Weniger Impfstoff als erhofft! Erste Impfungen in Hamburg wohl erst nach Weihnachten

Hamburg - Hamburgs Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard (43) erwartet den Start der Corona-Schutzimpfungen zwischen Weihnachten und Neujahr.

Melanie Leonhard (43, SPD), Senatorin für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Familie und Integration von Hamburg, äußert sich bei einer Pressekonferenz über das neue Impfzentrum, das in den Messehallen fertig aufgebaut ist.
Melanie Leonhard (43, SPD), Senatorin für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Familie und Integration von Hamburg, äußert sich bei einer Pressekonferenz über das neue Impfzentrum, das in den Messehallen fertig aufgebaut ist.  © dpa/Daniel Reinhardt

Allerdings werde es vermutlich zunächst weniger Impfstoff geben als erhofft, sagte sie am Freitag bei der Vorstellung des fertiggestellten Impfzentrums in den Messehallen.

"Wir erwarten mindestens mehrere Tausend Impfdosen, und davon werden zuerst die Hamburgerinnen und Hamburger Gebrauch machen können, die nach Empfehlung der ständigen Impfkommission zum Beispiel stationär in der Altenpflege leben und/oder betreut werden und/oder da arbeiten."

Obwohl das Impfzentrum bereit und die Abläufe geprobt seien, soll laut Leonhard der Impfschwerpunkt zunächst bei den mobilen Teams liegen, die die Pflegeeinrichtungen versorgen.

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Aufgrund der noch geringen Verfügbarkeit des Impfstoffes werde es mindestens einige Wochen dauern, bis alle Impfwilligen aus dieser dringlichsten Gruppe versorgt seien.

Bis der Impfstoff für alle Menschen verfügbar sei, dürften noch Monate vergehen.

Die Situation in den Krankenhäusern beschrieb Leonhard als große Herausforderung. "Sie ist vor allem deswegen schwierig, weil wir nach einer recht guten Entwicklung in Hamburg wieder steigende Infektionszahlen haben, ehrlicherweise ziemlich genau rund um die Adventszeit", sagte sie.

Deshalb seien für sie derzeit auch nicht die Belegung der Intensivbetten und die "Verteilströme zwischen den Bundesländern" Thema. "Wir müssen es schaffen, dass sich diese Neuinfektionszahlen auf einem anderen Niveau einpendeln."

Titelfoto: dpa/Daniel Reinhardt

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