Wie wirkte sich der Lockdown auf Tiere aus?

Konstanz - Im März standen wegen der Corona-Pandemie Teile der Menschenwelt für ein paar Wochen still - und auch die Bewegungsmuster etwa von Rehen, Störchen und Enten haben sich anscheinend geändert. 

Martin Wikelski, Direktor des Max-Planck-Insituts für Ornitholigie in Radolfzell und Leiter des ICARUS-Projekts, mit einem besenderten Storch (undatiertes Handout, aufgenommen in Radolfzell, Baden-Württemberg).
Martin Wikelski, Direktor des Max-Planck-Insituts für Ornitholigie in Radolfzell und Leiter des ICARUS-Projekts, mit einem besenderten Storch (undatiertes Handout, aufgenommen in Radolfzell, Baden-Württemberg).  © MaxCine/dpa

Darauf gebe es zumindest erste Hinweise, sagte der Direktor des Konstanzer Max-Planck-Instituts für Verhaltensbiologie, Martin Wikelski. 

Er will nun gemeinsam mit einem internationalen Konsortium von Forschern untersuchen, wie sich der Lockdown auf die Tierwelt ausgewirkt hat. Aufschlüsse darüber versprechen sich die Wissenschaftler von Daten von Mini-Sendern, mit denen Wildtiere weltweit ausgestattet sind.

Erste Ergebnisse der Untersuchung wollen die Forscher bereits in diesem Herbst veröffentlichen. 

Die coronabedingte Möglichkeit solche Daten zu sammeln, sei einzigartig in der Geschichte der Menschheit und ein "unfassbares wissenschaftliches Geschenk". 

Wikelski und sein Team erhoffen sich durch das Forschungsprojekt Erkenntnisse für ein bessere Zusammenleben von Mensch und Tier. "Womöglich werden wir feststellen, dass relativ geringfügige Änderungen unseres Lebensstils und unserer Infrastruktur zu erheblichen Vorteilen für Ökosysteme und Menschen führen", so der Forscher.

Titelfoto: MaxCine/dpa

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