Zahl der Corona-Intensivpatienten trotz zahlreicher Verlegungen weiter gestiegen

München - Die Zahl der Coronavirus-Schwerstkranken auf Bayerns überlasteten Intensivstationen ist trotz Verlegungen in andere Bundesländer weiter gestiegen.

Die Zahl der Coronavirus-Intensivpatienten nimmt mittlerweile etwas langsamer als in den Vorwochen zu. (Symbolbild)
Die Zahl der Coronavirus-Intensivpatienten nimmt mittlerweile etwas langsamer als in den Vorwochen zu. (Symbolbild)  © Peter Kneffel/dpa

Am Mittwochmorgen meldete das bundesweite Intensivregister 1065 Corona-Intensivpatientinnen und -patienten, das waren knapp 60 mehr als eine Woche zuvor.

Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU) hatte am Vorabend weitere Verschärfungen der Corona-Einschränkungen für Ungeimpfte angekündigt, unter anderem im Einzelhandel. Wer nicht geimpft ist, soll kein Geschäft mehr betreten dürfen, abgesehen vom Einkauf des täglichen Bedarfs.

Die Zahl der Corona-Intensivpatienten nimmt mittlerweile etwas langsamer zu als in den Vorwochen, aber in vielen Krankenhäusern herrscht nach wie vor eine Ausnahmesituation: So waren am Mittwoch laut Intensivregister 12 der derzeit 18 Intensivpatienten im Kreis Altötting Corona-Fälle, ein Bett war entsprechend noch frei.

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Die Zahl der täglichen Neuinfektionen in Bayern ist gesunken, von über 17.000 am Tag in der vergangenen Woche auf 12.409 am Mittwoch, wie aus den Daten des Robert Koch-Instituts hervorgeht. Die Sieben-Tage-Inzidenz sank von 618,2 auf 589,3 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner.

Nach wie vor sterben im Freistaat vergleichsweise viele Covid-Patienten. Das RKI meldete 121 weitere Todesfälle.

Innerhalb von sieben Tagen hat die Pandemie in Bayern nach Auswertung der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität 512 Tote gefordert, im Bundesvergleich ein weit überdurchschnittlicher Wert. Mediziner machen dafür die niedrige Impfquote im Freistaat verantwortlich.

Titelfoto: Peter Kneffel/dpa

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