Wie geht es nach dem Lockdown in Thüringens Schulen weiter?

Erfurt - Die Kleinen und die Großen zuerst: Abschlussklassen und Schulkinder bis einschließlich der sechsten Klassen sollten nach Meinung des Thüringer Bildungsministers Helmut Holter (67, Linke) als erste wieder in die Schulen zurückkehren dürfen. Ob das schon ab 11. Januar so kommt, ist aber noch unklar.

Thüringens Bildungsminister Helmut Holter (67, Linke) hat für die Zeit nach dem Lockdown Wechselunterricht vorgeschlagen.
Thüringens Bildungsminister Helmut Holter (67, Linke) hat für die Zeit nach dem Lockdown Wechselunterricht vorgeschlagen.  © Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

Wie geht es nach dem harten Lockdown weiter? Diese Frage stellen sich vor allem Lehrer, Schüler und Eltern. Thüringens Bildungsminister hat für die Zeit danach Wechselunterricht vorgeschlagen.

"Alle Beteiligten - auch die Bundeskanzlerin, die Ministerpräsidenten und meine Kolleginnen und Kollegen der Kultusministerkonferenz - sind der Meinung, dass der Distanzunterricht so kurz wie möglich sein sollte", sagte Helmut Holter

Es brauche für die Zeit nach dem 10. Januar ein Konzept für einen Mix aus Unterricht zu Hause und in der Schule.

Seiner Meinung nach müssten zunächst alle Schüler der Klassen eins bis sechs sowie alle Abschlussklassen wieder in die Schulen zurückkehren. Es komme jedoch stark darauf an, wie sich das Infektionsgeschehen entwickele.

Sein Ministerium bereite sich aber darauf vor, ab dem 11. Januar "bestimmte Formen des Unterrichtes für Thüringen zu organisieren", machte der 67-Jährige klar.

Gesundheitsministerin sieht kein Öffnen der Schulen

Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner (51, Linke) äußerte sich skeptisch mit Blick auf eine mögliche Öffnung der Schulen nach dem 10. Januar. "Solange wir kein wirkliches Sinken der Infektionszahlen haben, sehe ich auch noch nicht das Öffnen der Schulen", sagte Werner.

Sie wisse, dass die Betreuung der Kinder für viele Eltern, die arbeiteten, ein Problem sei. "Aber an der Stelle, denke ich, geht es darum, die Pandemie zu besiegen."

Die Landesregierung mache es sich nicht leicht mit diesem Thema. "Mit steigenden Infektionszahlen könnte ich eine Öffnung der Schulen nicht vertreten", erklärte die Linken-Politikerin.

Man müsse aber Bedingungen schaffen, wie Besprechungen mit Lehrern für Abschlusskandidaten organisiert werden könnten und wie eine Notbetreuung gestaltet werden könne, so die 51-Jährige weiter.

Titelfoto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

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