Weihnachtsgeschäft in Gefahr: Handel kritisiert geplante 2G-Regel in Brandenburg

Potsdam/Berlin - Der Einzelhandel hält die geplante Ausweitung der 2G-Regel auf den Einzelhandel in Brandenburg für zu weitgehend und warnt vor Einbußen im wichtigen Weihnachtsgeschäft.

Nils Busch-Petersen (58), Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Berlin-Brandenburg, hält nicht viel von der geplanten Ausweitung der 2G-Regel auf den Einzelhandel in Brandenburg. (Archivfoto)
Nils Busch-Petersen (58), Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Berlin-Brandenburg, hält nicht viel von der geplanten Ausweitung der 2G-Regel auf den Einzelhandel in Brandenburg. (Archivfoto)  © Thalia Engel/dpa

"Wir halten davon naturgemäß nicht viel, weil es eine zusätzliche große Belastung ist für den Geschäftsgang", sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Berlin-Brandenburg, Nils Busch-Petersen (58), der Deutschen Presse-Agentur.

Der Einzelhandel mache einen Bruchteil am Infektionsgeschehen aus. "Wir erleben auch in der brandenburgischen Regierung (...) die gefährliche Tendenz, statt Brandnester gezielt zu bekämpfen, den ganzen Wald zu fluten."

Er befürchte, dass sich dies negativ auf das Weihnachtsgeschäft auswirke, das teilweise 40 Prozent des Jahresumsatzes ausmache.

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Die Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg kritisierten die Pläne ebenfalls. "Das ist natürlich ein sehr scharfes Schwert", sagte Sprecher Carsten Brönstrup.

Brandenburg will Corona-Regeln vor allem für Ungeimpfte drastisch verschärfen

Passanten gehen an weihnachtlich geschmückten Schaufenstern eines Kaufhauses vorbei. Durch eine Ausweitung der 2G-Regel befürchtet der Einzelhandel in Brandenburg einen Einbruch beim wichtigen Weihnachtsgeschäft. (Symbolfoto)
Passanten gehen an weihnachtlich geschmückten Schaufenstern eines Kaufhauses vorbei. Durch eine Ausweitung der 2G-Regel befürchtet der Einzelhandel in Brandenburg einen Einbruch beim wichtigen Weihnachtsgeschäft. (Symbolfoto)  © Daniel Karmann/dpa

Es müsse alles getan werden, um die Impfquote zu steigern. Er habe aber Zweifel, ob die 2G-Regel im Einzelhandel den Impfdruck erhöhe.

Brandenburg will die Corona-Regeln vor allem für Ungeimpfte drastisch verschärfen.

Die rot-schwarz-grüne Landesregierung plant die Ausweitung der 2G-Regel auf den Einzelhandel etwa mit Ausnahme von Supermärkten, Apotheken, Drogerien und Banken.

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Das hatte die Staatskanzlei am Montag angekündigt.

Der Zutritt nur für Geimpfte und Genesene besteht bereits in Gaststätten, Theatern, Kinos und Konzerthäusern.

Auch Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte sind geplant.

Titelfoto: Daniel Karmann/dpa, Thalia Engel/dpa (Bildmontage)

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