Wissenschaftler warnt: Zwei Millionen potenziell infektiöse Viren bei Tieren!

New York - Spätestens seit dem Ausbruch des Coronavirus fürchten viele, dass weitere Pandemien in naher Zukunft folgen werden. Dr. Peter Daszak warnt vor weiteren gefährlichen Viren.

Viele Viren sind bisher noch unerforscht und stellen deswegen eine unbekannte Gefahr dar.
Viele Viren sind bisher noch unerforscht und stellen deswegen eine unbekannte Gefahr dar.  © 123rf/ ismagilov

Daszak, Präsident der EcoHealth Alliance, machte nun bekannt, dass in Tieren fast zwei Millionen unbekannte Viren lauern, die sich auf Menschen ausbreiten und diese infizieren könnten.

Er ist der Ansicht, dass Wissenschaftler alle Anstrengungen unternehmen sollten, um den genetischen Code von in Tieren lebenden Viren zu entschlüsseln, um zukünftigen Pandemien vorzubeugen.

"Wir haben die Anzahl unbekannter Viren analysiert, die in Zukunft auftreten könnten, und wir schätzen, dass es etwa 1,7 Millionen davon gibt, von denen Menschen infiziert werden könnten", erklärte er gegenüber SkyNews.

"Wir kennen nur ein paar Tausend Viren, daher muss die überwiegende Mehrheit noch entdeckt und untersucht werden", so der Wissenschaftler.

Nach seiner Schätzung dürfte dies mindestens zehn Jahre Forschungszeit in Anspruch nehmen.

Forschungen an bisher unbekannten Viren können zukünftige Pandemie eindämmen

Dieses Wissen könnte es erleichtern, in Zukunft präventiv zu handeln und Medikamente und Impfstoffe zu entwickeln.

Auch das Coronavirus soll von Tieren auf den Menschen übertragen worden sein. Es wird angenommen, dass sich das Virus von einer Fledermaus auf den Menschen übertragen konnte.

Studien an Menschen, die in der Nähe von Fledermaushöhlen in Asien leben, haben gezeigt, dass andere Viren ebenfalls Menschen infizierten, sich aber nicht weiterentwickelt haben.

Erst Ende vergangenen Jahres begann die Ausbreitung des damals neuartigen Coronavirus. Dennoch haben Wissenschaftler bereits den genetischen Code entschlüsseln können.

Derzeit wird mit aller Kraft nach einem Impfstoff gegen die Infektionskrankheit geforscht. Bereits zehn potenzielle Mittel werden derzeit in klinischen Studien getestet.

Titelfoto: 123rf/ ismagilov

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