 24. November, 9.09 Uhr: Laschet relativiert Satz zu "härtesten Weihnachten" seit dem Krieg

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat eine umstrittene Aussage zum Weihnachtsfest in der Corona-Pandemie relativiert.

Nachdem er in der "Welt am Sonntag" gesagt hatte, "Es wird wohl das härteste Weihnachten, das die Nachkriegsgenerationen je erlebt haben", betonte Laschet am Montagabend im ZDF-"heute-journal": "Natürlich ist es auf Lesbos schlimmer und natürlich ist es in Afrika in Elendsvierteln schlimmer. Das ist ja alles wahr. Aber die Botschaft ist: Dieses Weihnachten wird anders sein als alle Weihnachten, wie wir sie kennen. Es wird Verzicht bedeuten."

Mehr dazu lest Ihr >>>hier.

Armin Laschet (CDU) ist der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen.
Armin Laschet (CDU) ist der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen.  © Sascha Steinbach/epa Pool/dpa

Update, 24. November, 9.01 Uhr: Mehr als 169.000 Corona-Neuinfektionen und knapp 900 Tote in den USA

In den USA breitet sich die Corona-Pandemie weiter rasant aus. Am Montag meldeten die Behörden binnen eines Tages 169.190 nachgewiesene Neuinfektionen, wie aus Daten der Universität Johns Hopkins (JHU) in Baltimore vom Dienstagmorgen (MEZ) hervorging.

Am gleichen Tag der Vorwoche waren es rund 160.000 gewesen. Am Freitag war mit rund 196.000 Neuinfektionen der bislang höchste Wert registriert worden.

Die Zahl der Toten mit einer bestätigten Coronavirus-Infektion binnen 24 Stunden belief sich am Montag auf 889. In der Woche zuvor waren es am gleichen Tag 758. Erstmals seit Anfang Mai war am Donnerstag mit 2015 neuen Todesfällen wieder die 2000er-Marke überschritten worden. Der höchste Wert an einem Tag wurde am 15. April mit 2609 Toten erreicht.

Insgesamt haben sich in dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern mehr als 12,4 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Seit Beginn der Pandemie starben mehr als 257.000 Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2 - mehr als in jedem anderen Land der Welt.

Update, 24. November, 8.53 Uhr: Linnemann: Corona-Finanzhilfen nicht zielgerichtet

Der Vorsitzende der CDU/CSU-Mittelstandsunion, Carsten Linnemann, hat eine zielgerichtete Verteilung der Corona-Finanzhilfen gefordert. "Es ist richtig, dass wir uns verschulden, aber bitte nicht so auf Pump, wie wir es im Moment machen", sagte Linnemann am Dienstag im ARD-"Morgenmagazin".

An der einen Stelle würden die Hilfen überkompensiert. So bekämen etwa Fast-Food-Ketten 75 Prozent der Umsätze aus dem Vorjahr für Verkäufe im Restaurant und könnten weiter Geld mit dem Außer-Haus-Verkauf einnehmen.

Gleichzeitig erhielten Einzelhändler keine Unterstützung, obwohl in vielen Innenstädten die Kunden wegblieben. "Da verstehe ich den Einzelhandel, dass der sauer ist, dass auf der einen Seite überkompensiert wird und auf der anderen Seite nicht geholfen wird", sagte Linnemann.

Carsten Linnemann ist der Vorsitzende der CDU/CSU-Mittelstandsunion.
Carsten Linnemann ist der Vorsitzende der CDU/CSU-Mittelstandsunion.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 24. November, 8.49 Uhr: Länder für strenge Kontaktbeschränkungen vom 1. Dezember an

Die Ministerpräsidenten der Länder plädieren im Kampf gegen die anhaltend hohen Corona-Infektionszahlen für strenge Kontaktbeschränkungen vom 1. Dezember an - für Weihnachten und Silvester soll es eine Sonderregelung geben.

"Private Zusammenkünfte mit Freunden, Verwandten und Bekannten sind auf den eigenen und einen weiteren Haushalt, jedoch in jedem Falle auf maximal fünf Personen zu beschränken", heißt es in einem entsprechenden Beschlussentwurf der Länder.

Update, 24. November, 8.42 Uhr: Länder: 20 Corona-Schnelltests pro Woche für Pflegebedürftige

Die Ministerpräsidenten der Länder wollen den Schutz von Risikogruppen wie Pflegebedürftigen verbessern. So sollten im Rahmen der Corona-Teststrategie je Pflegebedürftigem 20 Schnelltests pro Woche vorgesehen werden.

Der Bund will für die Risikogruppen ab Anfang Dezember gegen eine geringe Eigenbeteiligung die Abgabe von insgesamt 15 FFP-2-Masken ermöglichen - rechnerisch eine pro Winterwoche. Die Ministerpräsidenten schlagen zudem vor, dass Bund und Länder sich darauf einigen, das Zeitintervall der häuslichen Quarantäne grundsätzlich einheitlich auf im Regelfall zehn Tage festzulegen.

"Mit den nunmehr in größerer Zahl zur Verfügung stehenden Antigen-Schnelltests ist eine testgestützte Verkürzung der Quarantänezeit möglich." Einen kürzere Quarantänezeit entlaste die betroffenen Bürger und die Gesundheitsämter und mildere die wirtschaftlichen Folgen von Quarantäneanordnungen für den Einzelnen und für die Volkswirtschaft.

Bis zu 20 Corona-Schnelltests pro Woche sollen für Risikkogruppen zur Verfügung stehen, zumindest wenn es nach den Ministerpräsidenten der Länder geht.
Bis zu 20 Corona-Schnelltests pro Woche sollen für Risikkogruppen zur Verfügung stehen, zumindest wenn es nach den Ministerpräsidenten der Länder geht.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 24. November, 8.29 Uhr: Länder bitten Arbeitgeber um Betriebsferien oder Homeoffice-Lösungen

Die Ministerpräsidenten der Länder wollen im Kampf gegen die hohen Corona-Infektionszahlen die Arbeitgeber rund um Weihnachten um Unterstützung bitten.

Arbeitgeber sollten prüfen, ob die Betriebsstätten entweder durch Betriebsferien oder großzügige Homeoffice-Lösung vom 23. Dezember bis 1. Januar geschlossen werden könnten. Damit solle bundesweit der Grundsatz "Stay at Home" ("Bleibt Zuhause") umgesetzt werden.

Update, 24. November, 8.17 Uhr: Länder-Entwurf: Maskenpflicht in Corona-Hotspots ab Klasse sieben

In Regionen mit deutlich mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen soll nach dem Willen der Länder künftig ab Klasse sieben grundsätzlich eine Maskenpflicht auch im Unterricht gelten.

In "besonderen Infektionshotspots" soll es demnach in älteren Jahrgängen außer Abschlussklassen schulspezifisch "weitergehende Maßnahmen für die Unterrichtsgestaltung" geben, beispielsweise Hybridunterricht.

Update, 24. November, 8.15 Uhr: Länder rufen Menschen vor Weihnachten zu Selbstquarantäne auf

Die Ministerpräsidenten der Länder rufen die Menschen auf, vor den Weihnachtsfeiertagen in eine möglichst mehrtägige häusliche Selbstquarantäne zu gehen.

"Dies kann durch ggf. vorzuziehende Weihnachtsschulferien ab dem 19.12.2020 unterstützt werden", heißt es in einem der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegenden Beschlussentwurf der Länder.

Mit der Selbstquarantäne solle die Gefahr von Corona-Infektionen im Umfeld der Feierlichkeiten so gering wie möglich gehalten werden.

Die Ministerpräsidenten der Bundesländer entwerfen zurzeit Pläne, wie Deutschland trotz Corona ein frohes und sicheres Weihnachtsfest feiern kann.
Die Ministerpräsidenten der Bundesländer entwerfen zurzeit Pläne, wie Deutschland trotz Corona ein frohes und sicheres Weihnachtsfest feiern kann.  © Friso Gentsch/dpa

Update, 24. November, 8.08 Uhr: Länder-Entwurf: Böllerverbot auf belebten Plätzen und Straßen

Die Ministerpräsidenten der Länder wollen Silvesterfeuerwerk auf belebten öffentlichen Plätzen und Straßen untersagen, um größere Gruppenbildungen zu vermeiden.

Laut einem der Beschlussentwurf der Länder sollen "die örtlich zuständigen Behörden die betroffenen Plätze und Straßen bestimmen." Grundsätzlich wird "empfohlen", zum Jahreswechsel auf Silvesterfeuerwerk zu verzichten - ein Verkaufsverbot ist demnach aber nicht vorgesehen.

Mehr dazu lest Ihr im TAG24-Artikel zum möglichen Böllerverbot.

Update, 24. November, 8.04 Uhr: Konjunkturerholung stärker als erwartet

Die Wirtschaftsleistung in Deutschland ist nach dem coronabedingten Absturz im Frühjahr etwas stärker gewachsen als zunächst angenommen.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im dritten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 8,5 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. In einer ersten Schätzung war die Behörde von einem Plus von 8,2 Prozent ausgegangen.

Update, 24. November, 8 Uhr: Müller: Länder geschlossen für verlängerte Corona-Regeln

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) ist zuversichtlich, dass sich die Länder mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf eine Verlängerung der Corona-Regeln einigen werden.

Die gemeinsamen Vorschläge, auf die sich die Ministerpräsidenten geeinigt hätten, seien eine gute Grundlage für die Beratungen mit der Kanzlerin. "Ich glaube auch, auf dieser Grundlage – da kann es noch zwei, drei Veränderungen geben – aber da haben wir wirklich eine sehr geschlossene Situation, die wir gemeinsam umsetzen wollen", sagte Müller am Dienstagmorgen im ARD-"Morgenmagazin".

Zu Weihnachten sollten die Kontaktbeschränkungen etwas gelockert werden, sagte Müller. Er ist zurzeit auch Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz. "Natürlich muss es ein Weihnachtsfest sein, das man auch mit den Großeltern, mit den Enkeln feiern kann", sagte er.

Berlins Bürgermeister Michael Müller (SPD) ist derzeit auch der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz.
Berlins Bürgermeister Michael Müller (SPD) ist derzeit auch der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz.  © Odd Andersen/AFP/POOL/dpa

Update, 24. November, 7.58 Uhr: Länder einigen sich auf Corona-Regeln für Weihnachten und Silvester

Die Ministerpräsidenten der Länder haben sich auf einheitliche Kontaktregeln für Weihnachten und Silvester geeinigt.

Im Zeitraum vom 23. Dezember bis 1. Januar können Treffen eines Haushaltes mit haushaltsfremden Familienmitgliedern oder haushaltsfremden Menschen bis maximal zehn Personen ermöglicht werden.

Mehr dazu im TAG24-Artikel zu den Corona-Regeln für die Weihnachtszeit.

Update, 24. November, 7.34 Uhr: Australiens Ex-Corona-Hotspot Victoria ohne bekannten Infektionsfall

Im ehemaligen australischen Corona-Hotspot Victoria gibt es erstmals seit neun Monaten keinen bekannten Infektionsfall. "Das letzte Mal, dass wir keine aktiven Fälle im Bundesstaat verzeichnet haben, war am 29. Februar", twitterte das regionale Gesundheitsministerium am Dienstag.

Die Behörden dankten der Bevölkerung dafür, dass sie zu diesem Erfolg beigetragen habe. Der letzte Corona-Patient war ein um die 90 Jahre alter Mann, der am Montag aus dem Krankenhaus entlassen worden war. In Victoria wurde bereits seit 25 Tagen kein neuer Fall mehr registriert.

Vorausgegangen war ein mehrmonatiger, extrem strikter Lockdown, nachdem der Bundesstaat mit seiner Hauptstadt Melbourne von einer zweiten Welle getroffen worden war. Wochenlang herrschte eine nächtliche Ausgangssperre, zudem durften die Bürger sich nur noch im Umkreis von fünf Kilometern von ihren Wohnungen bewegen. Die letzten Einschränkungen waren Ende Oktober aufgehoben worden.

Update, 24. November, 6.45 Uhr: Virologe warnt vor "Long-Covid", selbst genese Patienten seien nicht "gesund"

Das Sars-CoV-2 Virus hat sich innerhalb kurzer Zeit zu einem pandemischen Krankheitserreger entwickelt, der die ganze Welt in Atem hält.

Selbst mit Impfungen wird das Virus kaum vom Erdball verschwinden, warnt nun der Münchner Virologe Dr. med. Oliver Keppler vom Max von Pettenkofer-Institut.

Mehr dazu lest Ihr im TAG24-Artikel zu den Langzeitgefahren des Coronavirus.

Die Langzeitschäden von Corona-infizierten Patienten sind bislang kaum zu überschauen.
Die Langzeitschäden von Corona-infizierten Patienten sind bislang kaum zu überschauen.  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 24. November, 6.08 Uhr: Umfrage: Deutsche vermissen Kontakt zu Familie, Freunden und Nachbarn

In Zeiten der Corona-Pandemie vermisst rund die Hälfte aller Deutschen laut einer Umfrage am meisten den Kontakt zur Familie, zu Freunden und Nachbarn.

Für 55 Prozent der Frauen und 43 Prozent der Männer stellten die Kontaktbeschränkungen die größte Entbehrung dar, teilte die BAT-Stiftung für Zukunftsfragen in Hamburg nach der Befragung von rund 3000 Bundesbürgern mit. Jeder zweite Befragte habe sogar gesagt, "dass er den Wert der Familie erst durch die Corona-Pandemie (wieder-)entdeckt hat".

"Die meisten Bürger erkennen die Notwendigkeit der Einschränkungen und halten sich an die Regeln", erklärte Studienleiter Prof. Ulrich Reinhardt. Gleichzeitig sei die Sehnsucht nach einem Wiedersehen mit Verwandten und Freunden groß. "In dieser doppelten Notsituation agieren viele Bürger pragmatisch und weichen auf digitale Kommunikationsarten aus."

Update, 24. November, 5.35 Uhr: 13.554 Fälle: Corona-Neuinfektionen etwas unter dem Vorwochenstand

Erwartungsgemäß haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) erneut vergleichsweise wenig neue Corona-Infektionen gemeldet. Binnen 24 Stunden wurden 13.554 neue Fälle übermittelt, wie das RKI am Dienstagmorgen bekannt gab.

Am vergangenen Dienstag hatte die Zahl bei 14.419 gelegen. Am Freitag war mit 23.648 gemeldeten Fällen ein Höchststand erreicht worden. Im Oktober und Anfang November war die Zahl der gemeldeten Corona-Neuansteckungen in Deutschland rasant gestiegen. Nun hat sich der Wert seit etwa zwei Wochen auf hohem Niveau eingependelt. Der nach Inkrafttreten des Teil-Lockdowns erhoffte Rückgang ist bislang nicht klar zu erkennen.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 942.687 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 24.11., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Dienstag um 249 auf insgesamt 14.361. Das RKI schätzt, dass rund 636.700 Menschen inzwischen genesen sind.

Laut den Statistiken der Johns Hopkins Universität in Baltimore fallen die Zahlen sogar noch etwas höher aus. Demnach gab es hierzulande bereits 946.822 Infektionen und 14.460 Todesfälle in Folge einer Covid-19-Erkrankung.

Deutschland nähert sich langsam der Marke von einer Million Corona-Infizierten.
Deutschland nähert sich langsam der Marke von einer Million Corona-Infizierten.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 24. November, 5.13 Uhr: Söder: Bayern zieht Start der Weihnachtsferien vor

Nun ist es endgültig: Bayern zieht wegen der Corona-Pandemie den Start der Weihnachtsferien vor. Letzter Schultag vor Weihnachten ist Freitag, der 18. Dezember.

Das sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) dem Bayerischen Rundfunk. Damit fallen zwei Schultage weg: Ursprünglich wäre der 23. Dezember der erste Ferientag gewesen. Der Abstand zwischen Unterricht und Weihnachten werde so vergrößert, sagte Söder. "Damit verbessern wir die Möglichkeiten, dass die Familien in Bayern das wichtigste Fest des Jahres gesund und unbeschwerter feiern können."

Update, 24. November, 4.41 Uhr: Pflegebevollmächtigter: Heimbewohner sollen über Besuch entscheiden

Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, pocht darauf, dass Pflegeeinrichtungen trotz der aktuell hohen Corona-Infektionszahlen weiter Besucher einlassen.

Heimbewohner sollten selbst entscheiden, ob sie Besuch empfangen möchten, sagte er der "Passauer Neuen Presse". "Wir sollten älteren Menschen in den Pflegeeinrichtungen nicht die Fähigkeit absprechen, ihre eigenen Prioritäten zu setzen. Sie müssen selbst entscheiden, was ihnen wichtiger ist." Es gebe ausreichend medizinische Schutzausrüstung, betonte er. "Da gibt es keinen Mangel mehr."

Update, 24. November, 4.05 Uhr: Lauterbach: Verlängerung der Corona-Beschränkungen zwingend

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach verteidigt die geplante Verlängerung und teilweise Verschärfung der staatlichen Corona-Beschränkungen im Alltagsleben. Anders könnten Fallzahlen vor Weihnachten nicht ausreichend gesenkt werden, "also sind Verlängerung und Verschärfung notwendig", sagte er der "Augsburger Allgemeinen" (Dienstag).

Bei der Eindämmung der Pandemie müsse gerade in den Schulen und bei den privaten Treffen mehr erreicht werden. Durchschlagend erfolgreich sei der Teil-Lockdown bisher nicht gewesen. "Die Zahl der Kontakte sollte mit dem Wellenbrecher-Shutdown um 75 Prozent reduziert werden, erreicht wurden schätzungsweise 40 Prozent", sagte Lauterbach.

Zugleich zeigte sich der SPD-Politiker zuversichtlich, dass es im Januar und Februar nicht zu einer gleichzeitigen Welle aus Grippe- und Corona-Erkrankungen kommt. "Wenn die Hygieneregeln gegen das Coronavirus eingehalten werden wird es auch viel weniger Grippeinfektionen geben", sagte Lauterbach.

Für Karl Lauterbach (SPD) gehen die bisherigen Beschränkungen des Teil-Lockdowns noch nicht weit genug.
Für Karl Lauterbach (SPD) gehen die bisherigen Beschränkungen des Teil-Lockdowns noch nicht weit genug.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Update, 24. November, 3.37 Uhr: Lufthygiene-Experten: An Schulen auf langfristige Lösungen setzen

Statt auf mobile Luftreiniger sollten Schulen Experten zufolge besser auf sinnvollere langfristige Lösungen setzen. "Fest installierte Lüftungsanlagen sind auch nach der Corona-Pandemie noch von großem Nutzen", sagte der Präsident des Umweltbundesamtes (Uba), Dirk Messner, der Deutschen Presse-Agentur.

Anders als viele mobile Luftreiniger verursachten sie häufig nur geringe Geräusche im Klassenzimmer und ließen nicht nur die Menge an Krankheitserregern in der Raumluft sinken, sondern auch die an Kohlendioxid und ausgedünsteten Schadstoffen. Kurzfristig stehe ohnehin eine ebenso simple wie hoch effektive Lösung im Vordergrund: regelmäßiges Lüften.

Update, 24. November, 3.11 Uhr: Söder: Verflechtungen zwischen AfD und "Querdenkern" ausleuchten

Aus Sicht von CSU-Chef Markus Söder sollten die Sicherheitsbehörden die Vernetzung zwischen AfD und der sogenannten Querdenker-Bewegung besser ausleuchten, die regelmäßig gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen demonstriert.

Es gelte genau hinzusehen, "welche engen Verbindungen und Verflechtungen es zwischen AfD und Querdenkern gibt", sagte der bayerische Ministerpräsident der "Passauer Neuen Presse" und dem "Donaukurier". "Natürlich haben wir alle Verständnis und Respekt für die kritischen Fragen derer, die durch Corona in ihrer Existenz bedroht sind. Bei Querdenkern, Rechtsextremen, Reichsbürgern und Verschwörungstheoretikern mit antisemitischem Hintergrund hört die Toleranz aber auf", sagte Söder.

"Gerade die Querdenker entwickeln sich sektenähnlich und isolieren normale Bürger in ihrer Verschwörungsblase. Dabei haben sie ein anderes Verständnis von Staat und Gesellschaft." Auf diese Gruppe und deren Bezug zur AfD sollte der Verfassungsschutz achten, betonte Söder.

Laut Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) entwickelt sich die "Querdenken"-Bewegung "sektenähnlich".
Laut Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) entwickelt sich die "Querdenken"-Bewegung "sektenähnlich".  © Stefan Puchner/dpa

Update, 24. November, 2.59 Uhr: Airline Qantas will Impfpflicht für Flugreisende einführen

Aus Sorge vor einer weiteren Verbreitung des Coronavirus will Australiens nationale Fluggesellschaft Qantas eine Impfpflicht für ihre Passagiere einführen.

Sobald ein Impfstoff verfügbar sei, würden die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Airline entsprechend angepasst, sagte Qantas-Chef Alan Joyce dem australischen Sender Nine News am Montag.

Mehr dazu lest Ihr im TAG24-Artikel zur Impfpflicht bei der Airline Qantas.

Update, 24. November, 2.45 Uhr: Städtetag fordert Corona-Stufenpläne in Schulen

Der Deutsche Städtetag hat sich bei einem wachsenden Infektionsgeschehen für Stufenpläne in Schulen in allen Ländern ausgesprochen. "Für die Städte ist wichtig, dass vor allem im eigenen Bundesland Klarheit herrscht, wann Präsenzunterricht reduziert werden muss", sagte Städtetagspräsident Burkhard Jung der Deutschen Presse-Agentur.

Es mache in vielen Städten Sorge, dass die Infektionen und notwendige Quarantäne-Anordnungen in den Schulen zunehmen. "Die Städte wollen guten Unterricht für junge Menschen auch während der Pandemie", so Jung. "Wir wollen die Schulen so lange es geht offenhalten. Aber wir brauchen auch praxistaugliche Handlungsszenarien, damit Schulen auf hohe Infektionszahlen angemessen reagieren können."

Ein kluger Wechsel zwischen Unterricht in den Schulen und in digitaler Form sei bei besonders hohen Infektionszahlen zumindest für ältere Schülerinnen und Schüler kaum zu vermeiden, sagte er. In einigen Ländern gibt es einen solchen Stufenplan bereits, so kann es in Niedersachsen bei steigenden Infektionszahlen zu Einschränkungen im Präsenzbetrieb kommen. Der Unterricht findet dann in geteilten Klassen abwechselnd in der Schule und als Homeschooling statt.

Burkhard Jung (SPD), Oberbürgermeister der Stadt Leipzig und Präsident des Städtetages.
Burkhard Jung (SPD), Oberbürgermeister der Stadt Leipzig und Präsident des Städtetages.  © Caroline Seidel/dpa

Update, 24. November, 2.09 Uhr: WHO warnt vor vorschnellen Corona-Lockerungen über Weihnachten

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt vor Lockerungen von Corona-Restriktionen über Weihnachten, wenn Behörden das Infektionsgeschehen nicht voll unter Kontrolle haben.

"Wenn sich Menschen untereinander anstecken und wenn ein Land nicht die nötige Infrastruktur hat, um Fälle zu verfolgen und Kontakte zu isolieren und in Quarantäne zu schicken, dann wird eine Lockerung zu stärkeren Ansteckungen führen", sagte WHO-Nothilfekoordinator Mike Ryan am Montagabend in Genf.

Regierungen müssten sich im Klaren sein, dass sie nur Risiken abwägen könnten. Eine wissenschaftliche Formel, welche Lockerungen vertretbar oder wie viele Feiertage ohne größere Auflagen sicher seien gebe es nicht. "Es gibt nur ein höheres und niedrigeres Risiko, dass die Situation sich bessert oder verschlimmert", sagte er.

Update, 24. November, 1.27 Uhr: England will Quarantäne für Einreisende aus Risikogebieten verkürzen

Einreisende aus Risikogebieten können ab Mitte Dezember in England mit einer kürzeren Quarantäne-Dauer rechnen.

Nach fünf Tagen solle es dann möglich sein, auf eigene Kosten einen Corona-Test zu machen und nach negativem Ergebnis die Wohnung wieder zu verlassen, wie Verkehrsminister Grant Shapps am Dienstag ankündigte. Bislang mussten sich alle Einreisenden aus Risikogebieten verpflichtend 14 Tage lang in Quarantäne begeben. Auch Deutschland gilt derzeit für Großbritannien als Risikogebiet.

Die Reisebranche begrüßte die Regelung, beschrieb sie aber als «überfällig». Viele andere Staaten, darunter auch Deutschland, ermöglichen bereits seit längerem, die Quarantäne nach der Einreise durch einen Corona-Test abzukürzen.

Wer künftig aus einem Risikogebiet nach England reist, muss nur noch fünf Tage in Quarantäne.
Wer künftig aus einem Risikogebiet nach England reist, muss nur noch fünf Tage in Quarantäne.  © Matt Dunham/AP/dpa

Update, 24. November, 0.51 Uhr: Antisemitismusbeauftragter rügt "krude Verharmlosungen" des Holocaust

Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, rügt Vergleiche aus der "Querdenken"-Bewegung von Corona-Beschränkungen mit der Judenverfolgung in der Nazi-Zeit. Dies verhöhne die tatsächlichen Opfer und relativiere die Schoah, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

"Der Holocaust ist kein Abziehbild für jedwede Opfergefühle." Wer über Anne Frank und Sophie Scholl gut Bescheid wisse, werde kaum solch krude Verharmlosungen äußern. "Dass die Kritik an solchen Vergleichen nun hohe Wellen schlägt, begrüße ich sehr. Es zeugt von einem funktionierenden Wertesystem der demokratischen Mehrheit."

Am Samstag hatte eine junge Frau, die sich als "Jana aus Kassel" vorstellte, auf einer "Querdenken"-Bühne in Hannover gesagt: "Ich fühle mich wie Sophie Scholl, da ich seit Monaten aktiv im Widerstand bin, Reden halte, auf Demos gehe, Flyer verteile und auch seit gestern Versammlungen anmelde." Sophie Scholl wurde wegen ihres Widerstandes gegen den Nationalsozialismus hingerichtet.

Update, 24. November, 0.36 Uhr: FDP übt Kritik an strengen Regeln für Weihnachten: "Fern der Lebensrealität"

Die FDP im Bundestag kritisiert Überlegungen einiger Landesregierungen, an den Weihnachtstagen nur Kontakte zu fünf bis zehn Personen zu gestatten.

"So starre Regelungen sind fernab jeder Lebensrealität vieler Familien und verspielen langfristig das Vertrauen in die staatlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie", sagte die stellvertretende Fraktionschefin Katja Suding der "Welt".

Ganz besonders Patchwork-Familien stelle eine so unflexible Regelung vor die kaum zumutbare Entscheidung, wer mit unterm Weihnachtsbaum sitzen dürfe und wer nicht. "Wir sollten den Familien zutrauen, selbstständig verantwortungsbewusst darüber zu entscheiden, mit wie vielen Familienmitgliedern sie Weihnachten feiern wollen", sagte sie.

Kritik kommt auch von der Linken. Auf große Familienfeste solle zwar möglichst verzichtet werden, sagte Katrin Werner, familienpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion. Aber eine starre Begrenzung der Personenzahl oder Haushalte sei nicht sinnvoll, sagte sie der "Welt". "Es liegt in der Verantwortung jedes einzelnen zu schauen, wie das Weihnachtsfest mit einem möglichst geringen Infektionsrisiko ablaufen kann."

Die stellvertretende FDP-Fraktionschefin Katja Suding ist gegen "starre Regelungen" zu Weihnachten.
Die stellvertretende FDP-Fraktionschefin Katja Suding ist gegen "starre Regelungen" zu Weihnachten.  © Daniel Bockwoldt/dpa

Update, 24. November, 0.28 Uhr: Philologenverband: Weihnachtsferien nicht kurzfristig verlängern

Der Deutsche Philologenverband warnt davor, zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie kurzfristig die Weihnachtsferien zu verlängern. Dies hätte nur ein "Planungschaos" zur Folge, sagte die Verbandsvorsitzende Susanne Lin-Klitzing dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Lehrerinnen und Lehrer wollten ihren Unterricht vernünftig planen. "Unter kurzfristigen Ferienverlängerungen hätten im Zweifel insbesondere diejenigen zu leiden, die bald Abitur machen oder bei denen andere Prüfungen anstehen."

Statt eines hektischen Herumdokterns an den Ferienzeiten brauche es vielmehr Reihentestungen zum Schulbeginn im neuen Jahr - also freiwillige Corona-Tests für alle Schüler und Lehrer.

Update, 24. November, 0.11 Uhr: Europarat-Chefin will mehr Schutz für Frauen in zweitem Lockdown

Frauen sollen nach Ansicht der Generalsekretärin des Europarats, Marija Pejčinović Burić, in der Corona-Pandemie besser geschützt werden.

"Effiziente Maßnahmen zur Prävention von Gewalt gegen Frauen müssen ein elementarer Teil von neuen Lockdowns sein", sagte sie der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag zum Internationalen Tag für die Beseitigung von Gewalt gegen Frauen am 25. November.

Lockdowns hätten sich als einzigartige Herausforderung für Hilfsangebote erwiesen. Auch wenn viele aktuelle Regelungen weniger strikt als im Frühjahr seien, hätten nationale Hotlines zur Hilfe bei häuslicher Gewalt erneut dramatische Anstiege von Anrufen gemeldet. "Wir müssen sicherstellen, dass die erneuten Bewegungseinschränkungen nicht mehr Leid für Frauen und Kinder verursachen."

Marija Pejcinovic-Buric ist die Generalsekretärin des Europarats.
Marija Pejcinovic-Buric ist die Generalsekretärin des Europarats.  © Wolfgang Kumm/dpa

Update, 24. November, 0.02 Uhr: CSU gegen Überlegungen aus den Ländern zu "Corona-Soli"

Die CSU lehnt Überlegungen mehrerer SPD-geführter Landesregierungen ab, einen Corona-Solidaritätszuschlag einzuführen. Parteichef Markus Söder sprach von einer absurden Idee.

"Diese Steuererhöhung belastet Bürger und Wirtschaft gleichermaßen. Das ist mit der Union nicht zu machen", sagte der bayerische Ministerpräsident der "Passauer Neuen Presse" und dem "Donaukurier".

Ähnlich äußerte sich CSU-Generalsekretär Markus Blume im "Handelsblatt". Mit der Union werde es keine Steuererhöhungen geben. "Eher müssen wir die Steuern senken, um die Wirtschaft zu stimulieren."

Die Ministerpräsidenten der SPD-regierten Länder hatten zuvor in ihrem Beschlussentwurf für die Bund-Länder-Runde am Mittwoch einen solchen Solidaritätszuschlag ins Spiel gebracht. So müssten die durch die Pandemie im Gesundheitswesen verursachten Kosten nicht einseitig durch die gesetzlich Versicherten abgefedert werden, hieß es.

Update, 23. November, 23.17 Uhr: Länder wollen Teil-Lockdown bis kurz vor Weihnachten verlängern

Angesichts anhaltend hoher Corona-Infektionszahlen wollen die Länder den Teil-Lockdown bis zum 20. Dezember verlängern.

Darauf verständigten sich die Ministerpräsidenten am Montagabend in einer Schaltkonferenz, wie die Deutsche Presse-Agentur von Teilnehmern erfuhr. Eine endgültige Entscheidung soll es bei den Beratungen von Bund und Ländern am Mittwoch geben.

Update, 23. November, 22.25 Uhr: Spaniens König Felipe VI. nach Corona-Kontakt in Quarantäne

Spaniens König Felipe VI. hat sich nach einem Corona-Kontakt in eine zehntägige Quarantäne begeben. Das habe der Königspalast am Montagabend mitgeteilt, berichteten spanische Meiden übereinstimmend.

Der König habe erfahren, dass eine Person, mit der er am Sonntag engeren Kontakt hatte, positiv auf das Coronavirus getestet worden sei, habe das Königshaus weiter mitgeteilt. Felipe habe für die Zeit der Quarantäne alle Termine abgesagt. Über den Zustand des Staatsoberhauptes wurde zunächst nichts bekannt.

Seine Frau, Königin Letizia, sowie seine beiden Töchter, Prinzessin Leonor und die Infantin Sofía, könnten jedoch weiter ihren normalen Tätigkeiten nachgehen, hieß es. Letizia war bereits im März während der ersten Corona-Welle in Quarantäne, ebenso wie Leonor, die Thronfolgerin, nachdem es in ihrer Schulklasse einen Corona-Fall gegeben hatte.

Felipe VI. (52), König von Spanien.
Felipe VI. (52), König von Spanien.  © Óscar Cañas/Europa Press/dpa

Update, 23. November, 22.08 Uhr: Premier League begrüßt angekündigte Teil-Rückkehr von Fußball-Fans

Die Clubs der Premier League freuen sich über die in Aussicht gestellte Teil-Rückkehr der Fans in die Fußball-Stadien. Der britische Premierminister Boris Johnson hat am Montag angekündigt, dass vom 2. Dezember bis zu 4000 Zuschauer wieder zu Sportveranstaltungen zugelassen werden können.

"Die Fans wurden bei Premier-League-Spielen sehr vermisst, und deshalb begrüßen wir die heutige Ankündigung des Premierministers bezüglich der Rückkehr der Fans zum ersten Mal seit März, wenn auch in geringer Anzahl", schrieb der Ligaverband auf seiner Homepage.

Nach einer Unterbrechung der Meisterschaftsspiele wegen der Corona-Pandemie Anfang März hatte die Premier League seit ihrem Wiederbeginn am 19. Juni nur noch Geisterspiele ausgetragen.

Update, 23. November, 21.27 Uhr: Frankreich meldet weniger als 5000 Neuinfektionen pro Tag

Erstmals seit Wochen haben die Gesundheitsbehörden Frankreichs weniger als 5000 Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Es seien rund 4450 Neuinfektionen registriert worden, teilten die Behörden am Montagabend mit.

Zu Beginn der Woche sind die Zahlen in der Vergangenheit zwar immer niedriger gewesen. Dennoch ist das der niedrigste Wert seit Ende September. Auch die Quote positiver Tests geht in dem Land mit rund 67 Millionen Einwohnern weiter zurück und liegt bei gut 13 Prozent.

Gleichzeitig wurden 500 Corona-Tote innerhalb eines Tages in den Krankenhäusern gemeldet - ein vergleichsweise hoher Wert. Die Corona-Lage verbessert sich allerdings seit einiger Zeit in Frankreich - die Behörden gehen davon aus, dass der Höhepunkt der zweiten Welle überschritten ist.

Ein mit COVID-19 infizierter Patient aus der Region Lyon, wo die Kliniken eine hohe Auslastung haben, wird ins Krankenhaus Hautepierre in Straßburg gebracht.
Ein mit COVID-19 infizierter Patient aus der Region Lyon, wo die Kliniken eine hohe Auslastung haben, wird ins Krankenhaus Hautepierre in Straßburg gebracht.  © Jean-Francois Badias/AP/dpa

Update, 23. November, 21.20 Uhr: Britische Prinzessin Michael of Kent erholt sich von Covid-19

Nach dem Auftreten schwerer Covid-19-Symptome hat die britische Prinzessin Michael of Kent mittlerweile wohl die schlimmste Phase ihrer Erkrankung überstanden. Sie sei "auf dem Weg der Besserung", sagte ihr Sprecher Simon Astaire am Montag der britischen Nachrichtenagentur PA zufolge. "Sie ist vor drei Wochen erkrankt, aber sie ist nun aus dem Schlimmsten heraus."

Die 75-Jährige ist bereits seit Wochen im Kensington-Palast in Quarantäne. Auch ihr Mann Michael, ein Cousin der Queen, hatte sich in Isolation begeben, allerdings keine Symptome gezeigt. Die Prinzessin, die den Vornamen ihres Mannes im Titel trägt, litt hingegen unter hohem Fieber und Erschöpfungssyndromen.

Prinz und Prinzessin Michael von Kent. Die Prinzessin wurde 1945 als Marie Christine von Reibnitz in Karlsbad (tschechisch: Karlovy Vary) geboren.
Prinz und Prinzessin Michael von Kent. Die Prinzessin wurde 1945 als Marie Christine von Reibnitz in Karlsbad (tschechisch: Karlovy Vary) geboren.  © picture alliance / dpa

Update, 23. November, 20.33 Uhr: Bedeutender Wallfahrtsort in Mexiko bleibt wegen Corona geschlossen

Millionen Menschen pilgern jedes Jahr im Dezember zur Basilika der Jungfrau von Guadalupe in Mexiko-Stadt - in diesem Jahr bleibt die Kirche wegen der Corona-Pandemie geschlossen.

Sie werde vom 10. bis 13. Dezember geschlossen, um zum Wohl des gesamten mexikanischen Volkes eine Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern, hieß es am Montag in einer gemeinsamen Mitteilung der katholischen Kirche und der Regierung der mexikanischen Hauptstadt. Die Entscheidung sei notwendig, auch wenn in einem der schwierigsten Jahre der mexikanischen Geschichte viele Menschen vermutlich das Bedürfnis hätten, bei der Jungfrau Trost zu suchen.

Die jährliche Wallfahrt zur Basilika gilt als eine der größten weltweit. Im vergangenen Jahr wurden mehr als zehn Millionen Pilger gezählt. Der Legende nach erschien die Mutter Jesu zwischen dem 9. und 12. Dezember 1531 fünfmal einem Ureinwohner namens Juan Diego, den Papst Johannes Paul II im Jahr 2002 heilig sprach. Sie beauftragte ihn demnach mit dem Bau einer Kapelle nahe Mexiko-Stadt. Heute gilt die dunkelhäutige Jungfrau von Guadalupe als Schutzpatronin Mexikos.

Update, 23. November, 19.57 Uhr: CDU-Politiker fordert Impfung vor Großveranstaltungen

Der CDU-Gesundheitspolitiker und Europaabgeordnete Peter Liese hat sich für eine Corona-Schutzimpfung als Voraussetzung für Besuche von Großveranstaltungen ausgesprochen.

Die Veranstalter sollten nur Besucher mit Impfausweis einlassen, sobald im kommenden Jahr jeder die Möglichkeit habe, sich impfen zu lassen, sagte Liese laut "Westfalenpost". Liese sprach sich zudem aktuell für weitere Maßnahmen aus, um die Zahl der Neuinfektionen zu senken. So sollten Schüler über 14 Jahre in geteilten Klassen unterrichtet werden.

Peter Liese (55, CDU) fordert Impfungen vor Großveranstaltungen.
Peter Liese (55, CDU) fordert Impfungen vor Großveranstaltungen.  © Henning Kaiser/dpa

Update, 23. November, 19.43 Uhr: Estland beschließt Maskenpflicht und weitere Corona-Einschränkungen

Angesichts weiter steigender Corona-Neuinfektionen verhängt Estland weitere Einschränkungen für die Bevölkerung. Die Regierung in Tallinn änderte am Montag die bisherige Empfehlung, in der Öffentlichkeit Schutzmasken zu tragen, in eine verbindliche Anordnung um. Die Maskenpflicht tritt zum 24. November in Kraft.

Zugleich muss in allen öffentlichen Innenräumen die sogenannte 2+2-Regel in dem baltischen EU-Land befolgt werden. Danach dürfen nicht mehr als zwei Personen zusammen sein und sie müssen einen Abstand von mindestens zwei Metern zu anderen Personen einhalten. Zudem setzte die Regierung die Teilnehmergrenze für Veranstaltungen im Freien auf 500 Personen herab, im Innenbereich auf 250. In Innenräumen mit festen Sitzplätzen dürfen bis zu 400 Personen teilnehmen. Strengere Regeln gelten für die Hauptstadt Tallinn und die umliegende Region.

Update, 23. November, 19.36 Uhr: Italien registriert insgesamt mehr als 50.000 Corona-Tote

In Italien hat die Zahl der Corona-Toten die Schwelle von 50.000 überschritten. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Montag verzeichneten die Behörden binnen 24 Stunden 630 Tote mit Sars-CoV-2.

Demnach starben bislang knapp 50.500 Menschen mit dem Virus. Zugleich sank die Zahl der Neuinfektionen binnen eines Tages auf rund 23.000. Da am Wochenende weniger Testkapazitäten zur Verfügung stehen, fällt dieser Wert am Montag oft geringer aus.

Ein medizinischer Mitarbeiter trägt einen Schutzanzug und geht neben einem Krankenwagen vorbei am Eingang des ambulantem Bereich des "Agostino Gemelli" Krankenhauses in Rom.
Ein medizinischer Mitarbeiter trägt einen Schutzanzug und geht neben einem Krankenwagen vorbei am Eingang des ambulantem Bereich des "Agostino Gemelli" Krankenhauses in Rom.  © Cecilia Fabiano/LaPresse via ZUMA Press/dpa

Update, 23. November, 19.34 Uhr: Autovermieter Sixt traut sich wieder Prognose zu

Der Autovermieter Sixt traut sich wieder eine Prognose zu. Sixt erwarte für das Geschäftsjahr 2020 einen operativen Konzernumsatz von 1,5 Milliarden Euro, teilte der SDax-Konzern am frühen Montagabend mit. Das Management rechnet zudem vor Steuern mit einem Verlust von 70 bis 95 Millionen Euro. Die Aktie zeigte sich nachbörslich wenig bewegt.

Die Corona-Krise hat das Geschäft von Sixt hart getroffen. 2019 lag der Umsatz noch bei 2,5 Milliarden Euro, das Ergebnis vor Steuern lag bei 308 Millionen Euro. Im August hatte Sixt die Prognose für 2020 zurückgezogen.

Update, 23. November, 19.19 Uhr: England kehrt nach Teil-Lockdown zu Corona-Warnstufen-System zurück

England kehrt nach einem vierwöchigen Teil-Lockdown Anfang Dezember wieder zu einem Warnstufen-System mit regionalen Corona-Beschränkungen zurück.

"Wir werden zu einem regionalen Ansatz mit verschiedenen Stufen zurückkehren - und dort die strengsten Maßnahmen einführen, wo Covid am präsentesten ist", sagte der britische Premier Boris Johnson am Montag in einer virtuellen Ansprache an das Londoner Parlament. Dabei sollen die Maßnahmen gegenüber den vor dem Teil-Lockdown geltenden Stufen verschärft werden.

Welche Regionen in welche der drei Risikostufen - mittel, hoch oder sehr hoch - eingruppiert würden, soll im Laufe der Woche bekanntgegeben werden. Außerdem sollen über Weihnachten für wenige Tage auch Treffen mit den Angehörigen mehrerer Haushalte erlaubt sein.

Update, 23. November, 19.14 Uhr: Goldpreis fällt auf viermonatigen Tiefstand

Überraschend positive Konjunkturdaten aus den USA haben dem Goldpreis am Montag einen heftigen Schlag versetzt. Am frühen Abend fiel der Preis für eine Feinunze (31,1 Gramm) bis auf 1831 US-Dollar. Das waren fast 40 Dollar weniger als am Freitag. Zudem wurde der tiefste Stand seit etwa vier Monaten erreicht. Auch der Preis für Silber gab deutlich nach.

Auslöser des Preissturzes waren Wirtschaftsdaten aus den USA. Die Unternehmensstimmung hellte sich im November trotz der heftigen Corona-Welle, die die USA derzeit heimsucht, stark auf. Der Einkaufsmanagerindex des Forschungsunternehmens Markit stieg auf den höchsten Stand seit gut fünfeinhalb Jahren. Analysten hatten dagegen mit einer Eintrübung gerechnet. Markit-Chefökonom Chris Williamson sprach von einem ersten Eindruck nach der US-Präsidentenwahl und einem sehr ermutigenden Umfrageergebnis.

Der Goldpreis ist stark gefallen.
Der Goldpreis ist stark gefallen.  © Armin Weigel/dpa

Update, 23. November, 19.09 Uhr: Dax stagniert - Impfstoff-Hoffnungen verpuffen

Neue Erfolgsmeldungen bei der Bekämpfung von Corona-Infektionen haben den deutschen Aktienmarkt am Montag nicht nachhaltig gestützt. Der Dax büßte zwischenzeitliche Gewinne von mehr als einem Prozent ein und rutschte am Ende noch leicht ins Minus.

Auch an der tonangebenden Wall Street in den USA ließ der Schwung zuletzt nach. Der Antikörper-Cocktail des Biotech-Unternehmens Regeneron erhielt eine Notfallzulassung der US-Arzneimittelbehörde FDA. Zudem gab der Pharmakonzern Astrazeneca für seinen Corona-Impfstoff eine Wirksamkeit von rund 70 Prozent bekannt.

Update, 23. November, 19.06 Uhr: Kretschmann will Weihnachtsferien verlängern

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (72, Grüne) ist wegen der Corona-Pandemie für einen früheren Start der Schüler in die Weihnachtsferien als bisher geplant. Er wolle sich auch bei der anstehenden Bund-Länder-Schalte für längere Weihnachtsferien stark machen, sagte ein Regierungssprecher der Deutschen Presse-Agentur am Montagabend.

In Baden-Württemberg wie in einigen anderen Ländern sei bislang der letzte Schultag der 22. Dezember (Dienstag). Wenn die Schüler bereits am 18.12. (Freitag) in die Ferien entlassen würden, habe man bis Heiligabend eine Strecke von fünf bis sechs Tagen, die man nutzen könne, um Kontakte zu minimieren.

Update, 23. November, 18.53 Uhr: Kreis Hildburghausen bundesweiter Corona-Hotspot

Nachdem der Südthüringer Landkreis Hildburghausen einen bundesweiten Höchstwert beim Corona-Infektionsgeschehen erreicht hat, werden dort alle Kitas und Schulen geschlossen. Das gelte ab Mittwoch, hieß es am Montag aus dem Gesundheitsministerium.

Der Landkreis und die Landesregierung hatten sich auf diesen Schritt verständigt. Für den gesamten Landkreis sind zudem strengere Kontakt- sowie Ausgangsbeschränkungen geplant.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) erreichte die Zahl der Neuinfektionen innerhalb der vergangenen sieben Tage je 100.000 Einwohner am Montag im Kreis Hildburghausen den Stand von 396. In keinem anderen Landkreis in Deutschland war die Sieben-Tagen-Inzidenz laut RKI höher. Ein Abschwächen ist nach Einschätzung des Landrats Thomas Müller vorerst auch nicht in Sicht.

Der fast menschenleere Markt mit dem historischen Rathaus in Hildburghausen.
Der fast menschenleere Markt mit dem historischen Rathaus in Hildburghausen.  © Martin Schutt/dpa

Update, 23. November, 18.49 Uhr: Umsatzeinbruch bei Modeunternehmen S.Oliver

Das Modeunternehmen S.Oliver ist wegen der Corona-Krise in schwieriges Fahrwasser geraten. In diesem Jahr erwartet der unterfränkische Bekleidungshersteller einen Umsatzrückgang von zwanzig Prozent, wie die Geschäftsführung am Montag mitteilte.

Schon 2019 waren die Umsätze um gut fünf Prozent auf 1,2 Milliarden Euro gesunken, der Gewinn allerdings noch gestiegen. In diesem Jahr erwartet S.Oliver ein negatives Betriebsergebnis. Dabei spielen aber auch die laut Unternehmen einmaligen Kosten für die bereits vor dem Corona-Lockdown angekündigte Restrukturierung eine Rolle.

Weltweit beschäftigt S.Oliver noch 5100 Menschen. Offensichtlich hat sich das Unternehmen in den vergangenen Monaten international von vielen Mitarbeitern getrennt, im März waren es laut damaliger Mitteilung noch 6100.

Update, 23. November, 18.20 Uhr: Aktuelle Lage in Deutschland

Die Corona-Zahlen steigen in Deutschland weiterhin. Die meisten bestätigten Fälle gibt es derzeit mit Abstand in Berlin, gefolgt von Sachsen, Bayern und Hessen.

Die aktuellen Corona-Zahlen für Deutschland.
Die aktuellen Corona-Zahlen für Deutschland.  © Montage: Grafik TAG24, 123rf.com/maridav

Update, 23. November, 18.17 Uhr: Neue Corona-Regeln werden noch härter

Keine Silvesterböller, Weihnachten nur im engen Familien-Kreis, Masken auch für Schüler ab Klasse 7 - die geplanten neuen Pandemieregeln haben es noch mal in sich.

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Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (45, CDU) will diesmal auch den Landtag an den neuen Regeln beteiligen.
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (45, CDU) will diesmal auch den Landtag an den neuen Regeln beteiligen.  © Florian Gaertner/photothek.de

Update, 23. November, 18 Uhr: Zentralrat der Juden: Corona-Leugner auf Demos relativieren Holocaust

Bei Demonstrationen der Organisation "Querdenken" ist es aus Sicht des Zentralrats der Juden in Deutschland mehrfach zu einer Relativierung des Holocausts gekommen. Seit Monaten müsse man mitansehen, wie bei den "Demonstrationen der Corona-Leugner die Schoa relativiert und deren Opfer sowie Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus hemmungslos instrumentalisiert werden", sagte Präsident Josef Schuster am Montag der Zeitung "Main-Post".

"So wie die Demonstranten keine Rücksicht auf die Gesundheit anderer Bürger nehmen, so haben sie auch keinen Respekt vor NS-Opfern. Das ist ein widerliches Schauspiel", kritisierte Schuster.

Am Samstag hatte sich eine Rednerin einer "Querdenken"-Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen in Hannover mit der Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus, Sophie Scholl, verglichen. Scholl war im Jahr 1943 vom NS-Regime zum Tode verurteilt und im Alter von 21 Jahren hingerichtet worden.

In Karlsruhe hatte eine Elfjährige jüngst eine Rede vorgelesen, in der sie sagte, ihre Geburtstagsfeier sei anders gewesen als früher: "Wir mussten die ganze Zeit leise sein, weil wir sonst vielleicht von unseren Nachbarn verpetzt worden wären. Ich fühlte mich wie bei Anne Frank im Hinterhaus."

Update, 23. November, 17.48 Uhr: WHO-Chef Tedros: Licht am Ende des langen Corona-Tunnels wird heller

Der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, hält nach den jüngsten Meldungen zur Wirkung der neuen Corona-Impfstoffe ein Ende der Corona-Pandemie für möglich. "Mit den jüngsten positiven Angaben aus den Impftestreihen wird das Licht am Ende dieses langen, dunklen Tunnels heller", sagte Tedros am Montag in Genf. "Es gibt jetzt eine reale Hoffnung, dass Impfstoffe - zusammen mit den bewährten Maßnahmen öffentlicher Gesundheit - helfen werden, die Covid-19-Pandemie zu beenden."

Tedros appellierte an die wohlhabenden Länder, mehr Geld für die Unterstützung ärmerer Länder bereitzustellen. "Dies ist kein Akt der Wohltätigkeit", sagte Tedros. "Es ist der schnellste und smarteste Weg, um die Covid-19-Pandemie zu beenden und die Weltwirtschaft wieder anzukurbeln."

Tedros Adhanom Ghebreyesus, Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation, spricht während einer Pressekonferenz.
Tedros Adhanom Ghebreyesus, Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation, spricht während einer Pressekonferenz.  © Salvatore Di Nolfi/KEYSTONE/dpa

Update, 23. November, 17.36 Uhr: Spielwarenbranche trotzt der Corona-Krise

Die Spielwarenbranche erwartet trotz der Corona-Krise ein gutes Weihnachtsgeschäft. Die Umsätze könnten auf Vorjahresniveau liegen, sagte Ulrich Brobeil vom Deutschen Verband der Spielwarenindustrie in Nürnberg.

Die Spielwarenbranche zähle zu den Gewinnern der Pandemie. "Die Entwicklung zeigt erneut, dass an Spielzeug nicht gespart wird." Umsatzzahlen für 2020 und einen Ausblick aufs kommende Jahr wollen Hersteller und Händler am Dienstag auf einer virtuellen Pressekonferenz vorstellen.

Update, 23. November, 16.59 Uhr: Litauens Parlament schränkt Arbeit wegen Corona-Ausbruch ein

In Litauen schränkt das Parlament seine Arbeit wegen eines Corona-Ausbruchs unter Abgeordneten für knapp zwei Wochen stark ein. Das Präsidium der Volksvertretung Seimas beschloss am Montag in Vilnius, die anstehenden Parlamentssitzungen bis zum 3. Dezember zu vertagen und weitere Corona-Schutzmaßnahmen einzuführen.

Zunächst sollen sich die Abgeordneten aber noch einmal am Dienstag versammeln, um über die Kandidatur von Ingrida Simonyte als neue Regierungschefin des baltischen EU- und Nato-Landes abzustimmen. Dies teilte Parlamentspräsidentin Viktorija Cmilyte-Nielsen mit.

Update, 23. November, 16.45 Uhr: Prinz William gratuliert Oxford-Forschern zu Corona-Impfstoff

Prinz William hat den Forschern der Universität Oxford zu ihrem mit dem Pharmakonzern AstraZeneca entwickelten Corona-Impfstoff gratuliert. "Ich freue mich so sehr für Sie alle", sagte William am Montag in einer Video-Schalte mit den beteiligten Forschern. "Es war so viel Druck auf allen, daher bin ich begeistert, dass Sie es geschafft haben. Großartig gemacht!"

Der Royal hatte die Wissenschaftler im Sommer in ihren Forschungslaboren besucht.

Update, 23. November, 16 Uhr: Airline-Verband IATA will nicht auf Corona-Impfstoff warten

Der internationale Airline-Verband IATA hat erneut an die nationalen Regierungen appelliert, den Flugverkehr mit mehr Corona-Schnelltests zu erleichtern. Trotz aller positiver Nachrichten wissenschaftlicher Fortschritte könne man nicht warten, bis ein Impfstoff zur Verfügung stehe, erklärte IATA-Chef Alexandre de Juniac am Montag.

Die Branche und ihre Dienstleister hätten große Anstrengungen unternommen, um den Reiseprozess sicherer zu machen, führten IATA-Experten aus. So sei der Aufenthalt in einem Flugzeug deutlich sicherer als in einem Klassenzimmer oder in einem Büro. Weitere Sicherheit könnten umfassende Corona-Tests unmittelbar vor der Flugreise schaffen. Die derzeitigen Quarantäne-Bestimmungen für Einreisende seien hingegen teils in sich nicht schlüssig und zudem ineffizient.

Die IATA befürwortet statt der genauen PCR-Tests den Einsatz kostengünstiger und schneller auszuwertender Antigen-Tests, die bis zu 99 Prozent akkurate Ergebnisse liefern könnten. Aktuell gehe man von 5 bis 10 Dollar Kosten pro Test aus, erklärte ein Experte. Die massenhaften Tests könnten auch dazu beitragen, symptomfreie Corona-Infizierte zu identifizieren.

Der Luftverkehr leidet seit Monaten unter den Reiseeinschränkungen infolge der Pandemie. Einen neuen Ausblick auf die ökonomischen Folgen will die Organisation am Dienstag veröffentlichen.

Update, 23. November, 15.34 Uhr: Uni-Kliniken: Infektionszahlen müssen sinken

Vertreter von Universitätskliniken in Deutschland haben vor einem weiteren Anstieg der Corona-Infektionszahlen gewarnt. "Um die Kliniken zu entlasten und länger anhaltende Einschränkungen zu Lasten von Nicht-Covid-19-Patientinnen und -Patienten zu verhindern, muss die Zahl der Neuinfektionen unbedingt sinken", sagte der Vorstandsvorsitzende der Charité und Leiter des Netzwerks Universitätsmedizin, Heyo K. Kroemer, am Montag in Berlin.

Seit einigen Tagen sei in vielen Universitätskliniken Deutschlands zwar ein etwas verlangsamter Anstieg der Zahlen von stationär Behandelten und beatmeten Patienten zu beobachten. Doch vor allem in Ballungsräumen wie Berlin, Hamburg, Frankfurt und Köln bleibe die Lage angespannt, hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung des NUM und des Verbands der Universitätsklinika Deutschlands (VUD).

"Keinesfalls darf die Zahl der Neuinfektionen weiter steigen. Sonst droht auch in Deutschland eine Situation wie in vielen unserer Nachbarländer. Dort sind die Intensivkapazitäten am Limit angelangt, Schwerkranke können nicht mehr behandelt werden", warnte Michael Albrecht, Vorstandsvorsitzender des VUD und Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden.

Heyo K. Kroemer bei einer Pressekonferenz im Ministerium für Bildung und Forschung.
Heyo K. Kroemer bei einer Pressekonferenz im Ministerium für Bildung und Forschung.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Update, 23. November, 15.17 Uhr: AstraZeneca - Nächste Firma meldet sich zu Wort

Nach dem US-Unternehmen Moderna sowie den deutschen Firmen Biontech und Curevac will nun auch AstraZeneca aus Großbritannien auf dem Impfstoff-Markt mitspielen. Deren Vakzin soll einen 90-prozentigen Schutz erzielen und darüber hinaus den großen Vorteil haben, dass es nicht eingefroren werden muss.

Mehr dazu erfahrt Ihr >>>> hier.

Update, 23. November, 14.26 Uhr: Wacker Chemie stellt Corona-Impfstoffkandidaten für Curevac her

Die Münchner Wacker Chemie und der Tübinger Biotechkonzern Curevac arbeiten bei der Produktion eines Impfstoffkandidaten gegen Covid-19 zusammen. Der Spezialchemiekonzern werde im ersten Halbjahr 2021 mit der Produktion der mRNA-Wirkstoffsubstanz für den Impfstoffkandidaten beginnen, teilten beide Unternehmen am Montag gemeinsam mit.

Am Wacker-Standort Amsterdam sollen pro Jahr mehr als 100 Millionen Dosen des Impfstoffes von CureVac hergestellt werden. Zudem gebe es Erweiterungsoptionen.

Der Hauptsitz der Wacker-Chemie in München Perlach.
Der Hauptsitz der Wacker-Chemie in München Perlach.  © Frank Leonhardt/dpa

Update, 23. November, 13.46 Uhr: Nachwuchs-Wrestler stirbt an Corona

Wrestler Cameron Wellington starb mit nur 19 Jahren an Covid-19. Mehr dazu >> hier.

Update, 23. November, 13.03 Uhr: Italien macht Eingriffe auf Nerzfarmen möglich

Das italienische Gesundheitsministerium hat Vorkehrungen für Fälle von Corona-Infektionen auf Nerzfarmen getroffen. Gesundheitsminister Roberto Speranza habe eine Verordnung unterzeichnet, die die Einstellung des Betriebs von Farmen in ganz Italien bis Februar 2021 möglich mache, bis eine neue Bewertung des epidemiologischen Status vorliege, wie das Ministerium am Montag mitteilte.

Demnach können die zuständigen Behörden eine Farm mitsamt ihren Fahrzeugen und ihrer Ausrüstung bei einem Corona-Verdacht beschlagnahmen. Sollte sich der Verdacht auf eine Erkrankung unter den Nerzen bestätigen, würden die Nerze auf dem Hof getötet.

Update, 23. November, 12.58 Uhr: Corona-Nothilfe für den Profisport: 55 Millionen Euro bewilligt

Etwas mehr als ein Viertel des 200 Millionen Euro schweren Corona-Soforthilfeprogramms des Bundes sind in den Profisport geflossen. Wie das für die Corona-Sportförderung zuständige Bundesministerium des Innern auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur am Montag mitteilte, lagen bis zum geplanten Fristablauf am 22. November insgesamt 339 Anträge vor. Dabei handelt es sich um eine Summe von knapp 69 Millionen Euro (68.883.291,55). 259 Anträge mit einem Volumen von 55.389.636,53 Millionen Euro wurden bewilligt.

Sechs Anträge wurden abgelehnt, 74 sind noch in Bearbeitung. Pro Club können bis zu 800.000 Euro beantragt werden.

Update, 23. November, 12.50 Uhr: Natascha Ochsenknecht hat Corona

Fernsehpromi Natascha Ochsenknecht (56) hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Mehr dazu >> hier.

Natascha Ochsenknecht (56) befindet sich in Quarantäne.
Natascha Ochsenknecht (56) befindet sich in Quarantäne.  © dpa/zb/Jens Kalaene

Update, 23. November, 12.46 Uhr: Gaststätten, Kinos und Theater in Barcelona öffnen wieder

Nach fünfwöchiger Zwangsschließung zur Eindämmung der Corona-Pandemie ist das öffentliche Leben in Katalonien mit der Touristenmetropole Barcelona ab Montag vorsichtig wieder hochgefahren worden. Cafés, Restaurants, Kinos und Theater sowie andere Einrichtungen durften wieder öffnen. Das hatte die Regionalregierung der im Nordosten Spaniens gelegenen Region angesichts sinkender Infektionszahlen beschlossen.

Allerdings bleiben eine nächtliche Ausgangssperre sowie das Verbot bestehen, an Wochenenden die Heimatgemeinde zu verlassen. Gastronomiebetriebe müssen um 21.30 Uhr schließen und dürfen im Innenbereich nur 30 Prozent ihrer Plätze besetzen. Bei Kinos, Theatern, Museen und Konzerthallen liegt die Auslastungsgrenze bei 50 Prozent. Die Konzerthallen waren sogar acht Monate geschlossen. Auch die meisten Sportstätten durften wieder öffnen.

Update, 23. November, 12.32 Uhr: Bundesweite Daten zur Corona-Lage an Schulen geplant

Die Kultusminister der Länder wollen künftig einmal in der Woche bundesweite Daten zur Corona-Lage an den Schulen bereitstellen. Das kündigte die Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK) und rheinland-pfälzische Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) am Montag in einem Gespräch mit Journalisten an.

Bisher war es schwierig, ein genaues Gesamtlagebild über die Anzahl der geschlossenen Schulen, Corona-Infektionen bei Lehrern und Schülern und Betroffenen in Quarantäne zu bekommen, weil die Daten in den Bundesländern unterschiedlich erhoben und nicht zentral erfasst wurden.

Update, 23. November, 12.20 Uhr: Verfassungsklage gegen Corona-Geschäftsschließungen in Tschechien

In Tschechien klagen 63 Parlamentarier vor dem Verfassungsgericht gegen die wegen der Corona-Pandemie angeordnete Schließung der meisten Einzelhandelsgeschäfte. Die Maßnahmen der Regierung führten zur "Liquidierung kleinerer Läden", kritisierten die Mitglieder des Senats. Das teilte eine Sprecherin der Kammer am Montag in Prag mit.

Nach Ansicht der Politiker verstößt das Verkaufsverbot gegen den in der Verfassung verankerten Schutz des Eigentums und das Benachteiligungsverbot. Sie bemängelten, dass sogenannte Hypermärkte, also großflächige Supermärkte, neben Lebensmitteln weiterhin Schuhe, Kleidung, Spielzeug und Elektronik verkaufen dürfen. Das führe zu Marktverzerrungen.

Update, 23. November, 12.20 Uhr: Virus im Landkreis Hildburghausen außer Kontrolle

Das Infektionsgeschehen in der Corona-Pandemie hat im Landkreis Hildburghausen einen besorgniserregenden Höchststand erreicht. Mehr dazu >> hier.

Der Landkreis Hildburghausen ist Corona-Hotspot Nummer Eins in ganz Deutschland.
Der Landkreis Hildburghausen ist Corona-Hotspot Nummer Eins in ganz Deutschland.  © NEWS5 / Ittig

Update, 23. November, 11.45 Uhr: Merkel gibt am Donnerstag Regierungserklärung zur Corona-Krise ab

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will am Donnerstag nach den Beratungen von Bund und Länden zur Corona-Krise eine Regierungserklärung im Bundestag abgeben. Das kündigte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin an.

Angesichts anhaltend hoher Corona-Infektionszahlen ist eine Verlängerung des Teil-Lockdowns im Dezember absehbar. Bund und Länder beraten am Mittwoch. Merkel hatte bereits nach den Bund-Länder-Beratungen Ende Oktober den Bundestag über die Ergebnisse informiert.

Update, 23. November, 11.40 Uhr: Neue Quarantäne-Regelung für Auslandsrückkehrer unwahrscheinlich

Nach dem Außerkraftsetzen der Corona-Einreiseverordnung in Nordrhein-Westfalen wird es voraussichtlich keine Quarantäne-Neuregelung für Reiserückkehrer aus dem Ausland geben. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) sagte am Montag in Düsseldorf, dass nach dem OVG-Urteil sehr differenziert auf regionale Infektionskennziffern sowohl in der Urlaubsregion als auch in der Heimatregion der Reisenden geschaut werden müsste.

"Wer soll das kontrollieren?", verdeutlichte Laumann. Das Thema dürfte sich mit diesem enormen Aufwand erledigt haben.

Reisende gehen am Flughafen in Richtung eines Banners mit der Aufschrift "Kostenloser Corona-Test".
Reisende gehen am Flughafen in Richtung eines Banners mit der Aufschrift "Kostenloser Corona-Test".  © Matthias Balk/dpa

Update, 23. November, 11.30 Uhr: Kompletter Corona-Lockdown im Westjordanland an kommenden Wochenenden

Zur Bekämpfung der hohen Corona-Zahlen im Westjordanland verschärft die Palästinensische Autonomiebehörde ihren Kurs. Ministerpräsident Mohammed Schtaje kündigte am Montag zu Beginn einer Kabinettssitzung in Ramallah an, dass für die kommenden zwei Wochen an Wochenenden ein kompletter Lockdown und an Wochentagen eine nächtliche Ausgangssperre gelten sollen.

Im Westjordanland mit seinen rund vier Millionen Bewohnern meldeten die Behörden am Montag 869 neue Fälle binnen 24 Stunden. Dort starben bislang 576 Menschen in Zusammenhang mit dem Virus. Nachgewiesen wurden bislang insgesamt 57.739 Infektionen.

Update, 23. November, 11.20 Uhr: Unicef will zwei Milliarden Corona-Impfdosen in arme Länder schicken

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie will das UN-Kinderhilfswerk Unicef zwei Milliarden Impfdosen in insgesamt 92 einkommensschwächere Länder liefern. Die logistischen Vorbereitungen liefen bereits, teilte Unicef am Montag mit. Auch eine Milliarde Spritzen sollen verschickt werden.

"Während die Arbeit an der Entwicklung von COVID-19-Impfstoffen weitergeht, verstärkt Unicef die Anstrengungen mit Fluggesellschaften, Frachtunternehmen, Schifffahrtslinien und anderen logistischen Vereinigungen, lebensrettende Impfstoffe so schnell und sicher wie möglich zu liefern", sagte die Direktorin der Unicef-Versorgungsabteilung, Etleva Kadilli.

Update, 23. November, 10.57 Uhr: Unionsländer wollen Teil-Lockdown verlängern

Auch die unionsgeführten Bundesländer wollen den im November geltenden Teil-Lockdown in der Corona-Krise bis zum 20. Dezember verlängern. Über eine Fortsetzung der Schließungen solle am 15. Dezember beraten werden, heißt es in einem Papier, das der Deutschen Presse-Agentur am Montag vorlag. Vor und auf dem Schulgelände sowie im Schulunterricht aller Schularten solle es eine grundsätzliche Maskenpflicht geben.

Ausnahmen für den Unterricht in Grundschulen sollten aber möglich sein.

Update, 23. November, 10.52 Uhr: Schulen und Universitäten schließen in Pakistan wegen Corona

Pakistan schließt wegen steigender Corona-Infektionszahlen Schulen und Universitäten. Bis zum 10. Januar sollen sämtliche Bildungseinrichtungen, darunter auch Religionsseminare, geschlossen bleiben, wie Bildungsminister Shafqat Mahmood am Montag mitteilte. Der Unterricht werde bis zum 24. Dezember mit Online-Klassen fortgesetzt. Danach beginnen in dem südasiatischen Land die Winterferien.

Bislang sind in Pakistan mehr als 376.000 Coronavirus-Infektionen und über 7600 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus nachgewiesen worden. Gut 4,8 Millionen Tests wurden in dem Land mit mehr als 220 Millionen Einwohnern durchgeführt. Es wird eine hohe Dunkelziffer vermutet.

Update, 23. November, 10.51 Uhr: Bund unterstützt Impfstoffentwickler IDT in Sachsen-Anhalt

Im Ringen um einen künftigen Impfstoff gegen das Coronavirus unterstützt die Bundesregierung auch den Hersteller IDT Biologika in Sachsen-Anhalt. Mehr dazu >> hier.

Eine Flüssigkeit tropft aus der Kanüle einer Spritze.
Eine Flüssigkeit tropft aus der Kanüle einer Spritze.  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Update, 23. November, 10.43 Uhr: ZDF sendet Silvestershow vom Brandenburger Tor

Die Silvesterparty am Brandenburger Tor in Berlin fällt wegen Corona aus, die ZDF-Show nicht: Der Fernsehsender plant den Silvester-Countdown mit Andrea Kiewel und Johannes B. Kerner wie gehabt als Live-Sendung. Im Musikprogramm sind bislang Peter Maffay, Álvaro Soler, Höhner und der britische Singer-Songwriter Tom Gregory angekündigt.

"Klar ist, dass der Fokus auf den Zuschauerinnen und Zuschauern an den Bildschirmen liegt, die den Countdown von zuhause aus verfolgen sollen", erklärte ein ZDF-Sprecher am Montag dazu

Update, 23. November, 10.20 Uhr: Zweite Corona-Welle belastet Unternehmensstimmung in Eurozone

Die zweite Infektionswelle in der Corona-Krise belastet die Wirtschaft im Euroraum. Im November hat sich die Stimmung der Einkaufsmanager deutlich eingetrübt und lässt erneut ein Schrumpfen der wirtschaftlichen Aktivitäten erwarten. Der an den Finanzmärkten stark beachtete Einkaufsmanagerindex vom britischen Institut IHS Markit fiel um 4,9 Punkte auf 45,1 Zähler, wie das Forschungsunternehmen am Montag in London mitteilte.

Der Stimmungsindikator ist damit bereits den vierten Monat in Folge gefallen und liegt deutlich unter der Wachstumsschwelle von 50 Punkten.

Update, 23. November, 10 Uhr: Mehr als 142.000 neue Corona-Fälle an einem Tag in den USA

In den USA erhöht sich die Zahl der Corona-Neuinfektionen weiter rapide. Am Sonntag meldeten die Behörden binnen 24 Stunden 142.732 neue Fälle, wie aus Daten der Universität Johns Hopkins (JHU) in Baltimore vom Montagmorgen (MEZ) hervorging. Am gleichen Tag der Vorwoche waren es noch rund 133.000 gewesen. Der bislang höchste Wert war am Freitag registriert worden, als rund 196.000 Neuinfektionen gemeldet wurden.

Die Zahl der Toten mit einer bestätigten Coronavirus-Infektion belief sich am Sonntag demnach auf 921. In der Woche zuvor waren es am gleichen Tag 616.

Menschen warten an einer Teststation, um auf das Coronavirus getestet zu werden. In den USA sind seit dem Beginn der Pandemie bereits mehr als zwölf Millionen bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden.
Menschen warten an einer Teststation, um auf das Coronavirus getestet zu werden. In den USA sind seit dem Beginn der Pandemie bereits mehr als zwölf Millionen bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden.  © Michael Nagle/XinHua/dpa

Update, 23. November, 8.30 Uhr: Eigenheime verteuern sich in Corona-Krise - Mieten kaum

Eigenheime haben sich in der Corona-Krise in Deutschland erheblich verteuert. Der Preisanstieg bei Ein- und Zweifamilienhäusern gehe unverändert weiter, heißt es in einer am Montag veröffentlichten Analyse des Hamburger Forschungsinstituts F+B. Demnach verteuerten sich Ein- und Zweifamilienhäuser im dritten Quartal im Schnitt um 8,6 Prozent gemessen am Vorjahreszeitraum.

Damit legten Eigenheime noch mehr zu als Eigentumswohnungen, die sich mit plus 5,5 Prozent ebenfalls deutlich verteuerten. Anders als bei Wohneigentum sieht F+B kaum noch Dynamik bei den Mieten.

Update, 23. November, 8 Uhr: Victoria und New South Wales öffnen Grenze nach 138 Tagen

Die australischen Bundesstaaten Victoria und New South Wales haben nach 138 Tagen ihre wegen der Corona-Pandemie geschlossene Grenze wieder geöffnet. Einwohner der beiden bevölkerungsreichsten Regionen des Landes können jetzt erstmals seit dem 8. Juli wieder quarantänefrei reisen.

Die Freude war so groß, dass laut lokaler Medien ein DJ die Autos mit Musik beschallte, als diese am Montag um kurz nach Mitternacht die Grenze zwischen dem Ort Wodonga in Victoria und dem nur wenige Kilometer entfernten Albury in New South Wales passierten.

Update, 23. November, 5.24 Uhr: 10.864 Fälle: Corona-Neuinfektionen auf Vorwochenniveau

Erwartungsgemäß haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) vergleichsweise wenig neue Corona-Infektionen gemeldet. So seien binnen 24 Stunden 10.864 neue Fälle übermittelt worden, wie das RKI am Montagmorgen bekanntgab. Am Freitag war mit 23.648 gemeldeten Fällen ein Höchststand erreicht worden. Am vergangenen Montag hatte die Zahl bei 10.824 gelegen.

An Sonntagen und Montagen sind die Zahlen vergleichsweise gering, weil laut RKI am Wochenende weniger Proben genommen werden und dadurch auch insgesamt weniger getestet wird.

Update, 23. November, 5 Uhr: Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstationen steigt weiter

Angesichts steigender Zahlen von schwer erkrankten Corona-Patienten haben Intensivmediziner vor einer Überlastung der Krankenhäuser gewarnt. "Die Lage auf den Intensivstationen spitzt sich zu", sagte der Präsident der Deutschen interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Uwe Janssens, der Rheinischen Post (Montag). Die Politik habe seit September zu viel Zeit verschenkt. "Noch immer gibt es keine klaren Anweisungen an die Krankenhäuser, dass sie planbare Eingriffe und medizinisch unkritische Operationen verschieben sollen."

Diese Anweisung sei jetzt zwingend notwendig, damit die Krankenhäuser handlungsfähig blieben und gleichzeitig unbürokratisch und schnellstmöglich finanzielle Kompensationen für Einnahmeverluste bereit gestellt werde. "Es darf nicht dazu kommen, dass wir Notfälle wegen überlasteter Corona-Stationen abweisen müssen", sagte Janssens.

Ein Richtungspfeil zum "Covid-19" Bereich klebt vor einer Corona-Intensivstation an der Wand.
Ein Richtungspfeil zum "Covid-19" Bereich klebt vor einer Corona-Intensivstation an der Wand.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 23. November, 5 Uhr: Fitnessstudios warnen vor Kahlschlag

Die Fitnessbranche in Deutschland warnt vor Insolvenzen, sollten die Studios in der Corona-Krise nicht bald wieder öffnen dürfen. "Die Unsicherheit in der Branche ist groß", sagt Ralph Scholz, Vorsitzender des Deutschen Industrieverbands für Fitness und Gesundheit. Es fehle eine verlässliche Perspektive der Politik für die Corona-Pandemie, klagt er. "Die Studios können nicht im 14-Tages-Rhythmus planen, ob sie wieder öffnen dürfen oder nicht."

Die Umsatzeinbußen beziffert Scholz bei 5,5 Milliarden Euro jährlichen Beitragseinnahmen auf 460 Millionen Euro im Monat. Der Shutdown wirkt sich auch auf die Anmeldungen aus.

Update, 23. November, 4 Uhr: Gastrobranche: Novemberhilfen zu Winterhilfen ausweiten

Die Gastronomiebranche fordert im Fall einer Verlängerung der harten Corona-Beschränkungen weitere Hilfen. "Wenn die Politik am Mittwoch eine weitere Schließung von Hotels und Restaurants beschließt, muss es zeitgleich auch eine Zusage zur Fortführung dieser Hilfen geben. Aus der Novemberhilfe muss eine Winterhilfe werden", sagte Ingrid Hartges, Hauptgeschäftsführerin des Dehoga-Bundesverbands, der Rheinischen Post (Montag).

Bereits von März bis Ende November habe der Umsatzverlust für die Branche 32 Milliarden Euro betragen, sagte Hartges.

Tische und Stühle stehen vor einer Pizzeria auf der Lister Meile, die derzeit nur Speisen zum Mitnehmen anbieten kann.
Tische und Stühle stehen vor einer Pizzeria auf der Lister Meile, die derzeit nur Speisen zum Mitnehmen anbieten kann.  © Hauke-Christian Dittrich/dpa

Update, 23. November, 1 Uhr: Spahn: Bund-Länder-Runde muss Planungssicherheit bringen

Die Bund-Länder-Beratungen zum weiteren Vorgehen in der Corona-Pandemie muss nach den Worten von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn den Bürgern Planungssicherheit bis ins nächste Jahr bringen. "Die Bürgerinnen und Bürger wollen wissen, was in den nächsten vier bis sechs Wochen gilt und was die Maßstäbe sind", sagte Spahn dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Montag).

"Das heißt: Wir müssen am Mittwoch eine bestmögliche Perspektive für den Zeitraum bis nach dem Jahreswechsel geben." Auch aus Gesprächen mit der Wirtschaft wisse er, dass es den Betroffenen insbesondere um Planungssicherheit gehe.

Update, 23. November, 0.40 Uhr: Rechnungshofpräsident warnt vor Ausufern der Neuverschuldung

Der Präsident des Bundesrechnungshofes, Kay Scheller, hat die Bundesregierung und Koalitionsfraktionen vor einem weiteren Ausufern der Neuverschuldung "unter dem Deckmantel der Corona-Krise" gewarnt. "Nicht alle neuen Schulden sind durch die Pandemie verursacht und lassen sich mit der außergewöhnlichen Notsituation begründen", sagte Scheller der Rheinischen Post» (Montag).

"Unter dem Deckmantel der Corona-Krise werden Mittel für zukünftige Ausgaben und Wünsche in Sondervermögen geparkt", kritisierte er.

Update, 23. November, 0.31 Uhr: Spahn und Scholz erwarten noch in diesem Jahr erste Corona-Impfungen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) rechnet noch in diesem Jahr mit ersten Impfungen gegen das Coronavirus. Mehr dazu >> hier.

Jens Spahn (CDU), Bundesgesundheitsminister, nimmt an einer Sondersitzung im Bundesrat teil.
Jens Spahn (CDU), Bundesgesundheitsminister, nimmt an einer Sondersitzung im Bundesrat teil.  © Wolfgang Kumm/dpa

Update, 23. November, 0.30 Uhr: Rund 20.000 Strafverfahren mit Corona-Bezug

Die Corona-Pandemie hat den Staatsanwaltschaften erhebliche Mehrarbeit beschert. Bundesweit hätten die Strafverfolger seit Beginn der Krise etwa 20.000 Fälle wegen erschlichener Corona-Soforthilfen oder anderer Straftaten mit Pandemie-Bezug erreicht wie Internet-Fakeshops, gefälschte Corona-Medikamente oder minderwertige Masken, sagte der Bundesgeschäftsführer des Deutschen Richterbundes, Sven Rebehn, der Welt (Montag).

Nach Einschätzung des Richterbundes dürfte es bis weit ins nächste Jahr hinein dauern, ehe die Strafjustiz alle Corona-Verfahren abgearbeitet hat.

Update, 22. November, 22.30 Uhr: Vorschlag vor Corona-Beratungen: Maske ab siebter Klasse

Solange die Corona-Lage sich nicht entspannt, sollen Schüler ab der 7. Klasse in Deutschland nach einem Vorschlag aus den Bundesländern künftig auch im Unterricht Maske tragen.

Gelten soll das für Schüler und Berufsschüler in Regionen mit deutlich mehr als 50 Neuansteckungen pro 100 000 Einwohnern innerhalb von 7 Tagen - was derzeit vielerorts der Fall ist. Schulen ohne Corona-Fälle können aber davon ausgenommen werden.

Der Vorschlag geht aus einer Beschlussvorlage des Vorsitzlandes der Ministerpräsidentenkonferenz für die Beratungen der Länder mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise am Mittwoch hervor. Den Vorsitz hat derzeit Berlin.

In der Beschlussvorlage wird für die Schulen auch eine Teststrategie vorgeschlagen: Tritt in einer Klasse ein Corona-Fall auf, soll diese zusammen mit den betroffenen Lehrkräften für fünf Tage in Quarantäne. Am fünften Tag soll es für alle einen Schnelltest geben. Fällt der negativ aus, kann die Klasse wieder zurück an die Schule. «Um diese wirksame Teststrategie flächendeckend zur Anwendung bringen zu können, wird der Bund (über die Länder) zusätzliche Kapazitäten von Antigen-Tests zur Verfügung stellen», heißt es in dem Papier.

Die genaue Ausgestaltung weiterer Maßnahmen, wie etwa die Frage, ob Schulen wieder in den Wechselunterricht übergehen, wird in dem Vorschlag den Ländern überlassen. Schülerfahrten und internationaler Austausch sollen aber grundsätzlich untersagt bleiben.

Es wird zudem empfohlen den Unterrichtsbeginn zu staffeln, um den Schulverkehr zu entzerren.

Update, 22. November, 21.39 Uhr: Teil-Lockdown soll bis 20. Dezember verlängert werden

Der Ende Oktober von Bund und Ländern beschlossene Teil-Lockdown soll nach einem Vorschlag von Berlin, dem Vorsitzland der Ministerpräsidentenkonferenz, wegen der weiterhin hohen Corona-Zahlen bis kurz vor Weihnachten verlängert werden.

Mehr dazu >> hier.

Update, 22. November, 21.08 Uhr: Beschlussvorlage: Silvester-Feuerwerk soll untersagt werden

Die SPD-geführten Bundesländer wollen in diesem Jahr kein Silvester-Feuerwerk zulassen.

Das Zünden, der Kauf und der Verkauf von Böllern und Raketen sollen deshalb über den Jahreswechsel in Deutschland verboten werden, berichten die "Berliner Morgenpost" (Online Sonntag, Print Montag) und das Wirtschaftsmagazin "Business Insider" unter Berufung auf einen Beschlussentwurf des Vorsitzlandes der Ministerpräsidentenkonferenz. Den Vorsitz hat derzeit Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) inne.

Ziel sei es, Gruppenbildung zu vermeiden, die Einsatzkräfte wie Polizei und Feuerwehr zu entlasten und Kapazitäten des Gesundheitssystems frei zu halten, heißt es in dem auch der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegenden Papier, das das Datum 22. November trägt. An diesem Mittwoch beraten Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie.

Derzeit gilt ein Teil-Lockdown, der aber Ende November ausläuft.

Feuerwerk soll in den SPD-geführten Ländern verboten werden.
Feuerwerk soll in den SPD-geführten Ländern verboten werden.  © Paul Zinken/dpa

Update, 22. November, 20.28 Uhr: Sánchez kündigt 13.000 Corona-Impfstationen in ganz Spanien an

In Spanien sollen nach dem Willen von Regierungschef Pedro Sánchez landesweit 13.000 Stationen für Impfungen gegen Covid-19 eingerichtet werden.

Dies sehe ein Impfplan vor, der fertig ausgearbeitet sei und den er an diesem Dienstag im Detail vorstellen werde, sagte der Sozialist am Sonntagabend im Fernsehen. «Unser Land wird zusammen mit Deutschland das erste der Europäischen Union sein, das über einen kompletten Impfplan verfügt», betonte er.

Die EU habe sich insgesamt bereits 1,2 Milliarden Impfdosen gesichert, von denen Spanien zehn Prozent zustünden, sagte Sánchez. Bereits am Freitag hatte er angekündigt, dass im ersten Halbjahr 2021 im Rahmen dieses Projekts «ein beträchtlicher Teil der Bevölkerung» geimpft werden könne.

Pedro Sánchez, Ministerpräsident von Spanien, nimmt an einer Videokonferenz beim virtuellen G20-Gipfel teil.
Pedro Sánchez, Ministerpräsident von Spanien, nimmt an einer Videokonferenz beim virtuellen G20-Gipfel teil.  © Poolmoncloa/José María Cuadrad/EUROPA PRESS/dpa

Update, 22. November, 19.52 Uhr: Mitglied der Königsfamilie mit Corona infiziert

Ein weiteres Mitglied der britischen Royals hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Prinzessin Michael of Kent sei "seit drei Wochen in Isolation im Kensington-Palast", sagte ihr Sprecher Simon Astaire am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur in London.

Auch ihr Mann sei vorsichtshalber in Isolation; ihm gehe es gut. Nach Angaben der "Sun" leidet die 75-Jährige unter hohem Fieber und einem Erschöpfungssyndrom. Sie führt den Vornamen ihres Mannes im Titel.

Bereits im Frühjahr hatte sich Prinz Charles (72) mit dem Coronavirus angesteckt; er litt aber nur unter leichten Erkältungssymptomen. Schwerer hatte es britischen Medien zufolge Prinz William (38) getroffen, der seine Infektion angeblich nicht publik machen wollte.

Prinzessin Michael of Kent hatte vor drei Jahren zum Weihnachts-Lunch im Buckingham-Palast für einen Eklat gesorgt. Sie trug eine Brosche mit einem "Blackamoor" auf ihrer Jacke; solche afrikanischen Figuren stellen oft Diener aus der Sklaven- und Kolonialzeit dar. Sie musste dafür öffentlich viel Kritik einstecken, auch wegen Prinz Harrys heutiger Frau Meghan, die afroamerikanische Vorfahren hat.

Prinzessin Michael of Kent ist mit einem Cousin der Queen verheiratet. Sie wurde 1945 als Marie Christine von Reibnitz in Karlsbad (tschechisch: Karlovy Vary) geboren. Ihre offizielle Anrede lautet Her Royal Highness.

Update, 22. November, 18.32 Uhr: Merkel unterstützt Idee für weltweiten Pandemievertrag

Bundeskanzlerin Angela Merkel befürwortet die Idee eines weltweiten Vertrags zur Bekämpfung künftiger Pandemien.

EU-Ratspräsident Charles Michel habe einen entsprechenden Vorschlag gemacht, den sie unterstütze, sagte die frühere CDU-Chefin am Sonntag nach dem per Videokonferenz organisierten G20-Gipfel der führenden Wirtschaftsnationen. Der Vertrag könne eine Lehre aus dem sein, was man im Augenblick erlebe. Der Kampf gegen die aktuelle Corona-Pandemie und ihrer wirtschaftlichen Folgen war Topthema des von Saudi-Arabien organisierten G20-Gipfels.

Der Vorschlag von Michel sieht vor, die internationale Zusammenarbeit bei Pandemien fest zu vereinbaren, um schneller und koordinierter reagieren zu können. Er sollte nach Vorstellung des Belgiers unter Einbeziehung aller Organisationen der Vereinten Nationen ausverhandelt werden. Die Weltgesundheitsorganisation WHO soll eine Schlüsselrolle spielen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gibt nach einem virtuellen G20-Gipfeltreffen eine gemeinsame Pressekonferenz mit Bundesfinanzminister Scholz im Bundeskanzleramt.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gibt nach einem virtuellen G20-Gipfeltreffen eine gemeinsame Pressekonferenz mit Bundesfinanzminister Scholz im Bundeskanzleramt.  © Hannibal Hanschke/Reuters-Pool/dpa

Update, 22. November, 18.15 Uhr: Vertreter der US-Regierung: Corona-Impfung ab 11. Dezember möglich

Der von Biontech und Pfizer entwickelte Corona-Impfstoff könnte in den USA im Fall einer Notfallzulassung einem Regierungsvertreter zufolge bereits ab dem 11. Dezember verfügbar sein.

Der Impfstoff könne nach einer Genehmigung der US-Arzneimittelbehörde FDA innerhalb von 24 Stunden an die Bundesstaaten geliefert werden, sagte der für das Impfprogramm der US-Regierung zuständige Vertreter, Moncef Slaoui, am Sonntag im Gespräch mit CNN. Er hoffe, dass bereits am 11. oder 12. Dezember Menschen geimpft werden könnten, sagte er dem Fernsehsender.

Slaoui hat keinen Einfluss auf die Entscheidung der FDA und den Zeitplan der Behörde. Die FDA hat aber für den 10. Dezember die Sitzung eines Expertenrats zu der Impfstoffzulassung einberufen, weswegen eine Genehmigung zu einem früheren Zeitpunkt unwahrscheinlich erscheint.

Angesichts der berichteten hohen Wirksamkeit rechnen Experten mit einer zeitnahen Notfallzulassung. Für eine solche Genehmigung gelten vergleichsweise niedrige Hürden. Vereinfacht gesagt muss dafür sichergestellt sein, dass ein Medikament oder Impfstoff nachweisbar mehr hilft als schadet. Eine formelle Zulassung ist ein wesentlich langwierigerer Prozess.

Slaoui hatte bereits Mitte November erklärt, die Regierung hoffe, noch im Dezember rund 20 Millionen Menschen zu impfen. Im Januar und den Folgemonaten sollten dann jeweils etwa 25 bis 30 Millionen geimpft werden, sagte Slaoui. Zunächst sollen Mitarbeiter des Gesundheitswesens und Angehörige von Risikogruppen geimpft werden. In den Vereinigten Staaten leben rund 330 Millionen Menschen.

Update, 22. November, 17.57 Uhr: Kretschmer wirbt für feste Corona-Regeln bis März

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat für feste Corona-Regeln bis ins Frühjahr hinein geworben.

"Wir wollen erreichen, dass wir jetzt nicht einen Zeitraum von beispielsweise 14 Tagen in den Blick nehmen, sondern wirklich bis zum März denken und sagen, wie kommen wir über die Zeit, wie müssen die Hilfen aussehen für die Unternehmen für die Gastronomen für die Hotellerie und unter welchen Umständen können wir dann auch wieder von Lockerungen reden", sagte er dem "Handelsblatt". Man werde daher festlegen, "was sind die Größenordnungen an Infizierten, wo wir sagen können: jetzt geht's wieder los mit Kultur und Gastronomie".

Die Regierungschefs seien sich einig, dass "wir nur die Einschränkungen machen wollen und auch dürfen, die wirklich angezeigt sind". Derzeit habe man aber noch nicht die entsprechende Entwicklung bei den Infektionszahlen.

"Wir sind jetzt bei 23 000 Infizierten innerhalb von 24 Stunden, das ist viel zu hoch", sagte Kretschmer. Auch die Krankenhausbetten füllten sich nach und nach, deswegen müsse nachgesteuert werden.

Michael Kretschmer (CDU), Ministerpräsident von Sachsen, spricht nach Beratungen des sächsischen Kabinetts zur Eindämmung der Corona-Pandemie in der Staatskanzlei auf einer Pressekonferenz.
Michael Kretschmer (CDU), Ministerpräsident von Sachsen, spricht nach Beratungen des sächsischen Kabinetts zur Eindämmung der Corona-Pandemie in der Staatskanzlei auf einer Pressekonferenz.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 22. November, 17.30 Uhr: Länder stimmen gemeinsames Vorgehen in der Corona-Pandemie ab

Vor den Beratungen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wollen sich die Länder am Montag weiter über einen eigenen Vorschlag für das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie abstimmen. Schon am Wochenende hat es mehrere Runden dazu gegeben. Die Beratungen der Landesregierungschefs mit Merkel sind für Mittwoch geplant.

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD), der derzeit der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) vorsteht, hat am Sonntag bereits eine Verlängerung des Teil-Lockdowns über Ende November hinaus in Aussicht gestellt.

"Wir sind uns einig, dass schon viel erreicht wurde, aber nicht genug", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. "Vor diesem Hintergrund ist es aktuell nicht vorstellbar, dass wir die zuvor beschlossenen Maßnahmen nun schon aufheben können." Der Abstimmungsprozess laufe bisher sehr konstruktiv. "Wir sind auf einem guten Weg, so dass wir bis Mittwoch eine Beschlussvorlage erarbeitet haben."

Im Rahmen des zunächst bis Ende November geltenden Teil-Lockdowns bleiben beispielsweise Restaurants ebenso geschlossen wie Theater, Museen und Schwimmbäder. Es gelten Kontaktbeschränkungen.

Am vergangenen Montag hatten sich Bund und Länder bei einer Schaltkonferenz nach den ersten beiden Wochen des Teil-Lockdowns nicht auf neue verbindliche Einschränkungen für die Bürger einigen können, obwohl das von Seiten des Bundes gewünscht war. Stattdessen hatten die Länder darauf gedrungen, eine eigene Strategie zu erarbeiten.

Update, 22. November, 17 Uhr: Weil: Corona-Maßnahmen werden sich an regionaler Lage orientieren

Vor der nächsten Bund-Länder-Runde zu den Corona-Schutzmaßnahmen fordert Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil eine belastbare Planung für die Bürger mindestens bis Neujahr.

"Meine Prioritäten sind Klarheit und Verlässlichkeit - die Menschen müssen wissen, was im Dezember, in der Advents- und Weihnachtszeit und über den Jahreswechsel möglich ist", sagte der SPD-Politiker am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Was genau an Weihnachten und Silvester gelten werde, sei derzeit aber noch nicht absehbar. "Es handelt sich um zwei durchaus schwierige Beratungspunkte."

Die Regierungschefs der Länder wollen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch weiter über die Lage sprechen.

"Wir brauchen zumindest oberhalb einer Inzidenz von 50 ein möglichst einheitliches und ausgewogenes Geflecht von Maßnahmen, die zur weiteren Eindämmung der Corona-Infektionen beitragen", meinte Weil als generelle Einschätzung. Eine Sieben-Tage-Inzidenz von 50 Fällen auf 100.000 Einwohner gilt als kritischer Schwellenwert.

"Bei einem länder- und regionsübergreifend in etwa gleich gelagerten Infektionsgeschehen sollte es überall vergleichbare Schutzmaßnahmen geben", schlug Weil vor. "Wenn sich die Infektionen aber stark unterschiedlich weiterentwickeln, werden wir schon im Hinblick auf die Neuregelung des Infektionsschutzgesetzes gar nicht umhinkommen, die Maßnahmen an der jeweiligen Infektionslage auszurichten."

Aus seiner Sicht müssten im Fall länger anhaltender Corona-Einschränkungen auch die Hilfen für wirtschaftlich notleidende Betriebe und Selbstständige angepasst werden, erklärte Weil: "Sicher muss es auch in Zukunft einen Ausgleich für erlittene Einbußen geben."

Stephan Weil (SPD), Ministerpräsident in Niedersachsen.
Stephan Weil (SPD), Ministerpräsident in Niedersachsen.  © Hauke-Christian Dittrich/dpa

Update, 22. November, 16.15 Uhr: Erste Corona-Fälle auf Nerzfarm in Frankreich

In Frankreich sind erstmals auf einer Nerzfarm Corona-Infektionen bei Tieren aufgetreten.

Wie die Ministerien für Landwirtschaft und Gesundheit am Sonntag mitteilten, habe man die infizierten Nerze auf einer Farm im rund 100 Kilometer südwestlich von Paris entfernten Departement Eure-et-Loir entdeckt. Die Schlachtung aller 1000 noch auf dem Hof ​​vorhandener Tiere und die Beseitigung von Produkten aus diesen Tieren sei angeordnet worden, hieß es in den Pressemitteilungen weiter.

Von den vier Nerzfarmen des Landes sei eine virusfrei, in den beiden anderen liefen derzeit noch Analysen. Das Coronavirus wurde in den vergangenen Monaten bereits auf Pelzfarmen in Dänemark, den Niederlanden, Italien, Spanien und Schweden nachgewiesen.

Update, 22. November, 16 Uhr: Rund 1000 Menschen protestieren in Frankfurt gegen Corona-Politik

Etwa 1000 Menschen haben nach Polizeiangaben in Frankfurt gegen die staatlichen Corona-Beschränkungen protestiert.

Die rund zweistündige, angemeldete Kundgebung am Sonntag, die am Mainufer startete und durch die Innenstadt ging, sei friedlich verlaufen, sagte ein Polizeisprecher. Die Teilnehmer hätten der Aufforderung der Sicherheitskräfte Folge geleistet, Masken zu tragen und ausreichend Abstand zu halten.

Update, 22. November, 15.50 Uhr: Jeder fünfte Rückkehrer aus Risikogebieten gibt falsche Daten an

Etwa jeder fünfte Rückkehrer aus Corona-Risikogebieten gibt falsche Daten an.

Nach "Spiegel"-Informationen vom Sonntag ergibt sich das aus einer internen Statistik der Bundespolizei. Demnach kontrollierten Bundespolizisten bei Stichproben auf den großen deutschen Flughäfen seit Anfang November 15.147 Reisende.

Bei 2985 Reisenden seien die eingetragenen Daten teilweise oder komplett falsch gewesen - also bei fast 20 Prozent. Ein Sprecher des Bundespolizeipräsidiums in Potsdam bestätigte die Zahlen auch der Deutschen Presse-Agentur. Es habe sich um Kontrollen der Einreiseanmeldungen vom 8. November bis zum 18. November gehandelt.

In Sicherheitskreisen habe es geheißen, mal hätten die Reisenden Fantasienamen wie "Donald Duck" eingetragen, berichtete der "Spiegel". Oft seien auch falsche Adressen und Telefonnummern vermerkt gewesen. Wer aus einem ausländischen Corona-Risikogebiet kommt, muss sich vor der Einreise nach Deutschland registrieren - seit dem 8. November läuft das digital. Die Informationen gehen an die Gesundheitsämter am Zielort des Reisenden.

So sollen sie kontrollieren können, ob jemand die Quarantänepflicht einhält.

Ein Bogen zur Kontaktverfolgung liegt auf einem Tisch.
Ein Bogen zur Kontaktverfolgung liegt auf einem Tisch.  © Marijan Murat/dpa

Update, 22. November, 15.25 Uhr: Festnahmen bei Anti-Lockdown-Protesten in England

Bei Anti-Lockdown-Protesten in mehreren britischen Städten hat die Polizei am Wochenende Dutzende Menschen festgenommen. Betroffen waren vor allem Liverpool im Nordwesten Englands, Basildon in Ostengland und Bournemouth an der Südküste.

Die Demonstranten wurden unter anderem festgesetzt, weil sie gegen Corona-Schutzmaßnahmen verstoßen hatten oder gewalttätig gegenüber Einsatzkräften geworden waren. Besonders die Stadt Liverpool und ihre Umgebung ist stark von der Pandemie betroffen. Ein Polizeisprecher nannte das Verhalten der Demonstranten dort "selbstsüchtig", sie gefährdeten sich selbst und andere Menschenleben.

Update, 22. November, 15.02 Uhr: Bund will im Jahr 2021 angeblich deutlich mehr Schulden machen

Der Bund will wegen der Corona-Pandemie im nächsten Jahr deutlich mehr Schulden machen als zunächst geplant. Finanzminister Olaf Scholz (SPD) wolle mehr als 160 Milliarden Euro neue Schulden aufnehmen, berichtete die "Bild"-Zeitung am Sonntag vorab unter Berufung auf Ministeriumskreise.

Bisher waren rund 96 Milliarden Euro neue Kredite im nächsten Jahr geplant, um die Auswirkungen der Corona-Krise zu dämpfen. Nach Angaben der Zeitung steigen vor allem die Kosten für Wirtschaftshilfen in der Corona-Pandemie: Hier plane der Finanzminister nun fast 40 Milliarden Euro für Unternehmer ein, die unter dem Teil-Lockdown leiden.

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) will 2021 offenbar viel Geld ausgeben, um die Folgen der Corona-Krise zu bekämpfen.
Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) will 2021 offenbar viel Geld ausgeben, um die Folgen der Corona-Krise zu bekämpfen.  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 22. November, 14.43 Uhr: Bundesregierung plant weitere Hilfen für Luftfahrtbranche

Die Bundesregierung will der durch die Corona-Pandemie hart getroffenen Luftfahrtbranche noch einmal unter die Arme greifen. Das Bundesverkehrsministerium bestätigte am Sonntag entsprechende Pläne, über die das "Handelsblatt" zuvor berichtet hatte.

Der Zeitung zufolge will die Bundesregierung gemeinsam mit den Ländern und den Luftverkehrsverbänden eine Strategie entwickeln und mit anderen Staaten sogenannte "sichere Korridore" definieren. Dadurch sollen Langstreckenflüge wieder ermöglicht und die Einreisebeschränkungen aufgehoben werden. Auch sollen die Quarantäneregeln zugunsten von Testkonzepten ersetzt werden.

Ein erstes Treffen, an dem neben dem Verkehrsministerium auch das Innen- und das Wirtschaftsressort sowie das Auswärtige Amt teilnehmen sollen, ist demnach für Anfang Dezember geplant. Kurzfristig plane der Bund Hilfen von einer Milliarde Euro, hieß es weiter in dem Bericht. Das Geld soll demnach dem Hauptstadtflughafen BER, den Flughäfen der Länder sowie der Deutschen Flugsicherung zugute kommen.

Update, 22. November, 14.29 Uhr: Pendelei wegen strenger Homeoffice-Regeln: EU-Behörde in der Kritik

Mitarbeiter der EU-Kommission von Ursula von der Leyen dürfen trotz der Corona-Pandemie nur an ihrem Dienstort von zu Hause aus arbeiten. Nach Recherchen der "Welt am Sonntag" führt dies dazu, dass etliche internationale Mitarbeiter ungeachtet von Reisewarnungen zwischen Brüssel und dem Wohnort ihrer Familie im Ausland hin und her pendeln.

"Mobiles Arbeiten von außerhalb des Arbeitsortes ist prinzipiell verboten", zitiert die Zeitung eine Sprecherin der EU-Kommission. Dies gelte auch für den Herkunftsort. Der Deutschen Presse-Agentur wurden die Informationen aus Kommissionskreisen bestätigt. Bei Härtefällen sind demnach aber Ausnahmen möglich.

Kritik an den derzeit relativ strengen Regeln der EU-Kommission gibt es vor allem, weil Arbeitnehmer in Belgien wegen der hohen Corona-Fallzahlen derzeit dazu verpflichtet sind, möglichst nur im Homeoffice zu arbeiten.

Auch unter Abgeordneten des Deutschen Bundestages herrscht deswegen Unverständnis. "Um die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern, sollte die Regel, dass Vollzeit-Angestellte der EU für Homeoffice-Arbeit nach Brüssel pendeln müssen, schnellstmöglich gekippt werden", zitierte die "Welt am Sonntag" den FDP-Politiker Gerald Ullrich.

Europaflaggen wehen vor dem Sitz der Europäischen Kommission in Brüssel.
Europaflaggen wehen vor dem Sitz der Europäischen Kommission in Brüssel.  © Michael Kappeler/dpa

Update, 22. November, 13.53 Uhr: "Schweigemarsch" gegen Corona-Politik in Berlin gestartet

Der Protestzug gegen die Corona-Politik am Sonntag in Berlin ist mit einigen hundert Teilnehmern gestartet.

Angemeldet waren um die 5000 Demonstranten. Eine Polizeisprecherin sagte, es seien weit weniger Teilnehmer.

Mehr dazu erfahrt Ihr im TAG24-Artikel zum "Schweigemarsch" der Berliner Corona-Gegner.

Update, 22. November, 13.15 Uhr: G20 will gerechte Verteilung von Impfstoffen sicherstellen

Die Gruppe der großen Industrienationen (G20) will angesichts der Corona-Pandemie "keine Mühe scheuen", einen gerechten und erschwinglichen Zugang zu Impfstoffen in der Welt sicherzustellen.

Das geht aus dem jüngsten Entwurf der Abschlusserklärung des G20-Gipfels hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Auch wollen die reichen Länder alles unternehmen, um die schwer angeschlagene Weltwirtschaft wieder in Schwung zu bringen. Der virtuell stattfindende, zweitägige Gipfel unter dem Vorsitz Saud-Arabiens geht an diesem Sonntagnachmittag zu Ende.

"Wir sind entschlossen, weiterhin alle verfügbaren politischen Instrumente einzusetzen (...) um das Leben, die Jobs und die Einkommen der Menschen zu schützen", heißt es weiter. Ziel sei es, "den globalen wirtschaftlichen Aufschwung zu unterstützen und die Widerstandsfähigkeit des Finanzsystems zu stärken und gleichzeitig Abwärtsrisiken zu vermeiden."

Als einziges mögliches Hemmnis für eine Verabschiedung galten Vorbehalte der Türkei. Diese wollte nach Angaben von Diplomaten bis zuletzt erreichen, dass es beim Klimaschutz als weniger entwickeltes Land eingestuft wird, um Anrecht auf finanzielle Unterstützung und weniger strenge Emissionsziele zu haben.

Update, 22. November, 13.03 Uhr: Müller: Corona-Maßnahmen können noch nicht aufgehoben werden

Der derzeitige Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz, Michael Müller (SPD), hat eine Verlängerung des Teil-Lockdowns über Ende November hinaus in Aussicht gestellt. Die Vertreter der Länder stimmen sich an diesem Wochenende über ein gemeinsames Vorgehen in der Corona-Pandemie ab.

"Wir sind uns einig, dass schon viel erreicht wurde, aber nicht genug. Zwar konnte das exponentielle Wachstum ausgebremst werden, aber die Infektionszahlen sind weiterhin zu hoch", sagte Berlins Regierender Bürgermeister am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. "Vor diesem Hintergrund ist es aktuell nicht vorstellbar, dass wir die zuvor beschlossenen Maßnahmen nun schon aufheben können."

Der Abstimmungsprozess mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten laufe bisher sehr konstruktiv, so Müller. "Wie lange wir verlängern müssen und wie genau wir das ausgestalten, wird gerade untereinander besprochen. Wir sind auf einem guten Weg, so dass wir bis Mittwoch eine Beschlussvorlage erarbeitet haben, über die Bund und Länder dann noch einmal gemeinsam beraten."

Michael Müller (SPD) ist nicht nur Regierender Bürgermeister von Berlin, sondern auch der derzeitige Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz.
Michael Müller (SPD) ist nicht nur Regierender Bürgermeister von Berlin, sondern auch der derzeitige Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz.  © Odd Andersen/AFP/POOL/dpa

Update, 22. November, 12.53 Uhr: Corona-Tote: Krematorium in Neu Delhi nimmt weitere Öfen in Betrieb

Neu Delhis größtes Krematorium nimmt angesichts der vielen Corona-Toten in der indischen Hauptstadt zusätzliche Öfen und Scheiterhaufen zur Einäscherung der Leichen in Betrieb.

"Zuvor haben wir täglich acht bis neun Covid-Patienten bekommen, jetzt sind es bis zu 22 jeden Tag", sagte am Sonntag der Sprecher des Nigambodh-Ghat-Krematoriums, Ashok Rawak.

Einen Mangel an Anlagen zur Verbrennung der Toten gab es demnach aber nicht. Von Montag an sollen drei zusätzliche Öfen und 13 Scheiterhaufen operieren, wie es hieß. Etwa 80 Prozent der 1,3 Milliarden Inder sind Hindus und äschern ihre Toten ein.

In Indien zählt die Millionenmetropole Neu Delhi zu einem der Epizentren der Pandemie. Seit Ende Oktober werden Behördenangaben zufolge in Verbindung mit dem Coronavirus pro Tag im Durchschnitt etwa 5000 Neuinfektionen und rund 100 Tote registriert.

Update, 22. November, 12.45 Uhr: 600 Polizisten bei Berliner Demos - Protest gegen Corona-Politik

Rund 600 Polizisten begleiten an diesem Sonntag eine Versammlung in Berlin gegen die Corona-Politik sowie Gegendemonstrationen. Das teilte die Polizei am Mittag via Twitter mit.

Zu einer als "Schweigemarsch" bezeichneten Demonstration, die in Prenzlauer Berg starten sollte, sind rund 5000 Teilnehmer angemeldet. Zu deren Forderungen zählen mehr Selbstbestimmung im Kampf gegen die Pandemie, weniger Einschränkungen durch Regierungsverordnungen und ein Verzicht auf Impfungen.

Update, 22. November, 12.27 Uhr: Spahn schlägt neues Corona-Konzept für Schulen vor

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat ein neues Konzept zur Eindämmung von Corona-Infektionen in Schulen vorgeschlagen. "Infektionsketten wirklich unterbrechen und gleichzeitig lebenspraktisch bleiben, das ist die Aufgabe", sagte Spahn dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Konkret schlug er vor, dass beim Auftreten eines Infektionsfalls umgehend die betroffene Klasse in die häusliche Isolation geschickt wird. Bisher ist das teilweise nicht oder nur bei den unmittelbaren Sitznachbarn Infizierter der Fall.

"Nach negativen Schnelltests am fünften Tag könnten die Schülerinnen und Schüler wieder in die Schule zurückkehren", sagte Spahn. Ob das aus Sicht der Länder vor Ort umsetzbar sei, darüber müsse man am Mittwoch sprechen.

Gesundheitsminister Jens Spahn (DCU) fasst die aktuelle Corona-Lage zusammen: "Wir haben sicheren Boden unter den Füßen, aber wir sind noch nicht über den Berg."
Gesundheitsminister Jens Spahn (DCU) fasst die aktuelle Corona-Lage zusammen: "Wir haben sicheren Boden unter den Füßen, aber wir sind noch nicht über den Berg."  © Michael Kappeler/dpa

Update, 22. November, 12.14 Uhr: Brois Johnson will Corona-Regeln zu Weihnachten lockern

Das Weihnachtsfest im Kreise der Liebsten ist Berichten zufolge für viele Briten trotz Corona-Pandemie gesichert. Zwischen dem 22. und 28. Dezember wolle Premier Boris Johnson hierfür einige Vorschriften lockern, schrieb der "Telegraph" am Sonntag.

Details zu neuen Corona-Maßnahmen wird Johnson am Montag bekanntgeben, wie ein Regierungssprecher der Deutschen Presse-Agentur in London sagte. In Umfragen hatten viele Briten erklärt, sie würden Pandemie-Regeln brechen, um ihre Angehörigen an Weihnachten doch noch besuchen zu können.

Nach einem Bericht des Senders Sky News sollen über Weihnachten auch die Kirchen offen sein und Besuche von Pubs und Restaurants unter bestimmten Auflagen ermöglicht werden. Bis Anfang Dezember gibt es in England noch einen Teil-Lockdown. In der Zeit gelten sehr strikte Kontaktbeschränkungen und die meisten Geschäfte sind geschlossen. Schulen und Universitäten sind hingegen geöffnet.

Update, 22. November, 11.53 Uhr: Corona-Neuansteckungen seit zwei Wochen stabil auf hohem Niveau

Nach einer rasanten Zunahme im Oktober und Anfang November hat sich die Zahl der Corona-Neuansteckungen in Deutschland auf hohem Niveau eingependelt.

Der nach Inkrafttreten des Teil-Lockdowns erhoffte Rückgang ist bislang nicht klar zu erkennen, wie aus Zahlen des Robert Koch-Instituts von Sonntag hervorgeht. So schwankt die vom RKI täglich gemeldete Zahl der an die Gesundheitsämter binnen sieben Tagen übermittelten Neuinfektionen seit zwei Wochen zwischen rund 115.000 und rund 119.000 Fällen.

Die davon abgeleitete 7-Tage-Inzidenz - also die Zahl der Neuinfektionen pro Woche und 100.000 Einwohner - lag im selben Zeitraum bei rund 140, mit nur wenig Abweichungen nach oben und unten.

Das Robert Koch-Institut kann zurzeit noch keine Verbesserung der Corona-Lage in Deutschland vermelden.
Das Robert Koch-Institut kann zurzeit noch keine Verbesserung der Corona-Lage in Deutschland vermelden.  © Carsten Koall/dpa

Update, 22. November, 11.34 Uhr: Keine Silvesterparty am Brandenburger Tor

Die Silvesterparty am Brandenburger Tor in Berlin fällt nach Angaben von Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie aus.

"Es wird keine Riesenpartys und Familientreffen geben können. Sonst droht uns die nächste Infektionswelle im Februar", sagte Pop (Grüne) mit Blick auf den Jahreswechsel der "Berliner Morgenpost". "Es wird auch in Berlin am Brandenburger Tor zu keiner Party eingeladen."

Zu der traditionellen Party am Berliner Wahrzeichen kamen in den vergangenen Jahren regelmäßig hunderttausende Menschen. Nun ist am Brandenburger Tor nach Informationen der "Morgenpost" nur noch ein Konzert ohne Publikum, aber mit Fernsehübertragung geplant.

Update, 22. November, 11.11 Uhr: Corona-Massentest in Südtirol: Einige tausend Infizierte gefunden

Bei einem dreitägigen Corona-Massentest in der norditalienischen Provinz Südtirol haben einige tausend Menschen von ihrer Infektion erfahren.

Bis Sonntagvormittag hatten in der kleinen Alpen-Provinz fast 270.000 Bürger und Bürgerinnen einen kostenlosen Abstrich machen lassen. Wie die Behörden im Internet mitteilten, erhielten bis 10 Uhr insgesamt 2626 Teilnehmer (also knapp ein Prozent) ein positives Corona-Resultat. Die zentrale Phase der freiwilligen Reihenuntersuchung lief bis Sonntagabend.

Danach war geplant, dass die Südtiroler noch für weitere 72 Stunden bei Ärzten und an einigen anderen Orten an der Aktion teilnehmen können. Die Landesregierung will damit die zweite Corona-Welle schneller brechen: Virusträger, die nichts von ihrer Infektion ahnen, sollen entdeckt werden. Sie gelten als gefährliche Ansteckungsquelle.

Update, 22. November, 10.47 Uhr: Bundespolizei zu Leipzig-Demos: Platzverweise und mehrere Straftaten

Die Bundespolizei hat nach ihrem Einsatz im Zusammenhang mit Demonstrationen in Leipzig mehrere Straftaten registriert. Darunter waren Körperverletzungen, eine Beleidigung sowie ein Mal Widerstand gegen polizeiliche Maßnahmen, teilte die Bundespolizei am Samstagabend mit.

Mehr als 600 Platzverweise wurden erteilt. Zuvor hatte bereits die Leipziger Polizei mitgeteilt, dass es zwei Festnahmen gegeben habe. Im Stadtgebiet seien bei dem Einsatz zudem 18 Straftaten festgestellt worden, hieß es von der Polizeidirektion Leipzig. Dabei gehe es um Körperverletzungen und Landfriedensbrüche. Neun Tatverdächtige seien ermittelt worden.

44 Platzverweise seien erteilt worden und 113 Anzeigen wegen Verstößen gegen die Sächsische Corona-Schutzverordnung gefertigt worden. Nach einem Angriff auf einen Journalisten erfolgte laut Polizei von Amts wegen eine Anzeige gegen Unbekannt. Eine Beamtin sei leicht verletzt worden.

Am 21. November war die Polizei sehr viel wachsamer im Bezug auf die Leipziger "Querdenken"-Demo. Eine Woche zuvor hatten die Demonstranten beinahe ungehindert in der Stadt gewütet.
Am 21. November war die Polizei sehr viel wachsamer im Bezug auf die Leipziger "Querdenken"-Demo. Eine Woche zuvor hatten die Demonstranten beinahe ungehindert in der Stadt gewütet.  © //dpa-Zentralbild/dpa

Update, 22. November, 10.21 Uhr: Hip-Hopper Smudo genießt mehr Bequemlichkeit daheim wegen Corona

Rapper Smudo hat es während der Coronakrise im Frühjahr genossen, nicht dauernd unterwegs zu sein. "Ich habe auch wie viele da draußen gelernt, dass man gar nicht für alles raus muss", sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg.

Er sei sich aber auch seiner privilegierten Situation bewusst. "Klar habe ich ein Polster und kann überwintern. Aber ich kenne Leute, denen geht es richtig beschissen. Ich verstehe, dass die auch eine Wut kriegen."

Der Rapper hofft, dass sich auch gute Dinge aus der Krise mitnehmen lassen. "Ich glaube, viele der Sachen, die dann gelernt sind, wenn wir das in ein, zwei Jahren hinter uns gebracht haben, werden in der Gesellschaft bleiben, weil sie auch sehr nützlich und gut sind", so der 52-Jährige.

Update, 22. November, 10.04 Uhr: Merz kritisiert Ausgestaltung der Corona-Novemberhilfen

Der CDU-Vorsitzkandidat Friedrich Merz hat Finanzminister Olaf Scholz (SPD) einen "Schnellschuss" bei den Novemberhilfen für Wirtschaftsbranchen im Teil-Lockdown vorgeworfen. "Da muss nachgearbeitet werden", sagte Merz dem Berliner "Tagesspiegel.

Ihn überzeugten die Hilfen in der gegenwärtigen Form nicht. Die Bundesregierung hatte Zuschüsse etwa für Gastronomiebetriebe sowie Solo-Selbstständige wie Künstler zugesagt, die von behördlich angeordneten Schließungen wegen der Corona-Pandemie betroffen sind. Es sollen Zuschüsse bis 75 Prozent des durchschnittlichen Umsatzes im November 2019 gewährt werden.

Merz sagte: "Natürlich muss man den Betroffenen helfen, ohne Frage. Der Umsatz ist aber der unschärfste Maßstab für einen Schadenersatz oder für den Verdienstausfall." Es gebe erhebliche Ungereimtheiten. "Nehmen Sie etwa einen selbstständigen Konzertveranstalter"" sagte Merz. «Der macht vielleicht fünf Prozent Gewinn am Umsatz, bekommt jetzt aber 75 Prozent eines Monatsumsatzes erstattet. Das ist völlig jenseits aller Schäden, die er erleidet."

Und alle weiteren Selbstständigen, die der Konzertveranstalter davon hätte bezahlen müssen - Bühnenbauer, Techniker, Künstler –, bekämen auch noch einmal 75 Prozent ihres Umsatzes erstattet. "Umsatz und Ertrag sind eben zwei verschiedene Dinge", sagte Merz. "Es ist jedenfalls ein Schnellschuss, der der Lage und den Notwendigkeiten nicht gerecht wird."

Der ehemalige Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Friedrich Merz hält nicht viel von den Corona-Novemberhilfen.
Der ehemalige Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Friedrich Merz hält nicht viel von den Corona-Novemberhilfen.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Update, 22. November, 9.35 Uhr: Ulm probt Betrieb für Corona-Impfzentren

In der Messe Ulm hat das Deutsche Rote Kreuz (DRK) am Samstag den Betrieb des dort geplanten Impfzentrums gegen das Coronavirus geprobt.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne), sowie Sozialminister Manne Lucha (Grüne) und Innenminister Thomas Strobl (CDU) ließen sich bei einem Besuch den geplanten Aufbau der Einrichtung und möglichen Ablauf der Impfung zeigen. Das Sozialministerium hatte den DRK Kreisverband Ulm und den DRK Rettungsdienst Heidenheim-Ulm mit dem Probebetrieb beauftragt.

Dieser solle zeigen, wo eventuell nachzubessern ist, sagte Kreisverbandsarzt Bernd Kühlmuß vom DRK. In dem Ulmer Zentrum sollen einmal pro Stunde bis zu 120 Menschen geimpft werden können. Die Stadt gilt als Testballon für viele weitere Impfzentren, die in den kommenden Monaten folgen werden. .

Baden-Württemberg Sozialminister Manne Mucha (Bündnis 90/Die Grünen, l) lässt an sich den Ablauf einer Impfung demonstrieren.
Baden-Württemberg Sozialminister Manne Mucha (Bündnis 90/Die Grünen, l) lässt an sich den Ablauf einer Impfung demonstrieren.  © Stefan Puchner/dpa

Update, 22. November, 8.45 Uhr: Kinderpsychiater: Entwicklung durch Corona nicht nachhaltig gestört

Die Corona-Pandemie zeigt nach Erkenntnissen von Psychiatern bislang geringere Auswirkungen auf die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen als befürchtet.

"Es gibt aktuell keine Anhaltspunkte, dass sich in der psychischen Entwicklung der jungen Menschen etwas nachhaltig verändern könnte", sagte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Michael Kölch, der Deutschen Presse-Agentur. Trotz der Pandemie, die nicht nur für Erwachsene, sondern auch für Kinder und Jugendliche oftmals lästig, oft aber auch belastend sei, finde die normale geistige Entwicklung weiter statt.

Der Direktor der Kinder- und Jugendpsychiatrie an der Unimedizin Rostock warnte auch davor, über mögliche Langzeitfolgen zu spekulieren. Das wäre wissenschaftlich nicht haltbar. "Dazu muss man jetzt Studien machen." Es sei sein Ziel, solche medialen Aspekte der Corona-Pandemie zu "entkatastrophieren".

Update, 22. November, 8.06 Uhr: Schausteller sehen Weihnachtsmärkte grundsätzlich in Gefahr

Angesichts abgesagter Adventsmärkte warnen Schausteller vor einem Sterben der Weihnachtsmarkttradition durch Corona.

Das Schaustellergeschäft lebe von etwa 5000 Unternehmen, allesamt Familienbetriebe, sagte Frank Hakelberg, Hauptgeschäftsführer beim Deutschen Schaustellerbund (DSB), der Deutschen Presse-Agentur. "Wenn sie die Corona-Krise nicht überleben, wird es die Volksfeste und Weihnachtsmärkte, so wie wir sie kennen und lieben, zukünftig nicht mehr geben."

Das diesjährige Verbot von Festen und Weihnachtsmärkten komme "in seiner Wirkung einem Berufsausübungsverbot gleich" und bedeute für die Mehrzahl der Vereinsmitglieder einen kompletten Einnahmeausfall. Vielen drohe der Untergang.

Die Überbrückungshilfen des Staates seien lückenhaft und holten Schausteller kaum in der saisonbestimmten Lebenswirklichkeit ab, betonte der DSB. Der Verband glaube, dass Weihnachtsmärkte auch unter Corona-Bedingungen an frischer Luft möglich gewesen wären - "mit größeren Abständen, neuer Platzarchitektur, veränderter Angebotsstruktur und durchdachten Hygienekonzepten".

Eigentlich würden in diesen Tagen viele Weihnachtsmärkte öffnen. In vielen Kommunen wurden die Märkte aber bereits wegen des hohen Infektionsgeschehens abgesagt.
Eigentlich würden in diesen Tagen viele Weihnachtsmärkte öffnen. In vielen Kommunen wurden die Märkte aber bereits wegen des hohen Infektionsgeschehens abgesagt.  © Boris Roessler/dpa

Update, 22. November, 7.31 Uhr: Bundesmillionen für Lehrerlaptops können bald fließen

Die 500 Millionen Euro des Bundes zur Anschaffung von Dienstlaptops für Lehrer können nach Angaben von Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) bald fließen.

Mit den Bundesländern sei nun die dafür notwendige Verwaltungsvereinbarung getroffen worden. Diese muss jeweils in den Ländern unterschrieben werden, dann von der Bundesbildungsministerin, bevor die Mittel freigegeben werden können.

Das komplizierte Verfahren hängt mit dem deutschen Föderalismus zusammen. Für Bildung und ihre Schulen sind die Länder jeweils selbst zuständig. Der Bund darf eigentlich nicht mitreden und nicht einfach Geld zuschießen, weshalb solche Bund-Länder-Vereinbarungen nötig werden.

"Ich hoffe, dass nun bald flächendeckend Lehrerlaptops aus dem Programm angeschafft werden können", sagte Karliczek der Deutschen Presse-Agentur. Im Zweifelsfall werde dies auch dazu beitragen, dass Distanzunterricht in der Corona-Pandemie erleichtert werde.

Update, 22. November, 7 Uhr: Restaurantkette Subway rechnet mit herbem Umsatzrückgang

Wegen der Corona-Pandemie ist die Restaurantkette Subway unter Druck geraten. Der Umsatz in Deutschland sinke dieses Jahr im Vergleich zu 2019 voraussichtlich um 12 bis 15 Prozent, teilte die Deutschlandtochter des US-Konzerns mit Sitz in Köln mit.

Absolute Zahlen zum Umsatz oder zum Gewinn wurden nicht genannt. Konkurrenten aus der Fastfood-Branche müssen ebenfalls Einbußen hinnehmen, Bedienrestaurant sind sogar noch stärker unter die Räder gekommen.

Der zuständige Subway-Manager Sascha Stokic betonte, man werte die eigenen Geschäftszahlen in Anbetracht der widrigen Corona-Umstände positiv, zumal der Vorjahreswert ein Rekord für die Firma war - damals stiegen die Erlöse im Vergleich zu 2018 um vier Prozent. Geholfen habe in diesem Jahr zum Beispiel eine neue App zur Bestellung und Lieferung von Essen, sagte der Firmenvertreter.

In Deutschland gibt es 692 Subway-Filialen. Trotz Corona-Krise musste keine davon dauerhaft schließen.
In Deutschland gibt es 692 Subway-Filialen. Trotz Corona-Krise musste keine davon dauerhaft schließen.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Update, 22. November, 6.22 Uhr: Maas will gegen "rechtsextremes Gift für unsere Demokratie" vorgehen

Außenminister Heiko Maas hat eine engere internationale Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden im Kampf gegen Rechtsextremismus gefordert. Die Proteste gegen die Corona-Pandemie würden nicht nur in Deutschland, sondern weltweit von Rechtsradikalen zur Verbreitung ihres Gedankenguts genutzt, sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur.

"Die national Gesinnten tun sich international zusammen, in einer neuen Dimension. Wir müssen nicht nur gegen das Virus zusammenarbeiten, sondern auch gegen rechtsextremes Gift für unsere Demokratie."

Man arbeite bereits jetzt in der Europäischen Union, in den Vereinten Nationen und der OSZE an Programmen gegen Rechts. "Klar ist aber auch, dass der Kampf gegen diese Bedrohung, den wir jetzt angetreten haben, nicht ohne eine international verbesserte Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden funktionieren kann."

Update, 22. November, 5.43 Uhr: G20 kämpft gegen Corona und Klimawandel - Trump spielt Golf

Mit Beratungen über den Klimawandel und die Corona-Krise setzen die Staats- und Regierungschefs der führenden Wirtschaftsmächte am Sonntag ihren G20-Gipfel fort. Für Donald Trump ist der Gipfel voraussichtlich der letzte Auftritt auf der großen internationalen Bühne.

Am ersten Tag zeigte er trotzdem nur sehr begrenztes Interesse an der Konferenz. Die Videoschalte lief noch keine zwei Stunden, da verließ der abgewählte, aber noch amtierende US-Präsident das Weiße Haus, um zu seinem Golfclub im nahen Bundesstaat Virginia zu fahren.

Mehr dazu lest Ihr im TAG24-Artikel zu Donald Trumps G20-Golf-Ausflug.

Der noch amtierende US-Präsident Donald Trump spielt lieber Golf als sich mit der Corona-Krise zu befassen.
Der noch amtierende US-Präsident Donald Trump spielt lieber Golf als sich mit der Corona-Krise zu befassen.  © Manuel Balce Ceneta/AP/dpa

Update, 22. November, 5.29 Uhr: 15.741 Fälle: Corona-Neuinfektionen etwas unter Vorwochenstand

Erwartungsgemäß haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) mit 15.741 neuen Corona-Infektionen binnen 24 Stunden vergleichsweise wenig Fälle gemeldet. Im Vergleich zum Wert vor einer Woche sind das 1206 Infektionen weniger, wie aus RKI-Daten von Sonntagmorgen hervorgeht. Am vergangenen Sonntag hatte die Zahl bei 16.947 gelegen.

Der Höchststand war am Freitag mit 23.648 gemeldeten Fällen erreicht worden. Nachdem die Zahl der täglichen Neuinfektionen im Oktober und Anfang November stark gestiegen war, war der Wert zuletzt vergleichsweise stabil. Einen deutlichen Rückgang der Neuinfektionen gibt es aber bislang nicht, obwohl seit Anfang November ein Teil-Lockdown in Deutschland gilt.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 918.269 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 22.11., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Sonntag um 138 auf insgesamt 14.022. Das RKI schätzt, dass rund 603.800 Menschen inzwischen genesen sind.

Laut den Statistiken der Johns Hopkins Universität in Baltimore fallen die Zahlen sogar noch etwas höher aus. Demnach gab es hierzulande bereits 927.990 Infektionen und 14.061 Todesfälle in Folge einer Corona-Erkrankung.

Update, 22. November, 5.16 Uhr: Lambrecht hält Priorisierung bei Corona-Impfungen für rechtssicher

Justizministerin Christine Lambrecht (SPD) hält es rechtlich für unproblematisch, wenn einige Menschen erst später gegen das Coronavirus geimpft werden als andere. "Es geht bei der Verteilung des Impfstoffs darum, dass solche Entscheidungen nach nachvollziehbaren und sachgerechten Kriterien getroffen werden", sagte sie der Deutschen Presse-Agentur.

Es sei absolut nachvollziehbar, wenn Ärzte, Pflegerinnen und Pfleger sowie besonders gefährdete Menschen in Pflegeheimen zuerst drankämen, da es derzeit darum gehe, ob das Gesundheitssystem durchhalte. "Ich denke, eine solche Entscheidung wird auch gerichtsfest sein", sagte die SPD-Politikerin.

Ob es einzelne Klagen geben werde, könne sie nicht einschätzen, sagte Lambrecht. Sie gehe aber davon aus, dass die Auswahlentscheidung einer gerichtlichen Überprüfung standhalten werde. Eine Verpflichtung zur Impfung schloss die Justizministerin aus. "Eine Impfpflicht wird es bei der Corona-Schutzimpfung nicht geben", betonte sie.

Christine Lambrecht (SPD) ist die Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz.
Christine Lambrecht (SPD) ist die Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz.  © Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 22. November, 5 Uhr: Investoren knausern in Corona-Krise mit Geld für Finanz-Start-ups

Junge Finanzfirmen haben in der Corona-Krise erstmals seit Jahren weniger Geld von Investoren erhalten.

Von Januar bis September bekamen die Fintechs 953 Millionen Euro Wagniskapital, zeigt eine Studie der Bank Comdirect mit der Beratungsfirma Barkow Consulting und dem Commerzbank-Investor Main Incubator. Das sei fast ein Drittel (29 Prozent) weniger als im in den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres, als Fonds und Konzerne rund 1,3 Milliarden in die Branche investierten.

Update, 22. November, 4.48 Uhr: Experten: Gut sitzende Masken und Lüften für Schulunterricht wichtig

Vor der nächsten Runde der Regierungschefs, bei der es auch um neue Corona-Regeln in Schulen gehen könnte, raten Experten bei Mund-Nasen-Bedeckungen auf das korrekte Tragen zu achten.

"Dies ist bei möglichst wirkungsvollen Masken der Schlüssel zum Erfolg des Bausteins Maske im Gesamtkonzept", sagte Achim Dittler, Leiter der Arbeitsgruppe Gas-Partikel-Systeme am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Masken müssten so sitzen, damit man durch das Filtermedium atmet und keine Luft an der Maske vorbei entweicht.

"Brillenträger merken das am ehesten, wenn die Brille beschlägt", gab Dittler ein Beispiel. Auch ein Bart könne dazu führen, dass Aerosole mit Viruspartikeln um die Maske herum strömen und damit ungefiltert in die Umgebungsluft gelangen.

Entscheidend ist aus Sicht der Fachleute neben der Frage, wie die Maske sitzt, auch die Qualität der Masken. Die selbst gemachten Alltagsmasken können - je nach Stoff und Lagenanzahl - im Vergleich zu OP-Masken oder sogenannten FFP-Masken bezüglich der Abscheidung feinster Aerosolpartikel schlechter abschneiden, wie Dittler betonte. Alltagsmasken wirkten sehr gut als Spuckschutz und hielten größere Tröpfchen wirkungsvoll zurück.

Masken sind wichtig, aber "nicht unfehlbar", sagen Experten. Deshalb sei es umso wichtiger sie korrekt zu tragen.
Masken sind wichtig, aber "nicht unfehlbar", sagen Experten. Deshalb sei es umso wichtiger sie korrekt zu tragen.  © Matthias Balk/dpa

Update, 22. November, 4.31 Uhr: Pandemie erschwert Untersuchungen künftiger Erstklässler

Angesichts vielerorts coronabedingt überlasteter Gesundheitsämter kommt es bei den Untersuchungen künftiger Erstklässler zu Problemen.

Spürbar viele solcher Tests mussten bisher ausfallen, sagte Anne Bunte, NRW-Vorsitzende der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes. Die Mitarbeiter der Kinder- und Jugend-Gesundheitsdienste seien stattdessen für dringende akute Aufgaben im Pandemie-Bereich eingesetzt worden.

Update, 22. November, 4.23 Uhr: Experten: Corona-Pandemie dürfte Winterblues verstärken

In der Corona-Pandemie mit ihren Beschränkungen dürften die Menschen mehr als sonst unter Winterblues und Winterdepressionen leiden.

Ärzte in China hätten schon in der ersten Phase der Pandemie häufiger Ängste, Depressionen und Schlafstörungen festgestellt, eine österreichische Studie gehe gar von einer Verfünffachung der depressiven Störungen aus, sagt Detlef Dietrich, Ärztlicher Direktor und leitender Arzt der Abteilung Psychiatrie und Psychotherapie der Burghof-Klinik in Rinteln. "Depressive leiden deutlich stärker", betont er.

Update, 22. November, 4.12 Uhr: USA: Notfallzulassung für Antikörper-Cocktail zur Covid-Behandlung

US-Präsident Donald Trump lobte das Medikament in den höchsten Tönen - nun hat der Antikörper-Cocktail zur Behandlung von Covid-19 in den USA eine Notfallzulassung erhalten. Die US-Arzneimittelbehörde FDA erteilte sie dem Biotech-Unternehmen Regeneron am Samstag (Ortszeit).

Damit kann der Cocktail mit zwei Antikörpern zur Behandlung von Patienten ab zwölf Jahren eingesetzt werden, bei denen das Risiko besteht, dass sie schwere Covid-19-Symptome entwickeln. Patienten, die sich im Krankenhaus befinden oder Sauerstoff benötigen, dürfen das Medikament nicht bekommen.

Die FDA erteilte die Zulassung nach einer klinischen Studie mit 799 Erwachsenen mit leichten bis mittelschweren Covid-19-Symptomen, die nicht im Krankenhaus waren. Nach Angaben der "New York Times" erhielt Regeneron von der US-Regierung mehr als 500 Millionen Dollar für die Entwicklung des Medikaments.

Der Antikörper-Cocktail soll verhindern, dass das Virus in die Zelle eintreten kann. Die Behandlung führt dem Unternehmen zufolge zu einer Reduzierung der Viruslast, also der Menge an nachweisbaren Viren, und zu einem rascheren Abklingen der Symptome.

Laut US-Präsident Trump ist der Antikörper-Cocktail von Regeneron nicht nur eine Behandlungsmethode gegen Covid-19, sondern ein "Heilmittel" und ein "Wunder".
Laut US-Präsident Trump ist der Antikörper-Cocktail von Regeneron nicht nur eine Behandlungsmethode gegen Covid-19, sondern ein "Heilmittel" und ein "Wunder".  © Evan Vucci/AP/dpa

Update, 22. November, 3.10 Uhr: Weltfußballspielerin Marta positiv auf Coronavirus getestet

Die brasilianische Fußballnationalspielerin Marta ist positiv auf das Coronavirus getestet worden und wird die nächsten Freundschaftsspiele gegen Ecuador verpassen.

Ihr Verein Orlando Pride in den USA sei über das Testergebnis informiert worden, teilte der brasilianische Fußballverband CBF am Samstag mit. Die mittlerweile 34-jährige Marta gilt als eine der besten Fußballerinnen der Welt und wurde bereits sechsmal zur Weltfußballerin des Jahres gewählt.

Update, 22. November, 1.55 Uhr: GEW fordert kostenlose Masken für Schüler und FFP2 für Lehrkräfte

Die Bildungsgewerkschaft GEW fordert zum Schutz gegen Corona-Infektionen im Unterricht kostenlose Alltagsmasken für Schüler und Lehrer.

Auf Wunsch sollten Lehrkräfte auch die sichereren FFP2-Schutzmasken erhalten, sagte die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Marlis Tepe, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

"Es ist Aufgabe des Arbeitgebers, für die notwendigen Arbeits- und Gesundheitsschutzmaßnahmen der Beschäftigten, aber auch der Kinder und Jugendlichen zu sorgen." Sie bekräftigte zudem die Forderung ihrer Gewerkschaft nach Wechselunterricht, also einer Teilung der Klassen und einem Wechsel von Präsenzunterricht in der Schule und Distanzunterricht zuhause.

Update, 22. November, 0.47 Uhr: Eislaufbahn am Rockefeller Center in New York eröffnet

Die weltberühmte New Yorker Schlittschuhbahn am Rockefeller Center hat am Samstagnachmittag (Ortszeit) ihren Saisonstart gefeiert. Mitten in der Coronavirus-Pandemie haben die Betreiber allerdings eine kürzere Öffnung geplant - bis zum 17. Januar.

Traditionell lockt die Anlage bis Ende April Hunderttausende Besucher an. Das frühere Ende hängt auch mit geplanten Renovierungsarbeiten zusammen. Die Eislaufbahn wurde erstmals zu Weihnachten 1936 aufgebaut.

Update, 22. November, 0.24 Uhr: Finanzminister Scholz: Bei längeren Beschränkungen Hilfen nötig

Bundesfinanzminister Olaf Scholz will die Hilfen für Unternehmen, die wegen der Corona-Beschränkungen schließen müssen, gegebenenfalls auch im Dezember weiter zahlen.

"Wenn die Beschränkungen verlängert werden, ist für mich klar, dass die finanzielle Unterstützung der direkt betroffenen Branchen dann ebenfalls weiter nötig ist", sagte der Vizekanzler und SPD-Kanzlerkandidat der "Bild am Sonntag". Die weitere Erstattung von 75 Prozent des Vorjahresumsatzes "wäre finanziell eine Herausforderung und europarechtlich kompliziert", gab er zu bedenken. "Es geht aber um die Sicherung von Existenzen", so Scholz, "da müssen wir pragmatisch, unbürokratisch, klug handeln."

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sagte der Zeitung: "Die Hilfen müssen so lange gezahlt werden, wie der Lockdown dauert." Der CSU-Chef fügte hinzu: "Dabei sollten auch alle Schausteller und Marktkaufleute einbezogen werden, die vom Ausfall der Weihnachtsmärkte besonders betroffen sind."

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) will in der Corona-Krise "Existenzen sichern".
Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) will in der Corona-Krise "Existenzen sichern".  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 22. November, 0.03 Uhr: Scholz und Söder für Verlängerung des Teil-Lockdowns

Spitzenpolitiker von SPD und CSU fordern vor den anstehenden Bund-Länder-Beratungen, den derzeitigen Teil-Lockdown im Dezember zu verlängern. Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) sagte der "Bild am Sonntag": "Alles spricht dafür, dass die aktuellen Beschränkungen über den 30. November hinaus noch eine Zeit lang fortgesetzt werden müssen."

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sagte dem Blatt: "Um ein schönes Weihnachten verbringen zu können, müssen wir den Lockdown verlängern und sicher auch vertiefen." Der CSU-Chef fügte hinzu: "Auf jeden Fall zwei oder besser drei Wochen. Mindestens so lange, bis wir wieder den Inzidenzwert von 50 erreicht haben."

Söder sagte: "Wenn wir jetzt auf diesem hohen Niveau der Infektionszahlen den Lockdown abbrechen und die Geduld verlieren, dann geht alles wieder von vorne los und wir landen am Ende bei noch härteren Maßnahmen als jetzt in Tschechien oder Österreich." Und: "Lieber jetzt einen längeren Lockdown als eine komplette Ausgangsbeschränkung über Weihnachten."

Update, 21. November, 22.25 Uhr: Bereits mehr als zwölf Millionen bestätigte Corona-Infektionen in den USA

In den USA sind seit dem Beginn der Pandemie bereits mehr als zwölf Millionen bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden.

Das ging am Samstag aus Daten der Universität Johns Hopkins (JHU) in Baltimore hervor. Damit nahm die Zahl der bekannten Infektionen innerhalb einer Woche um eine Million zu.

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen erreichte unterdessen einen neuen Höchststand. Die Behörden meldeten am Freitag innerhalb von 24 Stunden 195.542 neue Fälle, wie die Daten der Universität zeigten.

In den USA, einem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern, gibt es mehr bestätigte Infektionen und Todesfälle als in jedem anderen Staat.

Donald Trump (74), amtierender Präsident der USA, spielt Golf im Trump National Golf Club in Sterling.
Donald Trump (74), amtierender Präsident der USA, spielt Golf im Trump National Golf Club in Sterling.  © Manuel Balce Ceneta/AP/dpa

Update, 21. November, 22 Uhr: Kultusminister im Ausnahmefall für Wechselunterricht oberer Klassen

Die Kultusminister der Länder beharren darauf, in der Corona-Pandemie die Schulen grundsätzlich offenzuhalten, plädieren aber für einige eng begrenzte Ausnahmen.

So sollen vom Infektionsgeschehen besonders betroffene Schulen in Hotspot-Gebieten ab der 11. Klasse auf einen rollierenden Präsenzunterricht in verkleinerten Lerngruppen umstellen können. Das haben die Minister nach Informationen des Nachrichtenportals ThePioneer (Samstag) und der Deutschen Presse-Agentur am Freitagnachmittag beschlossen.

In einem zweiten Schritt sollen diese Ausnahmen auf untere Klassenstufen der weiterführenden Schulen (Sekundarstufe I) ausgeweitet werden können. Eine feste Zahlengröße, ab welcher Infektionszahl das gelten soll, haben die Minister ausdrücklich nicht festgelegt.

Zur Eindämmung des Infektionsgeschehens schlagen sie eine Maskenpflicht im Unterricht vor, wie sie bereits in einigen Ländern gilt - zunächst für die gymnasiale Oberstufe und berufsbildende Schulen, gegebenenfalls aber auch für die Sekundarstufe I.

Blick durch das offen stehende Fenster in den Klassenraum einer Schule.
Blick durch das offen stehende Fenster in den Klassenraum einer Schule.  © Guido Kirchner/dpa

Update, 21. November, 21.37 Uhr: Portugal schränkt Bewegungsfreiheit wegen Corona weiter ein

Zur Eindämmung der steigenden Infektionszahlen in der Corona-Pandemie hat die Regierung in Portugal für die nächsten zweieinhalb Wochen neue Einschränkungen der Bewegungsfreiheit beschlossen.

An den beiden nächsten "langen Wochenenden" würden die Portugiesen ihre Wohnbezirke bis auf wenige Ausnahmen nicht verlassen dürfen, teilte Ministerpräsident António Costa am Samstagabend in Lissabon mit.

Das Verbot gilt den Angaben zufolge von 23 Uhr am 27. November bis fünf Uhr am 2. Dezember sowie von 24 Uhr am 4. Dezember bis fünf Uhr am 9. Dezember. Neben anderen Maßnahmen wird eine Maskenpflicht am Arbeitsplatz eingeführt.

Portugals Ministerpräsident António Costa.
Portugals Ministerpräsident António Costa.  © Olivier Matthys/AP Pool/dpa

Update, 21. November, 21.34 Uhr: Unionsländer wollen laut Bild Beschränkungen mindestens bis Weihnachten

Die Unionsländer dringen nach einem Medienbericht auf eine Verlängerung der Corona-Beschränkungen bis mindestens Weihnachten.

Das berichtete die Bild-Zeitung am Samstagabend aus einer Vorbesprechung der unionsgeführten Bundesländer vor dem anstehenden Bund-Länder-Treffen mit Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU) am kommenden Mittwoch.

Einigkeit bestand demnach aber darüber, dass Kontaktbeschränkungen zumindest über die Weihnachtsfeiertage gelockert werden sollten, damit Menschen ohne Familie das Fest mit Freunden feiern können.

Generell wollen die Unionsländer demnach solchen Regionen Abweichungen erlauben, die wenig von der Pandemie betroffen sind. So sollen Länder und Landkreise mit weniger als 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen (Inzidenzwert) die Möglichkeit bekommen, die Corona-Maßnahmen auszusetzen.

Davon könnten nach dem Stand von Samstagabend nur Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern sowie rund zwei Dutzend Landkreise profitieren. Mehr Infos >>> hier.

Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU).
Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU).  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 21. November, 20.35 Uhr: Corona-Impfung laut Minister für Spanier ab Januar gratis und freiwillig

Die Bürger Spaniens werden sich nach Schätzung der Regierung bereits ab Januar freiwillig gegen das Coronavirus impfen lassen können.

"Irgendwann im Januar" werde man mit den Impfungen beginnen können, sagte Gesundheitsminister Salvador Illa am Samstag in Interviews mit verschiedenen spanischen Medien.

Eine Impfpflicht wäre zwar in Spanien rechtlich möglich, "nach Meinung vieler Experten aber wohl sogar kontraproduktiv". Jüngst hatte Illa bereits angekündigt, die Impfung werde für die Spanier gratis sein.

Spaniens Gesundheitsminister Salvador Illa.
Spaniens Gesundheitsminister Salvador Illa.  © Europa Press/J. Hellín. Pool/EUROPA PRESS/dpa

Update, 21. November, 20.17 Uhr: Schwangere Hilary Duff in Quarantäne

Die schwangere US-Schauspielerin Hilary Duff (33, "Lizzie McGuire", "Cinderella Story") hat sich wegen eines Corona-Falls in ihrem Umfeld in Quarantäne begeben.

"Covid ausgesetzt" und "Quarantäne Tag 2", schrieb Duff am Samstag in einer Instagram-Story. Dazu postete sie ein Selfie mit ernstem Blick. Angaben zu einer möglichen Infektionsquelle machte sie nicht.

Duff stand in den letzten Wochen für die siebte Staffel der Serie "Younger" in New York vor der Kamera. Darin spielen unter anderem Sutton Foster, Debi Mazar und Nico Tortorella mit.

Duff ist seit 2019 mit dem Musiker Matthew Koma (33) verheiratet. Sie haben eine zweijährige Tochter namens Banks Violet. Im Oktober gaben sie bekannt, dass ein weiteres Kind unterwegs sei. Aus ihrer 2016 geschiedenen Ehe mit dem Hockey-Profi Mike Comrie hat Duff zudem Sohn Luca Cruz (8).

US-Schauspielerin Hilary Duff (33) (Archivbild).
US-Schauspielerin Hilary Duff (33) (Archivbild).  © Matt Sayles/Invision/dpa

Update, 21. November, 19.24 Uhr: Angst um Weihnachten: Einsamkeit, Krankheit, abgesagte Märkte

Das Coronavirus macht auch vor den Festtagen nicht halt. Weihnachten werden wir dieses Jahr ganz anders feiern müssen als sonst.

Wo die meisten Menschen vor allem die Geselligkeit bei einer Tasse Glühwein oder gebrannten Mandeln vermissen werden, fürchten sich andere vor Einsamkeit und um ihre Existenz. Die ganze Geschichte >>> hier.

Weihnachtsdeko und sonst nur gähnende Leere. Wie hier in Duisburg wird es dieses Jahr in fast allen deutschen Innenstädten aussehen.
Weihnachtsdeko und sonst nur gähnende Leere. Wie hier in Duisburg wird es dieses Jahr in fast allen deutschen Innenstädten aussehen.  © Imago Images / Jochen Tack

Update, 21. November, 18.53 Uhr: WHO-Chef fordert faire Verteilung von Corona-Impfstoffen

Der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus (55), hat die G20-Staaten aufgefordert, weltweit eine "faire Verteilung" der Corona-Impfstoffe zu gewährleisten.

Die sei die Voraussetzung zur Eindämmung der Pandemie und für eine schnellere Erholung der Weltwirtschaft, sagte Tedros am Samstag in der Videoschalte der Staats- und Regierungschefs.

Den Ländern der G20, die zwei Drittel der Weltbevölkerung und 80 Prozent der globalen Wirtschaft repräsentierten, komme dabei besondere Verantwortung zu, sagte er dem von der WHO verbreiteten Redetext zufolge.

Der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus.
Der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus.  © Zhang Cheng/XinHua/dpa

Update, 21. November, 18.10 Uhr: 22.964 Fälle: Corona-Neuinfektionen etwas über dem Vorwochenstand

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 22 964 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Im Vergleich zum Wert vor einer Woche wurden gut 500 Fälle mehr gemeldet.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 902.528 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 21.11., 0 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Samstag um 254 auf insgesamt 13.884. Das RKI schätzt, dass rund 593.100 Menschen inzwischen genesen sind.

Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Samstag bei 1,07 (Vortag: 1,05). Das bedeutet, dass im Durchschnitt jede Person, die mit SARS-CoV-2 infiziert ist, ungefähr eine weitere Person ansteckt. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Update, 21. November, 17.47 Uhr: Corona-Massentest in Südtirol schon über 200.000 Teilnehmer

Am Corona-Massentest in der norditalienischen Provinz Südtirol haben bis Samstag mehr als 210.000 Menschen teilgenommen.

Der Andrang auf die Teststationen in der kleinen Alpen-Provinz blieb damit auch am zweiten Tag groß. Wie die Behörden im Internet weiter mitteilten, erhielten bis 16 Uhr insgesamt 2305 Menschen (1,1 Prozent) ein positives Corona-Resultat bei ihrem Abstrich. Die zentrale Phase der Reihenuntersuchung auf das Virus Sars-CoV-2 läuft bis zum Sonntagabend.

Die Landesregierung will mit der Aktion die zweite Corona-Welle schneller brechen. Virusträger, die nichts von ihrer Infektion ahnen, sollen entdeckt werden. Sie gelten als gefährliche Ansteckungsquelle.

Update, 21. November, 17.45 Uhr: Merkel wirbt bei G20 für Impfstoff-Initiative Covax und WHO

Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU) hat beim G20-Gipfel für die Unterstützung der internationalen Impfstoff-Initiative Covax und eine Stärkung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Kampf gegen Corona geworben.

"Wenn wir weltweit zusammenstehen, können wir das Virus und seine Folgen beherrschen und überwinden. Dafür lohnt sich auch mehr Anstrengung", sagte die CDU-Politikerin am Samstag in einer vorab aufgezeichneten Videobotschaft beim virtuellen Gipfel führender Wirtschaftsmächte unter Leitung Saudi-Arabiens.

Eine globale Herausforderung wie die Corona-Pandemie könne "nur mit einer globalen Kraftanstrengung überwunden werden", sagte Merkel, die im Kanzleramt in Berlin gemeinsam mit Finanzminister Olaf Scholz (62, SPD) zu den Beratungen geschaltet war.

Dabei komme der G20 eine besondere Verantwortung zu. Die Äußerungen Merkels konnten auch als Spitze gegen US-Präsident Donald Trump (74) verstanden werden, der eine protektionistische Politik des "Amerika zuerst" vertritt und internationalen Organisationen ablehnend gegenübersteht.

Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU) in der Videoschalte.
Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU) in der Videoschalte.  © Guido Bergmann/Bundesregierung/dpa

Update, 21. November, 17.35 Uhr: Zwei Coronafälle in Bremer Frauen-Team: Spiel in Potsdam fällt aus

Das Spiel in der Fußball-Bundesliga der Frauen zwischen dem 1. FFC Turbine Potsdam und Werder Bremen ist wegen zwei Coronafällen in der Mannschaft der Bremer abgesagt worden.

Das komplette Team der Norddeutschen inklusive Trainer und Betreuer müsse sich in eine vom zuständigen Gesundheitsamt verordnete häusliche Quarantäne begeben, hieß es in einer Mitteilung des Deutschen Fußball-Bundes am Samstag. Die Begegnung war eigentlich für diesen Sonntag angesetzt gewesen. Ein Nachholtermin steht noch nicht fest.

Update, 21. November, 16.55 Uhr: Lettland verzeichnet Höchststand bei Corona-Neuinfektionen

In Lettland hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen am Samstag mit 642 Fällen binnen 24 Stunden einen neuen Höchststand erreicht.

Damit habe es seit Ausbruch der Pandemie im Frühjahr über 12.700 erfasste Fälle in dem baltischen EU-Land gegeben, teilte die Gesundheitsbehörde in Riga mit. In dem Ostseestaat starben nach offiziellen Daten bislang 163 Menschen in Verbindung mit dem Virus.

Update, 21. November, 16.53 Uhr: Mehr als 900 Menschen demonstrieren in Hannover gegen Corona-Maßnahmen

Mehr als 900 Menschen haben am Samstag in Hannover gegen die Corona-Maßnahmen demonstriert.

Veranstalter der Protestkundgebung im Stadtzentrum war die Organisation "Querdenken", die in vielen Städten Proteste gegen die aktuelle Politik im Kampf gegen die Pandemie organisiert.

Mehr als 300 Menschen beteiligten sich an Gegenkundgebungen, darunter rund 120 Linksautonome, die zu einem spontanen Protest an die Polizeiabsperrung der "Querdenker"-Demonstration drängten. Die Polizei rief zum Halten von Abstand auf und drängte die Gegendemonstranten einige Dutzend Meter zurück.

Zu möglichen Festnahmen konnte die Polizei zunächst nichts sagen. Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) hatte vor der Kundgebung klar gewarnt: "Wir werden uns nicht auf der Nase herumtanzen lassen von denjenigen, die diesen Staat vorführen wollen", so der Minister auf Twitter. "Das wird nicht passieren."

Update, 21. November, 16.46 Uhr: Von der Leyen fordert mehr Geld für Kampf gegen Corona

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (62) hat beim G20-Gipfel der führenden Wirtschaftsnationen eine stärkere finanzielle Unterstützung der globalen Initiative zur Bewältigung der Corona-Pandemie gefordert.

Von der Leyen rief nach eigenen Angaben am Samstag in ihrem Redebeitrag dazu auf, bis Jahresende weitere 4,5 Milliarden US-Dollar (3,8 Milliarden Euro) für die Koordinationsplattform ACT Accelerator bereitzustellen. Es gehe darum, weltweit Corona-Tests, Behandlungen und Impfungen zu ermöglichen. "Wir müssen globale Solidarität zeigen."

Von der Leyen wies in der Videoschalte mit den Staats- und Regierungschefs der G20-Staaten zudem darauf hin, dass sie im kommenden Jahr mit dem italienischen Ministerpräsidenten Giuseppe Conte einen Weltgesundheitsgipfel organisieren wolle.

Er werde Teil der italienischen G20-Präsidentschaft sein. "Wir werden die Lehren aus der Krise diskutieren, um die Menschheit künftig besser vor Pandemien zu schützen", erklärte von der Leyen.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (62).
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (62).  © Olivier Matthys/AP Pool/dpa

Update, 21. November, 16.37 Uhr: Keine "Querdenken"-Demo in München - 1200 Demonstranten in Kempten

Die von der "Querdenken"-Bewegung gegen die Corona-Politik angekündigte Demonstration auf der Theresienwiese in München hat am Samstag nicht stattgefunden.

Wie ein Polizeisprecher mitteilte, gab es "vereinzelt Zulauf", den Menschen sei jedoch ein Platzverweis erteilt worden. Die Veranstalter hatten für Samstag eine Kundgebung mit bis zu 30.000 Teilnehmern auf der Theresienwiese angemeldet. Die Stadt München untersagte das und wurde am Freitag vom Verwaltungsgericht bestätigt.

Dagegen fand in Kempten am Samstag eine genehmigte "Querdenken"-Demonstration im Illerstadion statt. Rund 1200 Menschen kamen laut Polizeiangaben zu der Kundgebung. Zwischenfälle wurden zunächst nicht bekannt. An einer Gegendemonstration beteiligten sich etwa 200 Menschen, wie ein Sprecher sagte.

Göppingen: "Pandemie der Lügen!" steht auf dem Schild eines Teilnehmers geschrieben, der an einer Demonstration gegen die Corona-Politik der Bundesregierung teilnimmt. Im Hintergrund ist ein Schild zu sehen, auf dem Bundeskanzlerin Merkel in "Sträflingskleidung" abgebildet ist.
Göppingen: "Pandemie der Lügen!" steht auf dem Schild eines Teilnehmers geschrieben, der an einer Demonstration gegen die Corona-Politik der Bundesregierung teilnimmt. Im Hintergrund ist ein Schild zu sehen, auf dem Bundeskanzlerin Merkel in "Sträflingskleidung" abgebildet ist.  © Christoph Schmidt/dpa

Update, 21. November, 16.26 Uhr: Unübersichtliche Lage nach Demo-Absage in Leipzig

Nach der Absage einer Kundgebung von Kritikern der Corona-Maßnahmen hat sich die Lage in Leipzig am Samstag unübersichtlich dargestellt.

In der Innenstadt kam es immer wieder zum Aufeinandertreffen gegensätzlicher Lager, wie die Polizei am Nachmittag auf Twitter mitteilte. "Unsere Einsatzkräfte trennen die Personengruppen", hieß es. Den Angaben zufolge gab es auch Angriffe auf Einsatzkräfte der Polizei.

Eine angemeldete Kundgebung von Kritikern der Corona-Politik wurde am Samstag überraschend abgesagt, obwohl schon Hunderte Menschen vor Ort waren. Parallel beteiligten sich zahlreiche Menschen in der Innenstadt an Gegenprotesten gegen die ursprünglich geplante Kundgebung.

Leipzig: Teilnehmer einer linken Demonstration stehen auf dem Kurt Masur-Platz. Mehrere Hundert Menschen protestieren gegen eine geplante Kundgebung von Kritikern der Corona-Politik der Bundesregierung.
Leipzig: Teilnehmer einer linken Demonstration stehen auf dem Kurt Masur-Platz. Mehrere Hundert Menschen protestieren gegen eine geplante Kundgebung von Kritikern der Corona-Politik der Bundesregierung.  © Zentralbild/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 21. November, 16.04 Uhr: Xi will Kooperation bei Impfstoffen ausbauen

Im Kampf gegen die Pandemie will der chinesische Staats- und Parteichef Xi Jinping (67) die Kooperation Chinas mit anderen Ländern bei der Forschung, Entwicklung, Produktion und Verteilung von Impfstoffen gegen das Coronavirus verstärken.

Auf dem Gipfel der großen Industrienationen (G20) sagte Xi Jinping am Samstag, China wolle Entwicklungsländer unterstützen, indem Impfstoffe als «öffentliches Gut» zugänglich und erschwinglich werden.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) müsse gestärkt werden. Die G20-Gruppe müsse auch die WHO unterstützen, die Mittel für eine gerechte Verteilung der Impfstoffe bereitzustellen.

Xi Jinping schlug ferner die Schaffung von Mechanismen für die gegenseitige Anerkennung von "Gesundheitscodes" vor. Diese sollten auf Testergebnissen und universell anerkannten, maschinenlesbaren Strichcodes (QR-Codes) basieren.

Der chinesische Staats- und Parteichef Xi Jinping (67).
Der chinesische Staats- und Parteichef Xi Jinping (67).  © Li Xueren/XinHua/dpa

Update, 21. November, 16 Uhr: Putin bietet der Welt seinen Corona-Impfstoff an

Russlands Präsident Wladimir Putin (68) hat beim G20-Gipfel der internationalen Gemeinschaft einen breiten Zugang zu dem in Russland entwickelten Impfstoff "Sputnik-V" angeboten.

Sein Land unterstütze die Entscheidung des G20-Gipfels, die Impfstoffe für die gesamte Bevölkerung des Planeten zugänglich zu machen, sagte der 68-Jährige am Samstag bei dem von Gastgeber Saudi-Arabien als Video-Konferenz organisierten Treffen.

Russland sei bereit, seine selbst entwickelten Impfstoffe – es sind drei verschiedene - bedürftigen Staaten zur Verfügung zu stellen. Konkurrenz unter den Herstellern der Vakzine sei unausweichlich, meinte Putin. Aber es gehe hier zuerst auch um die "humanitäre Seite".

"Unser gemeinsames Ziel ist es, einen Bestand an Impfpräparaten zu bilden und der gesamten Bevölkerung des Planeten einen verlässlichen Schutz zu gewährleisten", sagte der russische Präsident.

Die Wirksamkeit von "Sputnik-V" ist von unabhängiger Seite bisher nicht nachgewiesen. Russland hat das Vakzin zur breiten Anwendung bereits zugelassen und Lieferverträge mit anderen Staaten geschlossen. Zwei weitere Impfstoffe sollen im nächsten Jahr zum Einsatz kommen.

Russlands Präsident Wladimir Putin (68).
Russlands Präsident Wladimir Putin (68).  © -/Kremlin/dpa

Update, 21. November, 14.57 Uhr: Dänische Nerzfarm-Besitzer protestieren gegen Massenkeulung

Hunderte dänische Nerzfarm-Besitzer sind zum Protest gegen die von der Regierung veranlasste Massenkeulung der Pelztiere mit Traktoren durch Kopenhagen und Aarhus gefahren. Etwa 850 Traktor-Besitzer hätten sich zu den Demonstrationen angemeldet, meldete am Samstag die Nachrichtenagentur Ritzau unter Berufung auf die Organisatoren.

Die dänische Regierung hatte Anfang November mitgeteilt, dass alle Pelztiere im Land getötet werden sollen, weil das Coronavirus in den Tieren mutiert sei und sich bereits auf den Menschen übertragen habe.

Geschlachtete Nerze werden in einem Graben entsorgt.
Geschlachtete Nerze werden in einem Graben entsorgt.  © Morten Stricker/Ritzau Scanpix/AP/dpa

Update, 21. November, 14.48 Uhr: Polizei: Rund 300 Teilnehmer bei "Querdenken"-Demo in Bochum

Kritiker der Corona-Maßnahmen sind am Samstag in Bochum zu einer Demonstration zusammengekommen. Nach Angaben der Polizei handelte es sich um rund 300 Menschen, die zu Beginn an der Kundgebung teilnahmen.

Die Lage sei friedlich. Demnach gab es keine gravierenden Verstöße gegen die Auflagen und auch von Seiten der Gegendemonstration keine Probleme. Zu der Gegendemo kamen nach Polizeiangaben ebenfalls rund 300 Menschen.

Update, 21. November, 14.37 Uhr: Altmaier zu Corona: Wir brauchen jetzt mutige Entscheidungen

Kurz vor den nächsten Bund-Länder-Beratungen über die Corona-Pandemie hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier vor einer abermaligen Vertagung von Entscheidungen gewarnt.

"Wir brauchen mutige Entscheidungen jetzt, die Wirtschaft und alle Beteiligten wollen Klarheit", sagte der CDU-Politiker im "Interview der Woche" des Deutschlandfunks.

Update, 21. November, 14.25 Uhr: Grünen-Chef Habeck warnt vor gesellschaftlichen Gräben

Grünen-Chef Robert Habeck hat vor einer Spaltung der Gesellschaft in der Corona-Krise gewarnt.

Die Pandemie verstärke Fliehkräfte und Gereiztheit, Orte des Austauschs wie Schwimmhallen, Sportplätze, Theater, Museen, Kinos und Kneipen seien "Orte der Gefährdung" geworden, führte Habeck am Samstag in seiner Auftaktrede zum zweiten Tag des dreitägigen digitalen Grünen-Parteitags aus.

"Der gemeinsame Grund unserer Gesellschaft ist ausgetrocknet, er hat Risse bekommen, und kleine Schollen sind entstanden. Auf diesen kleinen Schollen leben die Menschen in Gruppen und Grüppchen", sagte Habeck. "Wenn es aber stark regnet, dann kann ein solche ausgetrockneter Boden all das Wasser nicht mehr aufnehmen. Dann bildet sich ein Graben, der das Land in zwei Hälften teilt."

Robert Habeck, Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, und Annalena Baerbock, Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, unterhalten sich beim digitalen Bundesparteitag der Grünen im sogenannten Wohnzimmer.
Robert Habeck, Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, und Annalena Baerbock, Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, unterhalten sich beim digitalen Bundesparteitag der Grünen im sogenannten Wohnzimmer.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 21. November, 14.03 Uhr: Vereinzelte neue Infektionen in China: Eine Million Menschen getestet

Nach vereinzelten neuen Infektionen sind in der nordchinesischen Stadt Tianjin eine Million Menschen auf das Coronavirus getestet worden.

Die Massentests wurden im Hafengebiet von Binhai vorgenommen, nachdem dort in einem Wohngebiet fünf neue lokal übertragene Infektionen und weitere drei asymptomatische Fälle festgestellt worden waren, wie Staatsmedien am Samstag berichteten.

Zwei weitere lokale Ansteckungen wurden jeweils aus Shanghai sowie aus Manzhouli in der Inneren Mongolei gemeldet. Bus- und Zugverbindungen in die Stadt an der Grenze zu Russland wurden unterbrochen, wie die Webseite Toutiao berichtete. Seit dem Sommer hat China das Virus mit strengen Maßnahmen, Massentests, Quarantäne, Kontaktverfolgung und strikten Einreisebeschränkungen weitgehend unter Kontrolle gebracht.

In China wurden aufgrund von einzelnen, lokalen Corona-Ausbrüchen fast eine Million Menschen getestet.
In China wurden aufgrund von einzelnen, lokalen Corona-Ausbrüchen fast eine Million Menschen getestet.  © Mark Schiefelbein/AP/dpa

Update, 21. November, 13.42 Uhr: Großeinsatz der Polizei bei Demonstrationen in Leipzig

In der Leipziger Innenstadt haben sich am Samstag zahlreiche Menschen versammelt, um gegen eine Kundgebung von Kritikern der Corona-Maßnahmen zu protestieren.

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Teilnehmer einer linken Demonstration versammeln sich auf dem Augustusplatz. Mehrere Hundert Menschen protestieren gegen eine geplante Kundgebung von Kritikern der Corona-Politik der Bundesregierung.
Teilnehmer einer linken Demonstration versammeln sich auf dem Augustusplatz. Mehrere Hundert Menschen protestieren gegen eine geplante Kundgebung von Kritikern der Corona-Politik der Bundesregierung.  © Zentralbild/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 21. November, 13.41 Uhr: Merz will Weihnachtsfeiern in Familien - "Geht den Staat nichts an"

CDU-Vorsitzkandidat Friedrich Merz hat Bund und Länder davor gewarnt, die Corona-Beschränkungen über Weihnachten aufrechtzuerhalten.

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Update, 21. November, 13.38 Uhr: Polizei: Immense Brutalität bei Corona-Protest in Berlin

Der Protest gegen die deutsche Corona-Politik am Mittwoch im Berliner Regierungsviertel zeigt aus Sicht der Polizei eine Radikalisierung der Szene.

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Update, 21. November, 13.05 Uhr: Hilfsorganisationen warnen vor Hungerkatastrophe in Afghanistan

In diesem Winter droht in Afghanistan nach Angaben der Hilfsorganisation Caritas auch wegen der Corona-Pandemie eine Hungerkatastrophe.

"Die häufigen Wetterextreme wie Dürren und Überschwemmungen in den vergangenen Jahren und die nach wie vor angespannte Sicherheitslage verhindern, dass die Menschen von der Bewirtschaftung ihrer Felder leben können", sagte Vera Jeschke, Länderreferentin von Caritas international und zuständig für die Arbeit des Hilfswerks in Afghanistan am Samstag in Freiburg.

Update, 21. November, 12.21 Uhr: Regierungsbeauftragter: Tourismus ja - mit Wandel bei Reiseverhalten

Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, erwartet nach der Corona-Pandemie einen grundlegenden Wandel beim Reiseverhalten.

"Der Fokus wird insgesamt noch mehr auf Sicherheit liegen. Menschen werden eben dorthin reisen, wo es sicher ist", sagte der CDU-Politiker der "Heilbronner Stimme" (Samstag).

Update, 21. November, 11.52 Uhr: Großer Andrang beim Corona-Massentest in Südtirol

In der norditalienischen Provinz Südtirol ist die Beteiligung der Bürger am freiwilligen Corona-Massentest groß.

Seit Öffnung der Teststationen in der kleinen Alpen-Provinz ließen bis zum Samstagmorgen fast 140.000 Menschen einen Abstrich machen. Wie die Behörden im Internet weiter mitteilten, erhielten dabei bis 10 Uhr des zweiten Tages insgesamt 1744 Menschen (1,3 Prozent) ein positives Corona-Resultat. Die Reihenuntersuchung auf das Virus Sars-CoV-2 läuft an knapp 200 Testpunkten bis zum Sonntagabend.

Südtirol will mit einem dreitägigen Massentest die Corona-Welle schneller brechen. Zum Start strömen die Menschen in die Teststationen.
Südtirol will mit einem dreitägigen Massentest die Corona-Welle schneller brechen. Zum Start strömen die Menschen in die Teststationen.  © Antonio Calanni/AP/dpa

Update, 21. November, 11.15 Uhr: Italien erhöht Corona-Finanzhilfen kurz vor Jahresende erneut

Italiens Regierung will die Finanzhilfen für die von den Corona-Sperren besonders betroffenen Firmen etwa in Handel, Kultur und Gastronomie noch einmal aufstocken.

Das Kabinett von Ministerpräsident Giuseppe Conte verabschiedete am Freitagabend ein Dekret, das rund zwei Milliarden Euro an Hilfen für den Rest des Jahres 2020 umfasst.

Update, 21. November, 11.13 Uhr: Polen lockert vor Weihnachten Schutzmaßnahmen für Einzelhandel

Polen lockert in der Vorweihnachtszeit die Corona-Schutzmaßnahmen für den Einzelhandel.

Unter Einhaltung strengster Hygieneauflagen dürften Geschäfte in Einkaufszentren vom 28. November an wieder öffnen, sagte Ministerpräsident Mateusz Morawiecki am Samstag in Warschau.

Update, 21. November, 10.54 Uhr: Leipzig bereitet sich auf Demonstrationen vor

Am Samstagvormittag haben in Leipzig die Vorbereitungen auf mehrere angekündigte Demonstrationen begonnen, zu denen einige tausend Teilnehmer erwartet werden.

Nach Einschätzung des sächsischen Verfassungsschutzes wurde im Vorfeld der Demonstrationen sowohl im rechtsextremistischen als auch im linksextremistischen Lager mobilisiert.

Update, 21. November, 10.16 Uhr: Corona-Rekord in den USA: Mehr als 195.000 Neuinfektionen

In den USA hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages einen Höchststand erreicht. Die Behörden meldeten am Freitag innerhalb von 24 Stunden 195.542 neue Fälle, wie aus Daten der Universität Johns Hopkins (JHU) in Baltimore vom Samstagmorgen (MEZ) hervorging. Der bislang höchste Tageswert war erst am Vortag registriert worden und lag bei 187.833 Fällen.

Am Mittwoch hatten die USA nach Angaben der JHU die Marke von einer Viertelmillion bei der Zahl der Toten überschritten. Seit Beginn der Pandemie starben mehr als 254.400 Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2 - mehr als in jedem anderen Land der Welt.

New Yorker mit ihren Mundschutzmasken. Seit dem Beginn der Pandemie haben sich in den USA mehr als 11 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert.
New Yorker mit ihren Mundschutzmasken. Seit dem Beginn der Pandemie haben sich in den USA mehr als 11 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert.  © Mark Lennihan/AP/dpa

Update, 21. November, 7.44 Uhr: Spahn: Wellenbrecher-Strategie funktioniert - Lindner widersprichtt

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat den seit Anfang November geltenden Teil-Lockdown als Erfolg im Kampf gegen die Corona-Krise bewertet.

"Der Wellenbrecher funktioniert doch", sagte der CDU-Politiker der "Welt" (Samstag). "Das exponentielle Wachstum ist gebrochen. Wir sind uns einig, dass das nicht reicht. Aber es ist gelungen - einmal mehr."

FDP-Vorsitzende Christian Lindner widersprach in dem "Welt"-Streitgespräch dem Minister und warf der Regierung Strategielosigkeit vor. "Meine Befürchtung ist: Wir finden aus dem aktuellen November-Lockdown in diesem Jahr nicht wieder raus", sagte Lindner.

"Und falls wir ihn beenden, dann ist wenige Wochen später der nächste da. Das wäre eine Stop-and-Go-Politik, die enormen sozialen und wirtschaftlichen Schaden verursacht." Die Wellenbrecher-Strategie der Regierung funktioniere nicht, sie sei nicht dauerhaft durchhaltbar, konstatierte Lindner.

Christian Lindner, Fraktionsvorsitzender und Parteivorsitzender der FDP, behauptet, die Wellenbrecher-Strategie der Bundesregierung funktioniert nicht.
Christian Lindner, Fraktionsvorsitzender und Parteivorsitzender der FDP, behauptet, die Wellenbrecher-Strategie der Bundesregierung funktioniert nicht.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 21. November, 7.33 Uhr: 22.964 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 22.964 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet.

Im Vergleich zum Wert vor einer Woche wurden gut 500 Fälle mehr gemeldet. Am vergangenen Samstag hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 22.461 gelegen. Der Höchststand war am Freitag mit 23.648 gemeldeten Fällen erreicht worden. Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Freitag bei 1,05 (Vortag: 0,99).

Update, 21. November, 7.31 Uhr: Virologen und Mediziner für längere Anti-Corona-Maßnahmen

Mehrere Virologen und Mediziner halten angesichts weiter hoher Corona-Infektionszahlen eine Verlängerung oder gar Verschärfung der bisherigen Beschränkungen für geboten.

"Zielsetzung war es, einen deutlichen Rückgang der Neuinfektionen zu erreichen. Fast drei Wochen nach Beginn der Maßnahmen sehen wir aber keinen deutlichen Abfall, sondern eine Seitwärtsbewegung", sagte der Chefvirologe der Universität Heidelberg, Hans-Georg Kräusslich, der "Rhein-Neckar-Zeitung" (Samstag). "Es ist also klar, dass das eigentliche Ziel nicht erreicht worden ist."

Update, 21. November, 7.26 Uhr: Dobrindt fordert weitere Verschärfungen gegen Corona

Der Chef der CSU-Bundestagsabgeordneten, Alexander Dobrindt, fordert gravierende Anti-Corona-Maßnahmen, um bis Weihnachten die Infektionszahlen stark einzudämmen.

"Dazu braucht es zusätzliche Beschränkungen", sagte der Vorsitzende der CSU-Landesgruppe der "Passauer Neuen Presse" (Samstag). So müsse das Infektionsgeschehen an den Schulen stärker gebremst werden. "Die Schulen können zum Beispiel auf Wechselunterricht oder Hybridunterricht umstellen", forderte Dobrindt.

Alexander Dobrindt, CSU-Landesgruppenchef, fordert eine Verschärfung der Corona-Regeln.
Alexander Dobrindt, CSU-Landesgruppenchef, fordert eine Verschärfung der Corona-Regeln.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 21. November, 7.18 Uhr: Wissenschaftsinitiative einig: Ohne Tierversuche gibt es keinen Corona-Impfstoff

Der ersehnte Corona-Impfstoff wäre nach Einschätzung einer Wissenschaftsinitiative ohne Tierversuche nicht möglich. Der Zulassung erster klinischer Tests an Menschen "waren Tierversuche an Mäusen und Ratten vorausgegangen", berichtete die Initiative "Tierversuche verstehen".

In einer späteren Phase seien Tierversuche mit Rhesusaffen durchgeführt worden. "Nach der Gabe des experimentellen Impfstoffs BNT162b2 wurden die Tiere mit dem Virus infiziert – sie waren jedoch geschützt, eine Infektion war nicht nachweisbar."

Update, 21. November, 4.55 Uhr: Bundesministerin Karliczek versichert: Corona-Impfstoff wird freiwillig bleiben

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) hat die Sicherheit der neuen potenziellen Corona-Impfstoffe betont. "Der Impfstoff wird die gleichen Sicherheitsstandards erfüllen wie alle anderen", sagte Karliczek der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstag).

"Das heißt auch, dass die Behörden nach der Zulassung weiter eng begleiten und einen Blick auf die Sicherheit und Wirksamkeit des Impfstoffs haben - also genauso wie das sonst auch abläuft." Sie fügte hinzu: "Es braucht sich also niemand Sorgen zu machen." Karliczek betonte: "Die Impfung bleibt absolut freiwillig."

Update, 21. November, 3.30 Uhr: Trumps Sohn Donald positiv auf das Coronavirus getestet

Der Sohn des amtierenden US-Präsidenten, Donald Trump Junior, hat sich Medienberichten zufolge mit dem Coronavirus infiziert.

Er habe keine Symptome und habe sich selbst in Quarantäne begeben, erklärte ein Sprecher demnach. Ein Corona-Test sei bei ihm Anfang der Woche positiv ausgefallen, berichteten die Sender CBS und CNN sowie die "New York Times" am Freitagabend (Ortszeit) unter Berufung auf den Sprecher.

Donald Trump Junior, Sohn des amtierenden US-Präsidenten, hat sich Medienberichten zufolge mit dem Coronavirus infiziert.
Donald Trump Junior, Sohn des amtierenden US-Präsidenten, hat sich Medienberichten zufolge mit dem Coronavirus infiziert.  © John Bazemore/AP/dpa

Update, 21. November, 2.11 Uhr: Mehrheit der Unternehmen bricht die Nachfrage weg

Wegen der Corona-Pandemie bricht einer Umfrage zufolge mehr als jedem zweiten deutschen Unternehmen die Nachfrage weg.

Insgesamt rechnen mehr als zwei Drittel der Firmen für 2020 mit einem Umsatzrückgang, wie eine Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) unter mehr als 13.000 Unternehmen aller Branchen und Regionen ergab. Gekürzte Investitionsbudgets drückten in vielen Weltregionen die Nachfrage auch nach deutschen Produkten, erklärte der Verband. Doch auch im Inland komme es zu Ausfällen.

Update, 21. November, 1.46 Uhr: Kanzleramtschef Braun hält Weihnachten ohne Großeltern für unvorstellbar

Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) setzt darauf, dass das Weihnachtsfest im Familienkreis gefeiert werden kann. "Es ist für mich nicht vorstellbar, dass die Großeltern an Weihnachten nicht mitfeiern", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Samstag).

Zugleich appellierte er an die Menschen, dafür Sorgfalt walten zu lassen. "Wichtiger als die Anzahl der Menschen, die zusammenkommen, ist, dass man vorher seine Kontakte reduziert und darauf achtet, dass niemand Symptome hat", erklärte er.

Der Wunsch des Kanzleramts, dass jede Familie privat nur noch mit einer Person aus einem weiteren Haushalt Kontakt haben soll, sei keine Verpflichtung. "Es handelt sich nicht um eine Vorschrift, sondern um einen Verhaltenshinweis. Es ist eine Art Winter-Knigge", sagte Braun.

Helge Braun (CDU), Chef des Bundeskanzleramtes und Bundesminister für besondere Aufgaben, kann sich kein Weihnachten ohne Großeltern vorstellen.
Helge Braun (CDU), Chef des Bundeskanzleramtes und Bundesminister für besondere Aufgaben, kann sich kein Weihnachten ohne Großeltern vorstellen.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 21. November, 0.30 Uhr: Verkehrsminister gegen schärfere Corona-Regeln im ÖPNV

Trotz sehr hoher Corona-Infektionszahlen wollen die Verkehrsminister nach einem Medienbericht die Abstands- und Hygieneregeln in Bussen und Bahnen nicht verschärfen.

Darauf hätten sich die Ressortchefs von Bund und Ländern in einer Telefon-Schaltkonferenz am Freitag geeinigt, berichtet die "Bild"-Zeitung (Samstag). Eine zuvor diskutierte Abstandsregelung für öffentliche Verkehrsmittel wurde demnach einstimmig abgelehnt.

Update, 20. November, 22.15 Uhr: Verwaltungsgerichtshof München bestätigt Demo-Verbot für "Querdenker"

Nach dem Verwaltungsgericht München hat auch der Bayerische Verwaltungsgerichtshof das Verbot einer für Samstag geplanten "Querdenker"-Demonstration gegen die Corona-Politik bestätigt.

Die Veranstalter hatten eine Kundgebung mit bis zu 30.000 Teilnehmern auf der Münchner Theresienwiese angemeldet. Die Stadt München untersagte das und wurde am Freitag zunächst vom Münchner Verwaltungsgericht bestätigt.

Update, 20. November, 21.46 Uhr: Pfizer beantragt US-Notfallzulassung für Corona-Impfstoff

Das Mainzer Unternehmen Biontech und der amerikanische Pharmariese Pfizer haben eigenen Angaben zufolge bei der US-Arzneimittelbehörde FDA eine Notfallzulassung für ihren Corona-Impfstoff beantragt. Das bestätigte Pfizer am Freitag bei Twitter.

Falls der Wirkstoff zugelassen wird, könnten besonders gefährdete Menschen in den USA bereits Mitte bis Ende Dezember geimpft werden.

Biontech und Pfizer waren die ersten westlichen Hersteller, die vielversprechende Studienergebnisse veröffentlicht haben und nun den Weg für eine Notfallzulassung bei der FDA gehen. Für den Impfstoff mit der Bezeichnung BNT162b2 ergaben umfangreiche Testreihen nach Angaben der Unternehmen eine Wirksamkeit, die einen 95-prozentigen Schutz vor der Krankheit Covid-19 bietet.

Update, 20. November, 20.39 Uhr: UN-Chef vor G20: Gemeinsames Vorgehen bei Impfstoff nötig

UN-Generalsekretär António Guterres hat die führenden Wirtschaftsnationen der Welt vor dem G20-Gipfel zu einer engeren Zusammenarbeit bei der gerechten Verteilung von Impfstoffen aufgefordert.

Er hoffe, dass die internationale Corona-Impf- Initiative Covax das zentrale Instrument sein wird, um Vakzine für alle Menschen erhältlich und erschwinglich zu machen. "Ich bitte alle G20-Mitglieder dringend, Mitglieder von Covax zu werden", sagte Guterres am Freitag in New York.

Der Covax-Initiative haben sich bereits mehr als 150 Länder angeschlossen, darunter auch China, nicht aber die USA. Deutschland hat bereits 100 Millionen Euro beigesteuert, aus Regierungskreisen verlautete aber, dass es auf dem G20-Gipfel keine weiteren finanziellen Zusagen geben werde. Bis Ende 2021 werden für Covax elf Milliarden US-Dollar benötigt.

Antonio Guterres ist der Generalsekretär der Vereinten Nationen.
Antonio Guterres ist der Generalsekretär der Vereinten Nationen.  © Mark Garten/UN/dpa

Update, 20. November, 19.53 Uhr: Gesundheitsministerium setzt Corona-Einreiseverordnung außer Kraft

Das NRW-Gesundheitsministerium setzt nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts in Münster die Corona-Einreiseverordnung des Landes außer Kraft.

"Da das OVG wesentliche Bedenken gegen die zentralen Regelungen der Verordnung geäußert und sie außer Kraft gesetzt hat, ist die gesamte Verordnung ab sofort nicht mehr anzuwenden", erklärte eine Sprecherin des Ministeriums am Freitagabend auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Eine entsprechende Mitteilung an die Kommunen erfolge umgehend.

Update, 20. November, 19.37 Uhr: Wirtschaftsminister Altmaier vorsorglich in Corona-Quarantäne

Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) ist nach einem Coronafall in seinem Umfeld vorsorglich in Quarantäne.

Ein erster Coronatest des Ministers sei negativ gewesen, teilte das Ministerium am Freitagabend mit.

Mehr dazu erfahrt Ihr >>>hier.

Ein Mitarbeiter von Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) ist an Corona erkrankt.
Ein Mitarbeiter von Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) ist an Corona erkrankt.  © Fabian Sommer/dpa

Update, 20. November, 19.22 Uhr: Pandemie in Italien: Licht und Schatten bei neuen Corona-Daten

In Italien signalisieren die jüngsten Corona-Daten Fortschritte im Kampf gegen die Pandemie, doch die Zahl der Neuinfizierten bleibt hoch. Der sogenannte R-Wert für die Geschwindigkeit der Virus-Weitergabe in der Bevölkerung sank auf rund 1,2, wie Fachleute der Regierung am Freitag in Rom bekannt gaben.

In der Vorwoche hatte die Zahl in Italien im Schnitt bei 1,4 und davor bei 1,7 gelegen. Diese Zahl zeigt an, wie viele Menschen eine mit dem Virus infizierte Person im Schnitt ansteckt. Sinkt sie unter 1, gibt es immer weniger Neuinfektionen, die Epidemie läuft also aus.

"Wir sollten noch keine Siegeslieder anstimmen. Denn die R-Zahl liegt über 1. Und das bedeutet, dass die Fälle weiter zunehmen, wenn auch langsamer", sagte der Chef des nationalen Gesundheitsinstituts ISS, Silvio Brusaferro. Die Behörden in dem 60-Millionen-Einwohner-Land registrierten am Freitag mehr als 37.000 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden.

Update, 20. November, 19.07 Uhr: In den Niederlanden wird Impfen gratis und freiwillig

Sobald ein Corona-Impfstoff zur Verfügung steht, können Niederländer sich gratis und freiwillig impfen lassen. Eine Verpflichtung werde es nicht geben, kündigte das Gesundheitsministerium am Freitag in Den Haag an.

Als erste Gruppe sollen Menschen über 60 Jahre, besonders Gefährdete und Pflegepersonal an der Reihe sein. Das Ministerium erwartet, dass etwa 3,5 Millionen Niederländer im ersten Quartal des neuen Jahres geimpft werden können.

Update, 20. November, 18.45 Uhr: Tschechien beschließt vorsichtige Erleichterungen bei Corona-Regeln

Tschechien senkt seine Corona-Warnstufe von der höchsten auf die zweithöchste der fünf Stufen. Das gelte von Montag an, sagte Gesundheitsminister Jan Blatny nach einer Kabinettssitzung am Freitag.

Der Mediziner appellierte an die Bevölkerung, sich weiter verantwortungsvoll zu verhandeln, denn die Pandemie sei "unberechenbar". Das neue Warnstufen-System "Pes" (tschechisch für "Hund") gilt erst seit wenigen Tagen.

Die nächtliche Ausgangssperre beginnt künftig erst um 23.00 Uhr, zwei Stunden später als bisher. Die Geschäfte des täglichen Bedarfs wie Supermärkte dürfen abends länger öffnen. Es dürfen sich bis zu sechs statt bisher zwei Menschen versammeln. Die meisten anderen Maßnahmen bleiben unverändert, wie etwa die Schließung der Restaurants und die Maskenpflicht im Freien und in Innenräumen.

Jan Blatny ist der Gesundheitsminister der Tschechischen Republik.
Jan Blatny ist der Gesundheitsminister der Tschechischen Republik.  © Michal Krumphanzl/CTK/dpa

Update, 20. November, 18.31 Uhr: Neue Impfgegner-Demo in Berlin: 5000 Teilnehmer erwartet

Auch an diesem Wochenende wird Berlin Schauplatz von Demonstrationen gegen die Corona-Politik. Die voraussichtlich größte ist ein "Schweigemarsch" aus dem Lager der Impfgegner.

Für Sonntagmittag sind laut Polizei am S-Bahnhof Bornholmer Straße 5000 Teilnehmer angemeldet, die zur Straße des 17. Juni, also ins Regierungsviertel, ziehen wollen. Parallel sind zwei kleine Gegendemos angesetzt. Laut einer Polizeisprecherin ist der Einsatz nicht vergleichbar groß wie bei den jüngsten Protesten.

Update, 20. November, 18.09 Uhr: Frankreich: Infektions-Höhepunkt in zweiter Corona-Welle überwunden

Frankreich hat nach Ansicht der nationalen Gesundheitsbehörde den Höhepunkt von Neuinfektionen in der aktuellen Phase der Corona-Pandemie bereits hinter sich.

"Auch wenn die Indikatoren auf hohem Niveau bleiben, legt ihre Beobachtung nahe, dass der epidemiologische Spitzenwert der zweiten Welle überwunden wurde", heißt es in einer Erklärung der Behörde vom Freitag. In der vergangenen Woche habe es einen Rückgang positiver Tests um 40 Prozent gegeben.

Auch Premierminister Jean Castex sagte am Freitag, die aktuelle Strategie beginne, Resultate zu zeigen. Er betonte aber, dass es weiterhin wichtig sei, sich an die geltenden Regeln zu halten. Dies sei sicherlich nicht der Zeitpunkt, um nachzulassen.

Frankreich hat diese Woche die Grenze von zwei Millionen Corona-Infizierten überschritten.
Frankreich hat diese Woche die Grenze von zwei Millionen Corona-Infizierten überschritten.  © Martin Bureau/AFP/dpa

Update, 20. November, 17.46 Uhr: Oberarzt soll zwei Corona-Patienten todbringende Medikamente gegeben haben

Ein Oberarzt der Essener Uniklinik soll zwei todkranken Männern in deren letzter Lebensphase Medikamente verabreicht haben, die zu deren sofortigem Tod führten. Die Polizei wirft dem 44-Jährigen Totschlag vor.

Nach Informationen der "Bild"-Zeitung handelte es sich bei den beiden gestorbenen Männern um Corona-Patienten, die auf der Covid-19-Station des Uniklinikums behandelt wurden.

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Update, 20. November, 17.29 Uhr: Gericht kippt Quarantänepflicht für Auslandsrückkehrer in NRW

Das Oberverwaltungsgericht in Münster hat die in der Corona-Einreiseverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen geregelte Quarantänepflicht für Auslandsrückkehrer aus Risikogebieten gekippt.

Nach Ansicht des Gerichts hat das Land nicht berücksichtigt, dass Reisende bei der Rückkehr aus Ländern mit geringeren Infektionszahlen als an ihrem Wohnort nach der Heimkehr einem höherem Infektionsrisiko ausgesetzt sind. Somit sei die Quarantäne aktuell kein geeignetes Mittel zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Deutschland, teilte das Gericht am Freitag mit.

Update, 20. November, 17.04 Uhr: Weltfußballer-Kür wegen Corona-Pandemie nur virtuell am 17. Dezember

Die besten Fußballerinnen und Fußballer sowie Trainerinnen und Trainer des Jahres 2020 werden vom Weltverband FIFA am 17. Dezember gekürt. Durch die Coronavirus-Pandemie wird die Zeremonie diesmal virtuell durchgeführt. Das teilte die FIFA am Freitag mit. Dieses Jahr habe mehr denn je gezeigt, dass die Gesundheit an oberster Stelle stehe.

Die Hauptdarsteller des Fußballs hätten nicht nur als Spieler, "sondern auch als Vorbilder viel Verantwortung übernommen, indem sie den Menschen in der gegenwärtigen Gesundheitskrise Hoffnung gespendet und die Welt vereint haben", hieß es.

Der Fußball habe nach seiner Wiederaufnahme vielen Sicherheit und Freude geschenkt, "wie es sie sonst in dieser Zeit kaum gibt". Gerade deshalb müsse die FIFA solche Leistungen auch in diesem außerordentlichen Jahr ehren, schrieb der Weltverband weiter.

Update, 20. November, 16.53 Uhr: Madrid riegelt sich wegen Corona ab - Spanien kündigt Impfplan an

Zur weiteren Eindämmung der Corona-Pandemie riegelt sich Madrid zwischen dem 4. und dem 13. Dezember ab. Dieser Zeitraum sei wegen der zwei Feiertage am 7. und 8. Dezember gewählt worden, erklärte am Freitag der Vizeminister für Gesundheit der spanischen Hauptstadt-Region, Antonio Zapatero.

"Die Mobilität um diese Zeit herum mit dem langen Wochenende und den Brückentagen ist normalerweise so groß, dass wir diese Maßnahme ergreifen mussten." Während der zehntägigen Abriegelung werden die 6,6 Millionen Einwohner Madrids ihre Region nur mit triftigem Grund verlassen dürfen, etwa um zur Arbeit oder zum Arzt zu fahren. Auswärtige werden ebenfalls nur in Ausnahmefällen einreisen dürfen.

Ministerpräsident Pedro Sánchez kündigte unterdessen einen "nationalen Impfplan" an. Im ersten Halbjahr 2021 werde im Rahmen dieses Projekts "ein beträchtlicher Teil der Bevölkerung" geimpft werden können, sagte der sozialistische Politiker. "Unser Land wird zusammen mit Deutschland das erste der Europäischen Union sein, das über einen kompletten Impfplan verfügen wird."

Update, 20. November, 16.48 Uhr: Kanzleramtschef Braun: Schulen bei Corona-Bekämpfung in Blick nehmen

Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) hat mit Blick auf den anstehenden Bund-Länder-Gipfel zur Corona-Krise am kommenden Mittwoch dafür plädiert, ein besonderes Augenmerk auf Schulen zu legen.

"Was wir für den November beschlossen haben, hat die Infektionsdynamik gebrochen. Aber es hat noch nicht dazu geführt, dass die Zahlen nach unten gehen", sagte Braun dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Nun gehe es vor allem darum, Kontakte zu reduzieren und die hohen Infektionsraten bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu senken.

"Sie tragen wesentlich zur Verbreitung der Infektion bei", sagte Braun. Vor allem in den weiterführenden Schulen müsse "alles getan werden, um die Abstandsregeln einzuhalten". Darüber würden Bund und Länder am Mittwoch diskutieren.

Braun schlug zudem vor, ältere Schüler vermehrt zu Hause zu unterrichten und bei der Suche nach großen Unterrichtsräumen auch außerhalb der Schulgelände zu suchen. Wenn Schulen nicht über größere Räume verfügten, ist es nach Auffassung des Kanzleramtschefs auch denkbar, "auf Bürgerhäuser und Kinosäle auszuweichen".

Laut Kanzleramtschef Helge Braun will die Bundesregierung die Schulen weiterhin offen lassen.
Laut Kanzleramtschef Helge Braun will die Bundesregierung die Schulen weiterhin offen lassen.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 20. November, 16.44 Uhr: Zweitligisten erklären sich gemeinsam: Kostenstrukturen ändern

Alle 18 Fußball-Zweitligisten haben sich über die wirtschaftlichen Folgen der derzeitigen Corona-Krise ausgetauscht. Dies teilte die Deutsche Fußball Liga (DFL) am Freitag mit.

Die Einnahmeeinbußen durch Zuschauereinschränkungen und Geisterspiele haben "erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen auch auf die Clubs der 2. Bundesliga", stellten die Clubs fest. Seit Beginn der Pandemie im Frühjahr dürfen Profispiele nur noch entweder ohne Publikum oder mit stark reduziertem Zuschauerkontingent stattfinden.

Ob die 18 Vereine konkrete Beschlüsse oder Gegenmaßnahmen gefasst haben, wurde nicht deutlich. Man habe es sich "gemeinsam und in geschlossener Linie zur Aufgabe gemacht, Änderungen der clubindividuellen Kostenstrukturen anzustreben und so auf diese außergewöhnliche Situation im Profifußball zu reagieren", hieß es in dem Statement weiter.

Update, 20. November, 16.33 Uhr: Bundespräsident beunruhigt über Belästigung von Abgeordneten

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Belästigung von Bundestagsabgeordneten während der Abstimmung über die Reform des Infektionsschutzgesetzes als beunruhigend und empörend bezeichnet.

"Das ist in einer Demokratie absolut untragbar", sagte Steinmeier am Freitag in Nürnberg. Am Mittwoch hatten mehrere Besucher Bundestagsabgeordnete bedrängt, belästigt, gefilmt und beleidigt. Drei AfD-Abgeordnete hatten die Störer eingeladen.

Es sei gut, dass sich der Ältestenrat des Bundestags mit dem Vorfall befasst habe, sagte Steinmeier. "Das muss auch Folgen haben." Ihn erinnere der Vorfall an die Demonstration gegen die Corona-Politik Ende August in Berlin, während der einige Menschen die Treppen vor Reichstagsgebäude besetzt hatten. "Wenn man beide Fälle zusammen sieht, könnte man auf die Idee kommen, damals Ende August ist getestet worden, wie die Öffentlichkeit auf die Bedrängung des Bundestages reagiert."

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier macht sich Sorgen wegen Corona-Leugnern, die den Bundestag immer aggressiver bedrängen.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier macht sich Sorgen wegen Corona-Leugnern, die den Bundestag immer aggressiver bedrängen.  © Daniel Karmann/dpa

Update, 20. November, 16.22 Uhr: Karliczek rechnet mit weiter regionalem Vorgehen an Schulen

Vor den nächsten Corona-Beratungen der Ministerpräsidenten der Länder mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am kommenden Mittwoch hat Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU) um Verständnis für ein regional unterschiedliches Vorgehen an den Schulen geworben.

"Es wird von der Länderseite nichts vorgestellt werden können, was einmal für alle in ganz Deutschland gilt, sondern man muss immer auf die regionalen Gegebenheiten Rücksicht nehmen", sagte sie am Freitag in Berlin.

Neben den regionalen Gegebenheiten müsse man sich auch ansehen, ob es um kleinere Kinder und größere Kinder gehe, sagte Karliczek. "Vielleicht kann man da auch unterschiedlich vorgehen." Auf die Frage, ob sie erwarte, dass es bei der Maßgabe bleibe, die Schulen möglichst offen zu halten, sagte die Ministerin, dies sei das oberste Prinzip, was nach dem ersten Lockdown gemeinsam vereinbart worden sei.

Anja Karliczek (CDU) ist die Bundesministerin für Bildung und Forschung.
Anja Karliczek (CDU) ist die Bundesministerin für Bildung und Forschung.  © Michael Kappeler/dpa

Update, 20. November, 16.13 Uhr: Litauen mit Höchststand bei Corona-Neuinfektionen

In Litauen hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen am Freitag mit 2272 Fällen binnen 24 Stunden einen neuen Höchststand erreicht.

Damit habe es seit Beginn der Pandemie im Frühjahr mehr als 42.000 erfasste Fälle in dem baltischen EU-Land gegeben, teilte die Gesundheitsbehörde in Vilnius mit. In dem Ostseestaat starben nach offiziellen Daten bislang 357 Menschen in Verbindung mit dem Virus.

Unter den Neuinfizierten gibt es mit Parlamentspräsidentin Viktorija Cmilyte-Nielsen und Verteidigungsminister Raimundas Karoblis auch zwei prominente Namen. Beide sind nach eigenen Angaben am Donnerstag positiv auf das Coronavirus getestet und befinden sich nun ohne Symptome in häuslicher Quarantäne.

Update, 20. November, 15.59 Uhr: Scholz wirbt für globalen Schulterschluss bei Corona-Impfstoff

Finanzminister Olaf Scholz (SPD) hat die führenden Wirtschaftsnationen aufgefordert, sich an der internationalen Corona-Impf-Initiative Covax zu beteiligen. "Deutschland und Europa haben hier schon erhebliche Finanzmittel zugesagt", erklärte der Vizekanzler nach Beratungen der G20-Finanzminister am Freitag.

Deutschland sei zweitgrößter Geber. Doch: "Notwendig ist, dass alle G20-Staaten sich daran beteiligen", forderte Scholz. Bisher wurden laut Finanzministerium insgesamt rund 4,3 Milliarden Euro für die Entwicklung und global faire Verteilung von Impfstoffen bereitgestellt.

Die jüngsten Nachrichten zu den Corona-Impfstoffen machten Hoffnung, sagte Scholz. Jetzt sei ein globaler Schulterschluss nötig, um einen gerechten und fairen Zugang zu den Impfstoffen sicherzustellen.

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) bittet die G20-Staaten um finanzielle Beteiligung an der internationalen Corona-Impf-Initiative Covax.
Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) bittet die G20-Staaten um finanzielle Beteiligung an der internationalen Corona-Impf-Initiative Covax.  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 20. November, 15.48 Uhr: Geheimplan der Länder: Gibt es den Lockdown bis 20. Dezember und verlängerte Ferien?

Kommende Woche treten Bund und Länder erneut zusammen, um die Corona-Lage in Deutschland zu besprechen. Das Magazon "Business Insider" nennt Details, mit welchen Plänen und Zielen die Länder angeblich in die Beratungen gehen wollen.

Demnach steht womöglich eine Verlängerung des Lockdowns sowie Deutschlandweite Weihnachtsferien bis zum 10. Januar im Raum.

Mehr dazu lest Ihr im TAG24-Artikel zum Corona-Geheimplan der Bundesländer.

Update, 20. November, 15.26 Uhr: AfD-Politiker mit löchriger Corona-Maske sorgt für Aufregung

Ein AfD-Politiker hat mit einem offenkundig löchrigen Mund-Nasen-Schutz im Bundestag für Aufregung gesorgt. Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth untersagte dem Abgeordneten Thomas Seitz am Freitag, mit seiner orangenen Maske vom Rednerpult zurück zu seinem Platz zu gehen.

Die Maske habe Löcher und sei daher nicht geeignet, sagte Roth. Schließlich reichte sie ihm eine FFP2-Maske, die sie mit Hilfe eines Stiftes aus einer sterilen Verpackung genommen hatte. Seitz beschwerte sich über einen "Maulkorb", woraufhin Roth mit einem Ordnungsgeld drohte.

Update, 20. November, 15.07 Uhr: Kripo ermittelt nach Corona-Ausbruch mit acht Toten in Pflegeheim

Die Kriminalpolizei ermittelt nach einem Corona-Ausbruch in einem Pflegeheim im unterfränkischen Großwallstadt mit acht Todesfällen.

Mehr dazu erfahrt Ihr im TAG24-Artikel zu den Corona-Ermittlungen in Großwallstadt.

Update, 20. November, 15.01 Uhr: Verwaltungsgericht bestätigt Verbot für "Querdenker"-Demo in München

Das Verwaltungsgericht München hat das Verbot einer "Querdenker"-Demonstration gegen die Corona-Politik bestätigt.

Die Veranstalter hatten für Samstag eine Kundgebung mit bis zu 30.000 Teilnehmern auf der Münchner Theresienwiese angemeldet. Die Stadt München untersagte das und wurde am Freitag von den Richtern bestätigt.

Von der geplanten Versammlung gingen voraussichtlich unzumutbare Infektionsgefahren aus, erklärte das Gericht. Das zeige die Erfahrung mit vergangenen "Querdenker"-Versammlungen, die hohe Teilnehmerzahl, das Fehlen eines Hygienekonzepts und die vom Antragsteller offen zum Ausdruck gebrachte Ablehnung staatlicher Maßnahmen.

Update, 20. November, 14.45 Uhr: Freiburgs Trainer Streich kritisiert Verschwörungstheoretiker scharf

Christian Streich hat Verschwörungstheorien von manchen Politikern und Prominenten im Rahmen der Corona-Pandemie scharf kritisiert. "Es ist fast schon Blasphemie, wenn du diesen Schwachsinn hörst, der verbreitet wird", sagte der Trainer des Fußball-Bundesligisten SC Freiburg am Freitag.

"Wir wissen doch alle, welche Verläufe Covid-19 nehmen kann." Das Schlimme sei, "dass ein Teil der Menschen offenbar so verunsichert ist, dass sie zu noch mehr Verunsicherung beitragen." Dies trage bewusst oder unbewusst zur Destabilisierung der parlamentarischen Demokratie bei.

Auch was insgesamt politisch passiere, sei "extrem gefährlich". Der 55-Jährige nannte weder Namen noch Länder, sagte aber: "Wenn du dann über den großen Atlantik schaust, das ist ja dermaßen beängstigend, was da passiert." Dort seien "ja so viele Menschen unterwegs, die du als nicht mehr zurechnungsfähig bezeichnen kannst".

Bundesliga-Trainer Christian Streich hält nicht viel von Verschwörungstheorien.
Bundesliga-Trainer Christian Streich hält nicht viel von Verschwörungstheorien.  © Tom Weller/dpa

Update, 20. November, 14.14 Uhr: Corona - Hochschulen fürchten Rückgang internationaler Kooperationen

Deutlich mehr deutsche Hochschulen als vor der Corona-Pandemie befürchten laut einer Umfrage einen Rückgang internationaler Kooperationen. Laut der am Freitag veröffentlichten aktuellen Ausgabe des Hochschul-Barometers teilten mehr als 60 Prozent der befragten Hochschulleitungen derartige Sorgen. Vor der Pandemie hatte der Anteil noch bei etwas über 20 Prozent gelegen.

Neun von zehn Hochschulen befürchteten zudem, dass eine sich verschlechternde wirtschaftliche Lage zur Herausforderung wird. Vor der Pandemie waren es knapp drei Viertel gewesen. Die deutliche Mehrheit der Hochschulen - knapp 90 Prozent - war der Meinung, gut durch das digitale Sommersemester gekommen zu sein.

Die Hochschulen hatten das zurückliegende Sommersemester im April wegen der Corona-Pandemie als "Online-Semester" begonnen. Lehrveranstaltungen fanden beispielsweise über Konferenz-Apps statt, Aufgaben wurden über Online-Plattformen vergeben.

Die meisten deutschen Hochschulen kommen zwar gut durch das aktuelle "digitale Sommersemester", machen sich aber Sorgen um die Zukunft.
Die meisten deutschen Hochschulen kommen zwar gut durch das aktuelle "digitale Sommersemester", machen sich aber Sorgen um die Zukunft.  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 20. November, 13.52 Uhr: Indien überschreitet Marke von neun Millionen Corona-Fällen

In Indien haben sich seit Beginn der Corona-Pandemie mehr als neun Millionen Menschen mit dem Virus angesteckt. In den vergangenen 24 Stunden kamen rund 45.882 erfasste Neuinfektionen dazu, wie aus Zahlen des Gesundheitsministeriums vom Freitag hervorging. Das 1,3 Milliarden-Einwohner-Land hat nach den USA die meisten verzeichneten Corona-Fälle.

Dort haben sich nach Angaben der Johns Hopkins Universität bisher mehr als elf Millionen Menschen mit dem Virus angesteckt.

Update, 20. November, 13.20 Uhr: Nach Infektionsrekord: Portugal verlängert Notstand um zwei Wochen

Nach einem Rekord an Neuinfektionen hat Portugal den am Dienstag auslaufenden Corona-Notstand um zwei Wochen bis zum 7. Dezember verlängert. Das Parlament billigte am Freitag in Lissabon einen entsprechenden Antrag von Präsident Marcelo Rebelo de Sousa.

Im Rahmen des Notstandsdekrets herrschen seit dem 9. November in weiten Teilen des Landes unter anderem strenge Ausgehbeschränkungen und Sperrstunden, darunter auch in der Hauptstadt Lissabon und in der nördlichen Metropole Porto.

Update, 20. November, 12.50 Uhr: Biontech und Pfizer beantragen US-Zulassung für Corona-Impfstoff

Die Mainzer Firma Biontech und der US-Pharmariese Pfizer haben bei der US-Arzneimittelbehörde FDA eine Notfallzulassung für ihren Corona-Impfstoff beantragt. Das teilten Biontech und Pfizer am Freitag in einer gemeinsamen Mitteilung mit.

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Biontech hat gemeinsam mit Pfizer bei der US-Arzneimittelbehörde FDA eine Notfallzulassung für ihren Corona-Impfstoff beantragt.
Biontech hat gemeinsam mit Pfizer bei der US-Arzneimittelbehörde FDA eine Notfallzulassung für ihren Corona-Impfstoff beantragt.  © Arne Dedert/dpa

Update, 20. November, 11.15 Uhr: Bereits 18 Milliarden für Kurzarbeit ausgegeben

Für Kurzarbeit sind in der Corona-Krise in diesem Jahr nach Angaben von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) bisher rund 18 Milliarden Euro ausgegeben worden. Das Instrument sei "sehr, sehr teuer", sagte der SPD-Politiker am Freitag im Bundestag. "Aber die Gewöhnung an Massenarbeitslosigkeit wäre finanziell und sozial für dieses Land ungemein teurer", fügte er hinzu.

Anlass war die Debatte zur Schlussabstimmung über die Verlängerung von Corona-Sonderregeln zur Kurzarbeit bis Ende nächstes Jahres. Auch 2021 sollen demnach Beschäftigte, die länger als drei Monate auf Kurzarbeit sind, ein erhöhtes Kurzarbeitergeld bekommen.

Update, 20. November, 10.30 Uhr: Zusätzliche Messungen zu Corona-Lage in Bussen und Bahnen

Das Bundesverkehrsministerium will mögliche Ausbreitungswege des Coronavirus im Öffentlichen Personenverkehr untersuchen lassen. Viele wissenschaftliche Studien hätten gezeigt, dass es im öffentlichen Personennahverkehr kein erhöhtes Infektionsrisiko gebe. Eine weitere Untersuchung solle die Datenbasis nun noch erweitern und bisherige Erkenntnisse validieren.

Ein Forscherteam, das vom Fraunhofer-Institut für Bauphysik geleitet wird, soll in Kürze mit Messungen in Bussen und Bahnen, an Bahnhöfen und an Haltestellen beginnen, wie das Ministerium erläuterte. Die Experten sollen Proben von Viren und Mikroorganismen in der Luft und auf Oberflächen wie Türgriffen, Armlehnen, Haltestangen, Bedienknöpfen, Tischen, Fahrkartenautomaten, Aushängen und Ticket-Entwertern nehmen. Gemessen werden soll in Zügen des Nah- und Fernverkehrs und Bussen, in Bahnhöfen, an Haltestellen und auf Bahnsteigen.

Update, 20. November, 10.15 Uhr: Aktuelle Fallzahlen in Deutschland

Die Grafik zeigt die aktuellen Corona-Fallzahlen in Deutschland.
Die Grafik zeigt die aktuellen Corona-Fallzahlen in Deutschland.  © DPA

Update, 20. November, 9.42 Uhr: Keine Betten mehr - Athen nimmt Privatkliniken in die Pflicht

Die griechische Regierung hat verfügt, dass zwei Privatkliniken in Thessaloniki ab Freitag 200 Plätze für Corona-Patienten zur Verfügung stellen müssen. Möglich wird dies durch ein Gesetz, das jüngst gegen die Pandemie verabschiedet worden war. Die Anordnung erfolgte, nachdem sich die neun Privatkliniken der Hafenstadt geweigert hatten, Corona-Patienten aufzunehmen. Die staatlichen Krankenhäuser in Thessaloniki sind nach eigenen Angaben am Limit.

Der griechische Verband der Privatkliniken begründete die Weigerung, Corona-Patienten aufzunehmen, mit dem Argument, die Kliniken seien nicht auf Corona vorbereitet. Es mangele an Möglichkeiten, die Patienten zu isolieren, auch sei das Personal nicht für Corona-Kranke geschult.

Update, 20. November, 8.50 Uhr: Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Günther schließt Corona-Kontrollen an Heiligabend aus

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) will im Norden am Weihnachtsabend das Einhalten der Corona-Regeln nicht kontrollieren lassen. "Das schließe ich aus! Wir schicken Heiligabend keine Polizei zu den Menschen", sagte Günther im Interview mit der Bild-Zeitung.

Die Menschen dürften Weihnachten so verbringen, wie sie es aus den vergangenen Jahren gewohnt sind - "solange sie nicht rauschende Feste und riesengroße Familienfeiern daraus gemacht haben".

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther will an Weihnachten keine Kontrollen der Corona-Maßnahmen.
Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther will an Weihnachten keine Kontrollen der Corona-Maßnahmen.  © Carsten Rehder/dpa

Update, 20. November, 8.10 Uhr: Südtirol will Corona-Welle mit Massentest bremsen

Die italienische Provinz Südtirol geht im Kampf gegen die Corona-Ausbreitung mit einem Massentest einen neuen Weg. Am Freitag öffneten in der kleinen Alpen-Provinz mit rund einer halben Million Menschen die Test-Stationen. Der Corona-Abstrich ist kostenlos und freiwillig. Die Landesregierung in Bozen will mit der dreitägigen Aktion unter dem Motto "Südtirol testet" Virusträger aufspüren, die nichts von ihrer Infektion ahnen. Die Politiker wollen mit der Test-Aktion die zweite Corona-Welle schneller brechen.

Landeshauptmann Arno Kompatscher hatte die Bürger mehrfach zur Teilnahme aufgerufen. Die Provinz Bozen-Südtirol hofft, dass bis Sonntag zwei Drittel der Menschen einen Antigen-Schnelltest vornehmen lassen. Das wären etwa 350.000 Menschen.

Update, 20. November, 5.56 Uhr: Neuer Höchststand von Corona-Infektionen gemeldet

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 23.648 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Damit ist am Freitag ein Höchststand erreicht worden, wie aus den Angaben des RKI vom Morgen hervorgeht. Am Freitag vor einer Woche war mit 23.542 verzeichneten Fällen der bisherige Spitzenwert erreicht worden.

Im Vergleich zum Donnerstag stieg die Zahl der neu gemeldeten Fälle am Freitag um gut 1000.

Update, 20. November, 3.58 Uhr: Mehr als 100.000 Corona-Tote in Mexiko

In Mexiko ist die Zahl der Todesopfer infolge einer Infektion mit dem Coronavirus auf mehr als 100.000 gestiegen. Mit 576 neuen Todesfällen im Vergleich zum Vortag überschritt das Land als viertes der Welt nach den USA, Brasilien und Indien diese Marke, wie das Gesundheitsministerium am Donnerstag mitteilte.

Der Staat mit den fünftmeisten Corona-Toten, Großbritannien, hat etwas mehr als halb so viele registriert.

Update, 20. November, 0.31 Uhr: Kalifornien verhängt wegen Coronavirus Ausgangsbeschränkung

Kalifornien führt wegen steigender Corona-Zahlen eine nächtliche Ausgangsbeschränkung ein. Ab 22 Uhr bis 5 Uhr sollen die Bewohner Zuhause bleiben. Dies gab der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom am Donnerstag bekannt. Die Anordnung soll am Samstag in Kraft treten und vorerst einen Monat gelten. Betroffen sind die meisten Bezirke des Westküstenstaates mit stark ansteigenden Corona-Zahlen.

In Kalifornien leben knapp 40 Millionen Menschen. Für gut 94 Prozent der Bevölkerung gilt nun diese strikte Auflage.

Titelfoto: dpa/ZB/Monika Skolimowska

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