Impfgegner-Demo verboten, diese Proteste sind aber erlaubt

Hamburg - In Hamburg sind am Samstag mehrere Kundgebungen von Corona-Maßnahmen-Gegnern sowie Gegendemonstrationen angemeldet.

Eigentlich wollten wieder Tausende Impfgegner durch Hamburg laufen. (Archivbild)
Eigentlich wollten wieder Tausende Impfgegner durch Hamburg laufen. (Archivbild)  © Georg Wendt/dpa

Die mit Abstand größte Versammlung von Impfgegnern, zu der bis zu 15.000 Teilnehmer erwartet wurden, darf nach einem Verbot durch die Polizei, das am Freitag auch vom Hamburgischen Verwaltungsgericht bestätigt wurde, nicht stattfinden.

Eine mögliche Beschwerde der Anmelderin gegen die Entscheidung vor dem Oberverwaltungsgericht lag zunächst nicht vor.

Die Polizei hatte die Versammlung untersagt, da erfahrungsgemäß nicht davon ausgegangen werden könne, dass sich alle Teilnehmer an Masken- und Abstandspflicht halten.

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Ungeachtet des Verbots soll eine ursprünglich als Gegengendemonstration geplante Versammlung unter dem Motto "Solidarität und Aufklärung statt Verschwörungsideologien" stattfinden.

"Wir werden auf jeden Fall auf die Straße gehen", teilte das Hamburger Bündnis gegen Rechts mit, das nach eigenen Angaben von mehr als 100 Organisationen und Gruppen unterstützt wird, darunter die Bürgerschaftsfraktionen von Grünen und Linken, der GEW-Landesverband Hamburg und Fridays for Future.

Diese Proteste Samstag in Hamburg sind genehmigt

Die Polizei wird am Wochenende wieder allerhand zu tun haben in Hamburg. (Archivbild)
Die Polizei wird am Wochenende wieder allerhand zu tun haben in Hamburg. (Archivbild)  © Christian Charisius/dpa
  • 12.30 Uhr: Demonstration "Solidarität und Aufklärung statt Verschwörungsideologien" mit 1000 Teilnehmern, Start am Bahnhof Dammtor
  • 15.30 bis 23 Uhr: Vier kleine Versammlungen mit je 20 Menschen zum Thema "Schwurbel wegechsen", verteilt rund um Glockengießerwall und Dragonerstall
  • 15.30 bis 17.30 Uhr: Aufzug "Gegen Ausgrenzung, Spaltung und Zwang", Bert-Kaempfert-Platz, mit 400 Teilnehmern
  • 15.45 Uhr: Aufzug "Hand in Hand gegen Verschwörungstheorien", Ferndinandstor, Lombardsbrücke, Neuer Jungfernstieg - mit rund 50 Teilnehmern
  • 16 Uhr: Aufzug mit etwa 500 erwarteten Teilnehmern zum Motto "Wir vereint für eine bessere Zukunft" - Mundsburger Damm, Steindamm, Mühlendamm, Schürbeker Straße

Die Polizei werde das Demonstrationsgeschehen insgesamt betrachten, sagte ein Sprecher. "Und natürlich haben wir auch im Blick, ob sich an die Verbotsverfügung gehalten wird."

Titelfoto: Georg Wendt/dpa

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