Bahnstreik in Bayern: Andrang an Bahnsteigen, auch Alternativen liegen hoch im Kurs

München - Der dritte bundesweite Streik der Lokführer innerhalb weniger Wochen sorgt auch in Bayern weiterhin für Zugausfälle und Verspätungen.

Am Hauptbahnhof München stiegen die Passagiere nicht nur in die Fernverkehrszüge, sondern nutzten auch Fahrangebote privater Anbieter.
Am Hauptbahnhof München stiegen die Passagiere nicht nur in die Fernverkehrszüge, sondern nutzten auch Fahrangebote privater Anbieter.  © Peter Kneffel/dpa

Viele Reisende waren jedoch darauf vorbereitet und wählten alternative Verbindungen.

Am Münchner Hauptbahnhof drängten sich am Samstag die Menschen nicht nur in die Fernverkehrszüge, sondern auch in die Züge privater Anbieter sowie in Reisebusse mit innerdeutschen Zielen.

Die noch verkehrenden Züge könnten dementsprechend stark ausgelastet sein, teilte die Deutsche Bahn mit.

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Die meisten Reisenden hatten sich nach einer Auswertung der Deutschen Bahn vorab über ihre Reisemöglichkeiten informiert. Die Zahl der abgerufenen Reiseauskünfte auf der Homepage und in der App sei seit Montag um rund 26 Prozent auf 46 Millionen gestiegen.

Auch bei der Streikhotline hätten seit Montagabend mehr als 100.000 Menschen angerufen.

Für das Wochenende und den kommenden Montag will die Deutsche Bahn das Angebot im Fernverkehr auf 30 Prozent ausweiten. Im Regionalverkehr sind rund 40 Prozent des regulären Fahrplans unterwegs.

Die S-Bahnen in München und Nürnberg sollen mindestens im Stundentakt fahren.

Der Lokführer-Streik der Gewerkschaft GDL soll noch bis Dienstag 2 Uhr gehen. Die Deutsche Bahn rät, Reisen in diesem Zeitraum zu verschieben. Sofern das nicht möglich sei, werde empfohlen, einen Sitzplatz zu reservieren und FFP2-Masken zu tragen.

Titelfoto: Peter Kneffel/dpa

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