Wieder lange Staus an deutsch-polnischer Grenze: Was Pendler nun wissen müssen

Görlitz - In der Nacht zu Freitag kam es am deutschen Grenzübergang in Richtung Polen zu einem Stau. Der Grund sind die verschärften Ein- und Ausreisebedingungen die Polen verhängt hat. Was bedeutet das für die Pendler?

Stau am deutsch-polnischen Grenzübergang in Görlitz.
Stau am deutsch-polnischen Grenzübergang in Görlitz.  © Danilo Dittrich

Ab Freitag zieht die polnische Regierung die Zügel noch einmal an. Ab 0 Uhr tritt nämlich die neue Regelung in Kraft, nach der polnische Berufspendler nach ihrer Einreise in Polen 14 Tage lang in Quarantäne müssen.

Das bedeutete in der Nacht für viele, noch einmal über die Grenze fahren zu können, bevor die neue Verordnung greift.

Aus diesem Grund bildete sich abermals ein langer Stau auf der deutschen Seite vor dem polnischen Grenzübergang.

Somit werden die Grenzkontrollen in den kommenden zwei Wochen entsprechend verschärft, Pendler müssen sich auf noch längere Wartezeiten einstellen.

Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg wollen Arbeiter in Deutschland halten

Mit Schutzanzügen und -Masken wurden die Autofahrer kontrolliert.
Mit Schutzanzügen und -Masken wurden die Autofahrer kontrolliert.  © Danilo Dittrich

Der Stau, welcher sich in der Nacht zum Freitag bildete, hat sich inzwischen wieder etwas aufgelöst.

Bleiben die polnischen Arbeiter hingegen innerhalb Deutschlands und verzichten auf die Rückreise nach Polen, bekommen sie eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 65 Euro pro Tag, wie die Regierungen in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern am Donnerstag mitteilten.

Für jedes Familienmitglied kommen dann pro Tag noch einmal 20 Euro oben drauf. Das Geld dient dazu, Schlafmöglichkeiten zu bezahlen sowie eine Verpflegungspauschale.

Mit der Maßnahme, sollen die wichtigen Arbeitskräfte die Möglichkeit behalten, weiter hier arbeiten zu können und der einheimischen Quarantäne vorerst zu entgehen.

Update, 27. März, 9.28: Momentan kein Stau vor der Grenze

Wie die Polizeidirektion Görlitz auf TAG24-Nachfrage mitteilt, ist das Verkehrsaufgebot in der Nähe der Grenze ruhig. Momentan gibt es keine Staus.

Inwiefern die polnischen Beamten tatsächlich alle Pendler so penibel kontrollieren, wie vom polnischen Gesundheitsminister gefordert, ist indes nicht klar. Normalerweise müssten alle Pendler, die nach Polen einreisen, automatisch und unverzüglich in zweiwöchige Quarantäne.

Für Lkw ist das Passieren der Grenzen dagegen jedoch kein Problem.

Titelfoto: Danilo Dittrich

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