ICE-Unfall: Betonplatten auf Gleise in Niederbayern gelegt

Osterhofen/Gotteszell - Mehrere Betonplatten und einen Baumstamm haben Unbekannte auf Gleise in Niederbayern gelegt.

Das Bild von der Bundespolizei zeigt die aufgefundenen Betonteile.
Das Bild von der Bundespolizei zeigt die aufgefundenen Betonteile.  © -/Bundespolizei/dpa

Ein ICE fuhr am Samstag bei Osterhofen (Landkreis Deggendorf) über die Platten, wie die Bundespolizei am Montag mitteilte. Am selben Tag fuhr eine Waldbahn auf der Strecke zwischen den Bahnhöfen Gotteszell und Triefenried (Landkreis Regen) über den Baumstamm.

"Glücklicherweise entgleiste der Zug nicht", sagte ein Sprecher über den Unfall mit dem ICE. Niemand habe sich verletzt. Die ICE-Strecke war am Samstagnachmittag für die Aufräumarbeiten mehr als eine Stunde gesperrt.

Der Fahrer der Waldbahn bemerkte noch einen Gegenstand auf dem Gleis, konnte nach Angaben der Bundespolizei aber nicht rechtzeitig bremsen. 

"Der Baumstamm ist nicht einfach nur umgeknickt", versicherte der Sprecher. "Den muss jemand absichtlich auf das Gleis gelegt haben." 

Nach Schätzungen der Bundespolizei ist der Stamm zwei Meter lang und hat einen Durchmesser von 15 Zentimetern. Der Fahrer und die Fahrgäste blieben unverletzt. 

Der Zug konnte aber wegen eines Schadens am Triebwagen nicht mehr weiterfahren. Die Strecke war mehr als zwei Stunden gesperrt.

"Stand jetzt sind das zwei separate Fälle, die nichts miteinander zu tun haben", sagte der Sprecher. Die Ermittlungen wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr dauerten an.

Titelfoto: -/Bundespolizei/dpa

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