Wirrwarr bei Maskenpflicht für Kinder

Dresden - Die neue Corona-Verordnung weitet auch die Maskenpflicht in Sachsen aus. Selbst auf Spielplätzen müssen ab heute Mund und Nase verhüllt werden. Allerdings ist das Regelwerk gerade bei Kindern ein kaum zu durchblickendes Wirrwarr.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (45, CDU) stellte am Freitag die neue Corona-Verordnung vor.
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (45, CDU) stellte am Freitag die neue Corona-Verordnung vor.  © Steffen Füssel

Was für Busse und Bahnen seit Monaten gilt, ist nun auch in Taxis Pflicht - Maskengebot! 

Auch in Arztpraxen, Kliniken, Reha-Einrichtungen, Kirchen, auf dem Gelände von Schulen, beim Besuch von Pflege- und Altenheimen sowie "in allen für die Öffentlichkeit zugänglichen Räumlichkeiten mit regelmäßigem Publikumsverkehr" muss laut Verordnung ab dem heutigen Montag Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden.

Besonders hart: Auch auf Kinderspielplätzen gilt neuerdings Maskenpflicht! 

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Doch anders als etwa im Öffentlichen Nahverkehr (bis 6 Jahre) sind hier Kinder bis zur Vollendung des zehnten Lebensjahres ausgenommen. Gleiches gilt für Sportanlagen. 

Ausgenommen ist allerdings die direkte sportliche Betätigung und "die Fortbewegung ohne Verweilen mit Fortbewegungsmitteln", wie es in der Verordnung heißt.

In Schulen gelten unterschiedliche Regelungen

In Straßenbahnen müssen Kinder ab einem Alter von sieben Jahren Maske tragen, auf Spielplätzen hingegen ab vollendetem 10. Lebensjahr.
In Straßenbahnen müssen Kinder ab einem Alter von sieben Jahren Maske tragen, auf Spielplätzen hingegen ab vollendetem 10. Lebensjahr.  © imago images/Max Stein
Für Schüler der Abiturstufe wird die Mund-Nasen-Bedeckungen im Unterricht die Regel. Jüngere Jahrgänge können ohne Maske durchatmen.
Für Schüler der Abiturstufe wird die Mund-Nasen-Bedeckungen im Unterricht die Regel. Jüngere Jahrgänge können ohne Maske durchatmen.  © dpa/Daniel Bockwoldt/dpa

Unterschiedliche Masken-Regelungen gelten auch an den Schulen. 

Während Kinder bis zur 10. Klasse im Unterricht und im Hort keine Masken tragen müssen, sind Schüler der Abitur-Stufe (11. und 12. Klasse) sowie der Berufsausbildung dazu verpflichtet.

Wo das Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung sonst noch vorgeschrieben ist: in öffentlichen Verwaltungen, Banken und Versicherungen, beim Aufenthalt an Haltestellen, in Bahnhöfen und Fußgängerzonen, auf Wochenmärkten und an Außenverkaufsständen.

Titelfoto: dpa/Daniel Bockwoldt/dpa

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