Bahnstreik: Weiterhin starke Einschränkungen im Osten Deutschlands

Leipzig - Auch am Montag kommt es durch den Streik der Lokomotivführergewerkschaft GDL zu starken Einschränkungen des Bahnverkehrs.

Auch zum Wochenstart müssen sich die Menschen in Ostdeutschland auf Einschränkungen im Bahnverkehr einstellen.
Auch zum Wochenstart müssen sich die Menschen in Ostdeutschland auf Einschränkungen im Bahnverkehr einstellen.  © Fabian Strauch/dpa

Der Ersatzfahrplan der Bahn sei aber auch zum Wochenstart stabil angelaufen, sagte eine Sprecherin der Bahn am Montagmorgen.

Im Nahverkehr müssen sich die Bewohner von Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen auf ein Angebot von etwa 15 bis 20 Prozent des Normalfahrplans einstellen, so die Bahnsprecherin.

Bundesweit fahren etwa 40 Prozent des Regional- und S-Bahnverkehrs. Aufgrund von regional hoher Streikbeteiligung sind die östlichen Bundesländer besonders stark vom Streik der GDL betroffen.

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Im Fernverkehr fuhren am Wochenende etwa 30 Prozent der Züge. Dieses Angebot soll auch am Montag aufrechterhalten werden.

Reisende sind angehalten, sich kurzfristig über das Zugangebot auf der Internetseite bahn.de zu informieren.

Die Lokführergewerkschaft kämpft um mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen für ihre Mitglieder. Mit dem auf mehr als fünf Tage angesetzten Streik in der laufenden Tarifrunde bei der Bahn will die GDL ihren Forderungen nach insgesamt 3,2 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von 28 Monaten sowie einer Corona-Prämie von 600 Euro mehr Nachdruck verleihen.

Update, 13 Uhr: Deutsche Bahn arbeitet fieberhaft am Normalfahrplan

Die Deutsche Bahn bereitet für die kommenden Tage ein weitgehend normales Angebot im Regional- und Fernverkehr vor. "Im Hintergrund laufen intensive Vorbereitungen, um nach dem angekündigten Streikende ab Dienstagfrüh um 2 Uhr so schnell wie möglich wieder das vollständige Fahrplan- und Serviceangebot sicherzustellen", sagte eine Bahnsprecherin für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Mit dem bisherigen Streik bei der Deutschen Bahn sei die GDL unterdessen "sehr zufrieden". "Dass das für Kunden unschön ist, ist uns klar", sagte GDL-Chef Claus Weselsky. Die Wettbewerber der Deutschen Bahn halten den Verkehr nach seinen Angaben komplett aufrecht. Diese sei auch der Beweis dafür, dass Arbeitgeber ihren Beschäftigten die "ordentlichen Lohnerhöhungen zugestehen".

Das Ende des Bahnstreiks ist für Dienstagfrüh um 2 Uhr geplant.

Titelfoto: Fabian Strauch/dpa

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