"Wird den Leugnern zuspielen": Mike Mohring ätzt gegen Karl Lauterbach!

Thüringen - Welchen Kurs wird Deutschland in der Corona-Pandemie einschlagen? Dazu gibt es viele Meinungen. Bei einer platze dem ehemaligen Landesvorsitzenden der CDU-Thüringen, Mike Mohring (48), so richtig die Hutschnur.

Mike Mohring (48) war bis September 2020 Vorsitzender der CDU-Thüringen.
Mike Mohring (48) war bis September 2020 Vorsitzender der CDU-Thüringen.  © Martin Schutt/ZB/dpa

Die Corona-Lage in Deutschland spitzt sich weiter zu. Seit März müssen die Menschen ihren Alltag mit Einschränkungen bewältigen. Von einem "Wir schaffen das" nichts zu sehen. Die Bevölkerung ist tief gespalten. 

Teilweise gibt es harte Kritik an den Maßnahmen der Bundesregierung und den zuständigen Ministern. Doch nicht nur bei den Menschen im Land wird der Ton rauer. Auch die Politiker greifen sich mittlerweile verbal so richtig an.

Einige fordern härtere Maßnahmen, reden von einem zweiten Lockdown. Andere pochen auf die Grundrechte und wollen die Freiheit nicht drastisch einschränken. 

Corona in Baden-Württemberg: Mehr als die Hälfte der Kreise über 10er Inzidenz
Coronavirus Corona in Baden-Württemberg: Mehr als die Hälfte der Kreise über 10er Inzidenz

Einer, der mit seinen Aussagen immer wieder polarisiert ist Karl Lauterbach (57, SPD). Bei einer seiner jüngsten Aussage platze dem ehemaligen Landesvorsitzenden der CDU-Thüringen, Mike Mohring, der Kragen. Was war passiert?

Lauterbach will Wohnungen kontrollieren: Mohring findet deutlich Worte

Gegenüber der "Rheinischen Post" erklärte Lauterbach, dass angesichts der steigenden Infektionszahlen Treffen in privaten Räumen, etwa der eigenen Wohnung, kontrolliert werden sollten. 

"Wir befinden uns in einer nationalen Notlage, die schlimmer als im Frühjahr werden kann. Die Unverletzbarkeit der Wohnung darf kein Argument mehr für ausbleibende Kontrollen sein“, sagte der SPD-Politiker der Düsseldorfer-Zeitung.

Diese Aussage wollte Mohring nicht unkommentiert stehen lassen und kritisierte Lauterbach hart.

"So gewinnt der Denunziant im eigenen Land die Oberhand. Das Grundrecht der Unverletzlichkeit der Wohnung ernsthaft infrage zu stellen, wird die Akzeptanz für notwendige Maßnahmen zur Bekämpfung von Corona nicht erhöhen und den Leugnern zuspielen", schrieb der 48-Jährige auf Twitter. 

Inzwischen meldete sich Lauterbach - ebenfalls auf Twitter - zu Wort und schrieb, dass er es ablehne, wenn Polizei und Ordnungskräfte Wohnungen kontrollieren. Trotzdem dürfe man nicht zulassen, dass 30 Leute privat Feiern, wenn Kneipen demnächst geschlossen sind.

Karl Lauterbach (57, SPD) ist seit 2005 Mitglied des Deutschen Bundestages.
Karl Lauterbach (57, SPD) ist seit 2005 Mitglied des Deutschen Bundestages.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Neben Mohrings verbaler Attacke gab es weiterhin Kritik an Lauterbachs Aussage. 

Titelfoto: Bildmontage/Bernd von Jutrczenka/dpa, Martin Schutt/zb/dpa

Mehr zum Thema Coronavirus: