Aufregung im Netz: Polizeipferd tritt bei Corona-Demo nach Frau und verfehlt Kopf nur knapp

Jüterbog - Nach einer Auseinandersetzung bei einer nicht angemeldeten Demonstration in Jüterbog (Teltow-Fläming) wird das Verhalten von beteiligten Polizeibeamten überprüft.

Auch am Montag sind die Gegner der Coronamaßnahmen wie hier in Cottbus wieder auf die Straßen gegangen.
Auch am Montag sind die Gegner der Coronamaßnahmen wie hier in Cottbus wieder auf die Straßen gegangen.  © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Bei einem Polizeieinsatz am Rande der Demo kam es am Montagabend zu einem Vorfall mit einem Polizeipferd, das knapp am Kopf einer Frau vorbei austrat. Es sei niemand verletzt worden, sagte ein Sprecher der Polizeidirektion West am Dienstag.

Das Verhalten der Polizeibeamten werde geprüft und der Staatsanwaltschaft zur rechtlichen Bewertung vorgelegt. Sollte ein mögliches Fehlverhalten von Polizisten erkennbar werden, gehe der Vorfall zur weiteren Bearbeitung an das Landeskriminalamt.

In sozialen Netzwerken kursieren Videos, die zeigen, wie eine Frau nach dem Stoß eines Polizisten auf die Straße stürzt, wo Pferde einer Reiterstaffel der Bundespolizei entlanglaufen. Ein Polizeipferd tritt daraufhin knapp am Kopf der gestürzten Frau vorbei aus.

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Der Sprecher der Polizeidirektion sagte, die Frau habe Polizisten gestört, die Personalien aufnehmen wollten. Mehrfach sei sie aufgefordert worden, den Ort zu verlassen.

Video zeigt Vorfall in Jüterbog

Zuvor hatten sich nach Angaben des Polizeisprechers mehrere Menschen zu einer unangemeldeten Aktion auf dem Marktplatz von Jüterbog versammelt. Über Lautsprecherdurchsagen sei erfolglos nach einem Versammlungsleiter gesucht worden. Die Veranstaltung sei dann von der Polizei aufgelöst worden.

Wegen Verstößen gegen das Versammlungsgesetz und der Eindämmungsverordnung seien die Identitäten von mehreren Dutzend Personen festgestellt worden. Einer der Teilnehmer habe einen Polizisten tätlich angegriffen, hieß es. Zwei weitere Personen hätten versucht, den Mann zu befreien.

Titelfoto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

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