Kretschmann fordert weitere Kontakt-Beschränkungen und kritisiert Scholz

Stuttgart - Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (73, Grüne) hat angesichts der sehr ansteckenden Omikron-Variante schnell schärfere Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus gefordert.

Kritisiert die Ampelkoalition: Ministerpräsident Winfried Kretschmann (73, Grüne).
Kritisiert die Ampelkoalition: Ministerpräsident Winfried Kretschmann (73, Grüne).  © Bernd Weissbrod/dpa

Das Impfen sei wichtig, reiche aber nicht aus - private Kontakte müssten reduziert werden, sagte der Grünen-Politiker am Dienstag in Stuttgart kurz vor der Bund-Länder-Schalte zur Pandemie.

Kretschmann forderte auch die erneute Ausrufung der sogenannten epidemischen Lage nationaler Tragweite durch den Bundestag.

"Was muss noch passieren, damit die ausgerufen wird?", fragte er. Die Länder bräuchten den ganzen Instrumentenkasten im Kampf gegen das Virus.

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Das ewige Nachjustieren werde der Gesamtlage nicht gerecht. "Ich werde von Scholz Führung bestellen", sagte er mit Blick auf den neuen Bundeskanzler Olaf Scholz (63, SPD).

Auch einen Lockdown könne man nicht ausschließen.

Kretschmann kritisierte die Bundesregierung aus SPD, FDP und Grünen.

Sie habe die Länder zu spät über die Gefahr durch die Omikron-Variante informiert. Er habe die Analyse des Expertenrats erst am Sonntag erhalten - nachdem er es in den Nachrichten gehört habe.

Aktualisiert, 21. Dezember, 12.55 Uhr

Titelfoto: Bernd Weissbrod/dpa

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