Werner: Thüringen hat genug Intensivbetten für Menschen aus Sachsen

Erfurt/Zeulenroda-Triebes - Die Kapazitäten der Thüringer Krankenhäuser werden nach Einschätzung von Gesundheitsministerin Heike Werner (51, Linke) auch in den nächsten Wochen reichen, um alle schwer an Corona erkrankten Menschen im Land selbst zu behandeln.

Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner (51, Linke).
Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner (51, Linke).  © Michael Reichel/dpa-Zentralbild/dpa

Ein Grund, im Kampf gegen die Pandemie nachlässig zu werden sei das aber nicht, sagte sie am Sonntag in Zeulenroda-Triebes der Deutschen Presse-Agentur (dpa). "Es wird aber immer ein Kraftakt bleiben." Die Krankenhausstrukturen in Thüringen seien allerdings robust.

Derzeit seien in Thüringen sogar noch ausreichend freie Intensivbetten und Intensivpersonal vorhanden, um einige Corona-Patienten aus Sachsen aufzunehmen.

Nach Angaben Werners werden Patienten, die schwer am Covid-19 erkrankt sind, zunächst in sogenannten Level-1-Krankenhäusern innerhalb der vier Thüringer Planungsregionen behandelt.

Dabei handelt es sich um in der Regel größere Krankenhäuser, die das gesamte medizinische Leistungsspektrum abdecken. Sollten dort in Einzelfällen die Kapazitäten völlig erschöpft sein, sei eine Verteilung der Patienten innerhalb Thüringens vorgesehen. Zudem gebe es in den Kliniken eine Notfallreserve an Intensivbetten.

Noch wichtiger als die Zahl der freien Betten sei allerdings die Frage, ob in den nächsten Wochen ausreichend medizinisches Personal zur Verfügung stehe, um Patienten in den Betten betreuen zu können, sagte Werner.

Sie mahnte deshalb an, jede und jeder solle auch weiterhin so viele Kontakte wie möglich reduzieren und sich an die Hygiene- und Abstandsregeln halten.

Titelfoto: Michael Reichel/dpa-Zentralbild/dpa

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