Zwischenlösung für Monheimer Eislaufbahn: Je eine Familie erlaubt

Düsseldorf/Monheim - Im Streit um die Nutzung der Eislaufbahn vor dem Monheimer Rathaus während der Corona-Pandemie ist ein Kompromiss für die kommenden Tage ausgehandelt worden.

Im Streit um die Nutzung der Eislaufbahn vor dem Rathaus in Monheim während der Corona-Pandemie konnte ein Kompromiss ausgehandelt werden.
Im Streit um die Nutzung der Eislaufbahn vor dem Rathaus in Monheim während der Corona-Pandemie konnte ein Kompromiss ausgehandelt werden.  © Birte Hauke/Stadt Monheim am Rhein/dpa

Die komplette Bahn darf jeweils von ein oder zwei Personen oder Mitgliedern eines einzigen Hausstands genutzt werden. Darauf hätten sich Landrat Thomas Hendele und Bürgermeister Daniel Zimmermann verständigt, teilte die Stadt am Freitag mit.

Das heißt: Familien können sich mit ihren Kindern weiter für die Eislaufbahn anmelden und haben dann 20 Minuten die Eisfläche ganz für sich alleine. Auch zwei Kinder aus zwei Haushalten dürfen die Fläche für gemeinsame Runden nutzen. Die Stadt weitet die Öffnungszeiten nach hinten aus - bis 20 Uhr.

Der Kreis Mettmann hatte angewiesen, dass die Eisbahn wegen der Corona-Epidemie nur noch für den Schulsport genutzt werden darf. Er hält den Betrieb als Freizeitstätte für unvereinbar mit der geltenden Coronaschutzverordnung. Die Stadt hatte gegen diese Anweisung vor dem Verwaltungsgericht Düsseldorf Klage eingereicht.

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Der Kreis will nun den Vorschlag von Monheims Bürgermeister, die Bahn nur für maximal einen Hausstand zuzulassen, dem Gesundheitsministerium zur Bewertung vorlegen, wie es hieß. Bis zur Entscheidung des Ministeriums werde der Kreis den Betrieb der Eisbahn nicht unterbinden.

Monheims Bürgermeister findet Verbot absurd

Bürgermeister Zimmermann hatte nach der Anweisung des Kreises gesagt, die Stadt habe mit Hygienekonzept, Maskenpflicht und Einlass für maximal 20 Kinder alles getan, um Kindern "auch in dieser Vorweihnachtszeit und bis zum Ende der Schulferien ein paar Stunden Auslauf unter freiem Himmel auf der Eisfläche zu ermöglichen".

Das dies verboten sein solle, während Kinder auf allen Spielplätzen unbegrenzt zusammen sein dürften, sei absurd.

Andere Städte verzichten im Corona-Jahr hingegen auf ihre Eislauf-Bahnen zur Weihnachtszeit - darunter die Landeshauptstadt mit der beliebten Fläche an der Düsseldorfer Königsallee.

Titelfoto: Birte Hauke/Stadt Monheim am Rhein/dpa

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