Zu hoher Corona-Krankenstand: Sächsischer Nahverkehr teils reduziert

Leipzig - Wegen des coronbedingt hohen Krankheitsstands beim Personal haben viele Verkehrsbetriebe in Sachsen ihren Fahrplan gekürzt. Das hat eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur unter den Betrieben ergeben.

Zu den 18 Unternehmen im Mitteldeutschen Verkehrsverbund (MDV) gehören unter anderem auch die Leipziger Verkehrsbetriebe. (Archivbild)
Zu den 18 Unternehmen im Mitteldeutschen Verkehrsverbund (MDV) gehören unter anderem auch die Leipziger Verkehrsbetriebe. (Archivbild)  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Bei den Zügen des "Trilex" in Richtung Ostsachsen sowie bei den Dresdner Verkehrsbetrieben im Stadtgebiet wird der Fahrplan eingeschränkt, wie die Verkehrsbetriebe Oberelbe mitteilten.

"Die Einschränkungen gehen in der Tat auf einen hohen Krankenstand bei den Mitarbeitern zurück. Dies umfasst auch Fälle von Quarantäne und Corona-Infektionen", sagte ein Sprecher.

Die 18 Unternehmen im Mitteldeutschen Verkehrsverbund (MDV) verzeichnen laut Angaben des Verbands ebenfalls einen erhöhten Krankenstand im Fahrpersonal aufgrund von Corona-Infektionen und Quarantäne.

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"Hinzu kommt punktuell, dass auch Fahrpersonal wegen teilweiser Schulschließungen und der damit verbundenen Kinderbetreuung nicht im Einsatz sein können", teilte eine Sprecherin mit. Es könne zu temporären Reduzierungen kommen. Es würden aber alle Fahrgäste zur Ausbildung, Schule und zum Arbeitsort befördert.

Wie sich die Lage entwickele, lasse sich aber schwer einschätzen, heißt es vom MDV. "Sollte sich die Lage verschärfen oder weitere Beschränkungen von Seiten Bund und Länder verordnet werden, kann es zu weiteren Einschränkungen im Fahrplanangebot kommen."

Erhöhter Krankenstand im MDV-Fahrpersonal

Einige Fahrpläne des Mitteldeutschen Verkehrsverbunds in Sachsen mussten gekürzt werden. (Archivbild)
Einige Fahrpläne des Mitteldeutschen Verkehrsverbunds in Sachsen mussten gekürzt werden. (Archivbild)  © Peter Endig/dpa

Beim Verkehrsverbund Mittelsachsen fallen etwa bis zum 9. Januar die üblichen Nachtzüge an den Wochenenden aus. Auch sogenannte Berufsverkehr-Verdichterzüge zwischen Chemnitz und Zwickau fahren in der kommenden Woche und vom 20. Dezember bis 7. Januar nicht.

Eine weitere Auswirkung der Corona-Pandemie bemerken die Unternehmen auch bei der Auslastung ihrer Fahrzeuge.

Seit Inkrafttreten der sächsischen Corona-Notfallverordnung sei ein leichter Rückgang bei den Fahrgastzahlen zu verzeichnen, heißt es vom Verkehrsverbund Vogtland. "Besonders durch die Quarantänen von Klassen, Klassenstufen oder Schulen sind die Fahrgastzahlen im Schülerverkehr bei gleichbleibendem Aufwand rückläufig."

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Beim Verkehrsverbund Oberelbe liegt die Nachfrage laut Angaben eines Sprechers noch bei rund 60 bis 80 Prozent.

Titelfoto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

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