Bahn-Streik sorgt weiter für Einschränkungen: Auch am Sonntag Ausfälle und Verspätungen

Berlin - Das Chaos in Deutschland geht weiter: Bahnreisende müssen sich wegen des Streiks der Lokführergewerkschaft GDL auch am Sonntag auf zahlreiche Verspätungen und Ausfälle einstellen.

Zahlreiche Züge fallen aus: Bahnreisende müssen sich wegen des Streiks der GDL auch am Sonntag auf erhebliche Probleme einstellen. (Symbolbild)
Zahlreiche Züge fallen aus: Bahnreisende müssen sich wegen des Streiks der GDL auch am Sonntag auf erhebliche Probleme einstellen. (Symbolbild)  © Fabian Sommer/dpa

Der Ersatzfahrplan laufe aber stabil, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn am Morgen.

Inzwischen würden auch 30 Prozent der Züge im bundesweiten Fernverkehr wieder fahren. Dies soll laut Bahn mehr Urlaubern die Abreise ermöglichen.

Im Regional- und S-Bahnverkehr fahren nach Angaben des Unternehmens bundesweit rund 40 Prozent, allerdings mit regionalen Abweichungen.

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Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) will den Streik nach einem Sieg vor Gericht bis zum geplanten Ende am Dienstag um 2 Uhr fortsetzen. Mit der dritten bundesweiten Streikrunde innerhalb weniger Wochen sind Fahrgäste erstmals auch an einem Wochenende von dem Ausstand betroffen.

Reisende drängten sich nicht nur in die Fernverkehrszüge der Deutschen Bahn, sondern auch in die Züge privater Anbieter sowie in Reisebusse mit innerdeutschen Zielen.

Die GDL kämpft um mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen für ihre Mitglieder.

Konkurrenten der Deutschen Bahn nicht bestreikt

Mit dem auf mehr als fünf Tage angesetzten Streik in der laufenden Tarifrunde bei der Bahn will die GDL ihren Forderungen nach 3,2 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von 28 Monaten sowie einer Coronavirus-Prämie von 600 Euro mehr Nachdruck verleihen. Die Streiks starteten am vergangenen Mittwoch im Güterverkehr, dann folgte der Ausstand im Personenverkehr.

Nicht bestreikt werden Konkurrenten der Bahn. Allerdings sind auch bei ihnen Einschränkungen in Folge der Streiks möglich. Die Bahn hatte versucht, den Streik per Eilantrag gerichtlich stoppen. Ihr Anliegen scheiterte jedoch auch im zweiten Anlauf.

Zum Streikauftakt im Güterverkehr hatte die Bahn ein verbessertes Angebot vorgelegt. Der Staatskonzern stellt unter anderem eine Corona-Prämie für das Jahr 2021 von bis zu 600 Euro in Aussicht sowie eine Verkürzung der Laufzeit des Tarifvertrags von 40 auf 36 Monate. Zudem sollen die Löhne in zwei Stufen um 3,2 Prozent steigen.

GDL-Chef Claus Weselsky (62) hatte dieses Angebot allerdings abgelehnt.

Titelfoto: Fabian Sommer/dpa

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