Weitgehend keine Maskenpflicht mehr im Freien in NRW: Was ab Montag gilt

Düsseldorf – Angesichts sinkender Corona-Ansteckungszahlen wird die Maskenpflicht im Freien in Nordrhein-Westfalen ab Montag weitgehend aufgehoben.

In vielen Außenbereichen darf die Maske ab Montag abgesetzt werden. (Symbolbild)
In vielen Außenbereichen darf die Maske ab Montag abgesetzt werden. (Symbolbild)  © 123RF/Dario Santiago

Auch auf Schul- und Pausenhöfen und im Außenbereich von Schulen muss dann kein Mund-Nasen-Schutz mehr getragen werden. Im Innenbereich, also auch in Klassenräumen, bleibt die Maskenpflicht aber bestehen.

"Ab Montag gilt die Grundregel: Draußen muss in der Regel keine Maske getragen werden, es sei denn, man kann die Abstände nicht einhalten", erklärte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (63, CDU) am Donnerstag.

"Da wo viele Menschen zusammenkommen, ist die Maskenpflicht aber weiterhin das Gebot der Stunde."

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Die Zweitimpfungsquote steige zwar rasant, aber noch sei keine Herdenimmunität erreicht. "Solange heißt es: Wachsam sein."

Die neuen Regelungen gelten für die Inzidenz-Stufe 1 (0 bis 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen).

Die Maskenpflicht gilt aber weiter in Warteschlangen sowie an Ständen, Kassen und Schaltern, bei Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern außerhalb des Sitz- oder Stehplatzes und dort, wo Kommunen im Einzelfall zur Bekämpfung von Missständen eine Maskenpflicht anordnen.

Eine medizinische Maske ist in allen Fällen ausreichend.

Was genau gilt bei Sport, im Zoo und bei Kulturveranstaltungen in NRW?

Auch bei Sportveranstaltungen treten Lockerungen in Kraft. (Symbolbild)
Auch bei Sportveranstaltungen treten Lockerungen in Kraft. (Symbolbild)  © 123RF/fizkes

Kultur und Sport:
Die Maskenpflicht in geschlossenen Räumen bleibt zwar grundsätzlich bestehen. Bei ausreichender Lüftung oder Luftfilterung darf die Maske aber an festen Sitz- oder Stehplätzen bei Bildungs-, Kultur-, Sport- und anderen Veranstaltungen abgenommen werden.

Voraussetzung ist, dass weitere Schutzmaßnahmen wie Testnachweise, Abstand und Rückverfolgbarkeit eingehalten werden.

Fahrschulen:
Beim Betrieb von Fahrschulen und bei Fahrprüfungen reicht eine medizinische Maske. Es ist keine FFP2-Maske mehr erforderlich.

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Sport:
Bei kontaktfreien Sportangeboten in geschlossenen Räumen können Mindestabstände aufgehoben werden, wenn ein negativer Corona-Test vorliegt. Somit sind auch Gruppenangebote wie Aerobic oder Pilates-Kurse wieder mit mehr Personen und geringeren Abständen zulässig.

Zoos:
Zoos können wieder ohne Terminbuchung und Kontaktdatenerfassung besucht werden.

Tagungen:
Sitzungen, Tagungen und Kongresse können mit mehr als 1000 Teilnehmern im Freien stattfinden. Dafür gilt eine einfache Rückverfolgbarkeit ohne Negativtestnachweis.

In Innenräumen sind Veranstaltungen dieser Größenordnung ab dem 1. September 2021 mit Hygienekonzept und Negativtest wieder erlaubt.

Titelfoto: 123RF/Dario Santiago

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