Wenige Böller, viel Polizei: So feiert Sachsen-Anhalt im Corona-Jahr Silvester

Magdeburg - Sachsen-Anhalt steht wegen der Corona-Beschränkungen ein Jahreswechsel mit wenig Feuerwerk und viel Polizeipräsenz bevor.

Der Jahreswechsel von 2020 auf 2021 muss wegen der Corona-Pandemie mit vielen Regeln begangen werden. (Symbolbild)
Der Jahreswechsel von 2020 auf 2021 muss wegen der Corona-Pandemie mit vielen Regeln begangen werden. (Symbolbild)  © Tina Fineberg/AP/dpa

Landesweit wurden in diesem Jahr keine Silvesterraketen und Böller verkauft. Die Landesregierung und zahlreiche Oberbürgermeister und Landräte appellierten, am Donnerstagabend und in der Nacht zu Freitag möglichst auch auf das Abbrennen von Vorräten zu verzichten.

Zudem sind das Ausschenken und das Trinken von Alkohol in der Öffentlichkeit am Silvesterabend (ab 20 Uhr) bis zum Neujahrsmorgen (8 Uhr) verboten.

Wie jedes Jahr gilt, dass vor Krankenhäusern, Pflegeheimen und Kirchen nicht geböllert werden darf. In historischen Innenstädten mit Fachwerkhäusern wie Quedlinburg und Halberstadt ist Feuerwerk wegen der Brandgefahr ebenfalls untersagt.

Einige Städte verhängten zusätzliche Böllerverbote auf beliebten Plätzen, um Menschenansammlungen zu verhindern. Für private Silvesterfeiern dürfen maximal fünf Menschen zusammenkommen.

Hunderte Ordnungshüter sollen auf Streife gehen

Land und Kommunen wollen Hunderte Ordnungshüter auf Streife schicken, um die Einhaltung der Corona-Silvesterregeln zu kontrollieren. Neben den regulären Streifenpolizisten werde ein Großteil der Bereitschaftspolizei im Einsatz sein, sagte ein Sprecher des Innenministeriums auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Hintergrund der strengen Feier-Regeln zum Jahreswechsel ist die angespannte Corona-Lage, vor allem in den Kliniken im Süden Sachsen-Anhalts. Dort sorgt Personalmangel durch Quarantäne- und Krankheitsfälle ebenso für Probleme wie die steigende Zahl an Patienten, die mit schwereren Covid-Verläufen behandelt werden müssen.

Eine zusätzliche Belastung durch Menschen, die von Böllern und Feuerwerk verletzt werden, soll genauso vermieden werden wie zahlreiche neue Ansteckungen durch große Feiergruppen.

Titelfoto: Tina Fineberg/AP/dpa

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